Grund und Boden

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Das siebende Geboth. Was siehest du auf diesem Blat? DAs siebende Geboth: Du solt nicht stehlen. (S. 25) Was siehet denn auf dem andern Bilde? Der Weinberg Nabots deß Israeliten. Was bedeutet es denn / daß er eben bey dem siebenden Geboth praesentiret wird? Weil der gottlose König Achab an demselben zum Diebe worden. Wie denn so? Er ließ auf Einrathen der gottlosen Isabel den unschuldigen Naboth erst todschlagen / damit er desto ungehinderter zum Besitz des Weinbergs kommen möchte. Ließ denn GOtt den König Ahab nicht deßwegen bestraffen? Ja / durch den Propheten Eliam. Welches ist denn hier der Elias? Der / welcher vor dem König stehet / und ihn mit erhabener Hand anredet. Wo war denn der König dazumahl? Er hatte sich zu Pferd gesetzt / und wolte sich eben hinab in den Weinberg begeben / und ihn einnehmen. Was sagte aber der Prophet zu ihm? Weil er unschuldig Blut vergossen / damit er zu dem Weinberge kommen möchte / so solte sein Blut ebenfalls wieder an dem Orte von den Hunden gelecket werden / wo sie deß Nabots Blut gelecket / v. 19. Ists eingetroffen? Ja / da sie den Wagen wuschen bey dem Teiche Samaria / auf welchem er gestorben / leckten die Hunde sein Blut / nach dem 1. B. Kön. 22. v. 38. (S. 26)

Das siebende Geboth. Was siehest du auf diesem Blat? DAs siebende Geboth: Du solt nicht stehlen. (S. 25) Was siehet denn auf dem andern Bilde? Der Weinberg Nabots deß Israeliten. Was bedeutet es denn / daß er eben bey dem siebenden Geboth praesentiret wird? Weil der gottlose König Achab an demselben zum Diebe worden. Wie denn so? Er ließ auf Einrathen der gottlosen Isabel den unschuldigen Naboth erst todschlagen / damit er desto ungehinderter zum Besitz des Weinbergs kommen möchte. Ließ denn GOtt den König Ahab nicht deßwegen bestraffen? Ja / durch den Propheten Eliam. Welches ist denn hier der Elias? Der / welcher vor dem König stehet / und ihn mit erhabener Hand anredet. Wo war denn der König dazumahl? Er hatte sich zu Pferd gesetzt / und wolte sich eben hinab in den Weinberg begeben / und ihn einnehmen. Was sagte aber der Prophet zu ihm? Weil er unschuldig Blut vergossen / damit er zu dem Weinberge kommen möchte / so solte sein Blut ebenfalls wieder an dem Orte von den Hunden gelecket werden / wo sie deß Nabots Blut gelecket / v. 19. Ists eingetroffen? Ja / da sie den Wagen wuschen bey dem Teiche Samaria / auf welchem er gestorben / leckten die Hunde sein Blut / nach dem 1. B. Kön. 22. v. 38. (S. 26)
Eigentum
Neue Gesetzeslage macht den Weg zum Eigenheim schwer

Leonhard Ragaz, Die Bibel eine Deutung
Die Geschichte Israels Die Propheten

IV. Die Königszeit Das Intermezzo der Theokratie

h) Naboths Weinberg (I. Könige 21)
Es ist wieder eine Geschichte von höchster Bedeutsamkeit. Da ist einmal die Art, wie Naboth an seinem Weinberg hängt und dem Ahab, der ihm den Tausch an einen andern Weinberg vorschlägt oder dann Bezahlung anbietet (die gewiß reichlich ausfiele), zur Antwort gibt: „Bewahre mich Gott davor, daß ich dir das Erbe meiner Väter abtreten sollte.“ Es tritt in dieser entrüsteten Ablehnung nicht bloß die konservative Art hervor, mit welcher überall und allezeit der rechte Bauer an seinem angestammten Gute hängt, sondern noch etwas Tieferes.  Der Boden ist in Israel eigentlich überhaupt kein Kaufobjekt. Er gehört Gott. Den einzelnen Geschlechtern ist er bei der Verteilung des Landes als ihr Anteil durch das Los zugefallen. Sie haben ihn als Pächter Gottes zu wahren und ihren Nachkommen weiter zu geben. Das ist die Stellung zum Boden unter Gott. Mit der Gewalt einer Urempfindung spricht aus Naboths Antwort das Bewußtsein, daß der Boden nicht zur Ware werden darf. Und daß er sich namentlich nicht in der Hand Weniger und Mächtiger, die dadurch noch mächtiger werden, anhäufen darf. Naboth vertritt mit seiner Antwort ein Urelement aller in Gottes Recht bestätigten Volksfreiheit. Deren Verlust ist in der Geschichte wesentlich von diesem Punkte ausgegangen. Die Anhäufung von Landbesitz liegt an der Wurzel des Gewaltstaates. Und das heißt in gewissem Sinne des Staates überhaupt. (1) Das Bauernlegen (2) hat je und je die Freien der ursprünglichen Demokratie in recht- und wurzelloses Proletariat verwandelt. 1 Man denke an Oppenheimers Auffassung. Vgl. sein Buch „Der Staat“. 2 So nannte man die Einziehung von Bauernhöfen durch die ritterschaftliche Gutsherrschaft und ihre Einverleibung in den eigenen Grundbesitz. Der Monopolbesitz an Grund und Boden trägt die Hauptschuld am modernen Kapitalismus, an Zinswucher, Wohnungsnot, Alkoholismus und Prostitution. Umgekehrt ist in der von einem Henry George und Andern (auch einem Oppenheimer) verkündigten Bodenreform von jener Stelle her, auf der Naboth steht, genauer: vom Gesetz Mosis her, die rettende Wahrheit von Grund und Boden wieder aufgebrochen. 1 Vgl. Henry George: „Fortschritt und Armut“ und „Moses“. Oppenheimer: „Das Großgrundeigentum die soziale Frage.“ „System der Soziologie.“ Und auch Tolstoi: „Was sollen wir denn tun?“ Es ist ein Grundstein aller sozialen Wahrheit und Freiheit. Grund und Boden sind heilig, aber nicht etwa im Sinne des absoluten Privateigentums, welches dem römischen Gesetze zugrunde liegt, sondern im Sinne des Kommunismus Gottes. Was wir heute nur noch schwach und dumpf empfinden, gerade infolge jener langen Herrschaft des römischen Rechtes und des auf seinem Boden gewachsenen Kapitalismus, bricht in der Antwort des Naboth noch mit der Frische der Ur-Empfindung hervor. Das Zweite, was an der Antwort des Naboth auffällt, ist die Art, wie er dem Könige begegnet. Er tut es ohne jede Unterwürfigkeit, als Gleicher zum Gleichen. Das ist, verglichen mit dem sonst Üblichen, unerhört. Aber es ist Israels Art. Israel ist eine Bauerndemokratie und der König bloß der erste Bauer, der primus inter pares (der Erste unter Gleichen). Mit andern Worten: Israel ist eine große Bruderschaft, eine Familie Gottes, eine Eidgenossenschaft im ursprünglichsten, einfachsten und tiefsten Sinne. Jeder Volksgenosse ist reichsunmittelbar und redet so mit dem König. Dieser ist bloß Vertrauensmann des Volkes und im Grunde, unter Gott, immer noch von ihm gewählt und ganz und gar von ihm abhängig. So soll es, unter Gott, mit allen Oberen sein und ist es auch, wo Gott herrscht. So tritt ein George Fox einem Cromwell entgegen, so die heilige Katharina von Siena, die heilige Brigitte und viele andern damals dem Papste; und Cromwell wie der Papst lassen es sich, unter Gott, ohne weiteres gefallen. Das bedeutet die Antwort Naboths. Und nun erleben wir auf der andern Seite zunächst einen skandalösen Bruch des Rechtes. Naboth wird durch eine Justizkomödie, die zugleich ein Justizmord ist, beseitigt und damit der Weinberg in die Hand des Königs gebracht. Damit geschieht wieder etwas fundamental Bedeutsames, etwas, was ein Grundelement aller Geschichte ist. Ein solches ist, zunächst positiv geredet, das Recht. Das Recht ist das Fundament aller sozialen Gemeinschaft. Es steht, zum Teil in erhöhter Gestalt, auch im Mittelpunkt der ganzen Bibel. Ihre große Losung ist die Gerechtigkeit, die sich im Reiche Gottes erfüllt. Von Gott kommt das heilige Recht auf seine ganze Schöpfung, vor allem auf den Menschen, auf jeden Menschen, nicht nur auf den Mächtigen, sondern im Gegenteil gerade auf den Schwachen. „Das Gesetz ist der Freund des Schwachen.“ Das ganze Gesetz Mosis prägt, wie wir gesehen haben, diesen Sinn des Gesetzes aus. Diese fundamentale Bedeutung des Rechtes wird auch ganz besonders durch die Tatsache illustriert, daß in der Zeit unter Gott, in der Periode des Anarchismus Gottes, gerade das Recht das Volk erhält und zusammenhält und der Führer in erster Linie Richter ist. Das Gesetz wird Israels Zentralheiligtum. Es reicht über die Bergpredigt bis zum Kreuze, offenbart von dort dem Apostel Paulus seinen letzten und höchsten Sinn und wandert so durch die Geschichte. Aber es gibt schon ein Natur-Recht, ein Recht, das dem Menschen als Menschen in das Gewissen geschrieben und jeder Menschengemeinschaft irgendwie bewußt ist. Vom Gesetz des Manu, des Kungfutse, des Hammurabi, des Solon und Lykurg reicht die Kette über das römische Recht bis zum Code Napoleon, dem preußischen Landrecht und dem schweizerischen Zivilrecht. In der „Erklärung der Menschenrechte“ ersteigt diese Entwicklung ihren weltlich-humanen Gipfel. Dabei gerät es innerhalb des Reiches der Natur (wozu in einem weiteren Sinne auch das Reich der Vernunft gehört) auf den Weg des falschen Absoluten, der im römischen Rechte endigt, worin Jupiter Capitolinus an die Stelle Jahves und der Codex Juris (das römische Gesetzbuch) an die Stelle des Gesetzes Mosis tritt. Aber der Sinn des Rechtes ist doch wesentlich die Freiheit. Demokratie ist wesentlich die Herrschaft des „gemeinen Rechtes“, des für Alle gleichen Rechtes. Und nun ereignet sich im „Fall Naboth“ sozusagen der typische Rechtsbruch. Er ereignet sich an der typischen Stelle: in der Beziehung zu Grund und Boden, welche eben, wie wir gezeigt haben, ihrerseits sozusagen die materielle Grundlage allen Volksrechtes ist. Der Bruch des Rechtes an dieser Stelle bedeutet, urtypisch gesprochen, den großen Dammbruch der Geschichte, den entscheidenden Einbruch der Gewalt in die sozialen Grundordnungen, diesen Einbruch des weltverheerenden Stromes der Gewalt, der nun immer breiter durch die Völkergeschichte fließt und heute im Imperialismus, der nicht nur ein Stück Land, sondern die ganze Welt besitzen will, seine letzte Ausdehnung erfährt, im Bette des falschen Absoluten fließend, dessen Molochcharakter offenbarend, und der auch im Götzendienst von „Blut und Boden“, diesem ins Dämonische gesteigerten Baalsdienst, zum Ausdruck kommt.
Wir sind damit von selbst zu einem weiteren Sinn dieser Geschichte gekommen: ihrer Beziehung zu Baal. Diese tritt in dem Verhalten der Isabel hervor, das zum Verhalten des Königs wird. Der König hat sich der Antwort Naboths gefügt. Er ist, wenn er nicht unmittelbar unter dem Einfluß der Isabel steht, doch ein israelitischer König, der unter Gott steht. Er kommt von dem Gespräch mit Naboth in das Königshaus zurück, legt sich auf das Bett, kehrt sich gegen die Wand, ißt nicht und trinkt nicht, wie Elias am Rande der Wüste, nur aus dem entgegengesetzten Grunde. Naboth und sein Recht – Gott darüber und darin –
ist mächtiger als er. Da setzt nun Isabels Rolle ein. Von ihr ist ja die ganze Aktion ausgegangen. Ihr genügt natürlich das bescheidene Königshaus in Samaria nicht. Das Elfenbeinhaus des Königs, das gelegentlich erwähnt wird (I. Könige 22, 39), sollte gewiß dem Pracht- und Luxusbedürfnis der Königin dienen. Sie möchte noch einen Park, zum mindesten aber einen Garten dazu haben, wie man sie in Sidon hat, aber in Israel nicht kennt. Sie hat wohl den, wahrscheinlich recht widerwilligen, Gemahl angestiftet, den Handel mit Naboth zu versuchen. Und nun erinnert sie sich, daß sie von Sidon kommt, wo so etwas wie die Haltung des Naboth auf der einen und des Königs auf der andern Seite undenkbar wäre. Sie geht zu diesem hinein und spricht zu ihm: „Und du willst König über Israel sein?“ Dann nimmt sie die Sache in die Hand und setzt jene Justizkomödie in Szene, die wir kennen. Soweit steht sie doch unter dem Einfluß dessen, was in Israel gilt, daß sie es doch nicht mit der unverschleierten Gewalt versuchen will, wie man es in Sidon gemacht hätte. Und sie findet auf der andern Seite Richter, die verdorben genug sind, um ihr zu willfahren. Denn Korruption ist unter dem neuen Regime ja nicht ausgeblieben, und die Meisten beugten in Israel ihre Knie vor Baal. Wie es zu gehen pflegt! Der Zusammenhang des Rechtsbruchs mit Baal tritt deutlich genug hervor. Auf zwei Arten. Einmal ist aller Rechtsbruch, sei’s im Großen und Ganzen, sei’s im einzelnen Falle, ein Ungehorsam gegen den Gott, von dem das Recht kommt, ein Abfall von dem heiligen Gott zu Baal, zu den Götzen der Welt. In Zeiten, wo dieser Abfall auch sonst allgemein geworden ist, tritt darum auch der allgemeine Rechtszerfall ein, sei’s in Bezug auf das Völkerrecht, sei’s in Bezug auf das Volksrecht. Da kann das Wort gesprochen und geübt werden: „Recht ist, was meinem Volke nützt.“
Es gibt kein sichereres Zeichen der praktischen Gottlosigkeit als Rechtsbruch und Rechtszerfall. Der zweite Punkt, an dem die Beziehung zu Baal zum Ausdruck kommt, ist die Stellung, die unter Isabels Einfluß der König einnimmt. Der König, der unter Gott steht, der König Israels, ist jener Ahab, der nach dem Gespräch mit Naboth in sein Haus geht, sich auf das Bett legt, das Angesicht gegen die Wand kehrt und nicht ißt und trinkt; der König aber, der in Gestalt seiner ihn vertretenden Gemahlin die Gewalttat gegen Naboth begeht und der dann nachher in dem zum Garten umgewandelten Weinberg den Arbeiten zuschaut, das ist der König von Sidon, der König unter Baal. Das ist ein fundamentaler Unterschied. Der König Israels steht, wie gesagt, unter Gott, der König von Sidon aber ist Gott. Denn erinnern wir uns daran, was Baal ist. Baal ist die Vergottung des Volkes, das Volk als Gott gesetzt. An dieser Gottheit nimmt der König teil. Er ist Gott-König und König-Gott – überall, wo Baalsdienst herrscht. Er ist absoluter, falsch absoluter König. Darum gehört ihm letztlich auch Grund und Boden. Diese gehören unter Gott Jahve, aber unter Baal dem König. Ihm gehört alles – nicht nur Grund und Boden, sondern auch die Seelen, und nicht zuletzt die Frauen. L’etat, c’est moi. Dieses Wort weist darauf hin, daß auch diese Linie als eine der wesentlichen durch die ganze Geschichte geht. Auch durch die sog. christliche, wo die Verbindung von Jahve und Baal so sehr die Regel ist. Überall, auch in Republiken, sogar in sog. Demokratien tritt die Staatsabsolutheit, diese Form des falschen Absoluten, auf und fordert die Leiber und Seelen für sich, fordert alles, wird total; und in Zeiten, wo Jahve vor Baal ganz verschwindet, erreicht diese Entwicklung den Gipfel. An die Stelle Jahves setzt sich Baal, an die Stelle Christi Cäsar – denn auch das ist nur eine Form der gleichen Entwicklung. Der Moloch von Sidon und Tyrus herrscht wieder, und er verlangt alles. Und umgekehrt ist ein solcher Zustand das sicherste Zeichen von Abfall und Götzendienst, auch da, wo noch Jahve die Maske Baals und Christus die Maske Cäsars ist. Aber da ist Elias. Er vernimmt in Gilead, was in Samana geschehen ist. Sofort steht er auf; wirft sein zottiges Fell über und wandert grimmigen Schrittes nach Samaria. Dort trifft er den König in seinem neuen Garten, den er gerade besichtigt. Er kommt Ahab nicht ganz unerwartet. Denn sein Gewissen hat ihn stets wieder fragen lassen: „Was sagt wohl Elias dazu?“ Und nun spricht er: „Hast du mich gefunden, mein Feind?“ Elias aber richtet sein Gerichtswort über Ahab, sein Haus und sein Weib Isabel aus: „So spricht der Herr: Siehe, ich will Unglück über dich bringen und dich wegfegen und will ausrotten von Ahabs Geschlecht alles, was männlich ist -. Die Hunde [aber] sollen Isabel fressen auf dem Felde von Jesreel.“ (Vgl. I. Könige 21, 17 ff.) Dann kehrt er sich um und geht. Damit tritt zum ersten Mal auf drastische Weise der Prophet gegen den König auf; und es setzt jene gewaltige Geschichte in der Geschichte ein, von der diese lebt. Der Prophet steht gegen das Unrecht. Denn der Prophet steht wider den Abfall von Jahve zu Baal – überall und immer. Und der Prophet tritt gerade auf dem Boden des sozialen Rechtes auf. Er vertritt das Recht gegen die Gewalt. Er vertritt das Recht Gottes gegen das angemaßte Menschenrecht. Er vertritt das Recht des Schwachen gegen das Recht des Mächtigen. Er vertritt den Menschen gegen den Moloch, das wahre Absolute gegen das falsche, die Reinheit gegen das Laster, die Würde des Menschen gegen ihre Schändung, die Freiheit gegen die Knechtschaft. Er vertritt Gott gegen die Götzen. Überall und immer bis auf diesen Tag. Taten das auch die, welche im Namen Gottes walteten, tun sie es heute? Treten sie auch auf gegen die Entheiligung von Grund und Boden im Dienste des Mammonismus, des Kapitalismus, des Wuchers? Brandmarken sie auch diese ganze Welt Baals – auch die des Staatsanspruches, des Militärmolochs, des Nationalismus und Imperialismus? Sind sie auch die selbstverständlichen Anwälte allen Rechtes Gottes gegen alle angemaßten Rechte der Menschen, allen Rechtes gegen die Gewalt, aller Freiheit gegen die Knechtschaft, aller Schwachen gegen die Mächtigen? Wo hört man ihre Stimme? Oder sind sie etwa Baalspfaffen, vielleicht Jahve-Baal- oder Baal-Jahve-Pfaffen? Wo ist Elias? Fügen wir aber noch hinzu, daß Ahab sich vor dem Gerichtswort des Elias beugt, wie David sich unter das Natans gebeugt hat, und sein Unrecht anerkennt. Er ist eben doch unter Gott, soweit nicht Isabel ihn völlig beherrscht. Darum erfährt er auch wie David Gnade. (I. Könige 21, 27-29.)

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