New Age

Gabriele Kuby: Mein Weg zum Glauben
Bei Maria angekommen – Lebenszeugnis von Gabriele Kuby
Der Angriff auf die Schöpfungsordnung | Gabriele Kuby
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Sängerin Nina Hagen „Ohne Jesus hätte ich Selbstmord begangen“
Esoterik hat mich kaputt gemacht
Aussteiger: Ehemalige Lichtarbeiter und Esoteriker berichten von ihren Erfahrungen
Die Lüge der Reinkarnation

Gabriele Kuby über christliche Prinzipien des politischen Kampfes
Bei Maria angekommen – Lebenszeugnis von Gabriele Kuby
Ich hatte mit einem theologischen Problem wirklich zu kämpfen, mit dem jeder
zu kämpfen hat, der aus dem Mainstream kommt und aus der Esoterik kommt.
Nämlich der Aussage von Jesus: Keiner kommt zum Vater außer durch mich.
Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, keiner kommt zum Vater außer durch mich.
Und dieser Satz, dieser totale Anspruch, der geht gegen unsere Friedenssehnsucht, wo wir doch so gerne meinen, alle Religionen sind – so dieses Lessingbild – alle Religionen sind ein Weg und oben ist derselbe Gott für uns alle. Und damit hab ich mich sehr schwer getan, das loszulassen, weil diese Friedenssehnsucht investiert ist, in diese Vorstellung.
Und das hat verbal auch noch Spuren in diesem Buch von dieser New Age Vorstellung.
Und dann hab ich mich, als das Buch schon erschienen war, neu mit dieser Frage auseinandergesetzt, und zwar nachdem Dominus Jesus (im Jahr 2000) erschienen ist, und habe die Passionsberichte in den Evangelien betrachtet. Und da war dann klar, warum stirbt Jesus? Er erhebt diesen Anspruch, vor Pilatus, im Blick auf das Kreuz. Er weiß, wenn er jetzt sagt, Ja ich bin Gottes Sohn, geht er ans Kreuz. Das war ja die große Anklage der Juden gegen ihn, der Pharisäer, der Hohepriester. Und wir können uns als Christen nicht davon distanzieren. Und dann habe ich einen Aufsatz geschrieben, der hat den Titel:
Sind Märtyrer intolerant? Uns wird ja vorgeworfen als Katholiken, weil wir das glauben, dass der Weg durch Jesus geht zum Vater, wenn wir es überhaupt noch glauben, wir sind intolerant. Aber Jesus ist dafür gestorben. Und die Märtyrer sterben selber, sie bringen
niemanden um, das ist der Unterschied. Der IS macht fürchterliche Morde, macht er für den Glauben, ja. Aber Christen, wenn sie Christen sind, sterben lieber selber als dass
jemand anders dafür stirbt.

F: Sie betonen immer wieder dass der Glaube eine Willensentscheidung ist,
also kein Gefühl. Warum legen sie darauf so viel Wert?

Wir haben ja keine Macht über unsere Gefühle. Wir haben hoffentlich wachsende Macht über unsern Willen. Und wenn wir tatsächlich mit unserem Bewusstsein unserem Willen sagen, ich will glauben. Wir sehen die Widerstände, wir sehen wo es hapert, wir sehen wie schwach der Glaube noch ist. Je weiter man eigentlich geht den Weg, um so merkt man, wie weit es fehlt, ja. Also wir versetzen in der Regel keine Berge mit unserm Glauben, wir laufen auch nur selten übers Wasser. Wir sehen die Schwäche des Glaubens, aber wir
wollen glauben. Und wenn wir das vor Gott bringen, dann kann er mit diesem, wie schwach dieser Willensakt auch sein mag, mit diesem Willensakt kann er was tun,
und darauf diesen Baum so langsam wachsen lassen ja.

Gabriele Kuby: New Age – Religion des Relativismus -Folge 4
F: Was ist eigentlich Relativismus, Frau Kuby?
Ja, das ist so n Begriff der eigentlich so neutral klingt. Das so n philosophischer Begriff,
eigentlich kann sich niemand was drunter vorstellen. Und der Papst (Benedikt XVI)sagt,
es ist d i e große Gefahr unserer Zeit. Es ist ein philosophischer Begriff, der sagt, alles ist
in Beziehung zueinander, und nur aus der Beziehung was eins zum andern hat, können wir ableiten, was es ist. Und der Gegenpol zum Relativismus ist, es gibt was Absolutes, Gott ist
absolut. Und wenn ich sage es gibt nur die Beziehung der Dinge zueinander, dann ist Gott vollkommen ausgeblendet. Dann gibt es Gott nicht mehr, es gibt nicht mehr das Absolute, und es gibt auch nicht mehr den absoluten Maßstab.
Wenn es Gott nicht gibt, sagt Dostojewski, ist alles möglich. Und tatsächlich tun die Leute, oder der ganze Zeitgeist ist ja darin befangen, die diese Ideologie internalisiert haben ohne überhaupt zu wissen, was sie da aufgenommen haben, sagen, es gibt keinen absoluten Maßstab für Gut und Böse. Es wird gar nicht mehr diskutiert ob es Gott gibt.
Im letzten Jahrhundert gab es heiße Diskussionen unter Theologen und Intellektuellen, gibt es Gott oder gibt es nicht. Es wird überhaupt nicht mehr diskutiert, sondern es wird einfach ausgeblendet und es wird gesagt, es gibt keinen absoluten Maßstab mehr und das wird als gut befunden.
F: Eine solche Bewegung, die dieser Überzeugung entspricht, ist ja die New Age Bewegung, auch sie kann man als Zeichen der Zeit verstehen, auch wenn sie schon mittlerweile an die 30 Jahre alt ist. Die New Age Bewegung, sozusagen die Religion des Relativismus,
wie würden Sie diese Bewegung beschreiben?
Ich bin damit in Berührung gekommen als ich 1977 ne Reise durch Amerika gemacht habe. Ich hab einen Auftrag bekommen von der Zeitschrift GEO über spirituelle Kommunen zu schreiben. Die Leute haben sich überall in Kommunen zusammengetan, jeder seine eigene Spiritualität. Und die Idee war: Wenn alle Religionsstifter dieser Erde gleichermaßen geehrt werden, die Vorstellung war nur noch, wir machen einen großen Tempel, und da sind sie alle drin, Buddha und Zoro Astra und Christus usw. und Mohammed, eine Patchwork Religion, dann haben wir Frieden. Und jeder glaubt sich das zusammen, was er grade, irgendeiner der da zum Führer oder zum Guru wird, gerade für richtig hält … Buddhismus war für n bestimmten Raum und ist ne strenge Form diesen Weg zu
gehen. Jetzt plötzlich ist alles offen, wir suchen uns raus, was wir brauchen können…
Es ist ne komplette Individualisierung der Religion, es gibt aber auch Gemeinsamkeiten.
Also das Gottesbild ist völlig anders als es in dem Christentum ist. Und darin war ich auch befangen. Also ich will das nochmal an meiner eigenen Geschichte anbinden.
Ich bin damals begeistert gewesen von New Age, weil die Friedenssehnsucht drin investiert ist, und hab dann 20 Jahre meiner ganzen Suche, bis ich schließlich zum katholischen Glauben gekommen bin, in dieser Geisteshaltung mich bewegt, Bücher gelesen,
Bücher übersetzt, gedolmetscht, war in dieser Geisteshaltung drin.
Hab mich Gott sei Dank, wirklich Gott sei Dank, nicht in einer Methode verfangen, sei
es Reiki, sei es Yoga, sei es Pendeln, sei es Tarot oder was es alles gibt, oder Horoskope.
Ich hab das so berührt, hab gewusst das gibt es und bin wieder davon weggegangen.
Gemeinsam ist dem allen, dass das Gottesbild so ist: Es ist kein personaler Gott, das wird sogar runter- (oder) abgewertet, die Christen die da an den Vater glauben, sondern Gott ist Energie. Und Liebe ist nicht eine Tat, die auch Überwindung kostet und Verzicht vor allem kostet, sondern Liebe ist auch nur ein Vibration Level, eine Schwingungsebene. Und wenn ich genügend meditiere, dann komm ich in diese hohe Ebene, in diese hohe Schwingung, und tauche in die göttliche Liebe ein. Das ist ein gemeinsamer Aspekt von der ganzen
Bewegung.

F: Sie sagen in einem Aufsatz, den sie geschrieben haben, dass New Age eigentlich alles
zulässt außer das Christentum. Warum ausgerechnet wird das Christentum zum Zielobjekt, zum sozusagen Feindbild Nummer 1 dieser Bewegung?
Weil diese ganzen Geisteshaltungen eingedrungen sind in die ganze Gesellschaft, das ist Mainstream. Und es ist auch in die Kirche reingegangen. Wenn es keinen Gott gibt, wenn es nur Energie gibt, was ist dann überhaupt das Ziel der menschlichen Existenz?
Was passiert denn eigentlich nach dem Tod? Und da hat diese New Age Bewegung
eigentlich die östlichen Vorstellungen aufgenommen, dass der Mensch…
erstens mal Reinkarnation, ja, und zwar nicht in der strengen Form, in dem das im Buddhismus gelebt wird, wo das ein Leidenszustand ist, sondern wir werden halt immer wieder geboren. Und dann irgendwann entweder verschmelzen wir mit der göttlichen Energie oder wir tauchen ins Nirwana ein und unser Selbst löst sich auf. Das ist weniger bedrohlich, allerdings auch sehr viel weniger verheißungsvoll als das Christentum, was uns beruft zur Himmlischen Hochzeit, wo wir dann wirklich das Selbst sind nach diesem leidvollen
Erdenleben, wie Gott uns gedacht hat, ja. Aber wir bleiben als Selbst existent, wir lösen uns nicht auf, und sind berufen zur Himmlischen Hochzeit, wie wunderbar. Wie viel schöner als die Idee dass wir uns auflösen. Und es ist aber auch viel weniger bedrohlich als ewige
Verdammnis. Also diese harte Sache, worauf es in unserem Leben ankommt, dass es eben ewiges Leben oder ewige Verdammnis sein könnte, das ist aufgelöst. Ach wir tun uns immer wieder inkarnieren. Ja, dann verliert es so seinen Schrecken, das macht
es auch bequem.

F: Viele haben ein sehr pessimistisches Verständnis von unserer Zeit. Viele sehen die Menschheit im Ganzen sag ich jetzt mal, oder auch die Gesellschaft in unseren Breiten-
graden, nicht auf dem richtigen Weg. Warum kommen dann keine Zweifel am Relativismus, oder eine weitere Frage: Warum ist das dann nicht sozusagen der große Zulauf für das Christentum, was ja dann, wie Sie gerade gesagt haben, eine sehr verheißungsvolle
Vision aufzeigt?
Ein Wert, mit dem das alles sozusagen hereingetrieben wird in die Gesellschaft bis
ganz weit in die Kirche rein, diese ganzen Glaubenshaltungen sind ja in der Kirche drin, ist Toleranz. Das heißt, dass das der höchste Wert ist, und dass es immer mit
dieser Idee
(verbunden ist), dann haben wir Frieden, wenn wir alles annehmen.
Und der Toleranz wird behauptet widerspricht dieses Christentum, was sagt, wir haben
die ganze Wahrheit. Wenn man näher hinschaut, und da hört jede Toleranz auf.
Es wird unterstellt und dann auch sofort immer gesagt Hexenverbrennung, Inquisition usw., es wird unterstellt, wenn wir Christen sagen, wir haben die ganze Wahrheit, dann
fangen wir an mit der Keule in der Hand den Leuten auf den Kopf zu schlagen und zu sagen: Entweder du bist Christ oder du stirbst so, übersteigert und karikiert ausgedrückt, ja.
Es wird uns unterstellt, wenn wir an Wahrheit glauben, dass Jesus Christus die
Wahrheit offenbart hat, dass wir dann Friedensstörer sind.
Und das ist gelogen,
es ist nicht wahr. Es gibt Verfehlungen in der Kirche, die immer aus Sündern besteht.
Wir Christen wissen, wir sind Sünder, wir sind gefallene Menschen, wir bleiben Sünder,
wir ringen damit. Und es gab Verfehlungen in der Kirche. Aber warum diejenigen, die auf die Hexenverbrennungen und das Furchtbare, was in der Kirche war, schauen, warum
sehen sie nicht diesen Strom von Heiligen und Märtyrern in der Kirche, ja, der ist
ausgeblendet…
F: Sie haben einen Aufsatz geschrieben, mit dem Titel: Sind Märtyrer intolerant?
Toleranz im Wortsinn heißt eigentlich tolerare = tragen und ertragen. Das heißt das ist ne sekundäre Tugend. Das heißt, wenn Sie jetzt völlig anders drüber denken über Wahrheit und sagen, Christus ist einer unter andern, und ich überzeugt bin Christus ist die Wahrheit, dann ist das für mich ein Schmerz. Ich liebe Christus und ich erkenne, was diese Liebe für uns Menschen sein könnte und jetzt sitzt jemand da und sagt: Na ja, Mohammed ist genauso gut oder mach ma doch mal n bisschen Buddhismus oder so weiter. Dann ist das für mich Schmerz. Und zwar je wichtiger Sie mir sind, umso mehr Schmerz ist es für mich, ja. Also wenn meine Kinder anders denken in diesen Punkten, ist es n ganz großer Schmerz. Jetzt liebe ich sie aber trotzdem, ja. Und das ist das was Toleranz heißt, das dann ertragen zu können, in der Liebe zu bleiben, und trotzdem ertragen zu können, dass der Mensch
anders denkt als ich. Damit sind wir immer konfrontiert. Und Augustinus hat das ein für
allemal auf den Punkt gebracht, indem er sagt: Die Sünde hassen und den Sünder lieben.
Und das ist eigentlich die Qualität von Toleranz. Toleranz sagt nicht, höre auf zu glauben, das es Wahrheit gibt, höre auf an Gott zu glauben, höre auf dich zu bemühen gut und böse zu unterscheiden. Das hat mit Toleranz eigentlich überhaupt nichts zu tun. So wird es aber verwendet. Es wird verwendet zur Legitimierung der Sünde. Jeder darf selbst entscheiden, was gut und böse ist. Ihr werdet sein wie Gott, das ist die Ursünde, ja…
Das Leiden in der New Age Bewegung
Es ist ne völlig andere Auffassung von Leid, warum die Idee des Karmas, die ja mit der
Reinkarnation verbunden ist, so attraktiv ist. Also erstmal machen die Leute ja Reinkar-
na
tionsseminare, wo sie dann ihre vergangenen Leben angeblich wieder erfahren.
Und sie waren eigentlich in der Regel ägyptische Prinzessinnen und Sklavinnen oder so was ja, durch die Bank eigentlich ja. Deswegen wär s ja toll, mal sehen was das nächste
Leben bringt, ja. Dazu kommt die Idee des Karmas und das ist alles unglaublich verwässert. Das wird bei uns alles nur so mundgerecht gemacht, damit wir unsern Egoismus ausleben können. In den eigentlichen, da wo es herkommt, sind das alles sehr strenge Konzepte. Und das Karma ist so attraktiv: Aha, wir leiden weil wir im Leben vorher schlecht gelebt
haben. Das würde eigentlich auch heißen, jetzt sollt ich mich ziemlich bemühen, gut zu
leben, ja, führt aber irgendwie nicht dazu. Es macht keinen Sinn, wenn ich jemand Leidenden begegne, oder den ganzen Holocaust, soll ich den Juden sagen, sie sind alle vergast worden, weil sie alle so schlecht gelebt haben? Da kommt das Ganze sofort an die Wand, ja. Da merkt man sofort, irgendwas ist da was anderes dahinter.
Natürlich kommt man dann auch, wenn man diese Greul anschaut, sofort an die Frage,
die Theodizee Frage, wie kann der liebende Gott dieses Leiden zulassen? Und es ist natürlich die Frage ja. Wenn es hieße, werde Christ und dann hast du Glück in diesem Leben, und das Himmelreich auf Erden bricht sofort aus, wär überhaupt dieses ganze Dilemma der menschlichen Existenz nicht mehr da. Das kommt, weil wir ins Leiden reingeworfen sind, und das ist durch die Ursünde, ist Leiden und Tod über uns gekommen. Wir sind in dieser gefallenen Welt drin. Und wie gehen wir jetzt mit dem Leiden um? Und wir Christen schauen auf das Kreuz. Jesus Christus ist a m Kreuz gestorben um uns zu erlösen.
Und unser Weg mit dem Leiden umzugehen, wo wir meistens sehen, der große Teil kommt dadurch, dass wir unsere Freiheit falsch gebraucht haben. Der allergrößte Teil des Leidens
in meinem Leben kommt aus der Sünde, ja. Ich hab weder schwere Krankheit, noch Armut noch Naturkatastrophen bisher erlebt. Und es gibt aber viel Leiden, und das kommt aus meinen Sünden und den Sünden anderer, ja, die ja über Generationen wirken, daher kommt das Leiden. Aber umgehen kann ich damit, wenn ich wirklich es mit dem Leiden Christi verbinde, der mich aufruft zu sagen: Folge mir nach und sage: Ja ich trage dieses Kreuz, dann verwandelt es sich. Und ich komm irgendwie wieder zur Integrität, und mein Leiden bekommt Sinn. Und ich glaube dass das nur im Christentum ist, stellt uns aber
immer vor dieses (Mysterium/Problem), wirklich dieses Mysterium klären können wir nicht, wir können nur mit Christus gehen, und um die Gnade bitten dass wir es können und
dass wir auch die Erleuchtung kriegen …
Wahrheitsanspruch der kirchlichen Lehre
Also das Dokument (v. Josef Ratzinger, 2000) heißt Dominus Jesus, also der Herr Jesus: Über die Einzigkeit und Heilsuniversalität Jesu Christi und seiner Kirche. Und da das alles ins Schwimmen kommt und da die Christen eigentlich gar nicht mehr wissen, ist Jesus Christus der Heiland aller Menschen, die allermeisten Christen wissen das nicht mehr,
hat die Kirche gefunden, jetzt müssen‘s wir nochmal sagen, Johannes Paul II. hat sich total
dahinter gestellt, und es ging ein Aufschrei durch die ganze Welt. F: Dabei hat er eigentlich nichts Neues gesagt. Überhaupt nichts Neues. Sie haben nur nochmal gesagt, das glauben wir. Wir haben’s immer schon geglaubt, wir glauben’s immer noch. Vergesst nicht ihr lieben Christen, wir glauben‘s immer noch. Das ist unser Glaube. Für mich war diese Frage, ist
Jesus Christus der Erlöser aller Menschen, was zum Ausdruck kommt: Ich bin der Weg,
die Wahrheit und das Leben, keiner kommt zum Vater außer durch mich, die größte Hürde meiner Konversion. Also ich hab in diesen Jahren der beginnenden Umkehr und in meinem Buch: Mein Weg zu Maria, kommt immer wieder das Thema: Kann ich das glauben?
Ich hatte ja diese New Age Ideen da internalisiert, ja. Und dann kam Dominus Jesus und
ich habe das Dokument gelesen und hab mich nochmal mit der Frage auseinandergesetzt. Hab darüber einen Aufsatz geschrieben, der in diesem Buch veröffentlicht ist: Es ist kein Friede ohne Umkehr, der heißt: Sind Märtyrer intolerant? Da ist es eigentlich zusammen-
gefasst, da ist eigentlich auch schon die Antwort drin. Märtyrer sind so überzeugt und
ergriffen von Christus, dass sie ihr Leben geben, oft unter unfassbar grauenhaften Umständen, sie gehen bis zum aller äußersten, wie Christus selber. So überzeugt
sind sie von der Wahrheit. Aber sie sterben und nicht die andern sterben.
F: Das ist ja verkörperte Toleranz in dem Sinne …
In der Tat bis zum Äußersten, das ist Toleranz, das ist Toleranz, ja.

F: Kann man dann nicht eigentlich auch sagen, dass in der Person Jesu Christi und gerade in seinem Leiden, ich meine er hat sich ja umbringen lassen von seinen Feinden, von denen er wusste, dass die Anklage nicht richtig ist, hat er sich trotzdem umbringen lassen, er hat diese Unwahrheit letztlich auch toleriert, müsste dann nicht eigentlich auch für jemanden, der das jetzt rein objektiv liest, die Bibel, für einen New Age Bewegten, müsste da nicht
eigentlich eine unheimliche Bewunderung mitschwingen, dass man sagt, da hat jemand
so viel Toleranz bewiesen, dass er selbst dafür gestorben ist?
Das Problem ist, dass wenn ich im falschen Denken drin bin, was verbunden ist mit meinem Egoismus, das heisst wenn ich irgendwo in der Sünde drin bin, dann kommt gleichzeitig die Verblendung. Ich will diesen, ich will nicht herausgefordert werden, ich will in meiner ICH AG bleiben, ich will mir meine Religion so zusammenzimmern, dass es mir am besten, am bequemsten ist, und ich mein Leben so weiterleben kann wie ich will, im sexuellen Chaos und so weiter wie auch immer, ja. Und die ganze
Religion ist zu materialisieren, um in diesem Leben glücklich zu werden, ewig zu
leben, gesund zu sein und was es alles ist, ja, was wir uns alles so wünschen.
Deswegen findet die Auseinandersetzung nicht statt, sondern nur die Verteufelung
eigentlich des Christentums ja, es findet gar keine Auseinandersetzung mehr statt.
Es wird gesagt, das ist böse.
Und ich hab mich wie gesagt wieder damit auseinandergesetzt, und hab mir nochmal angeschaut die Passionsberichte in den Evangelien und hab die betrachtet. Und hab mich gefragt, warum ist denn Jesus eigentlich gestorben, wie war denn das, was dieses ganze Thema angeht? Und Jesus wird gefragt, also wer ihn ja da anklagt sind seine eigenen Leute, sind ja die Juden, und die fragen ihn: Bist du der Messias, der Sohn des Hochgelobten. Und Jesus sagt: Ich bin es. Und sagt weiter: Und Ihr werdet den Menschensohn zur Rechten der Macht sitzen und mit den Wolken des Himmels kommen sehen. Also die ganze Eschatologie, die Wiederkunft, also ganz groß reißt er das auf, ja. F: Dominus Jesus, das muss nochmal unterstrichen werden.
Ich bin es, mit allem drum und dran, ja. Da zerriss der Hohepriester sein Gewand und rief, wozu brauchen wir noch Zeugen, ihr habt die Gotteslästerung gehört.
Und jetzt können sie, bedauerlicherweise finden sie, ihn nicht selber umbringen, sondern sie brauchen den Pilatus. Und sie bringen ihn zu Pilatus und sagen, der hat Gott gelästert und wir wollen, dass er gekreuzigt wird. Und Pilatus sieht, dass er unschuldig ist, der sieht, also ein Verbrecher ist das eigentlich nicht. Außerdem ist er tolerant, ja. Der is n Weltbürger, der kommt aus Rom, was diese Juden da glauben ist ihm völlig egal, ja.
Und er möchte den eigentlich nicht umbringen und sucht jetzt immer n Ausweg wie er aus der Klemme rauskommt, ja. Dann fragt er ihn selber nochmal: Also bist du doch ein König? Und Jesus antwortete: Du sagst es, ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, daß ich für die Wahrheit Zeugnis ablege. Jeder der aus der Wahrheit ist, hört auf meine Stimme. Und dann sagt Pilatus: Was ist Wahrheit? Und geht raus. Geht raus zu der Masse, die schreit: Kreuziget ihn, ja. Das heißt er will nicht wissen, was Wahrheit ist und er ist nicht gefestigt. Und was tut er? Er merkt die wollen Blut sehen. Und dann denkt er ja, na ja vielleicht geht’s mit dem Geißeln, vielleicht reicht das Geißeln und lässt ihn erstmal geißeln. Der weiß der ist unschuldig… Aber er hat auch überhaupt keine Moral. Er ist tolerant. Und die Leute sind ihm auch wurscht, ja. Das heißt er lässt ihn geißeln. Das reicht ihnen aber immer noch nicht. Die wollen dass er gekreuzigt wird. Auch der Barnabas, mit dem kommt er auch nicht aus der Schlinge raus. Die Frau kommt noch, und sagt, ich hab n furchtbaren Traum, tu es nicht. Er ist dumm. Sehr oft sind Männer dumm, wenn sie nicht auf ihre Frauen hören in solchen Sachen, ja. Hätte er mal machen sollen, ja. Und die schreien. Und dann kriegen sie ihn, die die den Tod wollen. Die sagen: Wenn du ihn freilässt, bist du kein Freund des Kaisers. Jeder der sich als König ausgibt, lehnt sich gegen den Kaiser auf. Und da haben sie ihn, da sind sie nämlich in sein Machtsystem reingegangen.
Wenn der Kaiser gegen ihn ist, ist seine Position schlecht und dann sagt er:
OK, kreuzigt ihn. Und das ist der tolerante Pilatus.
F: Dann stellt er einfach sozusagen die Wahrheit nur noch in Frage: Was ist Wahrheit?
Und lässt das sozusagen offen die Frage.
Das ist für ihn nicht wirklich interessant. Na, was is n Wahrheit? Was is schon Wahrheit?
Das würde jeder andere auch sagen. Das bedeutet: Wenn wir heute sagen Christus ist
nicht der Sohn Gottes, da stehen wir auf der Seite des Pilatus und kreuzigen ihn wieder.
Und darüber müssen wir uns klar werden. Es ist keine sekundäre Frage, es ist keine kleine Frage. Das Christentum steht und fällt mit der Frage, ob wir hinter dem Anspruch Christi stehen, ich bin der Sohn Gottes, ich bin der Erlöser a l l e r Menschen. Und das müssen
wir uns klar machen, und da ist es wichtig ne Entscheidung zu treffen.
F: Wo sehen Sie da diesen Anspruch heute gefährdet oder wo sehen Sie dass die Kirche oder das Christen diesen Anspruch aufgeben?
Ja das passiert. Fragen Sie mal rum, oder wir sehen ja, wo sind die Christen, die das
noch glauben, noch wissen, von innen her wissen, ja Jesus Christus ist der Erlöser a l l e r
Menschen, und dies erstmal noch sagen, ja. Denn es sagen zu können wird man sofort
mit Fingern auf uns deuten und sagen: Du Fundamentalist, du bist der Friedensstörer.
Ja, man wird mit großer Emotion wird man sich gegen uns stellen, da können wir so
friedlich sein wie wir wollen. Wir dürfens nicht mehr sagen. Das heißt an dieser Stelle ist schon heute, und das verschlimmert sich, ja, also wir werden überall werden wir an den
Rand gedrängt, wir haben das zugelassen und der Prozess geht immer weiter.
Fast in jedem Beruf ist es schwer Christ zu sein. Also kriegen wir Schwierigkeiten und müssen Opfer bringen und kommen vor Entscheidungsfragen. Das ist die entscheidende Frage. Jeder muss sich als Christ darüber klar werden ob er das glaubt oder nicht, es ist keine
nebensächliche Frage.
F: Wo sehen Sie ganz konkret, sozusagen die Zeichen der Zeit oder Fragen der Zeit, wo dieser Anspruch vertreten werden muss. Und wenn man ihn aufgibt gibt man sozusagen auch Jesus Christus auf und stellt sich damit auf die Seite von Pilatus? Wo vielleicht polit. Fragen od. gesell. Fragen, wo es sozusagen ganz konkret wird. Zum Bsp. die Frage Europa?
Ja natürlich, Europa. Wenn man da anschaut diese ganze Diskussion über die Verfassung, dass der Gottesbezug nicht mehr drin sein darf, wird gerechtfertigt mit dem Relativismus. So als wollten die andern Religionen das. Die Islamis die stören sich daran an der absolut korrupten Gottlosigkeit unserer Gesellschaft, das ist das, was wirklich für sie unerträglich ist und wo sie uns eigentlich verachten dafür. Wenn wir gute Christen wären und sagen würden, wir glauben unserem Gott, hätten die gar nichts dagegen. Also das ist vorgeschoben. Und das Phänomen in unserer Zeit ist, dass wir Christen, die wir diese unglaublich wunderbare Kultur haben, ja, einfach wir zerstampfen sozusagen unser Christentum
selber. Und dann gibt’s sowas Absurdes wie in der Verfassung der EU, dass wenns um
die Tradition geht, woraus wir gewachsen sind, unsere Wurzeln, dann wollen sie sagen
die Griechen und die Aufklärung und das Christentum nicht erwähnen. Ich meine das
ist doch so verrückt, dass es offensichtlich ist, dass es Ideologie ist und Kräfte dahinter
sind, die das wollen.

Gabriele Kuby: Mein Weg zum Glauben
Es ist die verkehrte Botschaft, dass wir uns selbst erlösen können.
Und die ist unwahr und falsch, sie ist einfach falsch.

10-Punkte Plan zur Zerstörung der Christenheit von Alice Bailey
Entferne Gott und Gebete aus dem Bildungswesen
Heute werden die Kinder in den Schulen in Transzendentale Meditation (TM) eingeführt, wobei die Kinder zu veränderten Bewusstseinszuständen kommen und einfacher mit
Dämonen (Geistführer) in Kontakt treten = New Age
Erstelle eine interreligiöse Bewegung
Fördere andere Religionen zur Gleichstellung mit dem Christentum und zerstöre
diese Idee, dass das Christentum der einzige Weg in dem Himmel sei. Dadurch wird das
Christentum nach unten gezogen und andere Religionen gefördert. Sie sagte, man sollte die Bedeutung des Menschen fördern, seine eigenen Zukunft und sein Schicksal zu
bestimmen – HUMANISMUS. Sie sagte: „Sag dem Menschen er hat das Recht, zu entscheiden, was er sein will. Er kann es tun. Er hat das Recht seine Sache zu bestimmen –
dies nimmt Gott von seinem Thron.“ Interreligiöse Bewegungen sind überall in der Welt enorm am Wachsen.

Heute scheint die westliche Welt keinen Widerstand mehr gegen diese Dinge zu haben.
Dabei ist interessant, dass sich die New-Age-Bewegung bisher hauptsächlich auf den
Westen konzentriert hat, da dies die christliche Welt im 19. Jahrhundert war.
Die New-Age-Bewegung besitzt auch eine Schule, welch ‚Akanni Schule‘ genannt wird.
Dies ist die Ausbildungsstätte aller Führer der westlichen Welt. Es wird berichtet, dass sie sagen, dass sie die Aufgabe im Westen vollbracht haben. Aber plötzlich erkennen sie, dass das Christentum in den Rest der Welt gewandert ist. Also müssen sie jetzt alle Ressourcen im Westen dazu verwenden, um mit dem Rest der Welt fertig zu werden.
In Afrika: Südafrika ist die Nummer eins. Dort wird in rasanter Geschwindigkeit verändert. Man gibt den afrikanischen Staaten ein Finanzpaket mit folgenden Bedingungen:
– Legalisierung von Abtreibung
– Entfernung von Gott und dem Gebet aus der Schule

Die Regierungen sind so von diesem Paket angezogen, dass sie nicht nein sagen können. Sie brauchen das Geld und sie bitten die Kirche eine Antwort zu finden. Dies wird im
Geheimen getan. Das Christentum ist 5%, der Rest ist der Hinduismus, Buddhismus und Spiritismus. New Age wird Lehrern begebracht, sie sollen dies in den Schulen lehren.

Joyce Meyer Andacht 20.05.2019
Warum Jesus kam
Sucht die Nähe Gottes, dann wird er euch nahe sein. Wascht die Schuld von euren Händen,
ihr Sünder, und lasst Gott allein in euren Herzen wohnen, ihr Unentschiedenen! Jakobus 4,8 (HFA)

Auf eines möchte ich bei diesem Vers besonders hinweisen: Wir werden zuerst
aufgefordert, zu Gott zu kommen, bevor wir aufgefordert werden, nicht mehr zu sündigen.
So viele Menschen machen es anders herum. Sie denken, sie können niemals zu Gott
kommen, eine Beziehung mit ihm eingehen und Christen werden, weil es in ihrem Leben noch Dinge gibt, die sie vorher überwinden müssen. Sie versuchen ihr Leben auf die Reihe zu bekommen, damit sie gut genug sind, um eine Beziehung zu Gott zu haben. Aber das ist falsch. Jesus kam, weil wir ohne ihn niemals gut genug sein könnten. Wir brauchen Jesus in unserem Leben. Sein Tod, sein Blut sind der Preis für unsere Sünden – er hat für unsere Schuld bezahlt. Wenn wir nicht durch Jesus zu Gott kommen, können wir nicht von unserer Sünde gereinigt werden. Gott sehnt sich danach, dass du heute zu ihm kommst.
Halte dich nicht fern von ihm, weil du der Lüge glauben, dass du dich erst selbst von deiner Sünde befreien musst. Komm stattdessen zu Gott und lass dich von ihm reinigen durch das stellvertretende Opfer, das Jesus für dich gebracht hat.
Gebet: Gott, ich komme zu dir durch das Blut deines Sohnes, das mich reinigt von aller Sünde. Ich danke dir für deine Vergebung. Ich werde nicht mehr in Scham leben, weil
ich weiß, dass ich zu dir kommen und deine Liebe und Vergebung empfangen darf. Amen