Praxis des Miteinanders

Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind,
da bin ich mitten unter ihnen. Mt 18,20

 Blind Man and Armless Friend Plant 10,000 Trees in 10 Years
Blind Man and Armless Friend Plant 10,000 Trees in 10 Years

262961_10151171699367355_1257560109_n
teilen
macht

10671433_856883671009860_75439055579458620_n
10401464_982455241786035_8383247678231526789_n
anastasia
New Earth Destiny
74957_132629963569910_1083517953_n
10433234_946635135422693_8520797176712520263_n
1069420_655456711150270_803012785_n
15107268_1237746169617267_3415700974273128247_n
burg hil
Rupertsberg

pont de l’amour
403566_386418918063046_2098208192_n
394672_261670080599469_1073641225_n



11692592_857699450971829_8138876827761013562_n
Jesu Gleichnisse Zwei Brüder

Kein Händler wird an jenem Tag mehr im Haus des Herrn der Heere sein (Sach 14,21)
Kein Händler wird an jenem Tag mehr im Haus des Herrn der Heere sein (Sach 14,21)
what a wonderful world
what a wonderful worldhopishare20010_433261863528511_2554858926176466100_n550832_254019334702843_71664953_njesus-socilaist

Gustav Landauer
Der Weg zur Gemeinschaft
In Gemeinschaft leben: Warum eigentlich?
Peter Janssens – Kirche Wofür (1970)
Peter Janssens – Wir haben einen Traum
Das Vermächtnis der ersten Christen – DOKU
Das geheime Leben der Bäume, Peter Wohlleben
Das Imperium der weißen Mönche
Schindler’s List – Letzte Finale Szene, Jerusalem aus Gold
Jesus Christus Erlösungsweg zum ewigen Leben
Heinz Rudolf Kunze – Das Paradies ist hier
Elizabeth Cotten – Vastopol
Elizabeth Cotten pt 1
Elizabeth Cotten pt 2
Escaping the Rat Race – Ecovillages and Communal Living
Guedelon – Eine Baustelle wie im Mittelalter
The Who – Join Together – Live Glastonbury 2015
Pfingsten im Gefängnis
Beyond „How to Save the World“
Warum Einwanderung NICHT die globale Armut löst
The west was built on racism
Blind Man and Armless Friend Plant 10,000 Trees in 10 Years
Loyal Lion Siblings Won’t Let Anyone Mess With Wounded Little Brother
Familienlandsitze und Siedlungen nach Anastasía einfach erklärt
Es komme die Republik der Himmel auf die Erde
Es komme die Republik der Himmel auf die Erde
Gemeinschaft und ihre Symbole
„Dieses System ist nicht mehr hinzunehmen“
Vatikan – Die Macht der Päpste – History Live vom 06.12.2015
FINALLY THE NEW PAPA SAID IT ! Killing Easter lamb has no basis in the Christian tradition
Hl Messe in Bolivien auf dem Platz Cristo Redentore in Santa Cruz
¿Qué le dijo el Papa a Evo Morales?
Jesu Gleichnisse Zwei Brüder
Sozialismus bedeutet genossenschaftliche Ordnung
Venezuela: „Die Menschen radikalisieren die Bolivarische Revolution“
Weg vom Supermarkt – ganz einfach!
Was ist das Politische am Kapital? #Marx200
Präsident Maduro: Venezuela setzt unbeirrt auf Sozialismus
Reform des Gesetzes zur Solidarischen Ökonomie in Ecuador
Farc nennen Bedingungen für ihre Umwandlung in eine politischen Bewegung
Big and Small Obstacles to Living in Community
The Economy of the Early Church
Spanien unter dem Halbmond Al Andalus
Lilica: the junkyard mutt
Charlie Chaplin die Rede des großen Diktators 1940
Leben in Hitler-Deutschland – Ein Brief von Hans Schmidt
Flüchtlinge besser behandelt als Obdachlose – warum?
Demut kommt vor dem Erfolg (1) – Joyce Meyer
Demut kommt vor dem Erfolg (2) – Joyce Meyer
Das Ich aus mir herausholen – Joyce Meyer – Gedanken und Worte lenken
Ökodörfer: Nachhaltige Entwicklung mit kreativen Wohnideen
Ein kleines italienisches Dorf zeigt Europa wie Zukunft geht.
Das prakt. Verständnis von „Lebensgemeinschaft“ im Schweiz. Diakonieverein
LDS woman ‚doing her part‘ to help refugee camp in Greece
Leben im Licht Über Gemeinschaft, Gerechtigkeit und Liebe
Aboriginal Elder Shares His Wisdom
Why Women need a Tribe
Why Women Need a Tribe (Video)
This Baby Deer Refused To Leave The Man Who Saved Her
The unusual friendship formed over their love of swimming 🐶🐘❤️ Dog & Elephant
Do you have friends or just acquaintances?
Klaus Störtebekers Hinrichtung
Trehlebov – Alle Männer beschützen die Heimat
Herr, Deine Liebe ist wie Gras und Ufer
Oktoberklub – Was wollen wir trinken
Come Together – John Lennon/The Beatles (Live In New York City)
john lennon – imagine (live with acoustic guitars!)

„Imagine“
Imagine there’s no heaven
It’s easy if you try
No hell below us
Above us only sky
Imagine all the people
Living for today…

Imagine there’s no countries
It isn’t hard to do
Nothing to kill or die for
And no religion too
Imagine all the people
Living life in peace…

You may say I’m a dreamer
But I’m not the only one
I hope someday you’ll join us
And the world will be as one

Imagine no possessions
I wonder if you can
No need for greed or hunger
A brotherhood of man
Imagine all the people
Sharing all the world…

You may say I’m a dreamer
But I’m not the only one
I hope someday you’ll join us
And the world will live as one

1 Von David, ein Wallfahrtslied. Siehe, wie fein und lieblich ist’s, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen! 2 Es ist wie das feine Salböl auf dem Haupte Aarons, das herabfließt in seinen Bart, das herabfließt zum Saum seines Kleides, 3 wie der Tau, der vom Hermon herabfällt auf die Berge Zions! Denn dort verheißt der HERR den Segen und Leben bis in Ewigkeit.  Psalm 133

„And all who believed were together and had all things in common…“ (Acts 2:44)

Life is a banquet where there is companionship. Dorothy Day

Wir sind aus Gott. Wer Gott kennt, hört auf uns; wer nicht aus Gott ist, hört nicht auf uns. Daran erkennen wir den Geist der Wahrheit und den Geist des Irrtums. 1.Joh 4:6

Wir geben nicht nur das, was wir übrig haben, sondern wir teilen, was wir haben.
Das ist der Humanismus, der die cubanische Gesellschaft prägt. Fidel Castro

JESAJA 55,1
1 Auf, ihr Durstigen, kommt alle zum Wasser! Auch wer kein Geld hat, soll kommen. Kauft Getreide und esst, kommt und kauft ohne Geld, kauft Wein und Milch ohne Bezahlung!
2 Warum bezahlt ihr mit Geld, was euch nicht nährt, und mit dem Lohn eurer Mühen, was euch nicht satt macht? Hört auf mich, dann bekommt ihr das Beste zu essen und könnt euch laben an fetten Speisen.
3 Neigt euer Ohr mir zu und kommt zu mir, hört, dann werdet ihr leben. Ich will einen ewigen Bund mit euch schließen gemäß der beständigen Huld, die ich David erwies.

Join Tulsi in fighting for a government of the people, by the people, and for the people.
votetulsi.com
About Tulsi Gabbard
bio_1

Voraussetzung für das Wunder der Brotvermehrung (Mk 6,35-41) und somit Fülle des Lebens ist die Anordnung der Hungernden in Mahlgemeinschaften und eine Praxis des Miteinanders, wie wir sie beispielhaft in der Briefliteratur des Neuen Testaments wiederfinden. Wir sind der Überzeugung, dass es nur eine solche oder ähnliche Form des Zusammenlebens sein kann, welche unser Leben und seine natürlichen Ressourcen schützt und bewahrt und welche darüber hinaus zu einem Leben aller Lebewesen in Fülle & Harmonie führt. Das Evangelium verspricht Leben in Fülle für alle Menschen und die ganze Schöpfung (Joh. 10:10). Hier eine Auswahl anhand des unscheinbaren Reziprokpronomens „einander“ (griech. allelon), zusammengestellt von Gerhard Lohfink (G. Lohfink: Wie hat Jesus Gemeinde gewollt?):

Mit Ehrerbietung einander zuvorkommen (Röm 12,10)
Einmütigkeit untereinander suchen (Röm 12,16)
Einander annehmen (Röm 15,7)
Einander zurechtweisen (Röm 15,14)
Einander mit heiligem Kuß grüßen (Röm 16,16)
Aufeinander warten (1 Kor 11,33)
Einträchtig füreinander sorgen (1 Kor 12,25)
Einander in Liebe Sklavendienste leisten (Gal 5,13)
Einander die Lasten tragen (Gal 6,2)
Einander trösten (1 Thess 5,11)
Einander erbauen (1 Thess 5,11)
In Frieden miteinander leben (1 Thess 5,13)
Einander Gutes tun (1 Thess 5,15)
Einander in Liebe ertragen (Eph 4,2)
Gütig und barmherzig zueinander sein (Eph 4,32)
Sich einander unterordnen (Eph 5,21)
Einander verzeihen (Kol 3,13)
Einander die Sünden bekennen (Jak 5,16)
Füreinander beten (Jak 5,16)
Einander von Herzen lieben (1 Petr 1,22)
Gastfreundlich zueinander sein (1 Petr 4,9)
Einander in Demut begegnen (1 Petr 5,5)
Miteinander Gemeinschaft haben (1 Joh 1,7)


Das erste Bundesland hat sich heute befreit 😉
Seid’s klassenlos – jawoi✊
Seid’s herrschaftslos hob I g’sogt – jawoi✊
Seid’s freindlich zu einand hob I g’sogt – jawoi✊
Mir kannst no a Joint bringa!
Anarchistische Bayern, des samma mir!
Rammstein – Bayern des samma mia

11391222_1656701867884748_294138754795023979_n
12308713_10153728375308908_5731375998357329305_n
IMG_3249 (Small)
traum

ICH HABE EINEN TRAUM…
Ich habe einen Traum.
Ich sehne mich danach, meine Brüder und Schwestern
um mich zu versammeln.
Auf dass wir tanzen, auf dass wir singen,
auf dass wir lachen und uns akzeptieren.
Auf dass wir Wissen verbreiten
und uns Kraft geben.
Und mit jener Kraft diesen Planeten
zu einem Ort der Liebe machen,
so wie es von Anfang an geplant war
und so wie es unsere Bestimmung ist.
Mitakuye oyasin – Wir sind alle eine Familie
Cho Chi – Weiße Feder

Eberhard Arnold – God’s Revolution
Is Community God’s Will?
A guest asked: Do you mean to say that the Bruderhof is God’s will? Eberhard:
Not the Bruderhof, but total community.
What we have recognized as being important is the life Jesus lived with His disciples and the life of the first Church in Jerusalem. We see the prophetic Old Testament likewise as a Word from God that we should live together in Church community (Ps. 133), in peace and justice and joy, as the Apostle Paul puts it.
(Rom. 14:17)
Our whole life is meant only to humbly suggest the way. Aug. 1935
The first Church in Jerusalem distributed all their goods straightaway. As soon as Christ’s Spirit was poured out over them, nobody could hold on to property any longer. Love compelled them to lay everything at the apostles’ feet. With the help of the deacons the apostles distributed everything. (Acts 6:2–6) Christ’s love makes us want to give up our possessions and live in community of goods. (Acts 4:32–37) That strikes at the root of our selfishness. May 1935

Thomas von Kempen Was der Mensch an sich oder anderen nicht bessern kann, das muss er mit Geduld tragen, bis Gott es anders macht. Lerne die Fehler deiner Mitmenschen und all ihre Schwächen mit Geduld tragen, denn auch du hast viele, an denen die anderen tragen müssen. Du kannst nicht einmal aus dir selbst den Menschen schaffen, der du gerne sein möchtest. Wie wirst du dann einen anderen nach deinem Sinne und Gefallen ändern können?

Der kindliche Geist
von Johann Christoph Arnold
Da wurden Kinder zu ihm gebracht, dass er die Hände auf sie legte und betete. Die Jünger aber fuhren sie an. Doch Jesus sprach: Lasset die Kinder und wehret ihnen nicht, zu mir zu kommen, denn solchen gehört das Himmelreich (Mt. 19,13-14). Mit diesen Worten sagt uns Jesus, dass Kinder wichtig sind. Er sagt uns auch, dass sie schon zu seiner Zeit nicht erwünscht waren. Aber seine Versicherung, dass das Reich Gottes nicht uns gehört sondern ihnen, ist wichtig, denn es gibt auch heute viele, die diese Botschaft nicht hören wollen. Wir Erwachsene begreifen es oft nicht, wie nahe Kinder Gott bereits sind. Wir vergessen, dass Jesus sagt, „ihre Engel haben immer Zugang zu meinem Vater.“ „Engel“ bedeutet
„Bote“. Schutzengel sind geistige Boten – Geister, die Gott schickt, um Kinder zu beschützen und zu leiten. Anders als die Engel und anders als die Kinder – die in das Herz Gottes sehen – können wir Gott nicht sehen. Doch können wir die Kinder sehen und wir können sie in unsere Herzen aufnehmen. Und indem wir sie aufnehmen, nehmen wir Jesus selbst auf (Luk. 9,48). Wie führen wir Kinder zu Jesus? Zuallererst müssen wir selbst an ihn glauben und vertrauend zu ihm kommen. Im Neuen Testament lesen wir, wie Simeon und Hanna – zwei alte Menschen – ihr ganzes Leben lang auf den Messias gewartet hatten, den „Trost Israels“. Als Jesus geboren war, begrüßten sie das Kind mit Freude und Dankbarkeit – und Glauben. Nun konnten sie dem Tod ohne Angst entgegen sehen und im Frieden leben. Als Pastor werde ich oft gebeten, Neugeborene zu segnen, und das ist eine meiner schönsten Aufgaben. Jesus selbst sagt „Wer eines dieser Kinder in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, nimmt nicht mich auf sondern den, der mich gesandt hat“ (Mark. 9,37). Diese Haltung aus Liebe und Glauben ist es, die den kindlichen Geist ausmacht. Jeder liebt ein kleines Baby, aber selbst Babys können sehr schnell unsere Geduld auf die Probe stellen, und viele scheinen bald eine Last zu sein,
oder sie sind uns unbequem. Aber ganz egal, welche Schwierigkeiten sie uns bereiten mögen, Kinder sind eine Gabe Gottes. Wenn wir sie so willkommen heißen, dann wird Gott uns bestimmt segnen und uns die Kraft geben, sie aufzuziehen. Das sollte für alle jungen Familien und für die, die eine Familie gründen wollen, eine Ermutigung sein. Besonders wenn wir Schwierigkeiten begegnen, wartet Gott darauf, uns zu helfen, vorausgesetzt, dass wir beten und bitten und suchen und anklopfen (Matth.7,7-11). Dann werden Türen aufgetan. Die Jünger wollten auch von Jesus lernen, aber sie waren nicht bereit, wie Kinder zu werden: sie stritten sich, wer von ihnen der Größte sei und wer im Reich Gottes der Größte sein würde. Als Antwort rief Jesus ein kleines Kind zu sich, stellte es in ihre Mitte und sagte: „Wer sich selbst erniedrigt wie dieses Kind, ist der Größte im Reich der Himmel“ (Matth.18,4). Um all der Kinder willen wünschte ich, dass das Reich Gottes sehr bald
kommen möge, so dass sie alle direkt dort einziehen können.

tauben
each of us

Christen für gerechte Wirtschaftsordnung e.V. (CGW):
Wirtschaft soll dem Leben dienen
Eine grundlegende Veränderung unseres Wirtschaftssystems ist dringend notwendig, die allen Menschen den gleichen Zugang zu dem eröffnet, was allen gemeinsam gehört. Dazu gehören sowohl die Regelung der Landfrage und der Rohstoffverteilung..
Dass die Erde Gott gehört und allen Menschen zur treuhänderischen Nutzung überlassen wurde, ist ein in allen Religionen beheimateter Gedanke. Beispielsweise sagt die Bibel: Die Erde ist des Herrn und alles was darinnen ist. (Ps. 24, 1) Grund und Boden darf nicht für immer verkauft werden, denn das Land ist mein und ihr seid Fremdlinge und Beisassen bei mir. (3. Mose 25, 23)

Gerhard Lohfink: Auf der Erde, wo sonst?
Für das Alte Testament ist die Landverheißung fundamental. Das Stichwort „Land“ durchzieht fast alle Bücher der hebräischen Bibel. Gemeint ist damit der reale Boden Israels, das „Land, wo Milch und Honig fließen“.
Wie steht es damit bei Jesus? Die Landverheißung taucht ja auch bei ihm auf. „Selig, die keine Gewalt anwenden, denn sie werden das Land erben“, sagt er in der dritten Seligpreisung der Bergpredigt (Mt 5,5). Ist das- im Gegensatz zum Alten Testament – nur noch bildlich gemeint? Rein geistig? Meint hier das „Land“ am Ende gar den Himmel? Der Schlüssel zum Verstehen dieser für den christlichen Glauben grundlegenden Frage ist Mk 10,29f. Dort sagt Jesus: „Es gibt niemanden, der verlassen hat Haus, Brüder, Schwestern, Mutter, Vater, Kinder oder Äcker um meinetwillen und um des Evangeliums willen, der dafür nicht das Hundertfache erhielte. Schon jetzt in dieser Zeit: Häuser, Brüder, Schwestern, Mütter, Kinder und Äcker – wenn auch unter Verfolgungen. In der kommenden Welt aber das ewige Leben.“ In diesem Text werden einander gegenübergestellt: die alte Familie, die die Jünger Jesu verlassen haben – und die neue Familie, welche die Jünger in der Nachfolge gefunden haben. Die Häuser und Äcker, die von den Jüngern verlassen werden, waren ihr Anteil am Land. Sie gehen ihnen verloren. Aber ihr Anteil am Land der Verheißung geht ihnen nicht verloren (so wenig wie er Barnabas verloren geht Lk4,36f). Ihr „Land“ wird die neue Familie, die Jesus um sich sammelt. In ihr finden sie alles hundertfach wieder, in ihr betreten sie nun wahrhaft das Land. Auf dem Boden der neuen Familie vollendet sich die Landverheißung.

Dietrich Bonhoeffer: Christen, die nur mit einem Bein auf der Erde stehen, stehen wohl auch nur mit einem Bein im Himmel. Und weiter: Jesus ruft nicht zu einer neuen Religion auf, sondern zum Leben.
Leben und Werk
Er tritt für ein neues Verhältnis der Kirche zum Staat ein: Wenn die Menschenwürde verletzt und damit Gottes Gebote missachtet werden, hat die Kirche nicht nur die Opfer unter dem Rad zu verbinden, sondern dem Rad selbst in die Speichen zu fallen.
Bonhoeffer will in einem gemeinsamen geistlichen Leben in der Gemeinde, angefangen in der Pfarrerschaft, die Einsicht wecken: Unser Christsein wird heute nur in zweierlei bestehen: im Beten und im Tun des Gerechten unter den Menschen. So will er von der Gemeinde her die Kirche erneuern: Auch die betende Kirche ist nur dann Kirche, wenn sie Kirche für andere ist.

Das Ziel einer Gemeinschaft ist, dafür zu sorgen, dass jedes ihrer Mitglieder gehört wird und die Gaben, die sie oder er in diese Welt mitgebracht hat, auf die richtige Weise anbringt. Sobonfu Somé

KLEISTs „Sichrer Weg“ zum Glück
Das Magazin, Oktober 1977, Joachim Seyppel
Hat nun also Kleist sein Glück in Arbeit gefunden? Mit dreiundzwanzig hat er einmal gesagt: Hätten literarische Werke (ganz allgemein) „das Rad aufhalten können, das unaufhaltsam stürzend seinem Abgrund entgegeneilt? O hätten alle, die gute Werke geschrieben haben, die Hälfte von diesem Guten getan, es stünde besser um die Welt.“ War es nun also Irrtum oder allgemeinere Einsicht, wenn der Zwanzigjährige den „Aufsatz“ schreibt, „den sichern Weg des Glücks zu finden und ungestört – auch unter den größten Drangsalen des Lebens – ihn zu genießen“? Hat er etwa gemeint, die „trüben Wolken des Schicksals hinweg zu philosophieren“? Sich „vor der Verzweiflung zu sichern“? Quälte er sich mit dem Zitat „Unrecht leiden schmeichelt große Seelen“? Wünschte er sich den Pfad der Mittelmäßigkeit und nicht den in „schwindligen Höhen“? Er wollte doch die ganze Erde als „unser Vaterland“, sein eigenes Glück „zum Teil in der Gründung des Glücks anderer finden“! Das „Schicksal selbst … leiten“! Die Existenz „für die Existenz andrer aufopfern“, „Tätigkeit“, gegründet „auf wahre innige Menschenliebe“, „Tugend“ – aber „für wen? und wozu?“ Und „immer drängt sich die Antwort auf, für die Menschen, und zu ihrem Nutzen“. Denn es seien die „geselligen Tugenden“, die „jeder in Zeit der Not bedarf“. Die Zeit der Not freilich ist die Dauer des Herabzählens, des Lebens, von Anfang bis Ende, von Geburt bis Tod.

Natascha Fee Reinhardt: Der Himmel ist trotzdem hier. Wir sind alle frei – verbunden miteinander. Wenn wir endlich all den Irrsinn lassen und uns gegenseitig beschenken und Geld einfach nur noch als SteinZeitIrrsinn ansehen, dann kann der Segen sich über alles Sein ergießen und Fülle und Erfüllung fließen. Umarmen wir einander und uns selbst – mit all unseren Wunden Unsicherheiten Ängsten Wut Zorn Verzweiflung – verwandeln alles in goldenes glitzernes magisches reines süßes märchenhaftes Licht.

Hildegard von Bingen: Barmherzigkeit ist ein grünes „Heilkraut“
Die Kräuter mit ihren Blüten bieten anderen Kräutern ihren Duft dar. Und ein Stein strahlt von seinem Glanz auf einen anderen hin. Jedes Geschöpf ist auf das andere ausgerichtet und sehnt sich nach liebender Umarmung. Alle Geschöpfe stehen im Dienst des Menschen und fügen ihm in diesem Dienst gerne Gutes zu. Ich, die Barmherzigkeit, bin in Luft und Tau und in jeglicher Grünkraft ein gar liebliches Heilkraut. Ich bin innerlich ganz davon erfüllt, einem jeden Hilfe zu bringen. Denn ich war schon dabei, als das „ES-WERDE“ erscholl, wodurch alle Geschöpfe hervorgingen, die dem Menschen dienen …Mit meinen Augen wache ich über alles Notwendige, ich verbinde mich mit allen. Alle Zerbrochenen sammle ich ein zur Heilung, denn ich bin eine Salbe für die Schmerzen. (LVM 1/1)

Leben entfaltet sich im liebenden Miteinander. In einer wohltuenden Weise können wir an der Natur ablesen, wie eine lebendige Beziehung aussieht: Jeder bietet den anderen, was er besitzt, so wie die Blüten ihren Duft verströmen und die Edelsteine ihren Glanz ausstrahlen. Die Grünkraft ist stärker als alle Verhärtung und Kälte, das erleben wir in jedem Frühling. Die Geschöpfe leben uns die barmherzige Liebe Gottes vor, sie sind uns „grün“ und stehen dem Menschen mit ihren Heilkräften zur Verfügung. Ein barmherziger Mensch kann mit seiner Zuwendung Schmerzen lindern, ist wie ein wohltuendes Heilkraut und lässt Gottes Nähe spüren.

Gebete der heiligen Hildegard
Mutter Kirche
Freue dich nun aus tiefstem Herzen,
o Mutter Kirche, denn deine Kinder
sind jetzt in heiliger Einmütigkeit
versammelt in deinem Schoß.

Aber du, o schmähliche Schlange,
bist nun beschämt, weil deine Beute,
die du verschlungen zu haben wähntest,
im Blute des Gottessohns jetzt erstrahlt.

Deshalb sei Lob dir, o höchster König:
Alleluja!

eins
help


LOVE
12088534_10153583009866427_8472566855245943262_n

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.