Religion

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Kein Stein kann auf dem anderen bleiben
»Entweder das ist Gott, was das Neue Testament so nennt. Dann bedeutet aber ›Gott‹ die Umkehrung nicht nur weniger, sondern aller Dinge, die Erneuerung der ganzen Welt, eine Veränderung des Baus, bei dem kein Stein auf dem anderen bleiben kann. Dann bedeutet Glauben das Einstehen für diese Umkehrung, die Vorbereitung darauf, das Rechnen damit als mit der sichersten Tatsache. Dann haben aber die Sozialdemokraten recht und nicht die Sozialreformer, ja dann sind die radikalsten Sozialdemokraten noch nicht radikal genug, dann ist das Bekenntnis zur Sozialdemokratie nur eine kleine, selbstverständliche, sehr ungenügende, ärmliche und vorläufige Abschlagszahlung auf das, was ein ›Christ‹ heute seinem Glauben schuldig ist.« Karl Barth (1919)

Zum stummen Hunde
»Eine Kirche, die aus lauter Angst, nur ja nicht in den Schein zu kommen, Partei zu ergreifen, nie und nimmer Partei zu sein sich getraut, sehe wohl zu, ob sie sich nicht notwendig kompromittiere: mit dem Teufel nämlich, der keinen lieberen Bundesgenossen kennt als eine um ihren guten Ruf und sauberen Mantel ewig schweigende, ewig meditierende, ewig neutrale Kirche: eine Kirche, die allzu bekümmert um die doch wirklich nicht so leicht zu bedrohende Transzendenz des Reiches Gottes – zum stummen Hunde geworden ist.«
Karl Barth (1938)

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Heinz Rudolf Kunze – Jeder bete für sich allein
Vatikan – Die Macht der Päpste – History Live
Ernesto Cardenal: Revolutionär und Dichter
Ragaz Gedanken

Ich verweise Sie auf die Bibel. Dort steht der Kampf zwischen Gott und der Religion im Mittelpunkt. Die R e l i g i o n pflegt sich selbst; die Religion baut Tempel und Altäre; die Religion fordert Opfer; die Religion hüllt Gott in ein Geheimnis, das nur der Priester oder Schriftgelehrte kennt; die Religion führt von der Welt ab ins Jenseits – G o t t fordert Gerechtigkeit (im umfassenden Sinn); Gott will nach dem Propheten Liebe und nicht Opfer; Gott will den Menschen und sein Recht, will den Bruder und sein Recht, er will ganz besonders das Recht des Schwachen und Geringen; Gott will die Welt, freilich eine durch sein Gesetz und seine Erlösung verwandelte Welt.

Leonard Ragaz, Die Bibel – eine Deutung – Jesus
Eine weitere, damit verwandte Art, dem wirklichen Gott durch Religion zu entrinnen, ist die Flucht von der Hauptsache zur Nebensache: „Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr Minze, Dill und Kümmel verzehntet und lasset das Gewichtigere am Gesetz beiseite: das Recht, das Erbarmen (die Liebe) und den Glauben. Blinde Führer, die ihr die Mücke seiget und das Kamel verschlucket“ (Matthäus 23,23-24). Auch dieses Abweichen vom Großen ins Kleine erklärt sich aus dem Grundcharakter dieser Frömmigkeit. Denn wenn man einmal von Gott ab zur bloßen Religion oder Kirchlichkeit gelangt ist, dann geht der Maßstab verloren für das, was groß oder klein, wichtig oder unwichtig ist. Es ist eine natürliche Dialektik, daß dann das Kleine groß wird. Das Große ist von Gott aus groß, das Kleine aber macht man selbst groß; denn man setzt an Stelle Gottes einen Götzen: einer der Grundfehler aller Religion. So bekommen im Judentum besonders die sog. Reinheitsvorschriften, die Speisegesetze und dann wieder die Sabbatgebote eine Wichtigkeit, die sie vor Gottes Willen und Ordnung niemals haben dürften. Die Religion wird wichtiger als die Sittlichkeit, der Kultus des Tempels wichtiger als der Gottesdienst des Alltags. Wenn nur die Religion in Ordnung ist oder gar dabei etwas für die Kirche herauskommt, dann dürfen alle Grundordnungen Gottes mißachtet werden, dann dürfen soziales Unrecht, Gewalt und Mammon ruhig bestehen, ja sie werden sogar durch die Sanktion der Religion gesichert. Die Religion wird in gewaltigem Maßstab zum Opium für das Volk.

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Leonhard Ragaz, Die Bibel eine Deutung
Die Geschichte Israels Die Propheten
Die Geschichte des jungen Samuel ist ebenfalls von wundervoller Symbolik. Seine Mutter weiht ihn Gott und bringt ihn, sobald es dafür Zeit ist, in das Haus Gottes. Dort wächst er auf in einer, trotz allem, geweihten Atmosphäre. Er dient dem Eli und dient dem Hause Gottes, abgetrennt von allen weltlichen Zusammenhängen, mit der Welt nur noch durch die jährlichen Besuche seiner Mutter verbunden (die ihm stets wieder ein neues Kleid bringt), in all seinem Tun und Denken dem Heiligtum und dem Heiligen geweiht. Er arbeitet im Hause Gottes und schläft darin. Er ist von dieser Atmosphäre umhüllt.
Das ist wieder typisch bedeutsam. Die Religion als solche enthält auch dann, wenn sie zur bloßen Tradition und Einrichtung geworden ist, Elemente der Wahrheit. Sie steht doch immer in einem gewissen Gegensatz zur Welt und weist damit auf Gott hin. Gott ist ihr doch näher als die Welt. Sie kann zwar schlimmer werden als die Welt, nach der Regel: Corruptio optimi pessima (Die Verderbnis des Besten ist die schlimmste der Verderbnisse), aber sie kann doch auch auf Gott hinweisen; sie kann von Gott abhalten, mehr als die Welt, aber sie kann doch auch zu Gott führen. Darum sehen wir immer wieder, daß Menschen, die dann zu berufenen Trägern der Erneuerung werden und sich vielleicht prophetisch-revolutionär gegen das Alte wenden, gerade aus seinem Schoße hervorgehen, darin aufgewachsen und ganz besonders tief darin verwurzelt sind, ja in gewissem Sinne verwurzelt bleiben. Wir denken an Luther, denken an Kierkegaard, denken an Vinet, denken an Carlyle, denken weiter rückwärts an Wickleff und Hus, denken auch an Paulus und an Jesus selbst, bei dem dieser Sachverhalt besonders durch die Geschichte vom Verweilen des Zwölfjährigen im Tempel illustriert wird. Es ist aber ein ganz allgemeines Element. Und wir dürfen daraus füglich den Schluß ziehen, daß es einen guten Sinn hat, dieses Element der Religion auch in Zeiten zu erhalten, wo es an Lebendigkeit von Gott her fehlt. Es ist doch besser so, als daß eine völlige Säkularisierung im schlimmen Sinne des Wortes stattfinde und der Boden ganz kahl und unfruchtbar werde. Es ist doch der Mutterboden, aus dem eines Tages, wenn der Frühling kommt und die Winde Gottes wieder wehen, das Neue hervorgehen kann. Erst wenn dieses Neue da ist, darf und soll das Alte verzehrt werden. Es soll nicht vom Wüstensturm begraben, sondern vom heiligen Geist belebt werden, um dann zu sterben.
Nicht aus der bloßen Negation der Welt, sondern nur aus der Revolution Gottes geht jeder Fortschritt der Sache Gottes hervor. So also verhält es sich auch mit der Erneuerung der Sache des lebendigen Gottes in Israel, deren Werkzeug Samuel werden soll. Es heißt in der Samuelgeschichte (Kap. 3,1ff.): „Eine Offenbarung Gottes war zu jener Zeit etwas Seltenes. Gesichte wurden wenig erlebt. Zu jener Zeit schlief (!) Eli im Tempel an seinem Platze. Seine Augen hatten angefangen stumpf zu werden, sodaß er nicht sehen konnte. Aber die Leuchte Gottes war noch nicht erloschen.“ Auch in Zeiten, wo es an Offenbarung und Prophetie (,‚Gesichten“) fehlt und die amtlich berufenen Vertreter der Sache Gottes blind sind und schlafen, kann in Religion und Kirche doch noch die „Leuchte Gottes“ brennen, kann doch noch etwas übrig sein von Empfindung und Erkenntnis Gottes. Daraus geht denn auch, von der menschlichen Seite gesehen, in dem jungen Samuel Offenbarung und Gesicht hervor und erwächst der berufene Prophet und Reformator. Die Art aber, wie das geschieht, ist wieder bedeutsam. Dreimal muß Gott rufen und immer stärker, immer dringlicher – so dürfen wir annehmen. Samuel ist nicht auf eine Offenbarung Jahves gefaßt. Er gehört nicht zu denen, welche sich zu einer solchen drängen, geschweige denn, daß er sich eine solche einbildete. Er muß langsam zur durchschlagenden Erkenntnis gelangen. Er ist nicht begierig, seine schwere Botschaft anzubringen (prophetisch- revolutionäre Botschaft ist immer schwer!); er wartet bis zum Morgen damit, bis es wahrheitsheller Gottestag wird, tritt erst dann vor Eli und tut es zitternd und bangend. Aber auch Eli muß dreimal geweckt werden. Erst beim dritten Male merkt er, daß es Gott ist, der ruft. Nur langsam merken auch die ernsteren unter den Vertretern der Religion, um was es geht; sie müssen wiederholt aufgeweckt werden, bis sie den Schlaf abschütteln, sehend werden und merken, daß es Gott ist, der anruft. Aber nun ist Eli freilich großartig: Er mißachtet Samuels Botschaft nicht, weil dieser jung ist und er alt. Es ist großartig, wenn Vertreter des Alten auch stürmisch und unreif auftretendes Neues als Gottes Mahnung erkennen. Oft fehlt es daran auch solchen, die im übrigen groß sind. Und großartig ist es, wie Eli nun aus Gottes Hand das Gericht annimmt: „Er ist der Herr; er tue, was ihm wohlgefällt.“ Damit wird aus jenem fatalistischen Quietismus, dem wir bei Eli begegnet sind, echter Glaube und Gehorsam. Auch das ist. durch Gottes Treue möglich.

Da kann man nun darauf hinweisen, daß die Kirche doch allerlei Gutes getan habe. Natürlich fällt es keinem von uns ein, dies zu leugnen. Auch Sie haben es nicht geleugnet, Sie haben bloß behauptet, daß die Kirche nicht das, was Jesus gewollt, das Gottesreich auf Erden, mit höchstem Ernst ergriffen und sich dafür eingesetzt habe. Wer kann die Richtigkeit dieser Behauptung im Ernste leugnen? Gerade wer die Geschichte kennt, kann es nicht. Vielleicht läßt sich die Sache auch so ausdrücken: Es gibt in solchen Dingen zwei Betrachtungsweisen, eine absolute und eine relative. Die erste geht aufs Ganze; ihr entspricht das «Alles oder Nichts ». Die zweite nimmt mit Abschlagszahlungen und Prozenten vorlieb. Ich finde nun, daß die erste die Art der Bibel ist, die Art der Propheten und die Art Jesu; die zweite die der Professoren, der Historiker, der Pharisäer und Sadduzäer. Man beruft sich auf das, was alles getan worden ist, und übersieht darob das gegenwärtige Walten Gottes, verblendet sich und verfällt dem Gericht. Ragaz Briefe 1914

Sollen wir das, was in uns lebt, so lange «reif» werden lassen, bis es verfault? Sollen wir uns angewöhnen, den frischen Antrieb des Herzens der vorsichtigen und weisen Berechnung zu opfern? Dann lähmen wir uns und ersticken das Beste, was in uns ist. Wir warten dann so lange mit dem Heraustreten, bis wir dazu keine Lust und keine Kraft mehr haben. Wir haben dann am Ende nicht ausgegorenen Wein, sondern eine schale Brühe.
Ragaz Briefe 1914

Leichter ist, theoretisch betrachtet, für mich das Verhältnis zur Kirche. Ich bin selbst nicht nur unkirchlich, sondern direkt anti-kirchlich. Es gehört zu dem Fundamentalen meines Denkens und Fühlens, daß die Zeit der Kirche vorüber ist, daß sie ersetzt werden muß und werden wird durch die freie Gemeinde des Reiches Gottes. Ich selbst gehe in keine Kirche mehr und bin damit Gott wohl näher, als wenn ich noch als «Gläubiger» in eine ginge. Auch gehöre ich also nicht zu den «Gläubigen», bin vielmehr, auch auf Grund der Bibel, nur immer stärker davon durchdrungen, daß die Gläubigen die schlimmsten Feinde Gottes
sind, wie sie ja die schlimmsten Feinde Jesu waren. Ragaz Briefe 1944

„In jener Stunde begann Jesus und sprach: Ich danke dir, Vater, Herr des Himmels und der Erde, daß du dieses vor den Weisen und Klugen (den Gebildeten und Intellektuellen) verborgen und es den Naiven (den Ungeschulten) offenbart hast. Ja, Vater, so ist es dein Wohlgefallen gewesen“ (Matth. 11, 25 ff.).
Nicht die Theologie ist der Weg zu Gott, sondern das „reine Herz“, nicht die Mystiker und Theosophen schauen ihn, sondern die Kinder. Gott und das Volk kommen wieder zusammen. Jesus ist die Aufhebung der Theologie, wie er die Aufhebung des Tempels und des Gesetzes ist. Er ist aber auch auf dieser Linie Aufhebung als Erfüllung. Denn in ihm wird, wie Johannes so gewaltig und so einfach zusammenfaßt, das Wort Fleisch. In ihm tritt Gott selbst hervor als Herr und Vater. In ihm wird Gott Mensch und dem Menschen als solchem verständlich. Vor ihm versinkt alle Last des Religionswesens: „Kommet her, Alle, die ihr [durch Theologie, Kirche, Frömmigkeit und alles Religionswesen] mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken“ (Matthäus 11, 28 ff.). Und nicht nur die dogmatische Theologie ist bei ihm aufgehoben, sondern auch die Schriftgelehrsamkeit in dem schlimmen Sinne, den diese meistens im Evangelium hat. Die Stellung Jesu zur Bibel d. h. zu den heiligen Schriften des Alten Testamentes wird wenig beachtet und ist doch hochbedeutsam. Jesus zeigt nirgends eine dogmatische Gebundenheit an eine „Schrift“. Sie ist ihm nirgends die Autorität, auf die er sich als letzte Instanz beriefe. Sie ist ihm nirgends „das Wort Gottes“. Er beruft sich auf Moses und die Propheten, aber nie auf den Bibelbuchstaben. Das „Zu den Alten ist gesagt; ich aber sage euch“ bezieht sich auch auf die „Schrift“. Er lebt nicht aus einem heiligen Buch, sondern aus dem lebendigen und gegenwärtigen Gott. Jesus steht in der Freiheit des Sohnes auch über der Bibel. Und so sollen Alle tun, die durch ihn Söhne Gottes geworden sind.
Leonhard Ragaz, Die Bibel eine Deutung Jesus

Bei Jesus ist gar keine besondere Zubereitung zur Frömmigkeit. Sein Leben mit dem Vater besitzt eine solche Selbstverständlichkeit, dass es gar nicht mehr besonders hervortritt. Darum ist es so natürlich, wie das tägliche Brot, wie der Sonnenschein und der Schlag des Herzens. Es gibt keine besondere religiöse Form mehr, weil alles Leben mit dem Vater gelebt wird. Die Religion wird aufgehoben, weil sie erfüllt ist. Nichts ist mehr besonders heilig, weil alles heilig ist. Gottes Wirklichkeit hebt die Religion auf. Das Religiöse ist das vollkommen Menschliche geworden. 1913

Die Erneuerung der Schweiz
Ebensowenig als eine Theokratie im Sinne einer religiösen Zwangsherrschaft ist das was wir wollen eine B i b l i o k r a t i e  in dem Sinne, als ob wir die Neugestaltung der Welt aus Gott aus Bibelstellen ableiten und daraus ein Programm machen wollten. Nur aus dem G e i s t e der Bibel kann das geschehen, der aber ist der Geist des l e b e n d i g e n Gottes und seiner F r e i h e i t.

Erinnerungszeichen
Dieses Kreuz steht am Rande der Jurahochfläche wie ein steinerner Wächter über den Dörfern der Ebene. Es ist ein Erinnerungszeichen: Jesus Christus starb für dich. In den Sockelstein wurde ein Herz eingemeißelt. Der Betrachter wird daran erinnert, dass er diese Botschaft, dieses Geschehen, treu in seinem Herzen bewahren soll.

Es ist tatsächlich unglaublich wichtig, welcher Geist über einer Region liegt. Es bedeutet Sieg oder Niederlage, Klarheit oder Schatten, Segen oder Fluch. Das ganze Handeln, Denken und Sein der Menschen wird auch von ihrer Spiritualität getragen. Deshalb ist es so wichtig, dass diese Spiritualität der christliche Glaube ist. Welcher Geist bestimmt das Verborgene? Welcher Geist liegt über den Beziehungen?

Echter Wohlstand entsteht primär durch liebevolle Gemeinschaft, das Schwester- und Brudersein. Im Erkennen und Anerkennen seiner Verantwortung für eine gesunde Gemeinschaft liegt die Basis, die Segen gedeihen lässt. Es ist die „zweite Meile“ die wir mit anderen gehen. Es ist die Kraft des Gebets einer Gemeinde. Gott loben und danken, anstatt alles seinem eigenen Geschick zu zuschreiben. Wie wichtig ist es, die Gegenwart Gottes immer wieder „sichtbar“ zu machen, vom Rande in die Mitte zu holen. Ein Geheimnis des Reiches Gottes ist die „leise“ Stärkung dessen, was schwach ist. Auch dafür braucht es eben Erinnerungszeichen an unseren Wegen.

Thomas Müntzer
Weil sie den bitteren Christus nicht will, frißt sie sich am Honig ihrer süßlichen Frömmigkeit tot. Ihr fehlt der ganze Christus, weil ihr das bittere Kreuz abhanden gekommen ist. Die Lehre vom bitteren Christus, das Zeugnis von dem alles umwälzenden Ernst des Kreuzes Christi steht im schärfsten Gegensatz zu dem erdichteten Glauben der allgemeinen Frömmigkeit.
Die Universitäten sind die größte Verwirrung des Bibelwortes und werden es bleiben bis ans Ende der Tage. Sie machen aus den äußeren Dingen allerlei Wesens, aber das Wesen erkennen sie nicht. Sie können zu keinem Glauben kommen, weil sie noch in sich selbst geistreich sind. Sie sind noch nicht in die tiefste Dunkelheit eingehüllt, deshalb singt ihnen die Nachtigall des Heiligen Geistes auch nicht. Es fehlt ihnen das innerliche Wort in dem Abgrund ihrer Seele, weil sie sich einbilden, schon genug große Bücher zu haben.
Sie denken, sie können den Glauben mit menschlicher Theologie lehren, und sie haben noch nicht erkannt, daß der Glaube nur in dem Kreuz der äußersten Armut des Geistes gegeben werden kann. Ihnen kann die Morgenröte nicht aufgehen, weil sie die Nacht verleugnen. Der Tag kann nicht anbrechen in ihren Herzen, weil sie sich mitten in der Nacht einbilden, schon am Tage zu sein.
Die Schriftgelehrten sagen, das aufgeschriebene Wort sei die Stimme Christi. Sie halten das Gehäuse des Vogels für den Vogel. Der Vogel ist aber nicht mehr drin. Sie setzen in das Gehäuse des Vogels ein Uhrwerk, das die Töne des Vogels hervorbringt, aber damit ist der lebendige Vogel nicht da. Sie setzen den Buchstaben zu einer Posaune, sie können aber nicht blasen, denn der rechte Hall ist nicht darin. Der rechte Hall muß zu der Posaune hinzukommen, sonst muß man sie wegwerfen.
Die bisher waren, merkt, sie plappern kalt daher. Sie stehlen das Wort aus dem Munde ihres Nächsten, welches sie selber nie vernommen haben. Ich habe wohl gehört von ihnen die bloße Schrift, die sie gestohlen haben aus der Bibel als behende Diebe und Räuber … Und dürfen danach wohl herrlich schwatzen, daß Gott nicht mehr mit den Leuten rede, gleichwie er nun stumm wäre geworden; sie meinen, es sei genug, daß es in Büchern sei geschrieben, und sie es so roh mögen herausspeien wie der Storch die Frösche den Jungen ins Nest; sie sind nicht wie die Henne, die um ihre Kinder hergeht und sie warm macht, teilen auch nicht Gottes Wort, das da lebt in allen auserwählten Menschen, in die Herzen, wie eine Mutter gibt Milch ihrem Kinde. Sondern sie machen in den Leuten Balams Weise, die den armen Buchstaben im Maul haben, und das Herz ist wohl über hunderttausend Meilen davon.

Kruzifix
Christus vincit. Christus regnat. Christus imperat.
Christus siegt. Christus regiert. Christus herrscht.

Es haben sich im Laufe der Jahrhunderte in die lutherische Kirche Mißbräuche und Mißstände eingeschlichen, die schlimmer sind als die, welche einst Luther bekämpft hat. Heinrich Hansen:Stimuli et Clavi – Spieße und Nägel (31. Oktober 1917): These 52

Wir verwerfen die falsche Lehre, als dürfe die Kirche die Gestalt ihrer Botschaft und ihrer Ordnung ihrem Belieben oder dem Wechsel der jeweils herrschenden weltanschaulichen und politischen Überzeugungen überlassen.
Theologische Erklärung der Bekenntnissynode von Barmen 1934, These 3

Kommunität St. Michael Cottbus
Die Cottbusser „Kommunität St. Michael“ ist eine bekennende geistliche Gemeinschaft evangelisch-lutherischer Christen. Sie versteht sich als „Ecclesiola in Ecclesia“, das heißt als „Kirchlein in der Kirche“. In der „Kommunität St. Michael“ sind Männer und Frauen in einer geistlichen Gemeinschaft zur gemeinsamen verbindlichen Nachfolge ihres Herrn Jesus Christus vereint. In der Welt und jeweils in ihrer familiären und beruflichen Umgebung lebend tun sie alles Gott zur Ehre und der Welt zum Heil. Sie wissen, daß die Kirche Gottes ohne Konzentration auf das, wovon und wofür sie lebt, hilflos ihrer Zerstörung ausgeliefert ist.

Die Praxis sieht mitunter bedauerlicherweise völlig anders aus. Während es in Goethes „Faust“ heißt: „Grau, lieber Freund, ist alle Theorie, und grün des Lebens goldner Baum“, erscheint einem vor Ort oft eher die Theorie als grün und golden …

We should not be putting in place a blanket ban of refugees, especially when we have actively been fueling the counterproductive regime change wars that have caused them to flee their homes in the first place. These people would much rather stay in their homes and live in peace. That’s why we must address the cause of this refugee crisis and end the destructive U.S. policy of counterproductive regime change wars, as we’ve seen most recently in Iraq, Libya and now in Syria. No matter where you’re from, no matter what religion you practice, your ethnicity, race, or anything else — what is it that can bring us together as people? It is, what we call in Hawaii, aloha… sincere, deep love and respect for other people as children of God. Tulsi Gabbard

lch wage auch von Heiden Entlehntes göttlich zu nennen. Die Wahrheit stammt immer vom heiligen Geist, einerlei, wo und durch wen sie beigebracht wlrd!
Huldrych Zwingli

Die Erneuerung der Schweiz
Der Nationalismus ist Selbstvergottung des eigenen Volkstums und Staatswesens und muss zu Falle kommen, wie jede andere Selbstvergottung.
Das Reich Gottes, dem die Welt gehören soll und um dessen Kommen wir bitten, steht über allen Reichen der Erde und über allen Volkstümern und Vaterländern. I h m haben sie in letzter Instanz zu dienen. Von ihm aus erhält auch die Schweiz ihren Auftrag und damit ihren, wie wir meinen, grossen Sinn.
Das Uebernationale ohne das Nationale wird leer und hohl, aber nicht weniger das Nationale ohne das Uebernationale. Schöpfung und Erlösung gehören zusammen.
Wir lehnen, wie nun ohne weiteres klar ist, den b l o s s e n  I n t e r n a t i o n a l i s m u s ab. Nicht in irgendeiner abstrakten Region, sondern auf dem konkreten Boden des eigenen Volkes und in ihm wieder der Gemeinde und der Landschaft (bei uns des Kantons) dienen wir den Gedanken Gottes in der Völkerwelt.
Ein rechter Sozialismus muss den heiligen Urelementen Volk und Heimat ihr volles Recht geben, wenn möglich mehr als die Andern, weil er eine neue Wahrheit hinzubringt. Denn je fester wir in unserem Volkstum wurzeln, desto lebensvoller wird dann unsere Beziehung zu andern Völkern und zur Völkergemeinschaft. Sie bekommt Konkretheit, Blut und Leben. Wir verstehen von hier aus das Recht und den Sinn, die Not und die Hoffnung der andern Völker, sind imstande, ihnen ihr Recht zu geben, ja sogar sie zu lieben wie das eigene, und wir verstehen zugleich, wie Sinn, Leben und Wert des eigenen Volkes von diesem grossen Zusammenhang getragen und genährt werden.




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Die Jungfrauen, auf die der IS gehofft hat, kommen nun vom Himmel um sie zu holen. Russische Pilotinnen

Die Erneuerung der Schweiz
Das Vermächtnis der ersten Christen – DOKU
Spanien unter dem Halbmond Al Andalus
Maischberger – Sendung vom 14.06.17
Die Claudia, die Indianer und die Toleranz
Sabatina James über die „Flüchtlingslüge“, geheucheltes Mitgefühl u. wirtsch. Interessen
„Von wegen Terrorismus: Das ist eine Invasion mit einem klaren Eroberungsplan“ –
Eine Ex-Dschihadistin über den Islam

Eine Christin aus Pakistan bekommt eine letzte Anhörung,
bevor sie wegen eines Streits mit einer Muslimin gehängt werden soll

Erzieherin schlägt Alarm: Multi-Kulti gescheitert
„Mohammed war ein guter Mann“ – Islamisierung im katholischen Religionsunterricht
Wenn die islamische Kultur den öffentlichen Raum erobert
ZITATE zum Islam: Atatürk, Marx, Voltaire, Hitler, Schopenhauer, al-Husseni, Ahadi, Kaya, Churchill, Herder, de Tocquevill …
Armenischer Genozid: 16 christliche Mädchen lebend ans Kreuz genagelt
Glauben Christen und Muslime an denselben Gott?
But how can we understand Krsna?
Zana Ramadani: Wir müssen aufhören mit der falschen Toleranz gegenüber dem Islam
Samuel Schirmbeck: „Der Kreuzzug des Islam“
Januar 2017: Viktor Orbans Rede die Frau Merkel nicht hören will
und deutsche Medien nicht zeigen

«Compassion International» zieht sich aus Indien zurück
Die Christen als Feindbild des Hindu-Nationalismus
GENTIS FELICITAS

 

 

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