Heiliger Geist

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Eberhard Arnold Revolution Gottes
In einem Meer von Licht
Torrey, Reuben Archer – Über den Heiligen Geist
Das Wesen und Wirken des Heiligen Geistes
Die christliche Wiedergeburt
Botschaft an das Volk Gottes – Sterbt, wenn ihr leben wollt.
Torrey, Reuben Archer – Über den Heiligen Geist
The Power of Prayer

Der Heilige Geist ist Person
Der Heilige Geist ist eine Person. Viele Christen haben mit der Vorstellung Probleme, dass der Heilige Geist eine Person sein soll. Sie denken bei dem Wort »Geist« eher an eine ano-
nyme Macht oder an eine unsichtbare Kraft, an ein nebulöses Etwas, das in uns wohnt. Doch der Heilige Geist lässt sich nicht einfach als eine Art »Spiritual Power« missbrauchen, als eine Alternative zu Astro-TV oder Zen-Buddhismus und esoterischer Lebenshilfe. Manche sind auf so einer Art »spirituell-psychischem Trip« wie Simon der Zauberer, von dem in Apostelgeschichte 8 berichtet wird. Aber Gottes Geist ist Person und darum für uns ein Gegenüber. Johannes verleiht dem Geist unübersehbar personale Züge und nennt ihn »Paraklet«, d. h. er ist ein Tröster (im Sinne eines Beistandes), Berater, Helfer, Unterstützer, Fürsprecher, Verbündeter, väterlicher Freund. All das sind Aufgaben, die nur eine Person erfüllen kann. Bei Philipp Yancey fand ich den interessanten Gedanken, dass all diese Namen, die man dem Geist gegeben hat, »besagen, dass es Probleme geben wird«; dass unsere Nachfolge nicht ohne Schwierigkeiten verläuft, dass wir Beratung, Unterstützung und Fürsprache brauchen werden. Der Heilige Geist ist nicht nur eine Kraft, das ist er zweifelsohne auch – »ein Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit«, so beschreibt Paulus ihn, aber er ist auch eine Person. Eine Person, die in uns wohnt und sich fiir uns einsetzt. Der Autor des Hebräerbriefes sagt, dass wir »des Heiligen Geistes teilhaftig geworden sind« (6,4). Da ist die Schwierigkeit, dass er unsichtbar ist, und alles, was unsichtbar ist, können wir schwer fassen. Und doch lehrt das NT Erstaunliches über den Heiligen Geist: Der Heilige Geist besitzt Wissen (1. Kor 2,11). Er hat einen Willen (1. Kor 12,11), mit dem er beispielsweise der Gemeinde Gottes Gaben zur Verfugung stellt. Er hat einen Verstand (Röm 8,27). Er hat Gefühle (Röm 15,30), die von uns Menschen erfreut oder betrübt werden können (Eph 4,30). Man kann ihn belügen (Apg 5 ,3f), wie Ananias und Saphira ihn belogen haben. Man kann ihn schmähen/beleidigen (Hebr 10,29). Er handelt und reagiert als Person, er liebt als Person, und er will aufgenommen werden als Person. Nach dem NT ist Person jemand, der im Miteinander eine bestimmte Stelle ausfüllt, und entscheidend ist, dass eine Person kommuniziert. Der Heilige Geist hält Menschen zusammen und spricht zu ihnen. Eine Person kann sprechen und hat einen bestimmten Eigenwillen, der nicht vorausgesagt werden kann. Zum Personsein gehört nicht Leiblichkeit oder Leidensfähigkeit oder Herkunft von Menschen, sondern das verbale und kommunikative Element ist das Entscheidende. Darum ist der Heilige Geist mindestens so etwas wie Person.

Er ist kein Geist der Furcht
In seinem Brief an Timotheus erinnert Paulus an die lebensverändernden Ressourcen des Heiligen Geistes. 2. Timotheus 1,7: Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furchtsamkeit gegeben, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. Es gibt »Knackpunkte« in unserer Nachfolge, die müssen wir knacken, sonst brechen sie uns das Rückgrat. Einer davon ist der Geist der Resignation. Ein treffendes Beispiel dafür sind die zwölf Jünger: Der harte Kern, der drei Jahre mit Jesus sein Leben geteilt hatte, weichte nach der Kreuzigung ihres Meisters auf. Schon als Jesus im Garten Gethsemane gefangen genommen wurde, flohen die Jünger in alle Richtungen. Warum? Ein Geist der Furcht hatte sie ergriffen. Sie hatten Angst. Wird ein Team von einem furchtsamen Geist bestimmt, lassen Auflösungserscheinungen nicht lange auf sich warten. Wenn unser Leben von einem Geist der Furchtsamkeit dominiert wird, drehen wir uns um die eigene Achse, unser Radius bleibt begrenzt und wir sind blockiert fur neue Erfahrungen. Paulus sagt, wir haben keinen Geist der Verzagtheit/Furchtsamkeit bekommen. Das verwendete Wort »Verzagtheit« wird nur an dieser Stelle im NT als Substantiv gebraucht und es bedeutet: Verzagtheit, Feigheit, Furchtsamkeit, Zaghaftigkeit. Wo also Verzagtheit, Pessimismus und Furchtsamkeit regiert und uns unterschwellig oder sogar offensichtlich steuert, kann nicht der Heilige Geist am Wirken sein, denn er ist kein Geist der Verzagtheit.

Resignation und Rückzug?
Jeder kann also nun in sein Leben schauen und prüfen, welcher Geist ihn bestimmt. Ein Geist der Resignation? Ein Geist der ihn aufgeben lässt? Ein Geist, der zum Rückzug bläst, der mich immer alles schwarz sehen lässt? Dann hat der Heilige Geist zu wenig Platz.
Denn er ist ein Geist, der Mut gibt; ein Geist, der motiviert, gegen den Strom zu schwimmen; ein Geist, der mich aufbrechen lässt, ja trotzdem aufbrechen lässt. Aufbrechen, wie ein Abraham in ein unbekanntes Land. Pfingsten erinnert uns daran, dass der Geist der Furchtsamkeit besiegt ist und ein neuer Geist von uns Besitz ergriffen hat. Und deshalb kann das Jammern aufhören. Ein Christ sollte weder in seinem Leben noch in seiner Gemeinde eine Kultur des Jammerns hinnehmen. Sie müsste ihm zuwider sein. Doch solange uns die Furcht bestimmt und Resignation herrscht, wird sich der Geist des Jammerns behaupten. Von welchem Geist sind wir infiziert? Von einem Geist der Furchtsamkeit? Das ist kein guter Geist. Denn Angst macht kurzsichtig und fängt uns in dem berüchtigten Tunnelblick. Dann haben wir nur noch eine Perspektive. Und wer nur eine Ansicht sieht, erkennt nie das Ganze, dem fehlen wichtige Seiten. Angst fördert nur eine geistliche Dürre und Enge in der Nachfolge. Als damals die Wellen ins Boot schlugen, auf dem See Genezareth, fragte Jesus seine Jünger: »Warum seid ihr so furchtsam(Mk 4,40) Wenn Jesus in unserem Boot ist, braucht nicht die Furcht zu regieren. Der Heilige Geist entmutigt nicht, er ermutigt. Eine Atmosphäre der Ermutigung lässt Hoffnung aufkeimen und Freude.

augustinus
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Hildegard von Bingen Der Mensch in der Verantwortung
Das Buch der Lebensverdienste – Liber Vitae Meritorum
Die verkehrten Menschen behaupten, man könne Gott nicht zu Gesicht bekommen
Daher ist in diesen Menschen, in denen die Grünkraft herrschen sollte, keinerlei Leben, vielmehr nur noch dürre Trockenheit, und zwar wegen der durchaus nichtsnützigen Wahnhaftigkeit jener diabolischen Künste, die sich in der Verderbtheit der Menschen spiegelt. Alles, was sie tun, richten sie auf ihre Begehrlichkeit und Lüsternheit aus, wobei sie in ihren Herzen und mit ihren Zungen sprechen, wer wohl jener Gott sei, und was jener Gott könne, und welche Macht Er wohl habe, den man doch nie zu sehen kriege, der vielmehr immer im Verborgenen weile.
Die Menschen erblicken Gott in der Schöpfung
Ihnen gibt der Herr Antwort, wenn Er sie fragt: Ob sie Ihn denn nicht in der Erleuchtung des guten Gewissens gleicherweise gesehen hätten wie beim Leuchten der irdischen Sonne, als sie das Gute tun sollten? Ob sie Ihn nicht geschaut hätten in der Trübung des Herzens gleicherweise wie im Dunkel der Nacht, als sie Schlechtes zu meiden hatten? Ob sie Ihn denn nie erfahren hätten auf den Wegen der Gerechtigkeit, die im Heiligen Geiste zu immer größeren Fortschritten geleitet würde? Oder ob sie ihn nicht geschaut hätten, als der irdische Samen in die Erde fiel und mit Tau und Regen durchtränkt wurde, um auf diese Weise zum Wachstum zu kommen? Und ob das alles durch einen anderen geschehen könnte als durch den Schöpfer aller Dinge?

»lch wage auch von Heiden Entlehntes göttlich zu nennen. Die Wahrheit stammt immer vom heiligen Geist, einerlei, wo und durch wen sie beigebracht wlrd!« Huldrych Zwingli

»GOTT ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist
und in der Wahrheit anbeten!« Joh.4,24
«Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch
in die ganze Wahrheit führen» Joh 16,13
Der Geist wird euch in die ganze Wahrheit führen
«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68

DESHALB SEI DIR LOB GESAGT – (Hl. Hildegard von Bingen)

O du Feuergeist und Tröstergeist,
Leben des Lebens von allen Geschöpfen,
heilig bist du, der du lebendig machst die Gestalten.
Du Heiliger, mit deiner Salbe rettest du die Verletzten,
heilig bist du, durch deine Reinigung heilst du die eitrigen Wunden.

O du Hauch der Heiligkeit, o du Feuer der Liebe,
du süßer Geschmack in der Brust,
du hauchst in die Herzen
den Wohlgeruch deiner Kräfte.O du lauterster Brunnen, in dem wir erkennen,
wie Gott die Fremden versammelt
und die Verlorenen sucht.O du Schutzwall des Lebens,
du Hoffnung auf Vereinigung aller Glieder,
du Gürtel der Ehrbarkeit, heile die Seligen.
Beschütze alle, die vom Feind in die Kerker geworfen wurden,
befreie, die in Banden liegen,
mit göttlicher Kraft willst du sie ja retten.O du machtvoller Weg, der alles durchdringt,
der in die Höhen, in die Erdtiefen, in die Abgründe verstößt,
füge und führe alles zusammen.Durch dich ziehen die Wolken, fliegen die Lüfte,
haben die Steine ihren Saft,
treiben die Quellen das Wasser hervor,
durch dich fördert die Erde die Grünkraft zutage.Du bringst auch immer wieder die Menschen zur Einsicht,
beglückst sie durch den Anhauch der Weisheit.
Deshalb sei dir Lob gesagt, du bist ja der Lobklang,
du Freude des Lebens, du Hoffnung und mächtige Ehre,
du Schenker des Lichts.

P. Richstätter schrieb schon in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts,
dass diese typische Sprache der Mystiker für moderne Ohren eigenartig klingt, dass es aber leider nur zeige, wie sehr die Liebe der heutigen Katholiken zu Christus erkaltet ist.

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