Heiliger Geist

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Syrisch-Orthodoxe Kirche
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kurrende

Hildegard von Bingen Universität Theologie
Watch as this precious blind and autistic girl plays the guitar for the first time
Komm, Du Schöpfer Geist!
Veni creator spiritus
„Ruhe im Geist“
George Winston: December – Full Album
George Winston: Autumn – Full Album
http://kurrende.blogspot.de/p/der-chor.html
Eberhard Arnold Revolution Gottes
Die Gemeinde des Reiches
In einem Meer von Licht
Torrey, Reuben Archer – Über den Heiligen Geist
Das Wesen und Wirken des Heiligen Geistes
Die christliche Wiedergeburt
Botschaft an das Volk Gottes – Sterbt, wenn ihr leben wollt.
Torrey, Reuben Archer – Über den Heiligen Geist
Unser Leib – der Tempel des Heiligen Geistes
The Power of Prayer

Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, gekommen ist, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten. (Joh. 16,13)

Cantalamessa wählt den Hymnus “Veni, creator spiritus“, als Gerüst, in das er seine Betrachtungen über den Heiligen Geist einfügt. Die im Hymnus angesprochenen Themen werden in den einzelnen Kapitel abgehandelt: Komm, o Geist, Schöpfer, Größte Gabe Gottes, Lebendiges Wasser, Feuer, Liebe, Finger der Rechten Gottes, Halte den Feind von uns fern, Schenke uns bald den Frieden…, um nur einige zu nennen.

Er hat sich jeweils in der einen und in der anderen Form offenbart, und auch wir erfahren ihn einmal in der einen, einmal in der anderen Weise, je nach dem Bedürfnis, der Verfassung und der Gnade des Augenblicks. Mose nahm Gott auf dem Sinai im Donner und im heftigen Sturm wahr (vgl. Ex 19,18-19); Elisas spürte ihn auf demselben Berg, dem Horeb,
in der sanften, leisen Brise (vgl. 1 Kön 19,12).
Augustinus, Bekenntnisse,1,1,1; XIII, 9, 10.


Im Neuen Testament wird der Heilige Geist mit einer Taube verglichen. Eine Taube ist sanft, sie will niemandem etwas antun, sie wird sich niemandem aufzwingen. Sie flieht vor den Raubvögeln. Durch den Sündenfall sind wir alle Raubvögel, und wir alle haben den Heiligen Geist vertrieben, ohne es zu wissen. Wird dem Geist Widerstand geleistet, so flieht er. Er kommt nur zu den Niedrigen, den Gebrochenen, und zu denen, die ihn suchen.
Quelle: Leben in der Nachfolge /J. Heinrich Arnold

Der Heilige Geist ist Person
Der Heilige Geist ist eine Person. Viele Christen haben mit der Vorstellung Probleme,
dass der Heilige Geist eine Person sein soll. Sie denken bei dem Wort »Geist« eher an eine anonyme Macht oder an eine unsichtbare Kraft, an ein nebulöses Etwas, das in uns wohnt. Doch der Heilige Geist lässt sich nicht einfach als eine Art »Spiritual Power« missbrauchen, als eine Alternative zu Astro-TV oder Zen-Buddhismus und esoterischer Lebenshilfe.
Manche sind auf so einer Art »spirituell-psychischem Trip« wie Simon der Zauberer, von dem in Apostelgeschichte 8 berichtet wird. Aber Gottes Geist ist Person und darum für uns ein Gegenüber. Johannes verleiht dem Geist unübersehbar personale Züge und nennt ihn »Paraklet«, d. h. er ist ein Tröster (im Sinne eines Beistandes), Berater, Helfer,
Unterstützer, Fürsprecher, Verbündeter, väterlicher Freund. All das sind Aufgaben,
die nur eine Person erfüllen kann. Bei Philipp Yancey fand ich den interessanten
Gedanken, dass all diese Namen, die man dem Geist gegeben hat, »besagen, dass es
Probleme geben wird«; dass unsere Nachfolge nicht ohne Schwierigkeiten verläuft, dass wir Beratung, Unterstützung und Fürsprache brauchen werden.

Der Heilige Geist ist nicht nur eine Kraft, das ist er zweifelsohne auch – »ein Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit«, so beschreibt Paulus ihn, aber er ist auch eine Person.
Eine Person, die in uns wohnt und sich fiir uns einsetzt. Der Autor des Hebräerbriefes sagt, dass wir »des Heiligen Geistes teilhaftig geworden sind« (6,4). Da ist die Schwierigkeit, dass er unsichtbar ist, und alles, was unsichtbar ist, können wir schwer fassen. Und doch lehrt das NT Erstaunliches über den Heiligen Geist: Der Heilige Geist besitzt Wissen (1. Kor 2,11).
Er hat einen Willen (1. Kor 12,11), mit dem er beispielsweise der Gemeinde Gottes Gaben zur Verfugung stellt. Er hat einen Verstand (Röm 8,27). Er hat Gefühle (Röm 15,30), die von uns Menschen erfreut oder betrübt werden können (Eph 4,30). Man kann ihn belügen
(Apg 5 ,3f), wie Ananias und Saphira ihn belogen haben.
Man kann ihn schmähen/beleidigen (Hebr 10,29). Er handelt und reagiert als Person, er liebt als Person, und er will aufgenommen werden als Person. Nach dem NT ist Person jemand, der im Miteinander eine bestimmte Stelle ausfüllt, und entscheidend ist, dass eine Person kommuniziert.
Der Heilige Geist hält Menschen zusammen und spricht zu ihnen. Eine Person kann
sprechen und hat einen bestimmten Eigenwillen, der nicht vorausgesagt werden kann.
Zum Personsein gehört nicht Leiblichkeit oder Leidensfähigkeit oder Herkunft von Menschen, sondern das verbale und kommunikative Element ist das Entscheidende.
Darum ist der Heilige Geist mindestens so etwas wie Person.

Er ist kein Geist der Furcht
In seinem Brief an Timotheus erinnert Paulus an die lebensverändernden Ressourcen des Heiligen Geistes. 2. Timotheus 1,7: Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furchtsamkeit gegeben, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. Es gibt »Knackpunkte« in unserer Nachfolge, die müssen wir knacken, sonst brechen sie uns das Rückgrat.
Einer davon ist der Geist der Resignation. Ein treffendes Beispiel dafür sind die zwölf
Jünger: Der harte Kern, der drei Jahre mit Jesus sein Leben geteilt hatte, weichte nach
der Kreuzigung ihres Meisters auf. Schon als Jesus im Garten Gethsemane gefangen genommen wurde, flohen die Jünger in alle Richtungen. Warum? Ein Geist der Furcht hatte sie ergriffen. Sie hatten Angst. Wird ein Team von einem furchtsamen Geist bestimmt, lassen Auflösungserscheinungen nicht lange auf sich warten. Wenn unser Leben von einem Geist der Furchtsamkeit dominiert wird, drehen wir uns um die eigene Achse, unser Radius bleibt begrenzt und wir sind blockiert fur neue Erfahrungen. Paulus sagt, wir haben keinen Geist der Verzagtheit/Furchtsamkeit bekommen. Das verwendete Wort »Verzagtheit« wird nur an dieser Stelle im NT als Substantiv gebraucht und es bedeutet: Verzagtheit, Feigheit, Furchtsamkeit, Zaghaftigkeit. Wo also Verzagtheit, Pessimismus und Furchtsamkeit regiert und uns unterschwellig oder sogar offensichtlich steuert, kann nicht der Heilige Geist am Wirken sein, denn er ist kein Geist der Verzagtheit.

Resignation und Rückzug?
Jeder kann also nun in sein Leben schauen und prüfen, welcher Geist ihn bestimmt.
Ein Geist der Resignation? Ein Geist der ihn aufgeben lässt? Ein Geist, der zum Rückzug bläst, der mich immer alles schwarz sehen lässt? Dann hat der Heilige Geist zu wenig Platz.
Denn er ist ein Geist, der Mut gibt; ein Geist, der motiviert, gegen den Strom zu schwimmen; ein Geist, der mich aufbrechen lässt, ja trotzdem aufbrechen lässt.
Aufbrechen, wie ein Abraham in ein unbekanntes Land. Pfingsten erinnert uns daran, dass der Geist der Furchtsamkeit besiegt ist und ein neuer Geist von uns Besitz ergriffen hat.
Und deshalb kann das Jammern aufhören. Ein Christ sollte weder in seinem Leben noch in seiner Gemeinde eine Kultur des Jammerns hinnehmen. Sie müsste ihm zuwider sein. Doch solange uns die Furcht bestimmt und Resignation herrscht, wird sich der Geist des Jammerns behaupten. Von welchem Geist sind wir infiziert? Von einem Geist der Furchtsamkeit? Das ist kein guter Geist. Denn Angst macht kurzsichtig und fängt uns in dem berüchtigten Tunnelblick. Dann haben wir nur noch eine Perspektive. Und wer nur eine Ansicht sieht, erkennt nie das Ganze, dem fehlen wichtige Seiten.
Angst fördert nur eine geistliche Dürre und Enge in der Nachfolge.

Als damals die Wellen ins Boot schlugen, auf dem See Genezareth, fragte Jesus seine Jünger: »Warum seid ihr so furchtsam?« (Mk 4,40) Wenn Jesus in unserem Boot ist, braucht nicht die Furcht zu regieren. Der Heilige Geist entmutigt nicht, er ermutigt.
Eine Atmosphäre der Ermutigung lässt Hoffnung aufkeimen und Freude.

Aufblühen – Entdecke Gottes Pläne für dein Leben
Joyce Meyer, Magazin September 2017

Als Christ arbeitest du mit Gott daran, die Träume und Pläne umzusetzen, die er dir ins
Herz gelegt hat. In Philipper 1,6 werden wir dazu ermutigt, uns diesem Prozess zu stellen:
„Ich bin ganz sicher, dass Gott, der sein gutes Werk in euch angefangen hat, damit weiter-
machen und es vollenden wird bis zu dem Tag, an dem Christus Jesus wiederkommt.“

In den 40 Jahren, in denen ich die Bibel studiere und über ihre Inhalte lehre, habe ich schon viel erlebt, aber ich lerne immer noch dazu! Manchmal werde ich in bestimmten
Bereichen etwas schwach – doch der Heilige Geist macht mich dann darauf aufmerksam.
Er ist der beste Helfer und Ratgeber, den wir haben können!

Der Heilige Geist ist unser Tröster, Berater, Helfer, Fürsprecher, Anwalt, Ermutiger
und Beistand. Er lehrt uns und führt uns zur Wahrheit.
Er erinnert uns sogar an die
Dinge, die wir bereits gelernt haben, wenn es nötig ist (siehe Johannes 14,26).

Sobald wir versuchen, geistlich voranzukommen, werden wir auf Widerstand stoßen.
Wir haben einen Feind, der uns in Angst und Zweifel gefangen halten will. Er will, dass wir Gottes Liebe zu uns und die Autorität, die wir durch Jesus haben, immer wieder infrage stellen. Aber das musst du nicht zulassen! Denke daran, dass Jesus dir die Autorität über den Feind gegeben hat (siehe Lukas 10,19) und dass du aus einer Siegesposition heraus kämpfst und nicht erst siegen musst (siehe Johannes 16,33).

In Jesaja 54,17 steht: „Doch keine Waffe, die gegen dich geschmiedet wird, wird erfolgreich sein. Und wer dich vor Gericht verklagt, den wirst du widerlegen. Alle diese Dinge werden den Dienern des Herrn zu Gute kommen…“

Es wird nicht immer einfach sein, Gottes Willen zu tun, aber es wird es immer wert sein. Gott wird dich außerdem dafür ausrüsten (siehe Philipper 4,13).

Ganz gleich welchen Wunsch Gott dir ins Herz legt – wage es und setze ihn um!
Und sollte es einen Bereich in deinem Leben geben, den du Gott noch nicht ganz unterstellt hast, dann überlasse ihm diesen. Sei entschlossen, dich im Gebet und durch dein
Bibelstudium so lange an Gott zu wenden, bis die Veränderung geschehen ist, die du dir wünschst. Aber eines darfst du dabei nicht vergessen:

Versuche es nicht aus eigener Kraft. Ich war viele Jahre lang sehr frustriert, weil ich versuchte, mich selbst zu ändern – aber es wurde immer schlimmer! Schließlich schenkte Gott mir diese kleine Gleichung, die ich bei mir zu Hause aufhängte: Werke aus eigener Kraft = Frustration. Jedes Mal, wenn ich frustriert bin, weiß ich, dass ich wieder in die Werke aus eigener Kraft hineingerutscht bin und versuche, etwas zu tun, das nur Gott tun kann.

In Galater 3,2-3 werden wir ermutigt, uns in allen guten Werken stets auf Gott zu verlassen: „Sagt mir: Habt ihr den Heiligen Geist etwa durch das Befolgen des Gesetzes empfangen?
Natürlich nicht. Der Heilige Geist kam auf euch herab, nachdem ihr die Botschaft von Christus gehört und ihr geglaubt habt. Versteht ihr das denn wirklich nicht?
Ihr habt begonnen, ein Leben mit dem Heiligen Geist zu führen. Warum wollt ihr jetzt auf einmal versuchen, es aus eigener Kraft zu vollenden?

Der Heilige Geist ist dein Helfer und er lebt in dir! Vertraue auf ihn, statt dich selbst zu bemühen. Dein Leben wird spannend, wenn du auf Gott vertraust und zulässt, dass der Heilige Geist dir zeigt, wo du Hilfe benötigst und er Veränderungen in dir bewirkt.
Solltest du vom Weg abkommen, dann knüpfe einfach dort wieder an, wo du aufgehört hast. Mit der Zeit kannst du alles werden, wozu Gott dich geschaffen hat!

Gesichter der Hoffnung „Jetzt lebe ich schon seit sieben Jahren hier und bin viel kräftiger, weil ich gesundes Essen bekomme. Ich kann außerdem zur Schule gehen. Ich spüre die Liebe Gottes durch die Menschen, die sich um mich kümmern und habe mich vor Kurzem entschieden, Christ zu werden. Vorher – als Buddhist – hatte ich eine Statue, die man sehen konnte und anbeten sollte. Aber unseren Gott kann ich spüren, auch wenn ich ihn nicht
sehe.
Crist, 11 Jahre alt (Thailand)

Joyce Meyer, Magazin September 2018

REDE ANDERS
In Sprüche 18,21 (HFA) lesen wir: Worte haben Macht: Sie können über Leben und Tod
entscheiden ..
. Unsere Worte sind wie Samen, die entweder Freude oder Traurigkeit hervorrufen, Frieden oder Unfrieden. Alles hängt davon ab, was wir sagen. Deshalb ermutige ich dich, auf deine Worte zu achten. Hör auf, dir Sorgen zu machen. Hör auf, dich zu beschweren. Fang an, innerlich mit dem übereinzustimmen, was Gott sagt. Sprich glaubensvolle Worte aus, die Dankbarkeit und LOB enthalten. Ich bin davon überzeugt, dass wir die Welt verändern können, indem wir die Wahrheit aussprechen. In folgenden Bereichen werden wir echte Veränderungen erleben, wenn wir unsere Worte bewusst wählen:

Ein JA zu dem, was Gott über dich sagt
Gott liebt dich. Er hat einen guten Plan für dein Leben. Das möchte er in deinem Herzen verankern. Sollte es dir schwerfallen, dazu Ja zu sagen, dann fang an, diese Wahrheiten laut auszusprechen. Sprich zu dir selbst: Durch Jesus bin ich gerecht vor Gott. Durch seinen geliebten Sohn bin ich angenommen. Er liebt mich und Gott macht keine Fehler.
Gott möchte auf gar keinen Fall, dass du dich weniger wertvoll fühlst als andere.
Er möchte, dass du all das Gute entdeckst, das er in dich hineingelegt hat, und die
Chancen wahrnimmst, die er dir präsentiert.


Ein JA zu anderen Menschen

Wusstest du, dass du Einfluss hast? Gott hat dich an einen bestimmten Ort gestellt und
dich begabt, anderen auf deine Art das Evangelium mitzuteilen. Der Heilige Geist spricht
dir jeden Tag Mut zu auszuleben, was Gott in dich hineingelegt hat. Genauso kannst auch du die Menschen um dich herum ermutigen. Ein paar aufrichtige Komplimente kosten dich nichts. Es braucht nicht viele Worte, um das Leben eines Menschen etwas schöner zu
machen (siehe Sprüche 15,23). Bitte den Heiligen Geist, dir dabei zu helfen, anderen
mit Wertschätzung zu begegnen.

Ein JA zu deiner Zukunft
Gott hält eine großartige Zukunft für dich bereit! In 1. Korinther 2,9 (NGÜ) lesen wir:
Kein Auge hat je gesehen, kein Ohr hat je gehört, und kein Mensch konnte sich jemals auch nur vorstellen, was Gott für die bereithält, die ihn lieben. Wir sollten die Ewigkeit immer im Blick behalten und nicht vergessen, was Gott für uns getan hat. Außerdem sollten wir all unser Gemecker gegen Dankbarkeit eintauschen und Gott LOBEN. Selbst über unsere
Probleme können wir in einer zuversichtlichen Weise reden. Du kannst zum Beispiel sagen:
„Es ist für mich gerade nicht leicht und ziemlich herausfordernd, aber ich glaube, dass Gott sich um mich kümmert. Was er tut, hat einen Sinn.“

Joyce Meyer, Magazin Dezember 2018

GOTT SPRICHT … uns will dich bei allen Lebensfragen anleiten

Ich bin so dankbar für meine Beziehung zum Heiligen Geist. In meinen Vorträgen spreche ich sehr gerne über die wichtige Rolle, die er bei allem spielt, was wir tun. Wenn wir Jesus als unseren Retter angenommen haben, zieht der Heilige Geist in unser Innerstes ein.
Gott gibt jedem von uns buchstäblich etwas von sich selbst. Damit stehen uns seine Kraft, sein Trost, seine Kreativität und seine Hilfe jederzeit zur Verfügung. Der Heilige Geist möchte uns außerdem leiten, damit sich Gottes vollkommener Plan in unserem Leben
entfalten kann.
Jesus sagte in Johannes 16,13 (NGÜ) zu seinen Jüngern:
Doch wenn der Helfer kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch zum vollen Verständnis der Wahrheit führen. Denn was er sagen wird, wird er nicht aus sich selbst heraus sagen; er wird das sagen, was er hört. Und er wird euch die zukünftigen Dinge verkünden.
Genau darum geht es, wenn wir davon sprechen, dass der Heilige Geist uns leitet. Ich weiß, dass diese Redewendung sehr geistlich klingt. Dabei geht es um einen ganz praktischen Teil des christlichen Lebens. Einfach ausgedrückt: Sich vom Heiligen Geist leiten zu lassen bedeutet, sensibel zu werden, um seine Stimme zu hören, dem, was er sagt, zu folgen und sein Leben nach ihm auszurichten. Es ist nicht so, dass der Heilige Geist ständig hörbar mit uns reden würde, auch wenn Gott auf diese Weise zu uns sprechen kann. Die Stimme des Heiligen Geistes gleicht vielmehr einer inneren Gewissheit.

Der Heilige Geist will uns so leiten, dass sich Gottes persönlicher Plan mit jedem Einzelnen von uns erfüllen kann. Unsere Aufgabe ist es, zu beten, die Bibel zu studieren und dem Heiligen Geist gegenüber sensibler zu werden und seiner Wegweisung zu vertrauen.
Je mehr Zeit wir mit ihm verbringen, desto sensibler werden wir.

A-HA – STAY ON THESE ROADS

In Hesekiel 11,19 (HFA/Amplified Bible) gibt uns Gott ein wunderbares Versprechen:
Ich will ihnen ein
ungeteiltes Herz und einen neuen Geist geben. Ja, ich nehme das versteinerte Herz aus ihrer Brust und gebe ihnen ein lebendiges Herz [das sensibel auf Gott reagieren kann]. Was für ein großartiges Geschenk macht Gott uns hier! Wir erhalten nicht nur seinen Heiligen Geist, der uns durch das Leben führt und leitet, sondern auch die Fähigkeit, sensibel auf Gott zu reagieren. Wenn du dich schon mal gefragt hast, ob der Heilige Geist dich überhaupt leiten kann, dann ist die Antwort ein klares Ja.

Der HERR ist mein Hirte,
mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue
und führet mich zum frischen Wasser.
Er erquicket meine Seele.
Er führet mich auf rechter Straße
um seines Namens willen.
Und ob ich schon wanderte im finstern Tal,
fürchte ich kein Unglück;
denn du bist bei mir,
dein Stecken und Stab trösten mich.
Du bereitest vor mir einen Tisch
im Angesicht meiner Feinde.
Du salbest mein Haupt mit Öl
und schenkest mir voll ein.
Gutes und Barmherzigkeit
werden mir folgen mein Leben lang,
und ich werde bleiben
im Hause des HERRN immerdar.
Psalm 23

Psalm 23 Der HERR ist mein Hirte

augustinus
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Thomas Müntzer
Weil sie den bitteren Christus nicht will, frißt sie sich am Honig ihrer süßlichen Frömmigkeit tot. Ihr fehlt der ganze Christus, weil ihr das bittere Kreuz abhanden gekommen ist.
Die Lehre vom bitteren Christus, das Zeugnis von dem alles umwälzenden Ernst des Kreuzes Christi steht im schärfsten Gegensatz zu dem erdichteten Glauben der allgemeinen
Frömmigkeit.

Die Universitäten sind die größte Verwirrung des Bibelwortes und werden es bleiben bis ans Ende der Tage. Sie machen aus den äußeren Dingen allerlei Wesens, aber das Wesen erkennen sie nicht. Sie können zu keinem Glauben kommen, weil sie noch in sich selbst geistreich sind. Sie sind noch nicht in die tiefste Dunkelheit eingehüllt, deshalb singt ihnen die Nachtigall des Heiligen Geistes auch nicht. Es fehlt ihnen das innerliche Wort in dem Abgrund ihrer Seele, weil sie sich einbilden, schon genug große Bücher zu haben.
Sie denken, sie können den Glauben mit menschlicher Theologie lehren, und sie haben noch nicht erkannt, daß der Glaube nur in dem Kreuz der äußersten Armut des Geistes
gegeben werden kann. Ihnen kann die Morgenröte nicht aufgehen, weil sie die Nacht verleugnen. Der Tag kann nicht anbrechen in ihren Herzen, weil sie sich mitten in der Nacht
einbilden, schon am Tage zu sein.

Bach – Cantate BWV 131 – Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir
J. S. Bach – “ Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir“ BWV 131
Johann Sebastian Bach. Aus der Tiefen rufe ich, Herr, zu dir, BWV 131
Bach – „Aus der Tiefen rufe ich, Herr, zu dir“ BWV 131/ Jos van Veldhoven

Hildegard von Bingen Universität Theologie
Die sieben Gaben des Hl. Geistes – Die Siebengestirne bedeuten die sieben Segensgaben des Hl. Geistes. Die Sonne im Schattenfeuerkreis symbolisiert Gott, den Allmächtigen.
Die sieben Gaben des Hl. Geistes helfen dem Menschen zum Seelenheil und spornen ihn
zu guten Taten an:

Frömmigkeit – spiritus pietas
Stärke – spiritus fortitudinis
Einsicht – spiritus intellectus
Weisheit – spiritus sapientie
Rat – spiritus concilii
Wissenschaft – spiritus scientia
Gottesfurcht – timor Domini

Die sieben Planeten senden Strahlen aus, um die sieben Gaben des Hl. Geistes auf den Menschen zu übertragen.

Hildegard von Bingen Der Mensch in der Verantwortung
Das Buch der Lebensverdienste – Liber Vitae Meritorum
Die verkehrten Menschen behaupten, man könne Gott nicht zu Gesicht bekommen
Daher ist in diesen Menschen, in denen die Grünkraft herrschen sollte, keinerlei Leben,
vielmehr nur noch dürre Trockenheit, und zwar wegen der durchaus nichtsnützigen Wahnhaftigkeit jener diabolischen Künste, die sich in der Verderbtheit der Menschen spiegelt.
Alles, was sie tun, richten sie auf ihre Begehrlichkeit und Lüsternheit aus, wobei sie in ihren Herzen und mit ihren Zungen sprechen, wer wohl jener Gott sei, und was jener Gott könne, und welche Macht Er wohl habe, den man doch nie zu sehen kriege, der vielmehr immer
im Verborgenen weile.
Die Menschen erblicken Gott in der Schöpfung
Ihnen gibt der Herr Antwort, wenn Er sie fragt: Ob sie Ihn denn nicht in der Erleuchtung
des guten Gewissens gleicherweise gesehen hätten wie beim Leuchten der irdischen Sonne, als sie das Gute tun sollten? Ob sie Ihn nicht geschaut hätten in der Trübung des Herzens gleicherweise wie im Dunkel der Nacht, als sie Schlechtes zu meiden hatten?
Ob sie Ihn denn nie erfahren hätten auf den Wegen der Gerechtigkeit, die im Heiligen Geiste zu immer größeren Fortschritten geleitet würde? Oder ob sie ihn nicht geschaut hätten, als der irdische Samen in die Erde fiel und mit Tau und Regen durchtränkt wurde, um auf diese Weise zum Wachstum zu kommen? Und ob das alles durch einen anderen geschehen könnte als durch den Schöpfer aller Dinge?

»lch wage auch von Heiden Entlehntes göttlich zu nennen. Die Wahrheit stammt immer vom heiligen Geist, einerlei, wo und durch wen sie beigebracht wlrd!« Huldrych Zwingli

»GOTT ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist
und in der Wahrheit anbeten!« Joh.4,24
«Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch
in die ganze Wahrheit führen» Joh 16,13
Der Geist wird euch in die ganze Wahrheit führen
«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68

DESHALB SEI DIR LOB GESAGT – (Hl. Hildegard von Bingen)

O du Feuergeist und Tröstergeist,
Leben des Lebens von allen Geschöpfen,
heilig bist du, der du lebendig machst die Gestalten.
Du Heiliger, mit deiner Salbe rettest du die Verletzten,
heilig bist du, durch deine Reinigung heilst du die eitrigen Wunden.

O du Hauch der Heiligkeit, o du Feuer der Liebe,
du süßer Geschmack in der Brust,
du hauchst in die Herzen
den Wohlgeruch deiner Kräfte.O du lauterster Brunnen, in dem wir erkennen,
wie Gott die Fremden versammelt
und die Verlorenen sucht.O du Schutzwall des Lebens,
du Hoffnung auf Vereinigung aller Glieder,
du Gürtel der Ehrbarkeit, heile die Seligen.
Beschütze alle, die vom Feind in die Kerker geworfen wurden,
befreie, die in Banden liegen,
mit göttlicher Kraft willst du sie ja retten.O du machtvoller Weg, der alles durchdringt,
der in die Höhen, in die Erdtiefen, in die Abgründe verstößt,
füge und führe alles zusammen.Durch dich ziehen die Wolken, fliegen die Lüfte,
haben die Steine ihren Saft,
treiben die Quellen das Wasser hervor,
durch dich fördert die Erde die Grünkraft zutage.Du bringst auch immer wieder die Menschen zur Einsicht,
beglückst sie durch den Anhauch der Weisheit.
Deshalb sei dir Lob gesagt, du bist ja der Lobklang,
du Freude des Lebens, du Hoffnung und mächtige Ehre,
du Schenker des Lichts.

P. Richstätter schrieb schon in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts,
dass diese typische Sprache der Mystiker für moderne Ohren eigenartig klingt, dass es aber leider nur zeige, wie sehr die Liebe der heutigen Katholiken zu Christus erkaltet ist.

Das Manna, die Kraft von oben, gibt es nur für einen Tag. Du brauchst nur den heutigen oder morgigen Tag im Glauben zu bestehen. Weiter hinaus mache dir über deine Kraft keine Sorgen. Kein Tag ist wie der andere. Auch du bist jeden Tag anders, deine Lebensfreude und deine Kraft sind nicht jeden Tag gleich. Aber seine Barmherzigkeit ist jeden Morgen neu. Das Manna, der Tau des Heiligen Geistes, kommt jeden Morgen neu zu dir und
erquickt deine Seele.  Walter Hümmer  Quelle: Denn er hatte seinem Gott vertraut

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