Gott im Müll

Karneval in Rio
»Achtung, Achtung! Bettler, Arbeitslose und Prostituierte, Straßenkinder, Propheten und alle, die Hunger haben, kommt her und nehmt euch die Reste von Glanz und Luxus, holt es euch
aus der großen Abfallgrube, die dieses Land ist, und macht euch eure Kostüme aus Müll, braucht eure Fantasien …«

Mit diesem Lied der Samba-Schule »Beija Flor« (Küß die Blume) liefen Narren durch die Karnevalsstraßen in Rio, Obdachlose, auch Jugendliche aus den Elendsvierteln, Intellektuelle, Künstler, Mittelschichtsleute, Sie waren verkleidet, hatten sich verwandelt, in kaputten und dreckigen Sachen, mit Müll geschmückt. Da gab es auch eine Statue des dreckigen Christus, ebenfalls in Lumpen wie die Menge. Aber der katholischen Kirchenhierarchie
ging dies zu weit, sie dachte, es sei vielleicht zu subversiv, zu aufrührerisch. Und so wurde der Christus wegzensiert und verboten. Die Leute von der Samba-Schule gaben nicht auf und dachten sich etwas anderes aus, weil sie zeigen wollten, daß man Christus auch in dem, was übrig bleibt, im Müll begegnen kann … So bedeckten sie die aufgerichtete Sta-tue mit einem schwarzen Trauertuch und hängten ihr ein Schild um: »Auch wenn es
verboten ist, Christus, sieh in Gnaden auf uns herab!«

Inspirationen für eine Theologie des Lebens
Die Theologie von Dorothee Sölle im Licht der Befreiungstheologie

Renft – Chilenisches Metall
Vater unser Hagen Rether
Vater unser Hagen Rether Video
Die Wolke von Giovanni Papini

Wir brauchen freunde
vielleicht haben wir sie schon
viele menschen lassen sich verlocken zum frieden
mehr als wir denken und sehen
laßt uns dem alten ruf folgen
und menschen fischen

Vater unser – Nebelspalter – Mit uns haben Sie gut lachen.
Hagen Rether | veröffentlicht am 05.06.2014
Mit zwölf ist man in Asien zu alt zum Teppichknüpfen für Ikea, weil dann die Hände zu gross sind. Man darf aber erst mit 14 bei Nike anfangen. Da entsteht eine Versorgungslücke von zwei Jahren, die meistens mit Prostitution gestopft wird. Oh Herr, wir haben keine Ahnung von Sklavenhandel mit Kindern, der Zer­störung von gesamten Volkswirtschaften durch Börsenspekulationen und Umweltka­tastrophen durch Ressourcenausbeutung …

Vater unser, der du bist im Himmel, gereinigt werde dein Name. Wir sind steinreich, komm ey, unser Wille geschehe wie in Chile so auch in Schweden. Deren täglich Brot gib uns heute und vergib du ihnen doch ihre Schulden, wie auch wir vergeben unsere Kredite. Und führe keine Untersuchung, sondern gib die Erlöse uns von den Börsen. Denn wir sind reich, ham die Kraft und die Herrlichkeit und sie bleiben immer – die in Ewigkeit – Armen.

Nicaraguanisches Vaterunser

Unser Vater
Du wohnst auch in diesem unserem Land, Nicaragua.
Hier wollen wir dich suchen und dir begegnen –
bei unserem täglichen Bemühen,
unser Vaterland zum Wohle aller wiederaufzubauen.

Geheiligt werde dein Name
durch unsere Einheit
Geheiligt werde dein Name
durch unsere Solidarität mit den Bedürftigsten,
durch unseren unermüdlichen Einsatz für Gerechtigkeit und Frieden.

Dein Reich komme
Bald möge es kommen
zu den Hungrigen,
zu den Weinenden,
zu denen, die sich nach deiner Gerechtigkeit sehnen,
zu denen, die schon seit Jahrhunderten
auf ein menschenwürdiges Leben warten.
Gib uns Geduld, den Weg zu ebnen,
über den dein Reich zu uns kommt.
Gib uns Hoffnung, damit wir nicht müde werden,
es zu verkünden und uns für es einzusetzen,
trotz so vieler Konflikte,
Bedrohungen und Unzulänglichkeiten.
Gib uns einen klaren Blick,
damit wir in dieser Stunde unserer Geschichte
den Horizont wahrnehmen und erkennen,
auf welchem Weg dein Reich zu uns kommt.

Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden
Dein Wille,
daß wir nur dich Vater nennen
und untereinander wie Brüder und Schwestern leben,
möge sich auch Nicaragua erfüllen.
Dein Wille möge auch in der Kirche von Nicaragua geschehen,
die ihre Einheit hat in Jesus, deinem Sohn und unserem Herrn,
dem guten Hirten, der die Herde zusammenführt,
in einer Kirche der Armen,
die Jesus seliggepriesen und denen er das Evangelium anvertraut hat,
in einer Kirche,
in der wir unter der Führung des Geistes Jesu
ein Herz und eine Seele sein
und alles miteinander gemeinsam haben wollen.

Unser tägliches Brot gib uns heute
Gib uns die Kraft, daß wir in unserem Vaterland
eine Gesellschaft aufbauen können, in der alle Menschen
ausreichend Maistorten und Bohnen,
ein Dach über dem Kopf und Schulen für ihre Kinder,
Feste und Frieden haben:
eine Gesellschaft, in der wir möglichst bald
die Waffen zu Pflugscharen und die Panzer zu Werkzeugen
vernünftiger Arbeit umschmieden können,
eine neue Gesellschaft mit neuen Frauen und neuen Männern,
die sich mehr darüber freuen, etwas zu geben
als etwas zu bekommen.

Vergib uns unsere Schuld
unsere fehlende Einheit, unsere Ungeduld.
Vergib uns, daß wir den Splitter im Auge des Bruders sehen,
ohne zuvor den Balken aus unserem Auge zu entfernen.
Vergib uns unsere Angst vor dem Risiko,
unsere Angst zu verlieren,
unsere Angst zu teilen,
unsere Angst vor dem Tod.
Und wie wir unseren Schuldigern
und denen, die uns beleidigt haben, vergeben,
ebenso vergib auch du uns.

Führe uns nicht in Versuchung
in die Versuchung,
uns schon für gerecht,
für gute Christen und
bereits auf dem rechten Weg zu halten.
Laß uns nicht versucht werden
von dem Stolz über das, was wir schon geschafft haben, und
von der Hoffnungslosigkeit über alles, was uns noch fehlt.
Führe uns nicht in die Versuchung
der Traurigkeit, der Routine oder des Hasses.

Erlöse uns von dem Bösen
Bewahre uns vor dem Krieg, mit dem man uns von außerhalb des
Landes droht,
bewahre uns davor zu vergessen,
daß unser Leben,
das Leben unserer Kinder und
das Leben unseres Vaterlandes
in deinen Vaterhänden liegen.
In sicheren und wachsamen Händen,
die sich um die Vögel des Himmels, um Chocoyos
und Zanates kümmern,
in liebevollen Händen,
die das Unkraut ebenso wie die Lilien auf dem Felde
meisterhaft kleiden.
In Vaterhänden,
in die auch wir heute unser dankbares Vertrauen legen.

Amen.

 

Ich denke, daß einer der atheistischsten Sätze der Gegenwart ist, wenn man sagt:
„Ich kann ja sowieso nichts daran machen.“ Ich bin also überfallen von schrecklichen Bildern, furchtbaren Ereignissen, überall in der ganzen Welt gibt es Hunger, Kriege, Naturkatastrophen, Finanzkatastrophen, Elend. Und es gibt eigentlich keine Aussicht auf Besserung.
„Und wir können nichts machen“, wenn wir das sagen, dann unterwerfen wir uns dieser Wirklichkeit. Diese Ohnmacht, dieses Erlebnis der eigenen Ohnmacht, das halte ich für eine der tiefsten Formen gegenwärtiger Gottlosigkeit. Man kann Gott gar nicht präziser leugnen als mit dem Satz: „Wir können sowieso nichts daran machen.“ Damit haben wir Gott endgültig raus aus dem gesamten Bild unserer Wirklichkeit. Es gibt ihn eben nicht, und nicht nur das, in einem metaphysischen Sinn. Auch er oder sie arbeitet nicht, tut nichts, es passiert nichts. Gott ist kein Punkt, Alpha oder Omega, von dem man vielleicht ausgehen könnte. Das ist eine niederdrückende Erfahrung, unter der ich ebenso leide wie andere auch. Unter dieser Erfahrung ist es schwer, die eigenen Lebensoptionen in einer solchen Zeit der Hoffnungslosigkeit zu bewahren … Christus hat uns ja die Anteilhabe am Leben versprochen, unsere Beteiligung an der Schöpfung, an der Gerechtigkeit, am Reich Gottes. „Zur Freiheit seid ihr berufen“, sagt Paulus – und: „Werdet nicht der Menschen Knechte!“ Die Postmoderne tut so, als gebe es keine Knechtschaft: anything goes.
Manche wollen eben sechs Stunden Fernsehen am Tag, und sie bekommen sie. Diese Menschen, und die, die das „anything goes“ ermöglichen, haben sich bereits aus der Beteiligung, z. B. der Barmherzigkeit, des Friedenstiftens absentiert. Sie sind Zuschauer geworden statt zu partizipieren und zu fidel-ohnmächtigen Konsumenten geworden. Hoffnung setzt Beteiligung, Daran-Arbeiten voraus: „Schafft, daß ihr selig werdet mit Furcht und
Zittern“.
Der Zuschauer hat nichts zu fürchten.

Jesus hat nicht die ägyptische Augenkrankeit abgeschafft, die damals auch schon die Leute in Massen blind machte, sondern einige Blinde geheilt, nur einige. Ich nehme mal an, daß das statistisch wahrscheinlich ziemlich unerheblich war. Das heißt, in unseren News wäre das gar nicht gekommen, so eine kleine Heilung von so ein paar Blinden: Das spielt doch überhaupt keine Rolle, was soll denn das. Für die Menschen, auch in dem damaligen Imperium, war das, was da in dieser entfernten, lächerlichen Provinz Palästina passierte, kaum der Rede wert. Wir haben ja nur wenige Zeugnisse davon. Es gibt nur wenige Erwähnungen, daß da einmal so ein Verrückter war, der irgendwelche Anhänger sammelte. Trotzdem ist das nicht die einzige Lesart der Geschichte, sondern es gibt die Lesart, die wir im Neuen Testament auf jeder Seite finden, daß nämlich Menschen sagen, ich wurde geheilt, meine Schwester wurde geheilt, mein Bruder sieht, von uns sehen jetzt einige. Solche Aussagen „gelten“ alles nichts in diesem globalen Hoffnungssinn. Es ist also nicht eine absolute Weltveränderung, aber es gehört mit in die Geschichte der Hoffnung, und zwar nicht nur als ein Faktum, sondern auch als ein Relatum, als ein Erzähltes, das verbindet. Denn das Erstaunlichste war doch, daß es dann eine mündliche Überlieferung gab und die Menschen diese Geschichten ununterbrochen weitererzählten, sie dabei unmäßig aufbliesen, wie immer, wenn man Geschichten weitererzählt. So wußten sie schon gar nicht mehr, waren das jetzt 4000 Leute, die satt wurden mit fünf Broten und zwei Fischen, oder waren es 5000 plus Frauen und Kinder, oder waren es insgesamt 5000 … Und da müssen wir uns fragen, was ist uns denn eigentlich wichtig zu erzählen, wo sind denn unsere Blindenheilungen, wo stehen denn mal Lahme auf, wo werden denn mal einige satt? Wie lernen wir denn wieder zu erzählen, nicht nur zu berichten, sondern mit Emphase und Empathie das weiterzugeben, was uns, z. B. in der eigenen Familiengeschichte, wichtig ist? Wie lernen wir denn gegen die Unglücksgeschichte und das Todeswissen das zum Thema zu machen, was uns zu leben hilft? Ich persönlich habe am allermeisten tatsächlich in der Dritten Welt gelernt. Der Ausdruck von dem „Luxus der Hoffnungslosigkeit“ stammt von Gioconda Belli, der nicaraguanischen Dichterin. Während einer Tagung in Loccum, als sie mit der europäischen Misere und der Hoffnungslosigkeit der europäischen Intellektuellen konfrontiert war, sagte sie: „Diese Art von Luxus kann sich in Nicaragua niemand leisten. Bei uns braucht man ein Stück Hoffnung, einfach um zu überleben. Es sind ganz kleine Dinge, die man hofft. Es ist die Hoffnung, daß Marias zweites Kind nicht auch an Austrocknung stirbt.“ Das ist eine sehr große Hoffnung, sie ist sehr ernsthaft, sie läßt sich nicht von der Gesamtzahl der austrocknenden Kinder oder der Cholera einschüchtern, sondern sie haftet im begrenzten Raum an der begrenzten Gemeinschaft derer, die vielleicht dafür miteinander beten. Diese Haltung bezeichnet irgendwie einen anderen Zugang zur Wirklichkeit, den wir zunehmend verloren haben, und ich wünschte mir wirklich, wir könnten in diesem Sinn unsere eigenen
Geschichten stärker in ihrer Hoffnungskraft erleben.

9/11 – never forget. „Wir stehen vor einer direkten Konfrontation zwischen den großen transnationalen Konzernen und den Staaten. Die Konzerne mischen sich in die grundlegenden politischen, ökonomischen und militärischen Entscheidungen der Staaten ein.
Die Konzerne sind globale Organisationen, die von keinem Staat abhängig sind und deren Aktivitäten von keinem Parlament oder irgend einer anderen für das kollektive Interesse
repräsentativen Institution kontrolliert werden und sind diesen auch nicht rechenschaftspflichtig. Kurzum, die gesamte politische Struktur der Welt wird untergraben.“ (Salvador Allende in seiner prophetischen Rede vor der UNO 1972, kurz vor seiner Ermordung durch die USA). Der 11. September 2001 in New York bildete den Auftakt eines gigantischen Lügengebildes, dessen Endspiel wir uns aktuell nähern. …und der 11. September 1973 steht in der absolut identischen Reihe: Am 11.09.1973 stürzen und ermorden die USA mit einem von der CIA organisierten Militärputsch den demokratisch gewählten, sozialistischen Präsidenten Chiles. Seine Fehler: Land für Bauern, Verstaatlichung der Bodenschätze, staatlich festgelegte Preise für Grundnahrungsmittel, Entmachtung der US-Konzerne.
Tausende werden ermordet, Tausende verschwinden in Folterkellern. Ein Muster, das das Imperium bis heute wiederholt. Immer und immer wieder.
Renft – Chilenisches Metall

 

Es gibt noch eines, was mir das Kreuz gerade in den Elendsländern deutlich macht.
Es gibt ja viele, die das Kreuz hätten vermeiden können. Ich denke jetzt zum Beispiel an
Oscar Romero, an Ita Ford und die anderen Nonnen aus den USA, die in EI Salvador gearbeit haben und dort ermordet worden sind, also an die Märtyrer. Die meisten dieser Märtyrer – es sind die, die wir mit Namen kennen -, hätten einen anderen Weg gehen können, genau wie auch Jesus von Nazareth einen anderen Weg hätte wählen können. Einer der wichtigsten Punkte in der Geschichte der Passion ist, daß Jesus freiwillig tat, gegen das Aufmucken der Jünger, die überhaupt nicht verstanden, worum es ging, und gegen alle Erwartungen. Jesus hätte tatsächlich friedlich in Galiläa bleiben und ein erfolgreicher Guru sein können. Er zog aber vor, nach Jerusalem, also ins Zentrum der Macht zu gehen und dieser Konfrontation nicht auszuweichen, sondern sie geradezu zu suchen, so muß man die Geschichte lesen. Und das möchte ich nicht weglassen, weil es eigentlich ein Hinweis darauf ist, daß das die Geschichte der Liebe ist. Die Geschichte der Liebe macht uns nicht unverwundet und schmerzfrei. Die Geschichte der Liebe ist keine Happygeschichte. Es ist nicht wahr, daß wir dadurch schmerzfrei, besser durchkommend, happy werden. Ich will damit nichts gegen das Glück sagen, aber ich will etwas sagen gegen eine Naivität des Verständnisses, als sei die Liebe so ein Nettzueinandersein und das dann zu einer freundlichen Harmonie führt. Die Liebe, die Jesus getragen hat, hat ihn ans Kreuz geführt, und ich denke eigentlich, jede wirkliche Passion macht uns verwundbarer oder ist nicht zu Billigpreisen zu haben. Entspricht das nicht auch unseren wirklichen Erfahrungen?

Jean Vanier Es ist leicht, zu sagen, man wolle Frieden und liebe den Frieden. Es ist leicht, zu sagen: „Lass mich in Frieden.“ – aber sind wir bereit, für den Frieden zu kämpfen?
Das würde heißen, die Konfliktherde zu betreten in der Familie, in der Gemeinschaft, wo auch immer. Und falls wir dazu bereit sind, Konfliktherde zu betreten, sind wir uns auch dessen bewusst, dass wir dabei verwundbar sind und verletzt werden können?
Quelle: Ich und Du: dem anderen als Mensch begegnen

hallo Bundesregierung, heute begrüßt ihr den rassisten, nazi und verbrecher netanjahu in berlin. legt ihm das doch auf’s kopfkissen: krankenschwester razan al-najjar – im sanitäter-outfit – wenige augenblicke, bevor sie von einem israelischen scharfschützen am freitag mittels explosivgeschoss umgebracht wurde. Markus Gelau FB 04.06.2018



DER FREIHEITSKAMPF DER KURDINNEN
gute doku. starke mädels aus der türkei, aus syrien, aus dem irak – die in höhlen, gebirgen, in der wildnis ohne strom MEHR noam chomsky und karl marx lesen – als das deutsche durchschnitts-instagram-girlie in ihrem kompletten leben. Markus Gelau FB

„NICHT ABSTUMPFEN, NICHT SCHWEIGEN!“ …war heute das motto der 700. (!) demo der sogenannten „samstagsmütter“ in istanbul. seit 20 jahren sitzen diese mittlerweile alten frauen samstag für samstag auf einem platz im stadtteil galata in Istanbul und protestieren gegen festnahmen, folter und willkür. friedlich, unerschrocken und beharrlich, woche für woche. der sohn der 82jährigen emine ocak, hasan, war lehrer und sozialist. sein körper wurde – bestialisch gefoltert und anschließend massakriert – 1995 auf einem feld bei istanbul gefunden. tausende andere sind bis heute verschwunden. das faschistische akp-regime setzte heute in guter tradition gegen genau diese mütter das ein, was es am besten kann: gewalt. die 700. friedliche demonstration von trauernden müttern, die auch heute nichts anderes taten, als an ihre verschwundenen und vom türkischen staat ermordeten familienmitglieder zu erinnern, wurde vor wenigen stunden gewaltsam in istanbul aufgelöst. mit tränengas gegen alte frauen. manchmal sind ECHTE helden alt und grau. und ihr heldentum liegt nicht in einem kurzen moment der muskelstrotzenden aktion, sondern in etlichen jahren beharrlichkeit und unendlicher kraft. respekt emine. dayanışma