Peter Kropotkin

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In another of his books, The Conquest of Bread, Kropotkin proposed a system of economics based on mutual exchanges made in a system of voluntary cooperation. He believed that should a society be so
In another of his books, The Conquest of Bread, Kropotkin proposed a system of economics based on mutual exchanges made in a system of voluntary cooperation. He believed that should a society be so.
Während der Revolutionswirren 1917-21 organisierte Nestor Machno eine anarchistische Bewegung und kämpfte gegen Zaristen wie Bolschewiki.
Während der Revolutionswirren 1917-21 organisierte Nestor Machno eine anarchistische Bewegung und kämpfte gegen Zaristen wie Bolschewiki.

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Spanische Revolution
Peter Kropotkin (1842 – 1921)
Die Utopie leben! Der Anarchismus in Spanien
Living Utopia (The Anarchists & The Spanish Revolution)
Documental – Vivir la utopía
Peter Kropotkin – Die Verteilung der Industrie über das Land
Was geschah mit Gaddafi bevor man ihn ermordet hatte?

„Eine zukünftige Gesellschaft muss die Idee des Entlohnens der Arbeit aufgeben.“
(Peter Kropotkin 09.12.1842 – 08.02.1921)

KROPOTKIN (aus Heinz Hug: Kropotkin zur Einführung):
Sozialisierung von Produktion und Konsum
In seinen Darlegungen zum kommunistischen Anarchismus geht Kropotkin von zwei fundamentalen Bestrebungen des Menschen aus, derjenigen nach Sicherheit und Wohlstand und derjenigen nach Freiheit des Individuums. Eine Gesellschaftsordnung befindet sich nur dann mit der Forderung nach sozialer Gerechtigkeit im Einklang, wenn in ihr diese beiden Bedürfnisse befriedigt werden können. Die einzige Gesellschaftsordnung, welche diesen Anforderungen entspricht, ist nach Kropotkin die Anarchie, die für ihn ein Sozialismus ohne Regierung bedeutet. Gemeineigentum an den Produktionsmitteln bedeutet bei Kropotkin nicht nur den gesellschaftlichen Besitz der Fabriken, es beinhaltet auch die Kommunisierung des Bodens, des Bergbaus, der Transportmittel u.a.
Wohngebäude, Industrieprodukte, Kleidung, Lebensmittel usw. sind ebenfalls nicht Privatbesitz, tragen sie doch zur Produktion bei, indem sie den Menschen arbeitsfähig machen. Neben der sozioökonomischen Begründung der Sozialisierung der Produktionsmittel findet sich bei Kropotkin auch eine historisch-ethische Legitimation: Die zu seiner Zeit vorhandenen Produktionsmittel und Produktionsmöglichkeiten sind der Ertrag einer langen Arbeit unzähliger Menschen. Nicht diejenigen, die zu jener Zeit über sie verfügen, haben sie geschaffen. Daß sie mit einer derartigen Ungleichheit verteilt sind, ist auf „Raub“ der Herrschenden und Besitzenden zurückzuführen. Folgerichtig und gerecht ist es, sie allen Menschen zur Verfügung zu stellen, d.h. sie in Gemeineigentum zu überführen. Gemeineigentum umfaßt im kommunistischen Anarchismus Kropotkinscher Provenienz also auch große Teile der Konsumtionsseite. Hierin liegt der entscheidende Unterschied zu anderen sozialistischen Konzepten. Spezifisch für den kommunistischen Anarchismus ist die Sozialisierung des Konsums, d.h. die Verteilung der Güter nicht nach der Leistung oder den privaten Möglichkeiten, sondern nach den Bedürfnissen der Individuen. „Jedem nach seinen Bedürfnissen“. Die freie Verfügung eines jeden über alle produzierten Güter macht ein wie auch immer geartetes Entlohnungssystem überflüssig: „Der gemeinsame Besitz der Produktionsmittel schließt den gemeinsamen Genuß der Früchte der gemeinsamen Produktion in sich, und wir sind der Ansicht, dass eine gerechte Organisation der Gesellschaft erst dann möglich ist, wenn jedwedes Lohnsystem aufgegeben ist und wenn jeder, der zu dem gemeinsamen Wohlstand nach dem vollen Maße seiner Fähigkeiten beiträgt, auch von dem gemeinsamen Vorrat der Gesellschaft nach dem weitest möglichen Maße seiner Bedürfnisse genießen wird.“ Das Lohnsystem ist das Produkt der kapitalistischen Wirtschaftsform, eine Folge des Privateigentums: Der Eigentümer der Produktionsmittel kauft die notwendige Arbeitskraft und bezahlt sie im Verhältnis zu den zu erwartenden Profitmöglichkeiten (vgl. zum folgenden Kropotkin 1888). Gewisse Kollektivisten, welche auch nach der sozialen Revolution ein Lohnsystem beibehalten wollen, versprechen einen „gerechten“ Lohn, der die aufgewendete Zeit, die Produktivität sowie den Wert des Produkts für die Gesellschaft berücksichtigt. Bei anderen Kollektivisten soll sich der Lohn lediglich nach der von einem Arbeiter aufgewendeten Zeit richten. Beide Arten, einen Lohn zu bestimmen, erachtet Kropotkin für ungenügend und ungerecht; zu berücksichtigen sei auch die individuelle Arbeitsfähigkeit, der Erlebniswert einer Arbeit etc. Zudem gäbe es Arbeiten, die gar nicht gemessen werden könnten, beispielsweise die „Arbeit“ einer Mutter… Doch das ist nicht der alleinige Grund: Jedes Lohnsystem setzt eine Instanz voraus, welche die Macht hat, den Lohn arbeitender Menschen zu bestimmen. Bei einer radikalen gesellschaftlichen Veränderung irgendein Lohnsystem beizubehalten, würde die Fortschreibung von Ausbeutung, Ungleichheit und Fremdbestimmung bedeuten. Von besonderem Interesse sind Kropotkins Hinweise auf die psychischen Auswirkungen des Lohnsystems. An die Stelle der spontanen Handlung tritt diejenige aus Berechnung; das Lohnsystem ist der Todfeind von Solidarität und gegenseitiger Hilfe. Der von Kropotkin diagnostizierte Verfall der Sittlichkeit in der modernen Gesellschaft hängt mit dem Lohnsystem zusammen, „weil wir uns haben verleiten lassen, nicht zu geben, ohne zu empfangen; weil wir gewünscht haben, aus der Gesellschaft eine Handelsgesellschaft zu machen, gegründet auf Soll und Haben.“

PETER KROPOTKIN
Gegenseitige Hilfe in der Tier-und Menschenwelt
Es ist nicht Liebe oder etwa Sympathie (im eigentlichen Sinne), was eine Herde von Wiederkäuern oder Pferden einen Ring schließen läßt, um dem Angriff von Wölfen zu widerstehen, nicht Liebe, was die Wölfe sich zu Jagdzwecken zusammenrotten läßt, nicht Liebe, was Kätzchen oder Lämmer zum Spiel treibt oder ein Dutzend verschiedener Arten von Vögeln die Tage im Herbst gemeinschaftlich verleben heißt, und es ist weder Liebe noch persönliche Sympathie, was viele Tausende, über ein Gebiet von der Größe Frankreichs zerstreut lebende Damhirsche treibt, zahlreiche getrennte Herden zu bilden, die alle einem bestimmten Orte zueilen, um dort gemeinschaftlich den Fluß zu überschreiten. Es ist ein Gefühl, unendlich weiter als Liebe und persönliche Sympathie – ein Instinkt, der sich langsam bei Tieren und Menschen im Verlaufe einer außerordentlich langen Entwicklung ausgebildet hat und der Menschen und Tieren gelehrt hat, welche Stärke sie durch die Betätigung gegenseitiger Hilfe gewinnen und welche Freuden sie im sozialen Leben finden können. Wenn wir einen Ameisenhaufen betrachten, dann sehen wir nicht nur, dass alle mögliche Arbeit – Pflege der Nachkommenschaft, Sammeln der Vorräte, Häuserbauen, Pflege der Blattläuse usw. – gemäß den Prinzipien der freiwilligen gegenseitigen Hilfe geleistet wird; wir müssen auch mit Forel zugeben, dass der wesentliche, der Grundzug des Lebens vieler Arten von Ameisen, die Tatsache und die Verpflichtung für jede Ameise ist, ihre Nahrung, wenn sie bereits verschluckt und zum Teil verdaut ist, mit jedem Glied der Gemeinschaft, das darauf Anspruch macht, zu teilen. Zwei Ameisen, die zu zwei verschiedenen Arten oder zu feindlichen Haufen gehören, vermeiden einander, wenn sie sich gelegentlich treffen. Aber zwei Ameisen, die demselben Haufen oder derselben Kolonie von Haufen angehören, nähern sich einander, tauschen ein paar Bewegungen mit den Antennen aus, und „wenn eine von ihnen hungrig oder durstig ist, und besonders, wenn die andere sich vollgegessen hat, verlangt sie sofort Nahrung“. Das Individuum, an das diese Aufforderung herantritt, entzieht sich ihr nie; es öffnet seine Kinnbacken, nimmt eine besondere Stellung ein, und bringt einen Tropfen durchsichtige Flüssigkeit wieder herauf, der von der hungrigen Ameise aufgeleckt wird … Wenn eine Ameise, die gesättigt ist, selbstisch genug gewesen ist, die Ernährung eines Genossen zu verweigern, wird sie als Feind oder noch schlimmer behandelt. … Und wenn eine Ameise sich nicht geweigert hat, eine andere Ameise, die zu einer feindlichen Gruppe gehört, zu füttern, wird sie von den Verwandten der letzteren als Freund behandelt.

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Dadurch, dass sie (die Bienen) gemeinsam arbeiten, multiplizieren sie ihre Einzelkräfte; dadurch, dass sie eine zeitweilige Arbeitsteilung eintreten lassen, verbunden mit der Fähigkeit jeder Biene, wenn nötig jede Art Arbeit zu leisten, erreichen sie eine so hohe Stufe des Wohlstandes und der Sicherheit, wie sie kein isoliert lebendes Tier je zu erreichen hoffen kann, es mag noch so stark oder gut bewaffnet sein. In ihren Kombinationen sind sie oft glücklicher als der Mensch, wenn er verabsäumt, aus einer wohlgeordneten gegenseitigen Hilfeleistung Vorteil zu ziehen. Wenn z.B. ein neuer Bienenschwarm daran geht, den Stock zu verlassen, um eine neue Wohnung zu suchen, wird eine Anzahl Bienen zur vorläufigen Erkundung der Nachbarschaft ausfliegen, und wenn sie einen passenden Wohnort finden – sagen wir, einen alten Korb oder etwas der Art – dann nehmen sie davon Besitz, reinigen ihn und bewachen ihn, manchmal eine ganze Woche hindurch, bis der Schwarm kommt und sich darin niederlässt. Aber wie viele menschliche Auswanderer gehen in neuen Ländern zugrunde, einfach weil sie nicht die Notwendigkeit verstanden haben, ihre Kräfte zu verbinden ! Die Geselligkeit der Bienen ist umso lehrreicher, als räuberische Instinkte und Trägheit immer noch daneben unter den Bienen auftreten und jedes Mal sich zeigen, wo ihr Wachsen durch besondere Umstände begünstigt wird. Es ist bekannt, dass es immer eine Anzahl Bienen gibt, die dem tätigen Leben der Arbeitsbiene ein Räuberleben vorziehen; und dass sowohl Zeiten des Mangels wie der ungewöhnlich reichen Vorräte zu einer Vermehrung der Räuberklasse führen. Wenn unsere Ernten eingeführt sind und auf unseren Wiesen und Feldern nur noch wenig zu sammeln ist, dann trifft man die Räuberbienen häufiger; während andererseits in der Nähe der Zuckerpflanzungen Westindiens und der Zuckerfabriken Europas Räuberei, Trägheit und sehr oft Trunksucht bei den Bienen ganz gewöhnlich werden. Wir sehen also, die antisozialen Instinkte existieren immer noch bei den Bienen; aber die natürliche Auslese muß sie immer mehr austilgen, weil sich schließlich die Praxis der Solidarität als viel vorteilhafter für die Art erweist, als die Entwicklung von Individuen, die räuberische Neigungen haben. Der Schlauste und Gefährlichste werden zugunsten von denen ausgerottet, die die Vorteile des geselligen Lebens und der gegenseitigen Hilfe verstehen. Vereinigung und gegenseitige Hilfe ist die Regel bei den Säugetieren. Wir finden soziale Gewohnheiten auch bei den Raubtieren, und nur die Familie der Katzen (Löwen, Tiger, Leoparden usw.) können wir als eine Abteilung bezeichnen, deren Glieder entschieden die Isolierung der Gesellschaft vorziehen, und nur selten in kleinen Gruppen getroffen werden. Und doch ist es selbst unter Löwen „ein sehr gewöhnlicher Brauch, gemeinsam zu jagen“. Und doch muß ich bei den Murmeltieren dieselbe Bemerkung machen, wie bei den Bienen. Sie haben ihre streitbaren Instinkte bewahrt, und diese Instinkte treten in der Gefangenschaft wieder zum Vorschein. Aber in ihren großen Vereinigungen angesichts der freien Natur haben die ungeselligen Instinkte keine Gelegenheit, sich zu entwickeln, und das allgemeine Resultat ist Friede und Eintracht. Selbst so bissige Tiere wie die Ratten, die in unseren Kellern fortwährend miteinander kämpfen, sind einsichtig genug, wenn sie unsere Speisekammern plündern, nicht zu streiten, sondern einander bei ihren Plünderungszügen und Wanderungen zu helfen, ja sogar ihre Invaliden zu füttern.
Geselligkeit – das heißt das Bedürfnis des Tieres, sich mit seinesgleichen zu vereinigen – die Liebe zur Gesellschaft um der Gesellschaft willen vereinigt mit der „Lebensfreude“, zieht erst jetzt die notwendige Aufmerksamkeit des Zoologen auf sich. Wir wissen jetzt, dass alle Tiere, zu beginnen mit den Ameisen, über die Vögel weg zu den höchsten Säugetieren, es lieben zu spielen, miteinander zu balgen, hintereinander herzurennen, einander zu haschen, einander zu necken usw. (Schiller: Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt). Das Gesellschaftsleben setzt die schwächsten Insekten, Vögel und Säugetiere instand, den schrecklichen Vögeln und Raubtieren Widerstand zu leisten oder sich vor ihnen zu schützen, es verschafft langes Leben, es setzt die Art instand, ihre Nachkommen mit möglichst geringem Kraftaufwand aufzuziehen und ihre Zahl ungeachtet sehr langsam einander folgender Geburten zu behaupten; es befähigt die Herdentiere, sich auf der Suche nach neuen Wohnungen auf die Wanderschaft zu begeben. Des ferneren ist es klar, dass das Gesellschaftsleben völlig unmöglich wäre, wenn ihm nicht eine Entwicklung der sozialen Gefühle und hauptsächlich eines gewissen Kollektivsinnes für Gerechtigkeit, der mehr und mehr zur Gewohnheit wird, entspräche. Wenn jedes Individuum fortwährend seine persönlichen Vorteile ausnutzte, ohne dass die anderen zugunsten der Geschädigten Einspruch erhöben, wäre kein Gesellschaftsleben möglich. Und das Gefühl für Gerechtigkeit entwickelt sich mehr oder minder bei allen Herdentieren. Die Entfernung, aus der die Schwalben oder die Kraniche heimkehren, mag noch so groß sein, alle kehren sie zu dem Nest zurück, das sie im letzten Jahr gebaut oder ausgeflickt haben. Wenn ein fauler Sperling die Absicht hat, das Nest, das ein Genosse baut, sich anzueignen oder auch nur ein paar Strohhalme daraus stiehlt, dann wendet sich die Gruppe gegen den faulen Genossen; und es ist klar, dass keine Nestgenossenschaften von Vögeln ohne die Regel dieser Einmischung existieren könnten. Getrennte Gruppen von Pinguinen haben getrennte Ruheplätze und getrennte Fischplätze und führen keinen Kampf um sie. Geselligkeit setzt so dem körperlichen Kampf eine Schranke und schafft Raum für die Entwicklung besseren moralischen Fühlens. Die hohe Entwicklung der Elternliebe in allen Klassen des Tierreiches, selbst bei Löwen und Tigern, ist allgemein bekannt. Die Tatsachen des Mitgefühls für verwundete Genossen werden regelmäßig von allen Zoologen, die in freier Natur forschen, berichtet. Solche Tatsachen sind ganz natürlich. Das Mitleid ist ein notwendiges Produkt des sozialen Lebens. Aber Mitleid bedeutet auch einen beträchtlichen Fortschritt der allgemeinen Intelligenz und Empfindungsfähigkeit. Es ist wiederum ein mächtiger Faktor zur Weiterentwicklung. (Die Veden sprechen von Unwissenheit, Leidenschaft und Tugend als verschiedene Entwicklungsstufen unter Tieren und Menschen). Das Leben der Eskimos gründet sich auf den Kommunismus. Was durch Jagen und Fischen erlangt wird, gehört dem Clan. Aber in mehreren Stämmen, besonders im Westen, dringt unter dem Einfluß der Dänen das Privateigentum in ihre Institutionen ein. Jedoch haben sie ein originelles Mittel, um den Schädlichkeiten, die aus einer persönlichen Anhäufung von Reichtum entstehen, die bald ihre Stammeseinheit zerstören würde, zu begegnen. Wenn ein Mann reich geworden ist, beruft er das Volk seines Clans zu einem großen Fest, und nach reichlichem Essen verteilt er sein ganzes Vermögen unter sie.
Kropotkin on ants & mutual aid

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