Der Weg zur Gemeinschaft

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Leonhard Ragaz, Das Reich und die Nachfolge – Andachten 1938
Der Weg zur Gemeinschaft

Es sind Unterschiede in den Begabungen, aber derselbe Geist; es sind auch Unterschiede in den Dienstleistungen und doch der gleiche Herr, und es sind auch Unterschiede in den Kraftwirkungen, aber es ist der gleiche Gott, der alles in allen wirkt. Es wird aber jedem die Offenbarung des Geistes in der Weise gegeben, dass sie dem Ganzen frommt…Und wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit und wenn ein Glied verherrlicht wird, freuen sich alle Glieder mit. So aber seid ihr der Leib Christi und miteinander seine Glieder. 1. Korinther 12, 4-27.

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Es waltet in unserer Generation eine merkwürdige Dialektik: wir sehnen uns nach G e –
m e i n s c h a f t, suchen Gemeinschaft, wie vielleicht nie ein Geschlecht von Menschen, aber wir tun das vielleicht gerade darum, weil wohl nie ein Geschlecht von Menschen vom Geist des S u b j e k t i v i s m u s (ja Egoismus) so stark beherrscht gewesen ist wie wir. Daraus ergibt sich für alle die, welche neuen Lebensformen, und zwar solchen, in denen der Nachdruck auf der Gemeinschaft liegt, zustreben, eine schwere Erfahrung: die Erfahrung, dass uns eben dieser Geist, den wir für eine Gemeinschaft brauchten, fehlt, dass wir heute alles andere eher haben, als Fähigkeit zur Gemeinschaft. Wir wollen Sozialismus, ja Kommunismus, aber seit die Erde steht, sind die Menschen nie unsozialer und unkommunistischer, nie so auf die Wahrung des Eigentums, in jedem Sinne, bedacht gewesen, als eben heute. Wir wollen durch einen Völkerbund die Menschheit zu einer Einheit zusammenfassen, aber noch nie haben die Völker mit einem Fanatismus, der eine Art Religion ist, ihr Selbstrecht und ihren Selbstwert betont wie heute. Die Friedensbewegung selbst zerfällt in offen oder versteckt sich befehdende Gruppen. Wo eine Siedelung gegründet wird, in der nun der Geist des demütigen Dienens die selbstverständliche Atmosphäre sein müsste, da ist das Erste, dass alle Teufel des Geltenwollens in die Teilnehmer fahren. In alle Bewegungen und Organisationen («Leiber») des Guten (besonders des Guten!) dringt dieser Bazillus des Subjektivismus ein. Wir kommen ja auch aus einer Periode her, wo der Subjektivismus unter der Losung der Freiheit, der Persönlichkeit, der Selbstbestimmung sich geradezu auf den Thron der Ethik (oder auch der Anti-Ethik!) gesetzt hatte, und sein Anspruch ist ja auch prinzipiell nicht durchschlagend aufgehoben, diese Losungen noch nicht widerrufen. So sind denn gerade diese Bewegungen und Organisationen auf neue Einheit hin von Spaltung und Zersetzung bedroht. Bald geht Einer auf die Seite, weil er nicht genügend zur Geltung kommt, bald bildet sich eine besondere Gruppe, die dann nur noch an ihre Gruppenziele denkt und alles andere mehr oder weniger gering schätzt. Eine eigene Zeitschrift muss sie bald auch haben. Es waltet in dieser Erscheinung nicht etwa bloss das Gesetz der Arbeitsteilung, das selbstverständlich sein Recht hat, sondern doch vor allem jenes separatistische Geltenwollen des Einzelnen oder einer Gruppe, jene subjektivistische Empfindlichkeit, die nicht in erster Linie an die gemeinsame Sache denkt, sondern an das liebe Ich, das zarte, bedeutende Ich. Der «Fuss» muss doch zeigen, dass er keine «Hand» ist und das «Auge», dass es kein «Ohr» ist! Man muss doch zeigen, dass man etwas Eigenes ist, und das heisst oft: zeigen, dass ein anderer nichts ist, oder doch, dass man sich von ihm deutlich unterscheiden will. Besonders wir Intellektuellen sind von dieser Krankheit zerfressen. Das durch das «Wissen» aufgeblähte, aber nicht durch «Liebe» gesättigte Ich (1. Korinther 8, 1) will um jeden Preis sein Recht und seine Ehre. Dieses Ich geht um wie ein brüllender Löwe, zu suchen, wen es verschlinge (1. Petri 5, 8). Ja, es ist ein H u n g e r, der die Gemüter erfüllt, aber nicht ein Hunger nach der «Gerechtigkeit», sondern ein Hunger nach Befriedigung des Ich als Ich. Darum fehlt es in den heutigen Bewegungen an dem, was man, im besten Sinne (man darf an die Agape oder das Abendmahl denken) S ä t t i g u n g nennen könnte, woraus Freude und Friede strömt. Darum stellt sich – man erlaube diesen scheinbaren Widerspruch – so leicht der Judas, der treulose Abfall, ja Verrat am Tische der Gemeinschaft ein. Von Judas aber heisst es, dass er ein «Teufel» sei. In der Tat, es ist in diesem wilden Suchen seiner selbst etwas Satanisches. D i e s e Saat ist es, die «der Feind» am liebsten unter den Weizen streut. Darum pflegen vor allem an diesem Uebel gerade die besten und edelsten Sachen zugrunde zu gehen oder doch aufs äusserste geschädigt zu werden. Ach, was könnte man, was hätte man gekonnt, wenn Einheit gewesen wäre! Was bedeutet oft für eine Sache ein einziger Mensch, positiv durch Hilfe und Treue, negativ durch Hemmung und Verrat! Eine Versammlung, eine Konferenz kann erhöht und gerettet werden, wenn e i n Mensch dabei ist und seine Pflicht tut, sie kann entarten und misslingen, wenn einer nicht dabei ist, der hätte dabei sein sollen und auch können, oder wenn einer dabei ist, der es vorzieht, der Stimme zu gehorchen, die da spricht: «Schone doch dein selbst!» Wie viel hätte man durchsetzen können, wenn man sich einander v e r p f l i c h t e t gefühlt hätte, wenn die zusammengehalten hätten, die doch durch wesentliche gemeinsame Ziele verbunden waren, vielleicht noch sind; so aber fühlte sich jeder genötigt, s e i n Ich, s e i n e Sache, s e i n e Eigenart dadurch zu betonen, dass er auf die Seite ging, dass er sich seinen eigenen «Kreis» schuf; so kam es vor allem darauf an, dass man ja nicht etwa mit gewissen andern zusammengerechnet werde, dass man ja nicht in den Verdacht komme, unter einem bestimmten «Einfluss» zu stehen. Aber dieser subjektivistische, ja im Grund tief egoistische Separatismus bringt denen, die sich dadurch vermehren wollen, nur Verminderung. Es verwelken alle miteinander, weil ihnen der Segen der Gemeinschaft fehlt, weil ihnen dasjenige Leben fehlt, das nur aus dem Einen Leibe strömt, aber den Gliedern verloren geht, wenn sie allein bleiben wollen. So zerfällt die Gruppe wieder in Gruppen; so zerfällt die Gruppe in Individuen; so zerfällt das Individuum in sich selbst, weiss zuletzt selbst nicht mehr, was es ist und will, stürzt sich mit seiner Leere und seinem Hunger, nachdem es in einer Atmosphäre der Freiheit es nicht aushalten konnte, vielleicht einer recht autoritären Bewegung in die Arme, wo man so recht geknechtet wird, wird vielleicht ein Judas, oder geht auch in der Leere zugrunde. Diese Not, die über der ganzen Zeit hängt, wiederholt sich ja durch alle Lebenskreise hindurch bis in die Seele des Einzelnen hinein. Wo ist die Wurzel dieses grossen Uebels? Und welches ist die Heilung? Ich bin beim Nachdenken über diese tragische Not, von besonderen Erfahrungen ausgehend, immer wieder auf eine bedeutsame Tatsache entgegengesetzter Art gestossen: auf das K l o s t e r, besonders das des Mittelalters, und das zu ihm gehörige M ö n c h t u m. Ihnen ist offenbar gelungen, was uns nicht gelingen will. Sie hielten zusammen, sie zersetzten sich nicht. Zwar ist ja allbekannt, dass andere Uebel reichlich auch in d i e s e Welt eindrangen, und auch Spaltungen blieben nicht aus, aber man erfährt doch nicht, dass Klostergründungen so massenhaft zusammengebrochen wären, wie Siedelungen oder auch Genossenschaften und ähnliche Gebilde in unserer Zeit. E s  g i n g  d a m a l s. Es geschah, soweit die Regel und der Typus in Betracht kommt, das, was mit Licht und Schatten Carlyle (in «Einst und jetzt») am Kloster Bury Saint Edmunds klassisch dargestellt hat . Und warum? Weil die Menschen, die sich in einem Kloster zusammenfanden, nicht aus irgend einer individuellen Begeisterung, irgend einem Willen, sich selbst in einem besonderen Tun zu befriedigen, nicht in irgend einem Eros zusammenkamen, sondern unter dem G e b o t e  e i n e r  o b j e k t i v e n  M a c h t. Ihr dienten sie, in Freiheit – denn sie waren in F r e i h e i t Mönche geworden – und in Demut, aber nicht dienten sie sich selbst. Ehrfurcht, nicht Geltenwollen, Gott, nicht das Ich, waren die Atmosphäre, in der sie lebten und atmeten, und darum ging es – ging es, trotzdem sie im übrigen Menschen waren und keine Engel, ja gerade, weil sie nicht Engel sein wollten, sondern sich als Sünder fühlten. Es ging. Bei uns aber geht es nicht, eben weil wir, freilich auf sehr moderne Art, «Engel» sein wollen, nämlich «Individualitäten», «Persönlichkeiten», «Ich», «wertvolle Menschen», weil wir unsere Subjektivitäten zusammenlegen, die sich ihrer Natur nach nicht vertragen können, statt uns unter ein gemeinsames Objektives zu beugen; weil wir gross sein und alles uns dienen lassen wollen, statt uns dem, was ü b e r uns ist, demütig zur Verfügung zu stellen; weil der Eros uns zusammenführt und nicht die Agape; weil die schlechte Unendlichkeit des selbstischen Hungers und des Eros-Hungers (die im Grunde das Gleiche sind) naturgemäss mit der Unendlichkeit des gleichen Hungers im Andern zusammenstossen müssen und nicht umgekehrt die echte Unendlichkeit diesen Hunger gestillt hat und Einen an den Andern bindet; kurz, weil wir nicht Gott dienen wollen, sondern im Grunde, wenn auch vielleicht in der allerfeinsten Form, uns selbst. Damit ist aber, meine ich, auch der Weg zur Genesung von diesem Grundübel und damit der Weg zur wirklichen Einheit und Gemeinschaft gezeigt. Unsere Einheit ist G o t t, nicht unser noch so begeistertes Selbst. Gott  v e r b i n d e t. Denn er  b i n d e t. Er bindet an sich selbst, aber das heisst ja immer, dass er auch an die Menschen bindet. Gott bindet an jede Wahrheit, an jedes Gute. Er ist die h e i l i g e  V e r p f l i c h t u n g. Durch Gott ist man gegen alles s c h u l d i g. Er ist der «Leib», an dem wir alle «Glieder» sind.  D a s heisst: C h r i s t u s . Wo man in Gott, durch Gott mit andern Menschen zu einer besondern Sache verbunden ist, da ist man eben nicht Menschen verbunden, sondern ihm, dem Gotte, der sich in Christus als der heilige Vater, die alle seine Kinder umfassende Liebe, kund tut. «Auf dass sie alle Eins seien.» (Joh. 17, 21.) Das macht einen gewaltigen Unterschied. Wo man bloss mit M e n s c h e n verbunden ist, da e n t l e i d e n sie einem früher oder später. Das ist gar nicht anders möglich. Der Eros ist unbeständig, ist unersättlich. Der Unendlichkeitstrieb in uns kann am Endlichen nicht zufrieden werden, ein Hungernder den andern nicht sättigen. Menschen, die nur als Menschen verbunden sind, und wäre es ursprünglich noch so leidenschaftlich, noch so tief, noch so edel geschehen, sie werden sich satt. Das geschieht in Ehe, Familie, Freundschaft so gut wie in Sachen, Bewegungen, Organisationen; es geschieht auch in Kirche, Staat, Völkerbund. Darum ist man heute einander überall so satt und darum bellum omnium contra omnes. Denn Menschen haben Fehler, Bewegungen haben Fehler, Einrichtungen haben Fehler. Wo man sich einbildet, man sei sie los geworden, treten sie besonders deutlich hervor. An jeder Versammlung kann man sich ärgern. Die Menschen, mit denen man zusammenarbeiten muss, sind zum mindesten einseitig, aber sie sind manchmal auch klein, eitel, launisch, willkürlich, selbstisch angekränkelt, feig, matt, kurz: von Vollkommenheit weit entfernt. Jede Gemeinschaft hat ihre Mängel, auch die beste. Es fehlte daran weder in den Gemeinden des Paulus, noch in denen der Reformation, ja nicht einmal in denen der Quäker oder Herrnhuter. Und auch die Führer haben ihre Fehler, die grössten Führer oft die grössten Fehler. Wenn man also in subjektivistischer Empfindlichkeit und ohne ebenso intensiv an die eigenen Mängel zu denken den Blick auf dieses Unzulängliche der Menschen und Sachen gerichtet hält, dann müssen sie einem rasch entleiden, dann hat man Anlass genug zum Davonlaufen. Dann bleibt man bald ferne und sucht anderswo etwas Besseres, um es ebensowenig zu finden, bis man sich im eigenen Scheidewasser auflöst – oder einen besseren Weg einschlägt!
Alles wird ja anders, wenn man  i n  G o t t und d u r c h  G o t t mit einer Sache und mit Menschen verbunden ist. Dann leuchtet er und s e i n e Sache als die Sonne darüber, und alles Menschliche, das Schöne wie das Hässliche, tritt in
i h r e n Schein, und das heisst: e s t r i t t  d a v o r  z u r ü ck. Das Schöne ist viel weniger des betreffenden Menschen, den man darum beneiden müsste, als Gottes, der es Ihm gegeben hat und den man darob lobt, das Hässliche aber wird auf der einen Seite – gerade wenn man G o t t e s Ehre vor Augen hat – menschliche Selbstverständlichkeit, auf der andern Seite aber eigene Schuld und damit zugleich eine Aufgabe. Es tritt aber von Gott aus besonders ins Licht, was doch jedes Einzelne für das Ganze b e d e u t e t. Jedes hat doch seine Gaben. Einem ist praktische Weisheit, einem andern theoretische Einsicht, einem dritten Organisationsgabe, einem vierten treffende Rede oder Schrift, einem fünften eine besondere Kraft des persönlichen Wesens, einem sechsten vielleicht eine eigene Fähigkeit zu helfen, zu heilen und zu trösten, noch einem weitern eine grosse Energie, noch einem andern eine stille, starke Treue und Lauterkeit gegeben – und so fort. Bei allen sind diese Gaben wohl mit Kehrseiten verbunden, aber bei allen zeigt sich, wie man sie gerade mit ihrer Besonderheit braucht. Es mag dieses oder jenes für gewöhnlich weniger leuchten, aber siehe da, es kommt ein Augenblick, wo man gerade für es, für seine Art, seine Gabe, seinen Posten besonders dankbar ist. Und so ist, im Lichte Gottes geschaut, eigentlich jedes gleich viel wert, nein, das «Geringere» mehr als das, welches äusserlich mehr glänzt. Denn diese «Umwertung der Werte» tritt immer ein, sobald G o t t ins Spiel tritt. Man freut sich also vor Gott all dieser Mannigfaltigkeit; man weiss, wie nötig sie ist; man weiss, wie sie dem Ganzen frommt; man weiss, dass Gott sie geschaffen hat; man weiss, dass ohne sie die Entleidung, die Monotonie, der Tod einträte. Denn es gehören zu einem Leibe viele Glieder; ein Glied allein bildet keinen Leib. Und gerade diese Mannigfaltigkeit öffnet den Blick in die Unendlichkeit, aus der alles wirkliche Leben lebt. Aber nun hört auch die S u b j e k t i v i t ä t auf, die von Spaltung zu Spaltung führt. Denn Gott ist heilige Bindung. Ob man immer mag oder nicht, ob man manchmal verdrossen, verletzt, müde ist, man gehört zur Sache, gehört d e r Sache, weil man Gott gehört. Darum, so oft einem die Entleidung kommen möchte, gibt man sich doch immer wieder her, um Gottes willen, im tiefen, echten Sinne dieses Wortes. Man kann sich von innen her ändern, kann anderer Meinung werden, aber es ist einem nicht möglich, untreu zu werden; man kann nicht kalten Herzens abseits gehen, sich auf sich selbst zurückziehen. Man ist gebunden, man ist in Pflicht. Man empfindet darum aber auch allen Zwiespalt, wie er ja auch aus verhältnismässig r e i n e n Quellen kommen kann, tief schmerzlich; man ist immer zur Einigung bereit, wenn es irgend sein kann. Gott bindet; Gott ist die heilige Verpflichtung; Gott macht schuldig gegen Alle und Alles. Gott gibt jedem sein heiliges Recht, aber wer das sieht, der sieht es vor allem auch im andern, im andern Menschen, im andern Volk, in der andern Sache. Christus macht die Menschheit zu e i n e m Leibe. In ihm entsteht aus der Gemeinschaft die G e m e i n d e.  In ihm wird man treu. Ihn e r l e b t man nicht bloss im Sakrament, er i s t das Sakrament der Einheit. Denn nun ist anstelle des Eros die Agape getreten. Nun hat die Wut jenes Hungers aufgehört, worin eine schlechte Unendlichkeit die andere verzehrt. Gott ist Sättigung der Seele mit echter Unendlichkeit. Echte Unendlichkeit aber macht reich. Wer auf diese Art reich ist, will nicht, wie jener leere Subjektivismus, immer und Überall nur n e h m e n, sondern er will g e b e n. Der Mensch, der etwas von ihm erfahren hat, sucht nicht die Gemeinschaft bloss um seinen Hunger zu stillen, um sie, stark ausgedrückt, für sein Ich auszubeuten, sondern um etwas von seinem Reichtum weiterzugeben. Er hungert nach Gemeinschaft in einem a n d e r n Sinne. Er braucht sich auch nicht zu betonen, weil er sich von Gott betont weiss. Darob ist er aber, statt still hochmütig, still demütig geworden. Er kann d i e n e n und fühlt sich darob wahrhaftig nicht zurückgesetzt. Er m u s s dienen und ist darin selig. Und das ist dann der völlige Untergang jenes bösen Subjektivismus. D i e s e r Geist ist die Erlösung jeder Gemeinschaft und die Erlösung jeder Seele vom Satanismus und Verderben des Selbstdienstes zum Heil des Gottes- und Menschendienstes. Dass d i e s e r Geist noch d a ist, dass er zum göttlichen Erbe, zum noch nicht ganz vertanen Erbe Christi gehört, dass es auch immer und überall Menschen gibt, in denen er mit wunderbarer Selbstverständlichkeit lebt, das ist in der Gegenwart unser Trost und unsere Rettung; dass er wunderbar, aus dem Wunder, das Gott ist, neu geboren und unendlich verstärkt erwache, das ist unsere s o z i a 1 e Hoffnung der Hoffnungen, nein besser, höher gesagt: das ist das Herz unserer Bitte um den heiligen Geist. Und das also ist die Heilung des grossen Schadens, das der Weg zur Einheit im Völkerleben, in der Menschheit, in der Christenheit, wie in Bewegungen, Gemeinschaften, Sachen, und das auch der Weg zur Einheit in der Seele jedes Einzelnen. Wir müssen aus unserer subjektivistischen Erkrankung, die ein Kind des Dunkels und der Leere ist, in die Sonne des Lebens, die Gott ist und der Bruder und die Gemeinde; wir müssen unter einer neuen Objektivität zu uns selbst kommen. Denn nicht das ist ja unsere Meinung – selbstverständlich! – dass das Recht der Subjektivität vor dem der Objektivität, dass die Freiheit vor der Bindung völlig zurücktreten, ja zunichte werden solle. Das ist bloss der Irrtum der heutigen R e a k t i o n. Nein, wir wollen weder Vinet und Kierkegaard, noch Luther und Paulus verleugnen, bei denen Freiheit nie ohne Liebe und Liebe nie ohne Freiheit, sondern stets beides verbunden Christi echte Gabe ist. Es soll auch Subjektivität und Freiheit aus Gott neu geboren werden. Was wir heute als Subjektivität und Freiheit vor uns sehen und tadeln, ist ja, wie wir gezeigt haben, bloss Leere, bloss Hungcr, bloss schlechte Unendlichkeit, bloss Nichtbesitz seiner Selbst und darum an sich Knechtschaft und zum Umschlagen in äussere Knechtschaft jederzeit bereit. Wirkliches Selbstsein, wirkliche Freiheit, wirkliche Selbstbestimmung gibt es nur in Gott und aus Gott. Nur wenn Gott zu uns Du sagt, werden wir wirklich ein Ich; nur wenn Gott uns betont, werden wir gross (und klein zugleich); nur wenn Gott uns von der Welt (und von uns selbst) erlöst, werden wir frei. Wir sind heute so schwach und so feig, weil wir dies nicht haben, weil wir auf uns selbst angewiesen, weil wir leer sind. Menschen, die in Gott reich und demütig geworden sind, werden ganz anders als unser Geschlecht der Welt als Freie gegenübertreten. Und das werden zugleich gerade die Menschen sein, die wieder Gemeinschaft haben und Gemeinde bilden können. Gerade in Gott lässt man einander auch frei und nur in ihm, wie man nur in ihm dienen kann. Freiheit wird zu Liebe, zu dem «köstlicheren Wege», von dem Paulus am Schlusse des Kapitels redet, aus dem unser Leitwort stammt und der in dem berühmten darauf folgenden dargestellt wird; aber es wird auch Liebe zu Freiheit. Das ist jedoch so wenig jene sentimentale Phrasenliebe der Modernen, als es ihre leere Freiheit ist. Die in Gott gesättigten und gebundenen Menschen werden auf neue Art sowohl Einsame als Gemeinsame sein. «Ein Christenmensch ist ein freier Herr aller Dinge und niemanden untertan – durch den Glauben; Ein Christenmensch ist ein dienstbarer Knecht aller Dinge und jedermann untertan – durch die Liebe.»

Der, welcher in euch ist, ist GRÖSSER als der, welcher in der Welt ist. 1. Johannes 4,4
Der Gott-Faktor – Joyce Meyer – Gott begegnen

Jetzt ist Ewigkeit v. Christoph Blumhardt
Jeder Mensch verkommt, auch in irdischen Dingen, wenn er nicht tätig ist als Glied eines Ganzen mit höheren Zielen; und jeder gedeiht schon in irdischen Verhältnissen, der mit Lust und Liebe für etwas arbeitet, das größer ist als er selbst. Und die Menschheit verkommt in ihrem ganzen Lebenswert, leiblich und geistig, wenn wir nicht etwas zu schaffen haben als Menschen für das Leben der Erde, für die Schöpfung, für Gott.
Christoph Blumhardt

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People Cannot Build Community
It is certainly true that God works in people, in all men and
women. But as soon as this truth is exaggerated to the point
where we believe solely in ourselves and other human beings,
we are on the wrong track. We must believe in God in
such a way that not the individual but God is in the center,
and that individuals join with each other in submitting to
His will. God’s will can then work in us and through us, and
we ourselves become so transparent – like a window – that
our own human life no longer matters at all: God’s working
is all that is seen. I do not believe community can come into
being in any other way. No matter how humble, dedicated,
and unassuming a person may be, he cannot build community
in his own strength. (2 Cor. 12:9)
Eberhard Arnold, God’s Revolution, June 1933

We have nothing. If we ever thought we had community,
we have now seen that we do not have it. And it is good for
us to have seen that. Community exists exclusively in Christ
and His life-giving Spirit. If we forget Him and are left
without His influence, if we forfeit His working among us,
it is all over with our community. (John 15:5)
Nov. 1935

Die Erneuerung der Schweiz
Prof. Rainer Mausfeld über die Demokratie als Herrschaftsinstrument der Eliten
Demokratie ist dass jeder Bürger einen angemessenen Anteil an Entscheidungen hat, die sein Leben und die Gestaltung seiner Gemeinschaft bestimmen. Das war die eigentliche Idee der Demokratie in der Aufklärung. Die hat ne ganze Reihe von gewaltigen Konsequenzen, wenn man darüber nachdenkt. Das bedeutet Selbstbestimmung, das bedeutet radikale Demokratie, übrigens in allen Bereichen der Gesellschaft. Dann muss man natürlich
sagen, wir sind weit entfernt von einer Demokratie.

Die letzte Rettung
Die Welt zu opfern bedeutet, den Wunsch zu opfern, die Welt zu geniessen.
Solange du denkst, die Welt existiere nur zu deinem Vergnügen, befindest du dich in einer gefährlichen Illusion. In Wahrheit gehört alles Gott, er ist der höchste Herr und der beste Freund aller Lebewesen.
Wenn du verstehst, dass alles Ihm gehört und alle Lebewesen seine Kinder sind, dann wirst du nicht diese Welt ausbeuten wollen, wie so viele es tun. Wenn die Menschen Gott als das Zentrum aller Dinge vergessen richten sie viel Unheil an.
Alles Glück dieser Welt, dass die Menschen für sich selbst geniessen wollen ist vergänglich. Sie vergessen, dass sie ewige Seelen sind und jagen verzweifelt nach diesem vergänglichen Glück. Sie denken dass sie sterben werden, wenn ihr Körper stirbt und darum sind sie immer von Sorge gequält. Vor dieser Täuschung kannst du dich nur retten in dem du den Wunsch aufgibst die Welt zu geniessen.
Wenn du dich aufrichtig bemühst zu verstehen dass alles Gott gehört, wirst du auch alle Menschen, die Tiere und die Natur mit mehr Liebe und Respekt behandeln und wenn du auf diese Weise selbst gerettet wirst, dann wirst du wirklich fähig sein auch den andern zu helfen.

Pfingsten im Gefängnis
Was ist die Gemeinde? von J. Heinrich Arnold
Gemeinschaft und Kollektiv im Sozialismus
Jesus Christus Erlösungsweg zum ewigen Leben
Woran erkennt man Propheten Gottes
Botschaft an das Volk Gottes – Sterbt, wenn ihr leben wollt.
Ein zweischneidiges Schwert von Henri J. Nouwen
Amerika Zuerst? Nicht So Schnell!


„Das Buch der Wahrheit“ – Botschaften
Ich wählte zwölf einfache Männer, ungebildet und unkundig der Heiligen Schrift,
arme Fischer.

Botschaft an das Volk Gottes – Das Ende dieses Äons ist gekommen.
Botschaft an das Volk Gottes – Das wahre Volk Gottes
Gott der himmlische Vater sagt:
Nur das wahre Volk Gottes hält die 10 Gebote.
Nur das wahre Volk Gottes hat das Zeugnis Jesu.
Nur das wahre Volk Gottes hat die Vollmacht, über die Macht der Finsternis erhalten.
Nur das wahre Volk Gottes wird gesammelt, mit dem heiligen Geist beschenkt,
durch den der laute Ruf in die Welt ergehen wird.
Nur das wahre Volk Gottes wird in diesen Tagen von der Sünde befreit
und nicht mehr in Sünde leben.
Nur das wahre Volk Gottes hält die Gebote und hat den Glauben Jesu.
Nur das wahre Volk Gottes geht über die Lehre Christi nicht hinaus.
Nur das wahre Volk Gottes hat den Vater und den Sohn,
nur im wahren Volk Gottes wohnen der Vater und der Sohn.
Nur das wahre Volk Gottes verkündet unerschrocken die Wahrheit.
Nur das wahre Volk Gottes glaubt, wie es geschrieben steht.
Nur das wahre Volk Gottes heiligt das Heilige und Gesegnete.
Nur das wahre Volk Gottes geht den schmalen Weg und warnt vor dem breiten.
Nur das wahre Volk zeigt die Sünden auf, die sie vom wahren Volke scheiden.
Nur das wahre Volk sieht und hört und versteht.
Nur das wahre Volk kann mich, den allein wahren Gott
und meinen gesandten Sohn, erkennen.
Nur das wahre Volk betet mich, den allein wahren Gott, an
und das im Namen meines geliebten Sohnes Jesus.
Nur das wahre Volk wird vor der großen Versuchung,
die über die Welt kommen wird, bewahrt.
Nur das wahre Volk wird mein Sohn holen.
Nur das wahre Volk wird bei mir und meinem Sohne, in meinem Reiche, leben.
Nur das wahre Volk ist mein Israel, mein Haus Jakob, meine Tochter, die ich rette,
in der ich lebe, in der mein Sohn lebt, die ich und mein Sohn lieben, führen, die alle
Gaben besitzt, die die Wege geht, die ich sie führe und die mir gefallen, für die alles
zu ihrem Besten geschieht, die ich und mein Sohn lieben, für die wir alles opfern,
die mir und meinem Sohn so teuer ist, dass ich für sie alles tue, damit sie die Meine
und des meines Sohnes ist und sie bei uns lebt, für immer und ewig.
Dies ist mein wahres Volk.
So spricht Gott der HERR, der HERR JHWH, der Heilige Israels, der ewige,
gütige und freundliche Vater in den Himmeln. Amen

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Wir sind aus Gott. Wer Gott kennt, hört auf uns; wer nicht aus Gott ist, hört nicht auf uns. Daran erkennen wir den Geist der Wahrheit und den Geist des Irrtums. 1.Joh 4:6

Dies ist es, was durch den Propheten Joel gesagt worden ist: „Und es wird geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, da werde ich ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, und eure jungen Männer werden Gesichte sehen, und eure Ältesten werden Träume haben; “ Apg 2.16-17