Aufstehen





Im Aufschauen beginnt Heilung.
Im Wegsehen von Tatsachen, die das Dasein erstarren lassen.
Im Sich-Anbinden an den Namen, der über alle Namen ist: Jesus Christus.
In diesem Namen bricht für den Gelähmten die Zeit des Gehens an. Er wird zum strahlenden Zeugen dessen, der zum Leben erweckt.

Ein Mensch, dessen Sinnen und Trachten ganz an „diese“ Welt gebunden ist, an ihre
Sinnlichkeit, ihre Ehre, ihre Macht, ihr Geld, wird das echte Wunder der Auferstehung nicht fassen können, wohl aber der, der selbst für die Auferstehung eintritt, der selbst gegen Not, Unrecht, Tod kämpft, der selbst den lebendigen Gott sucht und findet. Man muss Auferstehung leben, um Auferstehung zu glauben. Leonhard Ragaz

#aufstehen – DIE SAMMLUNGSBEWEGUNG
Die Entscheidung
Die letzte Chance
Aus der Geschichte lernen
Steve von Labour: »Wenn Politik & Medien uns angreifen, machen wir etwas richtig«
Tagesdosis 24.8.2018 – Mit rrrrevolutionärem Elan gegen Wagenknechts „Aufstehen“
Erobern wir die Politik zurück!
Das Wundermittel
„Wir haben eine Krise der Demokratie“
#aufstehen: Die Sammlungsbewegung muss demokratisch bleiben!
Interview mit Gelbwesten in Lyon: Danke Macron!
Wir haben unsere Brüderlichkeit wiederentdeckt

Aufstehen Brandenburger Tor 9. November 2018 mit Sahra Wagenknecht
Wagenknecht lehnt offene Grenzen und Migrationspakt ab
A. Gauland: Populismus! – S. Wagenknecht: Aufstehen!
Die Farbe der Hoffnung
Die Politik der Massen

Der Treck der VerzweifeltenTausende Migranten marschieren zur US-Grenze


 

Ein honduranischer Junge schöpft neue Kräfte in Huixtla im Süden Mexikos.
Mit seiner Familie und Tausenden anderen Migranten ist er auf dem Weg in die USA.

Jens Spahn lebt seit er 22 ist von Bundestagsdiäten und war Pharmalobbyist. Hartz IV selbst ausprobieren, wollte er nicht. Er weiß nicht, was #unten ist. #Aufstehen, damit Leute wie er nicht mehr #oben stehen und über Politik in diesem Land entscheiden!

Ende der Welt, Ende des Monats
Rene Wolf „damit die Welt nicht am Ende ist und jede/r am Monatsende genug Geld hat.“
Tja, eine bürgerliche Linke wie Katja Kipping kann sich die Rettung der Welt (drunter macht sie´s nicht) nur mit Geld vorstellen. Ich fragte Katja, warum sie, statt gegen hohe Mieten zu wettern, den Leuten nicht das Grundeigentum erklärt, das Vermietern erlaubt, Menschen auszubeuten. Katjas Antwort: „Aber wie wollen sie damit Mehrheiten gewinnen?“
Da weiß man, worum`s geht.

Daniel Kottmair Sebastian Köpcke: >>Als Kiew brannte hat die EU gejubelt. Warum kommt kein amerikanischer Politiker nach Paris, um Kekse und 5 Milliarden Dollar zu verteilen?
Wo sind die Grünen Spitzenpolitiker, die sich vor brennenden Barrikaden fotografieren
lassen? Warum marschiert der deutsche Außenminister nicht an der Spitze der Gelbwesten über den Euro-Champs-de-elysees? Warum erfahren die Gelbwesten keine Solidarität,
wenn sie sich wie Klitschos Zivilgesellschaft gegen ihren gewählten Präsidenten
wenden?<<
Da denken wir jetzt mal ganz scharf nach. 😉

Die Staatsgewalt schlägt zu. „Friedliche Revolutionen“?
Eine Mär, erzählt von denen, die wollen, daß alles bleibt, wie es ist!
In Commercy haben die Gelben Westen zu einer landesweiten Koordinierung der lokalen Versammlungen aufgerufen, um die Bewegung zu vereinen und ihr eine Struktur zu geben.
Macron lässt aus Hubschraubern auf Demonstranten schießen.
Polizeigewalt gegen Proteste der Gelbwesten: „Reihenweise Verstümmelungen“
Paris droht Blutbad: Macron läßt Polizei m. G36-Sturmgewehren gg Gelbw. aufmarschieren
Polizeigewalt in Frankreich: Wo bleibt der Aufschrei von Politik und Medien?
Führender GELBWESTLER fordert Militärputsch u. Bildung einer Übergangsregierung
Gilets Jaunes

Die Versammlung der Versammlungen
Droht Europa ein Volksaufstand?
Es ist die Gründung von Räten – neben der kapitalistischen Staatsmacht!
Es ist herrlich, das zu sehen! 💪

Yellow Vests Montreuil respond to the call from Commercy
Aufruf der ersten Generalversammlung der gelben Westen
The assembly of yellow vests from #Montreuil has answered the call from Commercy.
They have accepted the invitation to attend the assembly of assemblies. They confirmed the importance of not splitting the movement into “good” and “bad” demonstrators.
„300 people resisting against the police to defend a roundabout, that is proletarian self
defence. 3000 people attacking banks or the ministry, that is the uprising of a people that
is angry.” “Neither skin colour, place of birth nor gender, sexual orientation or religion will
divide us. We must be united in our differences, if we want to build a fair and better world.”
The yellow vests call on the formation of education clubs; “in Montreuil we are founding
“a club of yellow vests”, following the example of the French revolution, when people met in clubs for public education. Learning makes us less easy to manipulate and allows us to to put our collective thinking towards concrete actions to improve our daily lives. “

Macron’s face when listening to the „grand debate“ – Macron was not ‚freely elected‘, there was a media & globalist campaign led by the Israel lobby to have him elected. His popularity plummeted within months of his election because he is a fraud, a marionette of the ruling elite manouvered into place to expand their global ambitions. There is no intention to introduce or even consider the reforms demanded by the #GiletsJaunes because to do so would halt the expansion of the ruling elite and their global military adventurism. #Syria #Venezuela #Libya #Mali #Yemen #Iraq etc Vanessa Beeley

11 tote (inoffiziell mehr), 2.000 verletzte, mindestens 82 schwerstverletzte, 67 davon mit „sehr schweren kopfverletzungen oder ausgeschossenen augen“: das ist die bilanz der staatlichen gewalt unseres nachbarn frankreich gegen die „gelbwesten“ der letzten wochen. was in einem souveränen staat des nahen ostens als begründung für eine humanistische, demokratische und werteorientierte militärische invasion über 10 verschiedener nato-staaten ausreicht – generiert im moralisch überlegenen abendland nicht mal ein schulterzucken. 🤷‍

liebe Bundesregierung. nach genauer überlegung stimme ich nun mit ihnen überein, dass es einen dringenden bedarf gibt, in venezuela zu handeln. das land ist seit etlichen wochen mit gewaltsamen protesten hunderttausender konfrontiert. der aktuelle präsident des landes hat nach konservativen, ausländischen und auch offiziellen umfragen weniger als 17% rückhalt in der bevölkerung. staatliche kräfte, polizisten, aber auch horden von dubiosen paramilitärs, geheimdiensten und zivilen verprügeln seit langer zeit tausende bürger, schießen mit gummi und gas in demonstranten. tausende verletzte, hunderte schwerverletzte, etliche tote sind die folge. der wertewesten muss hier aktiv werden unter zuhilfename von ultimaten und sanktionen. oh wait. das ist gar nicht venezuela. das ist frankreich. 🤷‍

 

„cheri, emmanuel! allons! 😘
lass uns erholen von den ganze stress & den fiese pöbel in die stadt! „oui. cheri! und dann trinken wir von die wein, die so schön hat geprickelt in…na du weißt schon, brigitte!“ #JustPresidentThings 🤷‍

diese woche unterzeichneten die neoliberalen liebenden merkel und macron unter vielen, vielen bussis und umarmungen hier und tollen bildern von harmonie für die presse da den „vertrag von aachen“. gleichgeschaltete deutsche medien (bis auf so herausragende ausnahmen wie heise oder junge welt) schwafeln dem fliesentischbesitzer zur besten sendezeit was von „deutsch-französischer freundschaft“ an die backe und schon ist klar:
gegen diesen vertrag kann man ja echt nix haben! das ist doch toll! piep piep piep, wir
haben uns alle lieb! nee leute. ist nicht toll. denn wie so oft dient der ganze schein nur
der fassade. der sogenannte „vertrag von aachen“ ist nichts anderes als ein: aufrüstungsvertrag. gegen wen – kann sich der semigebildete proletarier denken.
liebe franzosen,
liebe europäische nachbarn: ich mag euch alle! ich scheiße auf nationalismus und meine cojones sind dick genug, dass mein ego keinen patriotismus benötigt. ich liebe eure regionalen eigenarten, eure launen, euer essen, eure unterschiedlichen mentalitäten, eure länder, eure gastfreundschaft, eure geschichte und traditionen und respektiere sie aus tiefstem herzen. ich bin mit leib und seele EUROPÄER. aber mit dieser EU möchte ich nichts
zu tun haben. das europa merkels und macrons à la aachener vertrag ist eine bizarre mischung aus aufrüstung und kriegsvorbereitung sowie neoliberaler und autoritärer orientierung unter dem propagandistischen deckmantel der völkerfreundschaft. DIESES europa verdient jeden widerstand im kampf um frieden, soziale gerechtigkeit und internationaler solidarität. ist euch zuviel interpretation? ok, seid beruhigt – bei den statements zum
vertrag ist eines kaum vorraussetzung, die fähigkeit, zwischen den zeilen zu lesen:
„wir verpflichten uns zur entwicklung einer gemeinsamen militärischen kultur, einer gemeinsamen verteidigungsindustrie und einer gemeinsamen linie zu rüstungsexporten.
damit wollen wir unseren beitrag zur entstehung einer europäischen armee leisten.“
(angela merkel)

Eddie Bauer so siehts aus – aber das wissen wir eh längst und auf Frankreichs Straßen
kann man das ganz gut verfolgen im Moment. Dem Volk sein anempfohlen jetzt zu handeln – die nächsten Generationen Polizisten werden nämlich tatsächlich Roboter sein.

Für ein angstfreies und gutes Leben in sozialer Sicherheit.
I. Nicht zurück in die 70er und erst recht nicht in die 50er des letzten Jahrhunderts!
1. Das Problem der Linken besteht seit Jahrzenten in den stets vergeblichen Versuchen,
einen miserablen gesellschaftl. Zustand gegen einen noch schlechteren zu verteidigen.
2. Neben den rein praktischen Problemen einer Erosion in Richtung politische Bedeutungslosigkeit ist dies auch eine mentale Falle, wenn man irgendwann anfängt, vergangene Zeiten als „gute alte Zeit“ zu idealisieren. Sahra Wagenknecht ist in diese Falle längst gelaufen, wenn sie uns plötzlich Ludwig Erhard anpreist (oder in ihrem Buch „Reichtum ohne Gier“).
3. Ich selbst bin noch Zeuge dieser Zeiten. Mein Fazit: diese Zeiten waren scheiße, wenn auch anders scheiße als heute (meine westdeutsche Perspektive).
4. Seinerzeit konnte ein Fließbandarbeiter, dessen Leben auf 5 bis 10 Handgriffe reduziert war, gleichwohl so viel Geld verdienen, dass er sich davon eine Hausfrau „halten“ und diese mit der Aufzucht der gemeinsamen Kinder beauftragen konnte.
5. Den Preis bezahlten sie später: einerseits körperliche und intellektuelle schleichende Selbstzerstörung, anderseits wurden sie in den späten 70ern, 80ern oder spätestens 90ern aussortiert und durch Industrieroboter ersetzt, irgendwann erwerbsunfähig oder „langzeit-arbeitslos“. Falls 2005 (Hartz 4) noch verwertbar, in neofeudale Arbeit „vermittelt“, die oft gesellschaftlich nutzlos ist, die Menschen demütigt, oder durch längst erfundene Robotik (Japan, Südkorea) besser erledigt werden könnte, die es nur deswegen nicht nach Deutschland schafft, weil sie sich wegen hiesiger Hungerlöhne „nicht rechnet“
(Dienstboten, Kuriere, Putzfrauen oder –männer).
II. Die Dividende global organisierter Arbeitsteilung und Robotik an ALLE verteilen!
6. Tatsächlich ist zum Beispiel eine Robotik, die Industriearbeiter von monotoner selbst-
zerstörerischer Arbeit erlöst, ein Segen, ebenso wie global organisierte Arbeitsteilung,
die weltweite solidarische Netzwerke ermöglicht.
7. Frage: Warum funktioniert es nicht so? Weil eine stets kleiner werdende Kapitalisten-klasse (im neoliberalen Technokratensprech „Großanleger“ genannt) sich diesen schier
unglaublichen gesellschaftlichen Reichtum privat aneignet. Wobei der klassischen Form der Aneignung (Warenverkauf nach Ausbeutung von Arbeitskraft) neue Formen der Wertextraktion hinzugefügt wurden: Abzocke durch spekulative Kapitalverschiebungen, überteuerte Mieten (durch keine „Kostenrechnung“ mehr begründbar), Kommerzialisierung von „Gesundheit“ oder „Pflege“, so dass Kranke oder Alte zu bloßem Rohstoff von Kapitalverwertungsinteressen reduziert werden, Privatisierung anderer öffentlicher Dienstleistungen, die dann immer schlechter funktionieren, bei gleichzeitig steigenden Renditen daraus. Hierbei haben diese Kapitalisten mit der Erzeugung von Reichtum schon lange nichts mehr zu tun. Stattdessen haben sie selbst die Organisation von Produktion an angestellte Manager ausgelagert und beziehen stattdessen ein sinnloses, gleichwohl gewaltiges leistungsloses Einkommen.
8. Hierbei ist zu betonen, dass der so erzeugte Reichtum unser ALLER PRODUKT ist, die
neben bezahlter Produktionsarbeit genauso wichtige unbezahlte Reproduktionsarbeit (Haushalt, Kindererziehung, Nachbarschaftshilfe, Moderation zwischenmenschlicher Konflikte, ehrenamtliches Engagement und nicht zuletzt auch politische Arbeit). Wobei es mir wenig sinnvoll erscheint, den Anteil aller Einzelnen an der Erzeugung dieses Reichtums herauszurechnen, wie Marx dies einst versuchte (Kapital Bd.1, 3. Abschnitt).
9. Hieraus folgt: die ausschließliche Fixierung auf Lohnarbeit mit dem Ziel der Wiederherstellung von „Vollbeschäftigung“ ist ein Irrweg. Unmittelbar einsichtig wird dies, wenn man sich Arbeiter in Rüstungsfabriken oder im Braunkohleabbau vorstellt: sie machen diese
Arbeit nicht aus Mordlust oder weil sie geil auf Umweltzerstörung sind, sondern weil sie nicht wissen, wie sie anders ein gleichwertiges Einkommen erzielen können. Diese Arbeiter einfach nach Hause zu schicken unter Weiterzahlung ihres bisherigen Lohnes hätte an sich schon einen gewaltigen gesellschaftlichen Nutzen. Stattdessen ist die „Erhaltung Arbeitsplätzen“ das Totschlagargument für Tätigkeiten, die uns letztendlich alle ruinieren werden.
III. Wie kann es weiter gehen?
10. Helfen könnte ein bedingungsloses und gutes Grundeinkommen, für alle, die an der
Erzeugung dieses Reichtums beteiligt sind, waren oder sein werden; egal ob bezahlt oder unbezahlt. Was bei entschieden hohen Steuersätzen eine „schleichende Umverteilung“ einleiten könnte.
11. Hierbei ist einzuräumen, dass ein solches Umsteuern, unüberlegt durchgeführt,
auch zu gewaltigen gesellschaftlichen Friktionen führen könnte.
12. Insofern sollte man zunächst mit einem „Weniger“ anfangen. Zum Beispiel mit einer sanktionslosen armutsfesten Grundsicherung, wie von der Linkspartei gefordert.
Wobei anzumerken ist, dass die dort genannten 1050 Euro monatlich zumindest in Metropolen nicht armutsfest sind. Und dass die Linkspartei ihre schönen Programme sofort ins Altpapier schmeißt, sobald irgendjemand mit gut dotierten Posten winkt.
13. Ich selbst tendiere, für den Übergang, zu einem „Hybrid“ zwischen Lohnarbeit und bedingungslosem Grundeinkommen: einem Modell mit Negativer Einkommensteuer:
Wenn man nichts verdient, kriegt man ein auskömmliches Existenzminimum vom Finanzamt ausbezahlt. Wenn man dazu verdient, wird dieser Betrag abgeschmolzen, aber geringer als der Zuverdienst, so dass man immer etwas mehr hat, wenn man „lohnarbeitet“,
als wenn man nicht „lohnarbeitet“. Irgendwann, bei vielleicht 30 000 EUR jährlich ist dann alles abgeschmolzen. Und vielleicht ab einem Jahreseinkommen von 50 000,00 EUR wird die Einkommensteuer dann positiv und steigt dann progressiv an und zwar weit über den heutigen Spitzensteuersatz hinaus, so dass sich dieses System dadurch selbst finanziert.
Karl Mahlstedt (Charlottenburg)

Ich ärgere mich schon länger über eure „Basis-Positionierung“ und habe mich jetzt
entschlossen, meinen Ärger mal rauszulassen:
„Form follows funktion“
gilt auch in der Politik. Für uns heißt das: wir müssen uns zunächst ganz konkret darauf verständigen, was wir zusammen machen wollen, daraus folgen dann Überlegungen, wie man sich aufstellen muss, um diese Vorstellungen durchsetzen zu können. Bei euch läuft es aber umgekehrt: Ihr bastelt an einer völlig abstrakten inhaltslosen, damit unpolitischen „basisdemokratischen Struktur“ um dann vielleicht „nach Fertigstellung“ Überlegungen anzustellen, wozu man sie eventuell verwenden könnte. Sorry, aber das ist organisationspolitische Geisterfahrerei.      
Insofern ist die am 12.3. beschlossene Struktur nicht schlecht:
Dort werden Themen-Workshops mit Aktionsworkshops verzahnt und wenn diese als berlinweite Arbeitsgruppen weiterarbeiten, haben wir damit einen Prozess erzeugt, bei dem sich „Aufstehen“ als kämpfende Organisation etablieren könnte (und nicht als abstraktes basisdemokratisches Kunstgebilde). Probleme habe ich allenfalls mit dem Workshop
„Bewegung und Organisation“, da inhaltslos, was soll kann man da machen, außer aus schönen Abstraktionen andere Abstraktionen abzuleiten. Nur war ja genau dieser Workshop die Konzession an die von euch vorgetragene Strukturkritik. Wie auch immer, bitte denkt über diese Kritik mal gründlich nach. Es wäre schade, wenn wir uns hier wegen
inhaltsloser „Basisabstraktionen“ zerstreiten.
Karl Mahlstedt (Charlottenburg)

Soll Basisdemokratie bedeuten, dass – jederzeit eine unbestimmte Basis auftauchen und alles über den Haufen werfen kann? – endlose Diskussionen ohne Erkenntnis oder Legitimationswert alles blockieren und die „Macher“ verscheuchen?
Meine Frage ist, wie wir uns aufstellen müssen um in dieser Gesellschaft wirklich was verändern zu können. Um die Menschen zu erreichen, die gute Ideen haben und die wissen wie man Dinge um- und notfalls durchsetzt, die aber nicht bereit sind endlos zu diskutieren und sich permanent gegen „basisdemokratische“ Querschüsse zu verteidigen, mit unsinnigen Kompromissen und der Gefahr jederzeit die Kontrolle über das mühsam aufgebaute Projekt zu
verlieren.

Was wir brauchen sind Freibeuter der Politik. Menschen, die sich in kleinen Gruppen organisieren und selbstbestimmt auf eigenes Risiko aggieren. Ein Heer von kreativen Machern um die herum immer neu kluge Köpfe sich sammeln. Wir brauchen keine Feinabstimmung im Detail, keine formale Führung. Was wir brauchen sind Menschen, die überzeugen.
Menschen, denen andere folgen, wenn sie dazu aufrufen, weil sie ihnen vertrauen –
in Zielen und Durchsetzungsfähigkeit. Wer gut ist kann ohne Strukturen führen.
Und wer Menschen in Strukturen einsperren will, verliert die Besten. Wir brauchen eine
Organisation aber keine, die uns einschränkt und behindert sondern eine, die Aktivisten unterstützt, fördert, aufbaut. Deshalb ist meine Frage: Was braucht es um politische Aktivisten, politische Gruppen und Initiativen zu fördern und zu untersützen? Und das gilt es
zu schaffen. Darauf sind die zu schaffenden Strukturen auszurichten. Es braucht freie Menschen um für alle Freiheit zu erkämpfen. Wir sollten durch eine Organisation nicht institutionelle Korruption, intrigantes Netzwerken und erstickende Bürokratie der Parteien kopieren sondern überwinden. Darum muss es gehen. Wir brauchen keine Führer, keine Bürokratie. Wir brauchen eine Dienstleistungsstruktur zur Unterstützung neuer Ideen und der Menschen, die sie umsetzen. till-benz@web.de
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