Ewiges Leben

ewiges leben
11742669_841016929286275_9088186063200619737_n

Johannes 8:51 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hält, der wird den Tod nicht sehen in Ewigkeit. Andere Übersetzung: So jemand mein Wort hält, der wird
den Tod nicht schmecken ewiglich.

Johannes 11:25 Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt; und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubst du das?

1. Johannes 2:17 Wer tut, was Gott will, bleibt und lebt in Ewigkeit.

Gott ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebendigen;
ihm leben sie alle. Lukas 20,38
Er ist nicht hier

Leben wir, so leben wir dem HERRN; sterben wir, so sterben wir dem HERRN.
Darum, wir leben oder sterben, so sind wir des HERRN. Römer 14:8

Deine Sonne wird nicht mehr untergehen und dein Mond nicht den Schein verlieren; denn der HERR wird dein ewiges Licht sein, und die Tage deines Leidens sollen ein
Ende haben. JESAJA 60,20

Sei treu bis in den Tod, und ich werde dir die Krone des Lebens geben. Offenbarung 2,10 ZÜ

H. A. Korff Die Lebensidee Goethes
Willst du ins Unendliche schreiten, geh nur im Endlichen nach allen Seiten.

Die Botschaft vom Reiche Gottes, 1942
M. Das Reich bedeutet Sieg über den Tod, ewiges Leben, auch für den Einzelnen.

Es ist Osterbotschaft für Alle und Alles.
J. Aber es heisst ja eben e w i g e s Leben? Weist das nicht gerade auf das Jenseits?
M. Das ist gerade der grosse Irrtum. Damit lenkt man von Christus zu Plato ab, von der Auferstehung zur Unsterblichkeit der Seele. Ewiges Leben bedeutet im Neuen Testament ausnahmslos das Leben des Reiches Gottes, des gekommenen und des kommenden. Dieses ist aber nicht eine Welt jenseits des Grabes (obschon es das auch ist), sondern die Welt, die von Gott, dem Lebendigen, her allen Tod besiegend in diese Welt hereinbricht. Der Sieg über den Tod bleibt, recht verstanden, das letzte Wort des Reiches Gottes. Aber dieser Sieg führt nicht vom Diesseits ins Jenseits, sondern vom Jenseits ins Diesseits.
Das ist der Unterschied und er bedeutet eine gewaltige Revolution.
Die Auferstehung Gedanken von Leonhard Ragaz

Das Jenseits ist nicht ein anderer Ort, sondern eine andere Art der Existenz.
Unsere jetzige Art, zu leben und zu sein, ist nicht die einzig mögliche; es ist nicht
abzusehen, weshalb es nicht noch andere geben sollte. Und das ist nun eben die
Bedeutung des Sterbens: es streift uns diese Art ab und führt uns in eine andere ein.
Der Tod ist also nicht eigentlich eine Wanderung, sondern eine Verwandlung.
1908

Was Ihr spezielles Problem betrifft, so verstehe ich Ihr Anliegen und Ihre Stimmung sehr gut. Es ist gar nicht möglich, daß ein heutiger Mensch, der sich nicht in eine religiöse «tour d‘ivoire» zurückgezogen hat, jenen naiven oder sonst irgendwie ungebrochenen und unmittelbaren Jenseitsglauben besitze, der früheren Geschlechtern eignen konnte. Und andererseits kann ich auch Ihr Bangen vor dem Tode sehr wohl verstehen. Der Tod bleibt für jeden tiefer lebenden Menschen eine gewaltige und zum größeren Teil furchtbare Grundmacht der Wirklichkeit. Meine Antwort knüpft an das an, was Sie selber sagen. Der Glaube an ein Leben über den Tod hinaus kann nicht selbständiger Natur sein, oder hat als solcher doch wenig Kraft und auch wenig Wert. Er kann nur eine Konsequenz des Glaubens an Gott sein, und zwar an den lebendigen, persönlichen Gott, den die Bibel verkündigt, ich darf wohl sagen offenbart. In ihm geht aller Tod unter. Ich kann gar nicht an diesen Gott als an Gott denken, ohne daß an Stelle alles Todes das Leben tritt. Er ist das «ewige Leben», das die Bibel meint. Mir ist in dieser Beziehung das Wort Jesu fundamental: «Gott ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebendigen; ihm leben sie alle» (Lukas 20,38).

Es ist nur eine andere Wendung des gleichen Gedankens, wenn ich noch eine zweite Antwort gebe. Zum Reiche Gottes gehört auch der Sieg über den Tod. Das «ewige Leben», von dem das Neue Testament spricht, ist nicht der christliche Himmel, sondern das Leben des «neuen Aeon», und das heißt: das Leben des Reiches Gottes. Wenn wir also ein Leben haben wollen, das über den Tod hinausreicht, so müssen wir das Reich Gottes suchen und in ihm unser Zentrum haben. Ich gelange auch auf dieser Linie zu der obersten aller Weisungen, die recht eigentlich der Weg ist: «Trachtet am Ersten nach dem Reiche Gottes und seiner Gerechtigkeit, so wird Euch solches (in unserem Falle: die Gewißheit des Lebens, das allen Tod überwindet) zufallen, zugelegt werden».
Ich sehe nur auf dieser Linie eine Wiedergewinnung, aber in neuem Sinne, jenes alten «Jenseitsglaubens»: im Aufbrechen des Glaubens an das Reich des lebendigen Gottes und des lebendigen Christus, seiner höchsten Offenbarung. Dabei hege ich freilich die «theologisch» wie philosophisch gleich stark begründete Überzeugung, daß dieses ewige Leben, dieses todüberlegene Leben des Reiches Gottes nicht ein Aufgehen der individuellen Persönlichkeit in Gott ist, im Sinne einer Auflösung, sondern vielmehr eine Vollendung des persönlichen Lebens. Der Rat, den ich, liebe Freundin, auf Grund dieses Denkens (das bei mir mehr ist als ein bloßes abstraktes Denken!) Ihnen geben möchte, ist einfach der: Halten Sie sich, wie bisher, an Gott und suchen Sie ihm so gut zu dienen, als Sie können, und es wird Ihnen die voll befriedigende Lösung dieses letzten, großen Problems geschenkt werden. Vielleicht wird sich dann das Sterben selbst als eine jener Überraschungen erweisen, durch welche Gott uns zu beschämen liebt. Vertrauen Sie ihm auf alle Fälle. Soviel zu diesem ernsten Thema. Ragaz Briefe 1944

2017 – 500 Jahre nach Luther
Die katholische Kirche glaubt an die Unsterblichkeit der Seele. Sie lehrt, dass der Mensch, wenn er stirbt, als eine Seele oder ein Geist weiterlebt. Was sagt die Bibel dazu? Wir lesen: „Da bildete Gott der HERR den Menschen, Staub von der Erde, und blies den Odem des Lebens in seine Nase, und also ward der Mensch eine lebendige Seele.“ (1. Mose 2,7, Schlachter 1951) Dort steht, dass der Mensch eine Seele wurde, nicht dass der Mensch eine Seele erhielt. Wir lesen weiter, wer sterben soll: „Die Seele, welche sündigt, die soll sterben!“ (Hesekiel 18,20) Die Lehre über die Unsterblichkeit findet ihren Ursprung in Satans erster Lüge im Garten Eden. Gott hatte zu Adam und Eva geboten, nicht von der Frucht eines ganz bestimmten Baumes im Garten zu essen. Wenn sie von der Frucht dieses Baumes äßen, so würden sie sterben. Aber Satan sagte zu Eva: „Ihr werdet mitnichten des Todes sterben.“ (1. Mose 3,4) Diese Lüge Satans bildet die Grundlage für die Lehre der Unsterblichkeit der Seele, einer Irrlehre, die heute unter vielen Religionen weit verbreitet ist. Was aber lehrt die Bibel? Der weise Salomo schreibt: „Denn die Lebendigen wissen, dass sie sterben werden; die Toten aber wissen nichts, sie haben auch keinen Lohn mehr, denn ihr Gedächtnis ist vergessen, dass man sie nicht mehr liebt noch hasst noch neidet, und haben kein Teil mehr auf dieser Welt an allem, was unter der Sonne geschieht. Alles, was dir vor die Hände kommt, zu tun, das tue frisch; denn bei den Toten, dahin du fährst, ist weder Werk, Kunst, Vernunft noch Weisheit.“ (Prediger 9,5.6.10) Weitere Schriftstellen sind: „Wundert euch darüber nicht, denn es kommt die Stunde, in welcher alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden, und werden hervorgehen, die da Gutes getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber Böses getan haben, zur Auferstehung des Gerichts.“ (Johannes 5,28.29) Paulus kommt zur gleichen Schlussfolgerung, wenn er über Jesu Wiederkunft spricht: „Denn das sagen wir euch als ein Wort des HERRN, dass wir, die wir leben und übrig bleiben auf die Zukunft des HERRN, werden denen nicht zuvorkommen, die da schlafen; denn er selbst, der HERR, wird mit einem Feldgeschrei und der Stimme des Erzengels und mit der Posaune Gottes hernieder kommen vom Himmel, und die Toten in Christus werden auferstehen zuerst. Danach wir, die wir leben und übrig bleiben, werden zugleich mit ihnen hingerückt werden in den Wolken, dem HERRN entgegen in der Luft, und werden also bei dem HERRN sein allezeit.“ (1. Thessalonicher 4,15-17) Paulus schreibt, dass die Toten in den Gräbern liegen und von Jesus aus diesen Gräbern auferweckt werden. Sind Sie darüber überrascht? Gut, wir haben gesehen, dass die Toten nichts wissen. Sie liegen in den Gräbern bis zum Auferstehungstag. Die Gerechten werden zur Auferstehung des Lebens aufgeweckt und die Gottlosen zur Auferstehung der Toten. Als Jesu’ Freund Lazarus verstorben war, ging Jesus dorthin. Lazarus war bereits seit vier Tagen tot und der Verwesungsprozess hatte bereits begonnen. Jesus sah, das Lazarus tot war und bezeichnete doch den Tod als einen Schlaf. Er sagte zu ihm: „Lazarus, komm heraus“ (Johannes 11,43). Und dieser kam aus dem Grab hervor. Viele Priester verkünden, dass, wenn ein Mensch stirbt, er entweder sofort in den Himmel oder in die Hölle gelangt. Wäre dem so, würden wir glauben, dass Lazarus, Jesu Freund, als er starb, in den Himmel gekommen wäre. Aber als Jesus Lazarus von den Toten auferweckte, so kam er nicht aus dem Himmel, aus den Wolken oder aus unserer Umgebung, sondern aus dem Grab. Darüber hinaus finden wir in der Bibel die Aussage, dass „…den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht“ (Hebräer 9,27). So wird es zwischen dem Tode und Jesu Wiederkunft ein Gericht geben, und es ist nicht der Priester, sondern Jesus Christus, der bestimmen wird, ob der Einzelne ewiges Leben bekommen oder für immer tot sein wird (2. Korinther 5,10 und Johannes 5,26–29). Die Bibel stellt fest: „Denn der Sünde Sold ist der Tod; die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserm HERRN.“ (Römer 6,23) In diesem Bericht erfahren wir auch, dass Jesus Lazarus am Jüngsten Tag auferwecken wird. Maria sagte: „Ich weiß wohl, dass er auferstehen wird – bei der Auferstehung am Jüngsten Tage.“ (Johannes 11,24). Als „Jüngster Tag“ wird der Tag bezeichnet, an welchem Jesus wiederkommen wird. Die Bibel lehrt, dass nur Jesus Unsterblichkeit besitzt, in dem sie Ihn beschreibt als den „König der Könige und Herr aller Herren, der allein Unsterblichkeit hat.“ (1. Timotheus 6, 15-16) Nur Gott allein besitzt Unsterblichkeit. Alle Menschen sind sterblich. Erst bei Jesu Wiederkunft werden die Erlösten mit Unsterblichkeit bekleidet werden. Paulus beschreibt das Geschehen mit den Worten: „Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden; und das plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune. Denn zuerst wird die Posaune erschallen, und die Toten werden auferstehen unverweslich, und wir werden verwandelt werden. Denn dies Verwesliche muss anziehen die Unverweslichkeit, und dies Sterbliche muss anziehen die Unsterblichkeit. Wenn aber dies Verwesliche anziehen wird die Unverweslichkeit und dies Sterbliche anziehen wird die Unsterblichkeit, dann wird erfüllt werden das Wort, das geschrieben steht: Der Tod ist verschlungen vom Sieg.“ (1. Korinther 15, 51-54) Viele glauben, dass die Seele oder der Geist eines Menschen befreit werden, wenn dieser stirbt und dass diese Seelen, oder Geister, umher schweben, uns beeinflussen und Botschaften übermitteln können. In einer spiritistischen Zeitschrift steht Folgendes: „Was ist nun Spiritismus? Der Spiritismus ist der Glaube, dass der Geist den Körper überlebt und Kontakt mit lebenden Menschen durch und mit besonders veranlagten Personen haben kann, die wir Medien nennen.“ („Spiritisten“, eine dänische spiritistische Zeitschrift, Jahrgang 1900, S. 84). Fast die Hälfte aller Menschen auf dieser Erde glaubt an die Reinkarnation – eine Lehre, die besagt, dass die Seele niemals stirbt, sondern in verschiedenen Körpern in jeder nachfolgenden Generation aufs Neue wiedergeboren wird. Eine solche Lehre stimmt nicht mit der biblischen Lehre überein. Die Bibel lehrt, dass:
– der Mensch nach dem Tod zu Erde wird (Psalm 104,29)
– die Toten nichts wissen (Prediger 9,5)
– keine mentale Kraft besitzen (Psalm 146,4)
– keinen Anteil haben an dem, was auf der Erde geschieht (Prediger 9,6)
– im Grabe warten (Hiob 17,13)
– und nicht leben (Hiob 14, 1.2; 2. Könige 20,1).
Anhand vieler Schriftstellen wurde bereits nachgewiesen, dass die Bibel Abstand nimmt von den Theorien der Unsterblichkeit der Seele, Reinkarnation, Kommunikation mit den Verstorbenen, Geisterbeschwörung u.ä. Ja, die Bibel nennt diese Lehren ein Gräuel. Wir lesen: „Dass nicht jemand unter dir gefunden werde, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen lässt oder Wahrsagerei, Hellseherei, geheime Künste oder Zauberei treibt oder Bannungen oder Geisterbeschwörungen oder Zeichendeuterei vornimmt oder die Toten befragt. Denn wer das tut, der ist dem Herrn ein Gräuel, und um solcher Gräuel willen vertreibt der Herr, dein Gott, die Völker vor dir.“ (5. Mose 18,10–12). Die Bibel distanziert sich also vollständig von der Lehre von der Unsterblichkeit der Seele – womit gleichzeitig Spiritismus, Reinkarnation und vielen der östlichen mystischen Religionen jeglicher Wahrheitsgehalt abgesprochen wird.

Rainer Maria Rilke Das Buch vom mönchischen Leben (1899)
Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehn.
Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen,
aber versuchen will ich ihn.

Ich kreise um Gott, um den uralten Turm,
und ich kreise jahrtausendelang;
und ich weiß noch nicht: bin ich ein Falke, ein Sturm
oder ein großer Gesang.

Kommentar: Die Ringe auf den Baumscheiben haben mich schon als Kind fasziniert. Jedes Jahr fügt sich um den Kern ein neuer zweifacher Ring. In hellen Ringen mit starkem Wachstum erkennt man warme, feuchte Frühsommer, in hellen schmalen Ringen magere, trockene Jahre. Daneben sieht man einen schmaleren dunklen Kreis, der wurde von Herbst und Winter gezeichnet. Manchmal sieht man, dass die Ringe fehlen, das der Stamm hohl und morsch geworden ist. Und das scheint mir wie eine Aufforderung. Geh los, gestalte dein Leben, zeig dich verantwortlich dafür. Auch du bist eingebunden in den Rhythmus der Natur und eines Tages wirst du Platz machen müssen, um jungem Leben Raum zu geben. Doch bis dahin sei bereit für Sonne und Sturm helle und dunkle Tage. Lass dich nicht unterkriegen, schwing dich empor. Bleib lebendig, diese Zeilen von Rilke machen dazu Mut.

Aufstehen hat seine Zeit
Aufzeichnungen aus der Werkstatt
von Sr. Christamaria Schröter
„… ihn setzte man täglich vor die Tür des Tempels“
Apostelgeschichte 3,1–26

„Um die neunte Stunde zur Gebetszeit“ wird ein Gelähmter herbeigetragen. Hat er schon im Mutterleib das Sterben gelernt? An die Erde gebunden, ins Betteln verkrümmt – in Abhängigkeiten ohne eigenes Lebensrecht – ist er angewiesen auf Rechte, die ihm andere
zugestehen.

Der ganze Mensch: ein verformter Fuß, der nicht gehen kann. Seine Hilflosigkeit steht im krassen Gegensatz zu der „Tür des Tempels, die da heißt die Schöne“.

Gott handelt behutsam an diesem täglich Ausgesetzten. Er kennt die Zeit seiner Heilung. Ein warmer Regen umfasst die elende Gestalt. Verstehende Blicke. Gelähmtes kann allmählich aufgebogen werden im Licht jener Tür, die Gott ihm durch Menschen öffnen will.

Im Aufschauen beginnt Heilung.
Im Wegsehen von Tatsachen, die das Dasein erstarren lassen.
Im Sich-Anbinden an den Namen, der über alle Namen ist: Jesus Christus. In diesem Namen bricht für den Gelähmten die Zeit des Gehens an. Er wird zum strahlenden Zeugen dessen, der zum Leben erweckt.

Gegenwart
Albert Einstein: »Der Unterschied zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
ist für uns Wissenschaftler eine Illusion, wenn auch eine hartnäckige.

TODESSTUNDE
Übel war mir die Nacht, ich hatte nichtsahnend die Nachricht
Schon empfangen und lag, wilde Empörung im Leib.
Heute weiß ichs, du warst hinab zu den Schatten gegangen
Heiter, heiter gebeugt! Anbrach der strahlende Tag.

DECLARATION OF SHAME
Wir kämpfen nicht in Kobane, wir sterben nicht in Kobane
Wir sind wie nicht vorhanden, das ist unser Dasein
Wenn Kobane standhält, in der Dämmerung, einsam
Sind wir doch verwüstet
Und wenn es fällt, in einer taghellen Nacht
Wieviel schwerer wird es, uns neu zu gründen.
2014

SCHICKSAL DER SCHLENSTEDTSCHEN BIBLIOTHEK
Bücher wirft man nicht weg
War die stehende Redensart
Im Atrium bis an die Decke: die Berge!
Von Zeit und Rauch imprägniert, was das gekostet
Hat. Und dann der Tod, die Söhne beide
Schlugen das Erbe aus, einmal drin wohnen
Lebenslang reicht. Ein Antiquar
Staubte sie ab für beinahe nichts
Erwirb es, um es zu versetzen
Was ein Halbjahrhundert aufliest
Zerschreddert das nächste, wer schreibt, handelt
Und geht.
2013

Puhdys „Vorn ist das Licht“ ( Ostrock )
Vorn ist das Licht Songtext
Vorn ist das Licht! Vorn ist das Licht!
Vorn ist das Licht
Du kannst es sehen
Vorn ist das Licht
beim Vorwärtsgehen
Vorn ist das Licht
Trägt die Jungen
Vorn ist das Licht
so singen tausend Zungen

Vorn ist das Licht
Und Luft für jeden
Vorn ist das Licht
Kein leeres Reden
bis sich das Leben endlich trennt von Tod

Wenn wir es wollen, ändert der Fluß sein Bett
und erhält das Land wenn wir wollen für Bäume auf dürrem Wüstensand
Hört, Hört, Hört das Lied
der Erde von Freude singen

Vorn ist das Licht
Du kannst es sehen
Vorn ist das Licht
beim Vorwärtsgehen
Vorn ist das Licht
Trägt die Jungen
Wir sind vorn
so singen tausend Zungen

Vorn ist das Licht
Und Luft für jeden
Vorn ist das Licht
Kein leeres Reden
bis sich das Leben endlich trennt von Tod

Wenn wirs nicht hindern, bleibt der Fluß plötzlich stehn
und verschlickt der Strand kann geschehen,
daß die Wüste frißt das Land.

Hört, Hört, Hört das Lied
der Erde von Kämpfen singen

Vorn ist das Licht
Du kannst es sehen
Vorn ist das Licht
beim Vorwärtsgehen
Vorn ist das Licht
Trägt die Jungen
Wir sind vorn
so singen tausend Zungen

Vorn ist das Licht
Und Luft für jeden
Vorn ist das Licht
Kein leeres Reden
daß sich das Leben endlich trennt von Tod

25688_111898035487541_5429027_n

Heike Makatsch als Dr.Hope: DIE ZEIT. Sie kommt nicht zu uns – Wir marschieren in sie hinein. Sie zieht nicht an uns vorbei – Wir lassen sie hinter uns, auf unserem Weg in die Zukunft. Sie bestimmt uns nicht – Wir bestimmen sie. Alles wollen. Alles schaffen. Glück für Jeden auf Erden.

für immer jung – karel der gott
Karel Gott – Für immer jung 2007
Karel Gott – Sonntags im Park (The Second Waltz) Mein Prag 2001
Heinz Rudolf Kunze – Das Paradies ist hier
Phil Collins – Another Day In Paradise (Official Music Video)
Hildegard von Bingen, O vis aeternitatis, Liber Scivias
J S Bach: Cantata „Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit (Actus Tragicus)“ BWV 106
Das Geheimnis der Langlebigkeit
Sardinien ist das Paradies der über 100-Jährigen
Wie wird man steinalt?
Rezepte für ein langes Leben
9 gesunde Gewohnhheiten von Hundertjährigen
Die Himmelsschlüssel von Manfred Kyber
Das Geheimnis des Volkes Hunza
und wie sie das sagenhafte Alter von 140 Jahren erreichen

Wie wird man 265 Jahre alt – Das Geheimnis der Langlebigkeit
Reich an Jahren Frieden und Erfüllung für ein langes Leben
Want to live longer? Read a book

Friedrich Schiller
Alles wiederholt sich nur im Leben,
ewig jung ist nur die Phantasie:
Was sich nie und nirgends hat begeben,
das allein veraltet nie.

Kurz vor ihrem Tod Zweijährige sieht Jesus in einer Vision
«Es war, als ob der Schleier zwischen Himmel und Erde für sie schon beiseite geschoben wurde. Sie war mit einem Fuss bereits im Himmel und nahm schon an den himmlischen Lobgesängen teil.»

Ewiges Leben in der Dichtkunst
СЧАСТЛИВЫЕ ЧАСОВ НЕ НАБЛЮДАЮТ
Glückliche Menschen achten nicht auf die Stunden
(Аus der Komödie von А.S. Gribojedow “Verstаnd schаfft Leiden”)
Dem Glücklichen schlägt keine Stunde

ORDO VIRTUTUM SPIEL DER KRÄFTE Hildegardis abatissa:
Ja glaubst du denn, wir würden das Paradies wie ein fertiges Geschenk in den Schoß gelegt bekommen, wir bräuchten uns gleichsam nur hinüberträumen, ohne etwas eigenes zu tun? – Das Paradies, das neue Jerusalem, die neue Erde mit den neuen Menschen,
kann nur durch unsere Arbeit und Mitarbeit entstehen. Es ist gleichsam so, als wären wir schwanger, Volmar, als hätten wir ein Kind empfangen. Gott gibt uns die Kraft dazu.
Seine Kräfte umwerben und verbinden sich mit uns. Doch austragen und gebähren
müssen wir das Kind selber. Du weißt, daß die ganze Schöpfung in Wehen liegt und
wartet auf die Herrlichkeit der Kinder Gottes.

Der Himmel auf Erden ist überall, wo ein Mensch von Liebe zu Gott, zu seinen Mitmenschen und zu sich selbst erfüllt ist. (HVB)

Mk 10,29f. Dort sagt Jesus: „Es gibt niemanden, der verlassen hat Haus, Brüder, Schwestern, Mutter, Vater, Kinder oder Äcker um meinetwillen und um des Evangeliums willen, der dafür nicht das Hundertfache erhielte. Schon jetzt in dieser Zeit: Häuser, Brüder, Schwestern, Mütter, Kinder und Äcker – wenn auch unter Verfolgungen. In der kommenden Welt aber das ewige Leben.

1 Von David, ein Wallfahrtslied. Siehe, wie fein und lieblich ist’s, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen! 2 Es ist wie das feine Salböl auf dem Haupte Aarons, das herabfließt in seinen Bart, das herabfließt zum Saum seines Kleides, 3 wie der Tau, der vom Hermon herabfällt auf die Berge Zions! Denn dort verheißt der HERR den Segen und Leben bis in Ewigkeit.  Psalm 133

ULRICH DUCHROW, Leben ist mehr als Kapital
Auch die Geschichte, die wir normalerweise romantisierend die Geschichte vom „reichen Jüngling“ nennen, steht in der Tradition der Propheten und der Tora. Es ist nämlich ein Großgrundbesitzer, der zu ihm kommt und ihn fragt, wie er das ewige Leben erlangen könne („er hatte viele Güter“ Mk 10,17-22). Jesus antwortet einerseits, indem er auf den Dekalog verweist, wie er im Deuteronomium überliefert ist. Das ist nicht zufällig. Denn wir wissen dass die Zehn Gebote des Dekalogs genau in dem Zusammenhang entwickelt wurden. Er richtet sich im Namen Jahwes, der das Volk aus der Sklaverei in Ägypten befreit hat, an die freien Bauern und warnt sie, ihre Freiheit nicht dadurch zu verspielen, dass sie unter anderem mit verschiedenen legalen und illegalen Mechanismen versuchen, ihren Brüdern und deren Familien Eigentum an Land und Freiheit zu nehmen. „Du sollst nicht stehlen“ und „Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus, Hof, Feld und alles, was sein ist“ sprechen eine klare Sprache. Jesus verschärft aber seine Antwort bereits dadurch, dass er hinzufügt: „Du sollst nicht rauben“. Dieses Detail des Textes wird meistens übersehen. Es zeigt aber eindeutig, dass Jesus hier auf die Propheten anspielt, die den Mechanismus von Eigentum-Zins-Verpfändung-Schuldsklaverei als Raub bezeichnen. Jesus signalisiert dem reichen Grundbesitzer also, dass es um dieses Problem geht. Der aber versteht nicht und behauptet, er hab dies alles gehalten. Darauf sagt ihm Jesus, dann fehle ihm, dass er alle seine (geraubten) Güter verkaufe und den Erlös den Armen gebe. Normalerweise wird dies als Aufforderung zu karitativem Almosengeben verstanden. Nichts wäre falscher. Es geht um das Zurückgeben des nicht einfach aus individueller Bosheit, sondern mit Hilfe gesellschaftlicher Mechanismen Geraubten. Das wird mit einer positiven Gegengeschichte deutlich, der Umkehr des reichen Zollpächters Zachäus (Lk 19,1-10).
Dieser gibt durch die Begegnung mit Jesus sowohl ein Gutteil seines Vermögens den Armen, aber darüber hinaus denen, die er mit Hilfe des Zollpachtsystems beraubt hat, das Vierfache des Geraubten zurück.

michael
Byzantinisches Museum Erzengel Michael aus dem 14. Jahrhundert

Gebete der Heiligen Hildegard
An den Fenstern des Glaubens

Leben nach dem Tod
Ein glückliches Leben möchte ich haben
in der Ruhe der Ewigkeit.
Schon in den Tagen der Lebensblüte,
da ich zur Heiligkeit wachse und reife,
will ich gedenken meines Schöpfers
in guten und heiligen Werken.

Es kommt ja die Zeit, da Fleisch und Blut
abnehmen bis auf die Knochen.
Die Asche des Leibes zerfällt in den Staub
der Erde, aus der ich geschaffen;
in anderes Leben geht sie dann über.

Der Geist, der meinen Körper belebte,
wird ihn verlassen und kehrt zurück
zum Herrn der Schöpfung, der ihn aus Gnade
meinem Leibe verliehen.

Du, Schöpfer, bist wie ein Schmied,
der mit dem Blasbalg das Feuer entfacht,
sein Werkstück nach allen Seiten dreht,
um sein Werk zu vollenden.

Wenn ich, von guten Taten geleitet,
zur ewigen Freude heimgefunden,
laß mich das reinste Licht erblicken.
Laß mich der Engel Lieder hören
und das ersehnte Gewand des Leibes,
dessen ich mich entkleidet,
wiedererhalten zu meiner Freude.

C.  D e r  H e i l i g e  G e i s t.
Frage: Was ist das Ende des Reiches Gottes?
Antwort: Es heißt zum Schluß des Bekenntnisses: „Ich glaube an die Vergebung der Sünden, die Auferstehung des Fleisches und an ein ewiges Leben.”
Frage: Warum kommt die Vergebung der Sünden erst jetzt, da doch das Kreuz die Vergebung der Sünden ist?
Antwort: Es bedeutet hier etwas anderes. Hier hängt es mit der Vollendung des Reiches zusammen und bedeutet, daß dazu auch die Aufhebung aller Schuld durch die Vergebung gehört. Ohne Vergebung der Sünde und damit auch Tilgung der Sünde kann ja das Reich Gottes nicht kommen.
Frage: Es ist also wohl nicht nur an die dem Einzelnen gewährte Vergebung zu denken?
Antwort: Sicher nicht. Es muß Vergebung der Sünden auch über die Völker, die Rassen, die Klassen, die Religionen, die Konfessionen kommen. Von Gott aus und dann auch von den Menschen aus.
Frage: Ohne Rücksicht auf die Gerechtigkeit?
Antwort: Von ferne nicht, vielmehr auf Grund wirklicher Gerechtigkeit: politischer, sozialer, sittlicher Gerechtigkeit, der Gerechtigkeit Gottes, die zur Gerechtigkeit der Menschen wird. Denn nur aus ihr erwächst der Friede. Das Reich Gottes aber bedeutet Frieden.
Frage: Und was bedeutet: „Auferstehung des Fleisches”? Ist das nicht Materialismus? Sollte es nicht heißen: „Auferstehung des Leibes” oder eigentlich „der Seele”?
Antwort: Auferstehung des Fleisches hat einen guten Sinn. „Fleisch” bedeutet in der Bibel ja das Irdische. Das Wort wendet sich gegen den falschen Spiritualismus, d. h. gegen eine Denkweise, die nur den Geist gelten lassen will und die Materie verachtet, gegen einen Idealismus, der die Realität übersieht oder verklärt, besonders auch gegen die Denkweise der Griechen, welche nur die Seele in ein Jenseits retten wollte, in die Unsterblichkeit hinein. Es verkündet den vollen Realismus des Evangeliums. Dieses kennt, wie wir gesehen haben, nicht eine „Unsterblichkeit der Seele”, sondern eine Auferstehung. Seine Verheißung ist die Auferstehung alles Lebens und aller Wirklichkeit, eine Welt des Lebens und des Sieges. Eine Osterwelt. Und es gehört zu dem: „Ich glaube an ein ewiges Leben.” Denn „ewiges Leben” bedeutet im Neuen Testament nicht das Jenseits des Grabes, sondern das Leben des Reiches Gottes. Wer an dieses glaubt, der glaubt an ein Leben Gottes, das in diese Welt des Todes hereinbricht und sie in eine Welt des Lebens verwandelt, und er schaut freilich über diese Welt des Todes hinaus und durch sie hindurch auf den lebendigen Gott, in dem aller Tod zum Leben wird.
Frage: Wie sollen wir uns die Ueberwindung des Todes denken? Wo sind die Toten? Und was ist ihr Zustand? Ich meine die in Christus Gestorbenen.
Antwort: Die Ueberwindung des Todes geschieht im Großen durch das Kommen des Reiches. Er ist nach dem Apostel „der letzte Feind”, den es besiegt. Der Einzelne aber überwindet ihn durch die Kraft des Reiches, durch die Verbindung mit dem lebendigen Gott und dem lebendigen Christus.
Frage: Schon jetzt?
Antwort: Ja, schon jetzt, im Geiste.
Was aber die Frage nach dem Ort und dem Zustand der Toten betrifft, so ist zu antworten: Sie sind bei Gott. Sie ruhen in ihm, aber sie leben in ihm, wachsen in ihm, entscheiden sich weiter; sie kämpfen, leiden mit ihm und mit uns für das kommende Reich – zwei Heere.
Frage: Ist dieser Glaube nicht schwer?
Antwort: Er ist so schwer und so leicht als der Glaube an den lebendigen Gott und sein Reich.
Frage: Bezieht sich die „Auferstehung des Fleisches” bloß auf den Menschen und seinen Leib?
Antwort: Es bezieht sich auf alle Wirklichkeit. Auch auf die Natur.
Frage: Auch auf die Tiere und Pflanzen? Oder gar die Steine?
Antwort: Auf alles, schlechthin alles! Nichts, aber auch nichts soll für immer der Zerstörung und dem Tode verfallen. Alles soll zum Leben, zur Erfüllung, zu Gott gelangen. Zum Glauben an das Reich Gottes gehört der Glaube an die Wiederbringung aller Dinge.
Frage: Kann man sich das vorstellen?
Antwort: Ein wenig, durch die Phantasie. Aber es muß nicht alles vorstellbar sein. Wir brauchen auch nicht alles zu wissen und müssen uns vor Phantastik hüten. Wir haben anderes zu tun. Unsere Aufgabe, wie unsere Hoffnung ist die Gerechtigkeit des Reiches Gottes.
Frage: Ist in die Hoffnung auf die Wiederbringung aller Dinge auch die auf das Heil für alle Menschen eingeschlossen – alle? Auch für die vor und nach Christus ohne den Glauben an ihn Gestorbenen? Auch für die Gottlosen? Auch für die Bösen?
Antwort: Die Hoffnung gilt für Alle, ohne Ausnahme. Aber die Erfüllung ist nicht automatisch zu denken. Es bleibt auf allen Stufen die Freiheit der Entscheidung für oder wider Gott. Aber das ist die Paradoxie des Glaubens, daß ihm das, was ungewiß bleibt, gewiß ist. Wer es fassen kann, fasse es!
Frage: Auf welcher biblischen Grundlage ruht diese Hoffnung?
Antwort: Auf der ganzen Bibel. Es ist eine notwendige Folgerung aus dem Glauben an das Reich. Aber auch auf vielen einzelnen Stellen, besonders auf Römer 8, 18-25.
Frage: Aber ist sie nicht phantastisch?
Antwort: Sie ist so phantastisch wie der lebendige Gott, der doch die einzige wirkliche Wirklichkeit ist.

almira foto

Wir hoffen, der Himmel
Wird nach dem Getümmel
Uns wieder mit freudigen Blicken begrüssen,
Verzuckern versüssen
Die bittere Pein,
Und lassen das Leben,
So Amor gegeben,
Verewiget seyn!

We hope that heaven
Will welcome us with joy
After all our tribulations
Will sugar, will sweeten
The bitter pains,
And let us live our lives,
As given by Cupid,
Forever more!

Joseph von Eichendorff
O Täler weit, o Höhen,
O schöner, grüner Wald,
Du meiner Lust und Wehen
Andächtger Aufenthalt!
Da draußen, stets betrogen,
Saust die geschäftge Welt,
Schlag noch einmal die Bogen
Um mich, du grünes Zelt!

Wenn es beginnt zu tagen,
Die Erde dampft und blinkt,
Die Vögel lustig schlagen,
Daß dir dein Herz erklingt:
Da mag vergehn, verwehen
Das trübe Erdenleid,
Da sollst du auferstehen
In junger Herrlichkeit!

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.