Ökumene Nein & Ja

Im Wortlaut: Gemeinsame Erklärung von Franziskus und Kyrill
♥ ♥ ♥ MUL MANTRA – Snatam Kaur – SOMOS UNO…WE ARE ONE ♥ ♥ ♥
Snatam Kaur – By Thy Grace
Snatam Kaur – The Sun Shines On Everyone
Snatam Kaur……..Bendición de tu madre
Spanien unter dem Halbmond Al Andalus
Heinz Rudolf Kunze – Jeder bete für sich allein
Die Vertreibung aus dem Multikulti-Paradies ist in vollem Gange

syria

Es gibt einen Kultus im Sinne der Religion
und es gibt einen Kultus im Sinne des Reiches

M. Das Verhältnis zwischen beiden Formen ist so: Im Sinne der Religion ist der Kultus die Hauptsache und das Reich Gottes, soweit man in dieser Sphäre davon reden darf, bloss Anhang, in der Gemeinde des Reiches ist dieses die Hauptsache und der Kultus
bloss Anhang.
J. Bloss Anhang?
M. Das ist vielleicht, ich gestehe es, ein zu geringschätzig klingendes Wort. Ich meine: als
A u s d r u c k des Glaubens an das Reich und sogar des Reiches selbst, als Hinweis darauf, als Stärkung im Glauben daran und im Dienste daran haben Wort, Lied, Gebet eine grosse Bedeutung. Auch die rechte gottesdienstliche G e m e i n s c h a f t an sich hat ihren Sinn und Wert. Ihr gilt im Speziellen, was von der V o l l m a c h t der Gemeinde überhaupt gesagt worden ist.
J. Gilt das auch von den S a k r a m e n t e n? Auch von Taufe und Abendmahl?
M. Vielleicht. Es gilt jedenfalls, dass gerade im Reiche Gottes G e i s t i g e s und M a t e –
r i e l l e s nicht so geschieden sind wie in der Religion, im Gegenteil, Geist und Materie,
Unsichtbarkeit und Sichtbarkeit zusammengehören. Ich nenne das den heiligen Materialismus der Bibel und des Reiches Gottes. Weil man den vergessen hat, ist der unheilige
gekommen. Von hier aus eröffnen sich neue Perspektiven auf die Bedeutung des Sakraments. Es ist heute tot, trotz allen mühsamen Belebungsversuchen, aber es mag eine
Auferstehung erleben. Vom Reiche her. Es gilt auch davon, was von allem Gesagten gilt: „Trachtet zuerst nach dem Reiche Gottes und seiner Gerechtigkeit, so wird Euch solches zufallen: Wort, Gebet, Lied, Sakrament, auf andere Weise aber niemals.“

M. Ich verweise Sie auf die Bibel. Dort steht der Kampf zwischen Gott und der Religion im Mittelpunkt. Die R e l i g i o n pflegt sich selbst; die Religion baut Tempel und Altäre; die Religion fordert Opfer; die Religion hüllt Gott in ein Geheimnis, das nur der Priester oder Schriftgelehrte kennt; die Religion führt von der Welt ab ins Jenseits – G o t t fordert Gerechtigkeit (im umfassenden Sinn); Gott will nach dem Propheten Liebe und nicht Opfer; Gott will den Menschen und sein Recht, will den Bruder und sein Recht, er will ganz besonders das Recht des Schwachen und Geringen; Gott will die Welt, freilich eine durch
sein Gesetz und seine Erlösung verwandelte Welt.

Der Kultus ist ein Greuel vor Gott ohne die Gerechtigkeit seines Reiches.
Jeder Kultus, auch Messe und Abendmahl. Jedes Bild – auch das Kruzifix !

J. Sollte es denn nur e i n e Gemeinde geben?
M. Wieder Nein und Ja. Es darf schon Gemeinden geben, aber nur als Ausdruck d e r
Gemeinde. Es gibt nur e i n e Gemeinde des Reiches.
J. Also würden wie die Kirche, so die Konfessionen und sogar die Religionen in dieser
Gemeinde aufgehen?
M. Allerdings. Und das ist die einzige Möglichkeit der E i n i g u n g  d e r  M e n s c h h e i t.
Es ist auch das, was die Bibel meint. Davon zeugt besonders das Wort Christi aus seinen letzten Gesprächen mit den Jüngern: „Ut omnes unum sint“, „Auf dass sie alle eins seien“. Johannes 17,21

J. Sie sind also für ö k u m e n i s c h e  B e w e g u n g ?
M. Nein und Ja. Nein, soweit diese eine blosse Zusammenfügung und Ausgleichung der Gegensätze sein will, solange sie, anders gesagt, die Einheit auf dem Weg der R e l i g i o n herbeiführen will. Diese Einheit ist unerwünscht und unmöglich. Ja, insofern es der Weg des R e i c h e s ist; ja, auf dem Wege der G e m e i n d e. Dies ist der einzige Weg. Diese Eine Gemeinde ist und wird sein und s i e hat die Vollmacht des Reiches. Freilich geht auch dieser Weg in die Richtung des Wegweisers: „Trachtet am ersten nach dem Reiche Gottes und seiner G e r e c h t i g k e i t, so wird Euch auch die Eine Gemeinde zufallen.“

J. Wo ist Sekte statt Gemeinde?
M. Ich habe die Antwort schon gegeben. Überall da, wo die Gemeinde sich selbst sucht statt das Reich. Doch muss ich hinzufügen: Überall da, wo man ein Stück der Wahrheit des Reiches aus dem Ganzen herausschneidet, es totalisiert, von der ganzen Wahrheit trennt. Der lebendige Gott und sein Reich kennen keine Sekte.

 

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