DDR Sozialismus

„Wenn die DDR ein saurer Apfel war, dann ist die BRD ein fauler“ Peter Hacks
Die Unwissenheit läßt die Völker nicht nur in Schlaffheit versinken, sondern erstickt in ihnen selbst das Gefühl der Menschlichkeit. Helvétius

Monatsmiete für ca. 40-m²- Altbau mit Ofenheizung   25,- Mark
Monatsmiete für 55-m² Altbauwohnung                            28,- Mark
Monatsmiete für 58-m²-Neubauwohnung                        70,- Mark
Monatsmiete für Studentenzimmer                                    10,- Mark

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Ideologien über Konsum und Konsument
in der Marktwirtschaft






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Am Strand“ von Walter Womacka, 1962



Dederon Mode






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Kartoffelernte








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kunst
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Reinholdshain










DDR Kunst
DDR Rock
Chris Doerk Fanpage
Chris Doerk & Frank Schöbel
Chicorée – Kaefer Auf’m Blatt (live) DDR, 1987
Bayon – Stell dich mitten in den Regen 1972
Chris Doerk – Die Rose von Chile (Weltspiele der Jugend 1973)
35 Fotos, auf denen Ostdeutschland seine hässliche Fratze zeigt
Chris & Frank und ihre Musik 12_Dieses Land_Auschnitt vom 26.12.1972
Chris – Dieses Land
Chris Doerk – Die Rose Von Chile
Sonja Schmidt – Ein Himmelblauer Trabant [1971]
Mocca-Milch-Eisbar
Das Riverboat unserer Legenden HD
Das Riverboat unserer Legenden Erinnerungen aus 27 Jahren
AMIGA – der Sound der DDR (mdr-Doku 2017)
Amiga – der Sound der DDR
Unser Chemnitz und Karl-Marx-Stadt
Ein Kessel Buntes Spezial 2017
Nina Lizell und Chor der DDR-Schlagersänger: „Dankeschön“ | Musik & Show | MDR
Frank Schöbel – die Jubiläumsgala
Wildwest bei der Wismut
Petticoat und Planerfüllung Frauen im DEFA Film
Kalaschnikow und Doppelkorn Männer im DEFA Film
Fidel Castro en la Republica Democratica Alemana, 1972
VIII Turn- und Sportfest der DDR 1987 in Leipzig
Mit Jan und Tini auf Reisen: Bei den Straßenbahnen [DDR 1988, Dresden Tatra T4D]
Jan und Tini auf Reisen in Karl-Marx-Stadt
Winter 1979 in Warnemünde
Werbung der DDR 1958-1970
Sozialistische Wohnträume in Ost-Berlin
Krieg der Bauten – Der Wettkampf der Architekten im geteilten Berlin DDR
Langversion: Egon Krenz im Interview
Auferstanden Aus Ruinen – DDR Anthem English Translation
Bilder aus der DDR
Kindheit früher
Der Mensch muss auch Wohnen (Fernsehen der DDR, Studio Halle 1969)
Altersarmut in der BRD – ein Merkmal kapitalistischer Menschenverachtung
Die ehemalige Pionierrepublik „Wilhelm Pieck“
Immer bereit Junge Pioniere in der DDR Doku 2016
Immer lebe die Sonne – Пусть всегда будет солнце
Geh voran, Pionier! Die DDR und ihre Kinder
Die Kinder des Ostens – TEIL 1 – Meine Freiheit
Kinder des Ostens 2 3) Meine Schule (Doku)
Kinder des Ostens 3 3) Meine Freiheit (Doku)
Fernsehunterhaltung im Osten 1954 – 1993
Unterhaltung im DDR Fernsehen 1962 – 1992
DEFA – Es werden ein paar Filme bleiben . . . [DOKU] (mdr 1996)
Helga Göring Die Stars des DDR-Fernsehens
Pionierlied – Unsere Heimat
Immer lebe die Sonne – Пусть всегда будет солнце
DDR-Kinder gefilmt 197x bis heute… (Elke)
DDR-Kinder gefilmt 197x bis heute… (Ilona)
DDR-Kinder gefilmt 197x bis heute… (Gudrun)
DDR-Kinder gefilmt 197x bis heute… (Petra)
DDR-Kinder gefilmt 197x bis heute… (Christian)
DDR-Kinder gefilmt 197x bis heute… (Juergen)
DDR-Kinder gefilmt 197x bis heute… (Winfried)
Hitlers Kinder Verführung Teil 1
Hitlers Kinder Hingabe Teil 2
Hitlers Kinder Zucht Teil 3
Hitlers Kinder Krieg Teil 4
Hitlers Kinder Opferung Teil 5
Die DDR streitet über die Ausweisung von Künstlern und Intellektuellen
Wie kam es zum Mauerfall? Die kommunistische Dokumentation
Neonazis in der BRD – Was Honecker 1989 dazu zu sagen hatte
Erich Honecker – ARD-Interview 1991 Moskau
Tagesdosis 2.10.2017 – Einheitsheuchelei
Erich Mielke Meister der Angst DDR Stasi Chef 2017 HD
Wie Berlin mit den Opfern des Kommunismus umgeht
Joachim Gaucks Rede zeigt: Die konservative Revolution ist eingeleitet
Der Schwarze Kanal – DDR Propaganda – Karl-Eduard von Schnitzler
Karl-Eduard von Schnitzler – 1999 – TV-Sendung “Ich stelle mich“
13. August 1961 Sondersendung zur Errichtung der Mauer in Berlin
Die undemokratische Entstehung der BRD
Gedanken im Zug – Zwischen Brest und Moskau
Oktoberklub – Was wollen wir trinken
Beat und Lipsi in der DDR 1964 & 1959
7. 10. 1949- Gründung der DDR (2016)
Modell DDR: Honeckers Ausländerpolitik war viel besser als die der BRD!
Zum Tag der Trauer – Das kalte Herz
Henryk M. Broder: „Deutschland geht den Bach unter“ -18.12.2016
Broder: 15 Mio. Ossis nicht integriert
Henryk M. Broder zur Bundestagswahl 2017
In der BRD gab es 289 Kältetote seit 1990 – in der Ex-DDR gab es KEINE Kältetote
Das Leben im Sozialismus (Lebenshaltungskosten)
Preisliste von DDR Erzeugnissen, Preise in der DDR
Preise verschiedener Waren und Dienstleistungen in der DDR
Einzelhandelsverkaufspreis
Wohnverhältnisse der DDR – Audios und Videos
DDR bis 12.April 1990 in schwarzen Zahlen
Beutezug Ost oder die Übernahme der DDR
Warum Geräte aus dem Osten heute noch funktionieren
Was jeder über die Annexion der DDR wissen sollte…
Das Gespenst der DDR – oder die Angst vor der (N)ostalgie…
Ein Industriestaat wird zertrümmert
War die DDR 1989 pleite?
Ein Gespräch mit Margot Honecker
Die Abiturienten in der DDR mussten nebenbei eine Berufsausbildung machen.
Wie Deutsche in sowjetischer Kriegsgefangenschaft
schufteten litten und dennoch überlebten

Die Rheinwiesenlager
Rheinwiesenlager: Der vergessene Völkermord der Alliierten an den Deutschen
DDR-Kabinett-Bochum – Information – Diskussion – Hintergründe
Offener Brief: Gregor Gysi
Heinz Keßler: Die letzten Tage der SED und der Deutschen Demokratischen Republik
9. November 1989: Plan- und kopflose Maueröffnung
Egon Krenz: Ich wollte eine Perestroika – Wende und eine bessere DDR
Es gab keinen Zusammenbruch der DDR – sondern es war eine Konterrevolution
Beschleunigung der Konterrevolution in der DDR
Duma überprüft „Annexion“ der DDR durch die BRD
Bärbel Bohleys erstes Interview in einem DDR-Medium
DDR, Heimatland – Es lebe die sozialistische Revolution!
17. Juni 1953 – DDR Volksaufstand
Was geschah wirklich am 17. Juni 1953 und wie kam es dazu?
Die Jugendweihe der DDR
Der Sozialismus war und ist lebensfähig!
Gemeinschaft und Kollektiv im Sozialismus
Porträt Schauspieler Winfried Glatzeder
Lachen mit Eberhard Cohrs
Eberhard Cohrs – Witze und Sketche Nonstop 1961 – 1998
Damals war’s
«Blaue Pferde auf rotem Gras»
Michail Schatrow Blaue Pferde auf rotem Gras
Filmabend Fräulein Schmetterling (DEFA 1965)
Ein Tag im Leben der DDR
OPEN MEMORY BOX

„Sag mir wo Du stehst“ von 1967
Sag mir, wo du stehst.
Sag mir, wo du stehst.
Sag mir, wo du stehst,
und welchen Weg du gehst.
Sag mir, wo du stehst.
Sag mir, wo du stehst.
Sag mir, wo du stehst.
Und welchen Weg du gehst.
Zurück oder Vorwärts, du musst dich entschließen.
Wir bringen die Zeit nach vorn Stück um Stück.
Du kannst nicht bei uns und bei ihnen genießen,
denn wenn du im Kreis gehst, dann bleibst du zurück.
Sag mir, wo du stehst.
Sag mir, wo du stehst.
Sag mir, wo du stehst,
und welchen Weg du gehst.
Du gibst, wenn du redest, vielleicht dir die Blöße,
noch nie überlegt zu haben, wohin.
Du schmälerst durch Schweigen die eigene Größe,
ich sag dir, dann fehlt deinem Leben der Sinn.
Sag mir, wo du stehst.
Sag mir, wo du stehst.
Sag mir, wo du stehst,
und welchen Weg du gehst.
Wir haben ein Recht darauf, dich zu erkennen.
Auch nickende Masken nützen uns nichts.
Ich will beim richtigen Namen dich nennen
und darum zeig mir dein wahres Gesicht.
Sag mir, wo du stehst.
Sag mir, wo du stehst.
Sag mir, wo du stehst,
und welchen Weg du gehst.
Songwriter: Hartmut König

Unterhaltung DDR-Fernsehen – Volksmusik
Herbert Roth & Waltraut Schulz 1977 (Vol.3)
Herbert Roth & Waltraut Schulz – Medley 1980

Zu jW v. 30./31. Dez. 2017/2. Jan. 2018: »Wo ist das alles geblieben?« und »Kein Bluff«
Wo ist das alles geblieben? Kein Bluff
Hohe Anerkennung für die Darstellung der Leistungen der DDR, des ersten Arbeiter- und Bauernstaates auf deutschem Boden, in dem das Pro-Kopf-Einkommen Ende der 1980er leicht unter dem Großbritanniens und weit über Spanien lag und der wesentlich umfangreichere Sozialleistungen und soziale Dienste als im Westen (…) gewährte. Zu berücksichtigen ist dabei, dass die DDR arm geboren und in ihrer Existenz tagtäglich bekämpft worden ist. (…) Neuere Schätzungen ergeben, dass der DDR seit 1949 durch die BRD und Westmächte Schäden und Verluste in Höhe von weit mehr als 2,5 Billionen DM zugefügt worden sind, darunter durch Zahlung der Reparationen auch für Westdeutschland in Höhe von 99,1 Milliarden DM (…), Ausbildungskosten für 1,5 Millionen in den Westen abgewanderte Facharbeiter, Ingenieure und 14.000 Ärzte, Verluste durch Embargo, Handelsbeschränkungen, Rohstoffmangel und ineffektive Industriestruktur, verhinderte weltweite Arbeitsteilung, Aufwendungen gegen Spionage und Sabotage (…), für den Grenzschutz, darunter den Mauerbau, der vorwiegend wegen der feindlichen Haltung der BRD gegenüber der DDR notwendig wurde. Im Gegensatz dazu hat z. B. allein Westberlin in den 1950er Jahren etwa eine Milliarde Dollar von den USA als Geschenk nur für den Wiederaufbau erhalten. Das Schweigen zu den Errungenschaften und Leistungen der DDR bzw. ihre Verteufelung ist eine der größten Untaten der Linken – nun fast völlig von Westkräften beherrscht (…). Antikapitalistisches Gerede ist ohne die Anerkennung der DDR reine Heuchelei und ausweglos. Neue Impulse, Gerhard Ulbrich

Bei aller Kritik, die an der falschen Darstellung der DDR durch den Westen berechtigt ist, muss man die Kritik an den Verhältnissen in der DDR dort anbringen, wo sie vernünftig ist. Ein Lohnsystem und die „Gewährung“ von Sozialleistungen sind Instrumente des Kapitalismus. Diese wollten die Machthaber der DDR nicht aus der Hand legen. Dass Geld nicht die Lösung, sondern für die meisten Menschen ein Übel ist, wusste schon Marx. Und dass bei effektiver Produktion für Bedürfnisse- statt für Gewinn- gar keine Sozialleistungen nötig sind, das muss auch mancher Linker noch lernen … Wäre es nicht hilfreich gewesen, gerade durch eine direkte Anteilnahme der Arbeiter an der Planung gute Gründe zu schaffen, welche Arbeiter veranlassen, selbst gegen diese reaktionären Kräfte vorzugehen? Rene Wolf FB

 

Kernpunkt der Verleumdung der DDR-Wirtschaft ist eine angeblich extreme Verschuldung gegenüber kapitalistischen Staaten. Eine realistische Aussage über den wirklichen Stand der Verschuldung wurde nach langjähriger Arbeit durch die Deutsche Bundesbank gegeben. (Siehe Infografik) Die DDR hatte 1990 bis zur Auflösung Kunst- und Kulturschätze,
Maschinen, Fabriken, Bodenschätze, Immobilien, Seen, Wälder und Land im Wert mehrerer Billionen Dollar, sowie nebenbei auch einige Goldreserven etwa 60 Tonnen. Und sie hat bis zuletzt alle Löhne und Renten zahlen, alle Kredite und Zinsen bedienen konnte und war nie zahlungsunfähig, nie überschuldet und nie kreditunwürdig, wie oftmals behauptet wird. Die Lüge, dass die DDR angeblich Pleite war geht vor allem auf das sogenannte Schürer-Papier von 1989 zurück. In welchem Gerhard Schürer unter anderem behauptete, dass die Auslandsschulden der DDR 49 Milliarden DM betrugen. Gerhard Schürer korrigierte 1990 selbst seine Analyse vom Oktober 1989: „Die Auslandsverschuldung der DDR war mit 20,3 Milliarden DM um mehr als die Hälfte niedriger, als wir im Oktober 1989 ausgewiesen haben.“ Tatsächlich betrugen die Auslandsschulden der DDR nach der Bilanz der Deutschen Bundesbank aus dem Jahr 1999 – lediglich 19,9 Milliarden Valutamark. De facto war die
sozialistische deutsche Wirtschaft solider, als die Kapitalistische und konnte einen konstanten Wachstum verzeichnen im Gegensatz zur Krisen geschüttelten Wirtschaft der BRD.
Quellen:
http://www.mdr.de/damals/ddrpleite104.html
http://de.ddr2.wikia.com/…/Pleitel%C3%BCge_%C3%BCber_die_DDR


steuergelder halten die flugzeuge von condor in der luft. steuergelder halten die ice’s der deutschen bahn auf der schiene, steuergelder halten die briefe der deutschen post in der zustellung. steuergelder bauen die mobilfunknetze der deutschen telekom aus, steuergelder verlegen die glasfaserkabel von unitymedia und vodafone, steuergelder retteten die komplette finanzwirtschaft und die banken, steuergelder kaufen aufgrund von wohnungsknappheit gerade ehemals kommunale wohnungen für milliarden euro von privatkonzernen zurück, die denen vor jahren für wenige milliönchen überlassen wurden.
steuergelder bauten die autobahnen, die demnächst in privatwirtschaftliche hände übergehen sollen, die damit milliarden scheffeln werden…
„steuergelder“ sind eine metapher für: lebenszeit. für UNSERE lebenszeit, die wir alle jeden tag hergeben – im austausch für die bezüge von privatwirtschaftlichen konzernvorständen. die sich ihrerseits politmarionetten kaufen, die dann dafür sorgen, dass erstgenannten unsere steuergelder zugehen. während jedoch das marketing dieses wirtschafts- und gesellschaftssystems auf der
forderung: „WENIGER STAAT!“ basiert. ich naiver, staatswirtschaftlich-sozialistisch geprägter ddr-bub hatte jetzt 30 jahre zeit, mir den kapitalismus anzuschauen. und muss sagen: ein wahrhaft überlegenes system. nur halt nicht für JEDEN. 🤷‍♂️

Und der böse DDR-Kommunismus ist ökonomisch den Bach runter gegangen, weil ja alles, inkl. der Arbeistsplätze (heute nennt sich das H4 und ‚Aufstocker‘) vom Staat subventioniert (also aus Steuergelder bezahlt) wurde. Aha.🤔

Markus Gelau ist er übrigens nicht, der sozialismus (kommunismus gab es zu keiner zeit): die ddr war weder pleite, noch den bach runter. ganz im gegenteil. der arbeiter- und
bauernstaat schaffte es, innerhalb von 3 jahrzehnten zur führenden ökonomischen macht eines eigenen, riesigen wirtschaftsraumes und gesellschaftssystems aufzusteigen.
aus eigener kraft und aus ruinen. und: ganz ohne raubtierkapitalismus, konzerne, pharmaindustrie, interessensbünde und lobbyisten. das märchen von der überschuldeten ddr,

die wirtschaftlich am ende war…ist längst dank fakten widerlegt.

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Wissenschaftlicher Sozialismus ist kein Dogma, sondern eine wissenschaftlich untemau-
erte Weltanschauung. Wissenschaft ist nicht dazu da, Auffassungen einzelner Politiker zu bestätigen, sondern Politiker sind dazu da, in die Wirklichkeit umzusetzen, was wissenschaftlich fundiert ist. Dazu gehören Volksnähe und keine „Wandlitze“, moralische Sauberkeit und kein ungerechtfertigtes Privileg, Annerkennung und Befolgung der historischen Lehre, daß niemand Alleineigentümer der Wahrheit ist noch unkontrolliert Alleineigentümer der Macht sein darf. Mit Idealen und Bibelsprüchen ist noch kein Krieg verhindert, ist noch niemand satt gemacht, gekleidet, gebildet und mit ordentlicher Bleibe versorgt
worden.

„Runde Tische“ und Bürgerkomitees haben sich mit allen Rechten, die in der BRD niemandem zustehen, z.T. bewährt. Kunst, Kultur und Literatur der Deutschen Demokratischen Republik: Sollen sie in einem Einig-Vaterland vor der Tür bleiben? Ich rede keinen neuen Subventionen das Wort. Aber vieles was unser Staat gefördert hat, trägt Vorbildcharakter für alle Deutschen. Billiges Leben und Essen in Kindergärten, in Schulen und in der Mensa, soziale „Kontrolle“, Kinderschutz, Abtreibungsrecht, Mieterschutz, Sorge um Mütter, Familie, Alte, Jugendliche – ich kenne Fakten und Diskussionen über Mißachtung und Mißhandlung der Wehrlosesten in der BRD … Wir haben Verwundungen davongetragen, aber wurden nicht verformt, sondern haben Begabungen, Tugenden und Verhaltensweisen ausgeprägt. Die Deutsche Demokratische Republik darf nicht würdelos in der Geschichte verschwinden und in Vergessenheit geraten. Sie wird keine „Fußnote“ der Geschichte sein.

Es bewahrheitet sich: Wer von prinzipiellen Positionen abgeht, gerät in den Bann rückständiger Strömungen. Wer das Kleingedruckte nicht liest und Angebote nicht durchschaut, findet sich mit der BRD wieder in einer Gesellschaft mit beschränkter Hoffnung. Wer das Brandenburger Tor zu einer gesamtdeutschen Walstatt herabwürdigt, zwingt zu Fragen: Bedingungs – und gedankenlos fürs Vaterland der DM? Wird der Kosumrausch alle ethischen Werte hinwegfegen und alle Moral? Werden Autos, Stereo und Waschautomaten zum Sinn des Lebens? Wird der Bau von Autostraßen und Autobahnen zum Schwerpunkt des Bauschaffens, zur Zerteilung und Vergiftung der Natur? Wird „Ideologie“ wertfrei zur Denunziation, „Sozialismus“ zum Schimpfwort, „Genosse“ zum Straftatbestand? Die Menschheit ist um eine Hoffnung ärmer.

Nun werden Schlösser, Dome und Kirchen in den neuen Ländern restauriert. Nicht ganz soviele wie von der DDR, aber immerhin: Man hat eine Liste „erhaltenswerter Kulturgüter“ angefertigt (die Rückverfrachtung zweier toter Preußenkönige eingeschlossen). Der Millionenhilfe aus dem Westen stehen 4,2 Milliarden Mark gegenüber, die die Deutsche Demokratische Republik einst in die Kulturszene fließen ließ. Auch die Kombinate und die Gewerkschaften, Genossenschaften, Städte und Gemeinden hatte ihre Kulturfonds. Da bekamen Maler, Bildhauer und Komponisten Aufträge und hatte gute Arbeitsbedingungen, billige Ateliers und interessierte Teilnehmer in Stadt und Land… Die Stiftung „Kulturfonds“ in Berlin hat eruiert, daß Schriftsteller und bildende Künstler die am meisten existentiell bedrohte Gruppe stellen. Maler, Grafiker und Gestalter seien „sozial stark abgerutscht“. Ein beträchtlicher Teil von Schriftstellern und Künstlern bewege sich in der „Geringfügigkeitsgrenze von 250,-DM pro Monat“. Durch die Schließung von Kulturhäusern und Diskotheken kündige sich bei Unterhaltungskünstlern ein „Trend zum Null-Verdienst“ an. Und die Bevölkerung? Wir hatten das Bedürfnis nach Kultur geweckt. Museen und Theater waren gut besucht, Bibliotheken von Ausleihbüchern entleert, neue Bücher im Handumdrehen vergriffen. Jetzt dreht man – nach Abzug erhöhter Lebenskosten, Mieten, Versicherungsprämien, Fahrgeldern und anderen Tarifen – die Groschen um, die vom geschrumpften Einkommen bleiben. Bedürfnis? Ja. Erfüllung: Überwiegend nur für Reiche.

WORTE ZUM SONNTAG ODER WANN IMMER ZEIT IST ZUM NACHDENKEN UND STREITEN

Ist unsere Erde mit der weltweiten Schwächung des Sozialismus nun in Ordnung?
Im Gegenteil. Sie ist noch mehr aus den Fugen geraten.

Sind wir Menschen mehr als früher an der res publica beteiligt, am Staat, an den öffent-
lichen Angelegenheiten? Im Gegenteil. Nach Fehl – und Mißwahl sind andere, aber nicht mehr beteiligt.

Gibt`s keine Willkür mehr? Im Gegenteil. Die Mehrheit ist neuem Bürokratismus ausge-
liefert, der Unsicherheit preisgegeben, der Willkür von Ämtern, Gesetzgebern, Bürokraten und Journalisten.

Wenn man „die Macht anderen überlassen“ soll: Bleibt einem dann nicht selbst
die Ohnmacht?

„Der Klügere gibt nach“? Heißt das nicht, dem Dümmeren das Feld zu überlassen?

In Revolutionen fließt oft unschuldiges Blut. Weit schlimmer aber ist das Meer von Blut und Tränen, das zur Revolution führt und von ihr trockengelegt werden soll.

Die „deutsche Frage“ lösen, ist doch wohl nicht möglich ohne Lösung der sozialen Frage.

„Eigentum verpflichtet!“ Welch schönes Verfassungsgebot. Aber es fehlt die Aussage:
Wozu? So verpflichtet es zu gar nichts, außer: Durch Profit das Eigentum zu vergrößern.

In der „maroden DDR-Mißwirtschaft“ mußten die Menschen nach Bananen anstehen.
In der „sozialen Marktwirtschaft“ stehen sie nach Arbeit, Wohnung und Sozialhilfe an.

40 Jahre lang hatten wir langweiligen Unterricht in Kapitalismus. Jetzt durchleben wir
das Praktikum.

Für Bier gibt es ein Reinheitsgebot. Wann wird ein solches für Politiker und Journalisten erlassen?

Nehmen Sie Treuhand! (Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie die Betroffenen.)

Aktenberge in der Normannenstraße sind zu einem großen Teil schlimm. Aber nicht zu vergleichen mit Aktenbergen im Amt für Verfassungsschutz und Leichenbergen auf Schlachtfeldern.

Reiche sind arme Leute mit Geld.

Nicht der ist der Held, der schlägt, sondern der, der es erträgt.

Als Kain seinen Bruder Abel erschlug, ging er nicht als Held in die biblische Geschichte ein. Ich werde nicht zum christlichen Glauben finden. Sowenig wie Wendehals bin ich Konvertit. Aber ich darf viele Christen „Bruder“ nennen, die Gott und seine Gebote, Christus und seine Lehren ernst nehmen und nicht verzagen, wenn um deren Verwirklichung, wenn um Gerechtigkeit auf Erden nun schon 2000 Jahre lang gerungen wird. Das Gemeinsame überwiegt bei weitem. Bei gegenseitiger Toleranz sind wie Verbündete und Freunde.
Jesu Gleichnisse Zwei Brüder

Und da soll ich aufgeben? Nach dem neuen „Zeitgeist“: Vom Wir zum Ich. Meine Sichten und Einsichten werden heute nicht viel bewegen. Aber sie müssen offen gelegt werden – mit ihren Wahrheiten und Irrtümern, ihrem Mut zur Differenzierung, ihrer Ablehnung jeglicher Pauschalisierung, jeglicher Gewalt, die man der Geschichte und den Menschen antut, die das Beste gewollt haben und wollen. Das Schlimmste sind Dinge, die man nicht getan hat. Ich blicke auf ein sinnerfülltes Leben zurück, das mir die Kraft gibt, aus der Niederlage moralischen Gewinn zu ziehen. Wer etwas weiß und zu sagen hat, darf nicht schweigen. Denn das Leben besteht nicht nur aus Vergangenheit und Gegenwart. Und Zukunft ohne Wurzeln in Vergangenheit und Gegenwart ist keine Zukunft… Unsere Zeit scheint reif, daß wir an die Erarbeitung eines neuen Kommunistischen Manifests gehen – mit ersten Überlegungen, ersten Schritten, von denen einige sicherlich wieder zurückgenommen werden, ersten Sätzen und Thesen, die von vielen vielerorts niedergelegt werden.

»Der Osten wird vom Westen verwaltet und beherrscht«
Woran machen Sie das fest? Zumindest bis 1989/90 unterschied sich die DDR politisch und ökonomisch ganz grundsätzlich von Japan und der Schweiz.
Natürlich. Allerdings erlebte ich in eben diesen Ländern ein Gemeinschaftsgefühl, ein
kollektives Selbstbewusstsein und einen solidarischen Zusammenhalt auf eine für mich vergleichbare Weise. Das mag widersprüchlich scheinen. Gerade die Schweiz ist berühmt für ihre Finanzeliten und Kartelle, hier haben sich die größten Ganoven der Welt niedergelassen und stärken mit ihrem geraubten Kapital das hiesige Bankenwesen. Aber in den
sozialen Feldern dominiert kein bürgerlich-elitäres Denken wie etwa in Westdeutschland und auch kein erkennbarer Ehrgeiz der Bourgeoisie, Reichtum demonstrativ auszustellen.
Sie werden auf der Straße in Zürich unter den Fußgängern nicht unterscheiden können, wer Multimillionär und wer ein kleiner Behördenangestellter ist. In Japan ist es ähnlich.

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Goog


Einen schönen Sonntag sowie einen
kämpferischen 1. Mai! Zeigt ihnen
wo wir stehen und laßt die Rote
Fahne im Winde wehen.

Honigfrauen II Trailer deutsch
Interview mit „Honigfrauen“-Star Sonja Gerhardt
SONJA GERHARDT ÜBER DEUTSCHLAND 83
„Ich war gern DDR-Bürger!“ – DDR-Popstar Tino Eisbrenner im Gespräch

die afd ist übrigens mittlerweile im gesamten osten (thüringen, sachsen, sachsen-anhalt) die zweitstärkste kraft. sie wird es zur stärksten kraft schaffen. und nicht nur im osten.
die große mehrheit der sachsen hat mit nazis nichts am hut, seid versichert. aber was sie WIRKLICH bewegt, erfährt man nur, wenn man mit ihnen redet. „der ossi an sich“ fühlt
sich (in vielen beziehungen berechtigt) seit der wende als deutscher zweiter klasse.
seit nun mehr 30 jahren (also einer kompletten generation!) wird auf ihn herabgesehen.
auf ihn, den einzigen deutschen, der jemals aus EIGENER KRAFT seine machtmissbrauchende elite abschüttelte. einfach, indem er aktiv wurde und laut. denkt ihr, dieser fakt ist vergessen? denkt ihr, die „wir sind das volk“-rufe kommen von ungefähr? ostdeutsche bürger wissen noch sehr gut, welche kraft von einer gemeinsamen sache ausgeht. und nun:
30 jahre, nachdem sie genau die genutzt haben, um als knechte ihre herren abzuschütteln und nachdem ihnen „blühende landschaften“ versprochen wurden..haben sie was?
die übelste soziale schieflage seit dieser deutsche staat gegründet wurde, riesige arbeitslosigkeit, beschämende altersarmut. wer von euch war in den letzten jahren regelmäßig in ostdeutschen (klein-)städten? schön renoviert sind sie meistens: mit geborgtem geld. und: leer. absolut LEER. leerstehende läden, blanke schaufenster. am boden liegender einzelhandel. kaum menschen. keine kaufkraft. alte menschen sammeln pfandflaschen.
und die wenigen anderen, die man sieht, tragen das vor sich her, was sie denken und fühlen. ostdeutsche städte sind ddr 2.0: LEERE mit kapitalistischer schminke. toller fassade und nichts dahinter. genau das haben diese menschen aufgenommen. denn letzteres kennzeichnet dieses land, diesen staat, der den ihren annektierte und anschließend stück für stück verkaufte und versilberte. also nur die teile, die lohnenswert waren, versteht sich. das hat jeder ossi sehr genau beobachtet. die generation, die 1989 auf der straße war voller schmerz – und ihre kinder voller frust. führungspositionen in ostdeutschland (egal ob in der politik oder wirtschaft) sind übrigens 30 jahre nach der wende immer noch größenteils nicht von einheimischen besetzt. das gibt den menschen einmal mehr das gefühl von *besatzung*. wann ist das letzte mal jemand von euch mit dem taxi durch chemnitz gefahren? ich bin es in den letzten jahren, regelmäßig. und egal in welcher stadt dieser welt: ob rom, berlin, istanbul, chemnitz – es sind immer taxifahrer, die dir das beste bild des lebens vor ort geben können. in chemnitz (und nahezu allen anderen städten des ostens) sind die sätze immer gleich: „ja nu, das steht jetzt auch leer hier..“, „also hier WAR mal…“, „da drüben ist das ehemalige…“, „ja schade, die jungen sind halt weg…“, „leider wird eben hier nichts mehr gemacht…“. ossis per se (ohja, das ist durchaus eine bewusste pauschalisierung) sind so ganz anders als viele westbürger. sie tragen ihr herz auf der zunge. und jeder,
der das nun belächelt oder verneint – war schlicht nur noch nie tief genug im osten.
denn ebenso, wie man über die *mentalität* von italienern, türken oder russen sprechen kann, sollte man es zurecht über die prägung ostdeutscher tun. die sind frei raus. strategisches *hintenrum* ist dem gemeinen ossi fremd. deswegen haben auch so viele erstmal durchaus soziale barrieren zu überwinden, wenn es sie (z.b. beruflich) in den westen deutschland verschlägt. „*sachsen halt*, wie einige besonders schlaue intellektuelle nun hämisch spötteln. doch die vorfälle von chemnitz sind nicht die ursache, sondern vielmehr ein symptom einer gesellschaftlichen fehlentwicklung, die sich nicht durch häme, arroganz und schablonenhaftes denken aus der welt schaffen lässt. wenn wir nicht bald damit anfangen, den ursachen der unzufriedenheit auf den grund zu gehen, droht dem land ein epischer rechtsruck. nicht nur in sachsen.“ schreibt jens berger. und hat damit zu 100% recht. besinnt euch endlich, ihr wenigen noch zu vernunft fähigen bildungsbürger. niemand tritt hier an, um einige rechte hohlbrote zu verteidigen. und schön zu reden, was geistig verwirrte glatzen in chemnitz veranstalten. es geht schlicht darum, dass ihr mit kollektiver, arroganter und selbstherrlicher verurteilung der menschen absolut sicher sein könnt, auch noch den letzten in die arme rechter bauernfänger zu treiben. denn die geben den menschen das absolut eindringliche gefühl, sie verstehen zu können, ja *auch von hier* zu sein. die reden mit ihnen. und die versprechen eindringlich. wer die sachsen basht, macht die afd zur VOLKSPARTEI. oh. und denkt bitte um himmels willen nicht, der neoliberalen elite, die dieses land im würgegriff hält, käme *chemnitz* ungelegen. der rechte sumpf wurde und ist staatlich gesteuert. von nsu bis pegida wird hier offen dem uralten *divide et impera*-herrschaftsprinzip gefrönt. hier wird der plebs horizontal gegeneinander ausgespielt. da bleibt dann nichts mehr für den echten kampf über: der ist nämlich vertikal. OBEN steht der feind. nicht neben dir. und wo ist jetzt die verbindung zu den flüchtlingen? nun. die eine seite ist der frust und der neid. der schmerz von zu kurz gekommenen. das ist wahr. da kommen millionen und bekommen dinge geschenkt einfach so. das ist der tenor. ob das wahr ist oder nicht, ist erstmal nebensächlich. das kollektive gefühl ist da und begründet. das MUSS man ernst nehmen. es gibt aber auch die andere seite, über die kaum ein medium berichtet und die ungleich schwerer wiegt. *der sachse an sich* ist nämlich nicht so blöd, wie er dargestellt wird. und es geht hier schlicht nicht nur um eine larifari neiddebatte. ossis fragen eben auch und berechtigt nach hintergründen. sie haben schlicht gelernt, HINTER die fassade zu schauen. viel mehr noch..als so mancher westbürger, der in den letzten jahren sein persönliches erweckungserlebnis durch alternative medien feierte. aber hey. lassen wir zu diesem punkt doch am besten einen sachsen selbst zu wort kommen. uwe steimle, sächsischer schauspieler, kabarettist und überzeugter linkswähler schreibt: „die Wahrheit „lügt“ in der Mitte: Es gibt Leute mit Geld, für die sind Wandel, Wachstum, Grenzenlosigkeit und globale Perspektiven gut. Und es gibt Menschen mit weniger Geld, Leute wie du und ich, die sagen: Nein, mir ist mein Nachbar wichtig, mein Dorf, meine Stadt. Die nicht um jeden Preis „Wandel“ wollen, sondern Frieden und Zwischenmenschlichkeit. Deren Widerwille wird natürlich stärker, je mehr Wandel von oben durchgedrückt wird. Letztlich ist das Besinnen auf das Nationale eine Antwort auf diesen enthemmten Kapitalismus. Für jemanden, der Geld hat, ist dieser Kapitalismus die reinste
Demokratie. Für jemanden, der kein Geld hat, ist diese Demokratie der reinste Kapitalismus. Früher hieß die Globalisierung Imperialismus, und wir wissen, was der für die Betroffenen bedeutet hat. Deshalb brauchen wir vielleicht eine neue Gesellschaft. Linke gegen Rechte, Ossis gegen Wessis und auch Deutsche gegen Ausländer – auch das muss aufhören. Ich als Deutscher möchte nicht, dass unsere Rüstungsindustrie und Regierung Waffen verkaufen, mit denen anderen Menschen die Heimat weggebombt wird. Daher meine ich auch, per Volksabstimmung sollte festgelegt werden: Die Kosten für die Geflüchteten in Deutschland übernimmt die Rüstungsindustrie! Und ich hätte noch einen Vorschlag:
In Deutschland leben eine Million Millionäre und 122 Milliardäre. Aber auch über eine
Million Geflüchtete. Die sollten für je einen eine Patenschaft übernehmen – also die Geflüchteten für die Millionäre: Dann wären viele erleichtert! Und was ist mit der Kanzlerin?
Sie hat ja verkündet, wir müssten alle diese Menschen in ihrer Not aufnehmen. Ja, aber vielleicht hätte sie verhindern sollen, dass sie überhaupt in Not geraten? Doch dann hätte sie auf Waffenverkäufe verzichten, Deutschlands finanzielle Uno-Pflichten einhalten und überhaupt eine andere, nämlich eine eigenständige Außenpolitik machen müssen.
Und deshalb ist ihr moralisches Gerede für mich nur pure Heuchelei. Haben wir gegen die Machenschaften der USA dort protestiert? Hat Berlin versucht, dem Einhalt zu gebieten?
Im Gegenteil, wir haben sie nicht nur geduldet, sondern diplomatisch unterstützt.
Syrien ist eine traurige Farce à la: „Haltet den Dieb, er hat mein Messer im Rücken!“
Da wird so lange gelogen, bis die Lüge uns als Wahrheit erscheint. Ich möchte, dass wir da nicht mehr mitmachen. Ein erster Schritt könnte sein, zu debattieren, dass wir selbst 2018 noch Besatzungsgebiet der USA sind. Zum Beispiel lagern sie zwanzig ihrer Atombomben bei uns. Denken Sie an die Irak-Kriege. Die führte und führt Amerika vor allem auch vom „Flugzeugträger Deutschland“ aus. Kriege, die bei uns abgelehnt werden – und trotzdem ist den USA das problemlos möglich. Wie erklären Sie sich das denn sonst? Und noch eine Frage: Warum isolieren wir nicht die USA? Müssten wir angesichts dessen, was wir aus der Geschichte gelernt haben, nicht erklären, dass wir mit diesen Kriegstreibern nichts mehr
zu tun haben wollen? Statt dessen sekundieren wir ihnen sogar dann, wenn wir ihre Politik ablehnen. Die Wahrheit ist eben, dass wir keine eigene Politik haben, weil wir ein besetztes Land sind. Nein, die Politiker brauchen uns nur bis zu dem Tag, an dem wir sie gewählt haben. Von da an aber dienen sie allein den Interessen von Industrie, Banken, Lobbies und der Mächtigen. Und das ist es, was viele Leute hier fast in den Wahnsinn treibt. Egal, was sie wählen, die Politik bleibt die gleiche! Und da die Macht keine Vernunft hat, hat die Vernunft keine Macht. Wäre die Politik nicht so abgehoben und würde sie sich an den normalen
Leuten orientieren und sich um ihre sozialen und emotionalen Bedürfnisse kümmern,
würde sich der Fall AfD von selbst erledigen.“ Markus Gelau FB





oh, übrigens: happy birthday fernsehturm berlin! vor genau 50 jahren wurde das teil
eröffnet. das höchste bauwerk deutschlands stammt aus einem sozialistischen unrechtsstaat. aber was willste machen, kannst ja nicht ALLES wegsprengen. übrigens, nicht wundern. wir hatten ja nüscht! aber entgegen der diffamierenden bildsprache westlicher, überlegener medien hatten wir in der tat: farben! will sagen: meine kindheit war eigentlich nur dann schwarz-weiß, wenn wir den farbfilm vergessen haben. gerüchten zufolge konnte man damals sogar relativ unbehelligt und gefahrfrei durch berlin und über den alex
wandeln…

 

berlin, wie haste dir verändert. ich kann irgendwie schon verstehen, dass menschen, die den alexanderplatz LINKS (1989) kannten, hinterfragen, was da mittlerweile passiert ist. (RECHTS: 2019, 500 araber verabreden sich gestern zur massenschlägerei auf dem alex).

„Die DDR aus der Position der heutigen Gesellschaft heraus als Unrechtsstaat zu verurteilen, ist komplette Realitätsverweigerung. Jährlich sterben Tausende von Flüchtlingen im Mittelmeer und das heutige Deutschland trägt eine maßgebliche Verantwortung dafür.
Hier im Land ist Angst vor dem Verlust des Jobs oder der Wohnung schon fast zum Normalzustand geworden. Existenzangst war in der DDR ein Fremdwort. Die DDR war nicht an
einem einzigen Krieg beteiligt. Die BRD nimmt aktuell an 13 völkerrechtswidrigen Kriegseinsätzen teil. Leute sagen ihre Meinung nicht, weil sie Angst vor Job-Verlust oder Mobbing haben. Die Medien verbreiten Lügen und Halbwahrheiten. Jugendlichen wird schon mit
17 angeraten, zur Armee zu gehen. Kinderkrankenhäuser schließen, weil sie keine Profite bringen. Ja, die Regierenden der DDR haben sich tatsächlich von Idealen leiten lassen,
sie haben jedem Menschen einen Arbeitsplatz, also einen Platz in dieser Gesellschaft
garantiert, es gab Rente mit 60, niemand musste Angst vor Hunger oder Obdachlosigkeit haben, die Volksvertreter waren verpflichtet auf jede Beschwerde (sog. Eingabe) zu reagieren, das wurde vielfach genutzt. Wem etwas nicht gefiel, der hatte immer die Möglichkeit seine Kritik anzubringen. Studenten bekamen eine Unterkunft und dazu noch ein Stipendium, so dass sie sich voll auf ihr Studium konzentrieren konnten. Das alles war Sozialismus, eine Gesellschaft für die Bevölkerung, und wird bei diesem ständigen Gesültze über den Unrechtsstaat nie erwähnt.“
(Katrin McClean)

 

fridays for future im unrechtsstaat: die kleine sonntagsgeschichte. 😉
eines der ersten dinge, über die ich mich nach der wende sehr gewundert habe, war
die neue wegwerfgesellschaft, in die wir durch annexion an die brd umgeformt wurden.
als bürger eines staates, in dem eine waschmaschine staatlich verordnet mindestens 25 jahre funktionieren musste, in dem wir fast ausschließlich regionale produkte kauften,
in dem es keine plastikeinkaufstüten gab – sondern wo mutti seit jahrzehnten mit hipster-einkaufsnetz in den konsum stiefelte, verstand ich eines erst später. nämlich dass diese
unfassbar viele tonnen müll produzierende zivilisation die essentielle basis der uns weit überlegenen westlichen wirtschafts- und gesellschaftsordnung war und ist:
konsumieren, konsumieren, konsumieren. viele jahre später wurden uns dann halbgare konzepte (wie *der grüne punkt*) aufgedrückt, die ein irgendwie erwachendes ökologisches bewusstsein der brd-mittelschicht kompensieren sollten. im jahre 2019 existiert in meinem mannheimer mehrfamilienhaus übrigens nach wie vor nur eine „restmülltonne“. und zwar ganz offiziell. irgendwie war das in meiner kindheit (in diesem östlichen, roten unrechtsstaat) anders: das system nannte sich „sero“. „sero“ stand für „sekundär-rohstofferfassung“, und um’s kurz zu machen: an jedem wochenende und oft auch
unter der woche tippelten millionen kids in der ddr mit bollerwagen durch die straßen und
sammelten altpapier, glas, alle metalle von kupfer bis aluminium, textilien und vieles mehr. all das wurde zur örtlichen sero-annahmestelle gebracht. dort gewogen und in cash aus-
gezahlt. die 2 bis 3 mark, die es je nach menge gab, waren nicht nur ein lohnenswertes
taschengeld. nein nein. die story ist natürlich viel schlimmer: als knirpse und jungpioniere verehrten wir nelson mandela, thomas münzer, juri gagarin, ho tschi minh, thomas sankara und fidel castro. wir lernten mit 8,9 jahren eine menge über das feudalsystem, kolonialismus, imperialismus und den deutschen bauernkrieg. und: steckten unsere sauer mit
*sero* verdienten ost-mark nicht nur in leckeres mocca-eis, sondern stifteten decken für vietnam, sammelten altstoffe, um das geld nach angola zu spenden, kauften damit für
allein lebende alte menschen ein, und nannten bürger der sowjetunion „die freunde“.
das sammeln der sogenannten „altstoffe“ wurde besonders in den schulen von den
pionierorganisationen zur erziehung zur (internationalen) hilfsbereitschaft und zum fleiß eingesetzt. es stand oft unter mottos wie „solidarität mit den völkern der welt“, „solidarität mit vietnam“, „hilfe für den wiederaufbau in vietnam“, „hilfe für mosambik und angola“ – die erlöse wurden gespendet. es war völlig normal, dass in schulfluren wandzeitungen
hingen, die diagramme mit den sammlungsergebnissen nach klassen und schülern zeigten. das war ok – denn irgendwie konnte man ja schon in der tat stolz darauf sein, durch die kraft der eigenen hände nicht nur unmengen von rohstoffen recycelt zu haben, sondern kindern in mosambik mahlzeiten und decken verschafft zu haben. durch das mit der altstoffsammlung einhergehende ökologische bewusstsein wurde somit auch etwas geweckt, was in dem späteren deutschen staat, in den ich ungefragt hineinkatapultiert wurde, eher weniger gefragt war: POLITISCHES bewusstsein. und verständnis für die geschichte, die
geschehnisse, kausalketten und geopolitik dieser welt. als ddr-kind der 80er bin ich tatsächlich so sehr mit „NIE WIEDER KRIEG“-phrasen aufgewachsen, dass mir das zeitweise richtig auf die kindlichen nüsse ging. ich kommuniziere das auch jetzt noch mal bewusst für alle meine, dem goldenen westen entstammenden freunde hier: das erfinde ich nicht.
ihr könnt euch gar nicht vorstellen, WIE SEHR wir als kids mit friedens-phrasen zugebollert wurden. stellt euch einfach das stupide werbefernsehen von heute vor, multipliziert das mal 10 – und ihr bekommt ungefähr einen eindruck davon, wie oft wir 80er-ddr-kids
begriffe wie „frieden“, „völkerverständigung“, „kampf gegen unterdrückung“, „solidarität“ und dergleichen in die kindliche rübe gezimmert bekamen. und ja, wir sammelten eben auch altstoffe für: den frieden! ich erinnere mich, dass ich mit 6 oder 7 jahren richtig stress mit meiner oma bekommen habe, als ich mir von dem von ihr übereigneten taschengeld ein buch über PANZER gekauft habe. das mag mit ihrer generation zusammenhängen. wenn du schwanger bei -30° aus breslau zu fuß fliehen musst vor dem, was faschismus anrichtet und nach sich zieht, und dein flüchtlingstreck hier und da gerne mal von PANZERN überrollt wird – siehst du deren bilder eventuell nicht mehr sooo gern im frisch erstandenen buch des enkels. hinzu kommt natürlich eine prägende anti-faschistische, anti-imperialistische erziehung des ostens – die in diesen tagen immer wieder von neoliberalen atlantikbrücken-medien diffamiert werden muss. da ist man dann als ttip-kritiker und
natogegener automatisch pegida-anhänger, putinlover, afd-wähler und teilt eben auch
ansonsten eine menge behinderungen geistiger natur. ganz klar. zurück zur sero-altstoffsammlung in der ddr: wie alles wurde auch propagandistisch versucht, diese
post mortem nach der wende zu diffamieren. allein, es gelang nicht. 1990 erhielt die brd „recycling-expertin“ susanne hartard (so etwas wie recycling steckte damals im westen deutschlands noch in den kinderschuhen) von der bundesregierung den auftrag, das sero-system zu untersuchen. sie kam zum schluss, das system sei ausgesprochen perfekt und ungemein effizient. damit war das todesurteil gesprochen. die staatliche „sero“ wurde v. der treuhand privatisiert, ging sogar an die börse. danach wird das system von westdeutschen *managern* übernommen und endet nach einem riesigen kreditbetrug in mehrfacher millionenhöhe in den 90ern mit anklage und verhaftung der westdeutschen, kapitalistischen geschäftsführung als eines der vielen opfer des raubtierkapitalismus: denn aus der ddr konnte und durfte nichts kommen (vom netten ampelmännchen mal abgesehen), was gut war oder gar dem kapitalistischen system überlegen. und so ging das sero-system den gleichen weg wie zuvor polikliniken, ein herausragendes sozialsystem, ein überragendes bildungssystem und viele andere dinge, an die sich nur noch ostalgische altvordere
erinnern: es wurde eliminiert.

35 jahre vor #FridaysForFuture,
20 jahre vor dem grünen punkt,
30 jahre vor meiner ersten gelben tonne,

ökologisches recycling im ddr-unrechtsstaat, taschengeldquelle für millionen kids, solidarische maßnahme für unzählige spenden nach vietnam, angola & andere, vom westlichen imperialismus arg gebeutelte länder. *sero*: nach der wende von brd-regierungs-beauftragten in gutachten als „extrem effektiv und fortschrittlich“ bewertet. vom staat an raubierkapitalisten verschachert, privatisiert, ausgeblutet, nach betrug und skandalen,
eliminiert wenige jahre nach dem ende der ddr.
(kleine finanzielle einordnung für dudes ohne ddr-wurzeln: brötchen kosteten in der ddr 5 pfennig, die monatsmiete unserer modernen 3 zimmer-wohnung betrug 80 mark, porto für eine postkarte: 10 pfennig, eine kugel eis: 10-15 pfennig, eine übernachtung mit frühstück im hotel: 8 mark, ein kilo textilien zur sero gebracht: 50 pfennig)

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