Der Glaube

 

Andacht über Jesaja 42,3:
Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen,
und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen.

Olaf Latzel 08.09.2019 – Eine großartige Verheißung
Gott ist der Weingärtner
Dem Satan die Seele verkauft | Mörder begegnet im Knast Jesus
Jugendvigil: Zeugnis von Torsten Hartung – The Monastic Channel, Stift Heiligenkreuz
49/15 Auf ein Glas mit…Torsten Hartung

Was ist Glauben? „Es ist aber auch der Glaube eine gewisse Zuversicht des, das man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, das man nicht sieht.“ (Hebräer 11,1). Diese Zuversicht, dieses Vertrauen ist nichts anderes als unsere Option für das Leben. Es gibt ein großes Ja zum
Leben, auch wenn das Leben selber in der objektiven zynischen Situation verneint wird. Sind wir aber optionsfähig, so wird auch unsere Kraft zu kämpfen vorausgesetzt.

„Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit,
dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.“
Václav Havel

Aus Dunkelheit, Stillstand und Verhärtung führt der Weg zurück ins Leben. Hoffnung ist wie eine ständige Bewegung zum Licht am Horizont. Frank Sticksel

Du bist’s allein, Herr, der stets wacht,
zu helfen und zu stillen,
wenn mich die Schatten finstrer Nacht
mit jäher Angst erfüllen.
Jochen Klepper (1903 – 11 Dezember 1942),
Schriftsteller und Dichter geistl. Lieder

Der Glaube gibt uns weder die Illusion, wir könnten von Leid und Schmerzen ausgenommen werden, noch lässt er uns annehmen, dass Leben sei ein Schauspiel ohne dramatische Augenblicke und Verwicklungen. Vielmehr wappnet er uns mit der inneren Ausgeglichenheit, die wir brauchen, um den unvermeidlichen Spannungen, Lasten und Ängsten entgegenzutreten. Er gibt uns die Gewissheit, dass die Welt vertrauenswürdig ist und dass Gott für uns Sorge trägt. Martin Luther King

Wenn die Umstände schwierig werden, sagen die Menschen oft: „Das kann nicht von Gott sein. Er ist ein liebender Vater, darum würde Er so etwas nicht tun.“ In der Schrift (d.h. Bibel) sehen wir jedoch, dass Moses nicht der Einzige war, den Gott in schwierige Umstände stellte. Bei anderer Gelegenheit tat Er dies auch mit anderen. Er lässt bestimmte Dinge zu, damit er AM ENDE Gewaltiges tun kann. Die Leute sagen, dass Gott immer fünf vor Zwölf kommt. Das stimmt nicht immer. Manchmal kommt er um Viertel nach Zwölf.
Wir (die Autoren) haben erlebt, wie Er fünf vor Zwölf kam und wieder ging. Wenn Er dann aber um Viertel nach Zwölf kam, war das Wunder, das Er tat, weitaus größer, als wenn Er fünf vor Zwölf gekommen wäre. Ich (die Autorin) muss zugeben, dass es leichter ist, wenn Er früher erscheint, und doch wird es großartiger, wenn Er später kommt. Lazarus kann
das bestätigen (Joh 11). In diesem Fall kam Jesus um halb Eins! Das Problem ist, dass viele Gläubige nicht bis zum Schluss durchhalten und aufgeben, ehe Gott das Werk vollendet, das Er geplant hat. Wenn wir fähig sind, die Offenbarungen des Vaterherzens sowie Seiner Liebe mit Seiner Souveränität zu verbinden, werden wir in einen übernatürlichen Bereich von Wundern eintreten, der mit Vertrauen, Ruhe und Friede erfüllt ist.
— Ivan & Isabel Allum aus „Deine Bestimmung leben“

Man kann in dieser Welt, wie sie ist, nur dann weiterleben, wenn man zutiefst glaubt,
dass sie nicht so bleibt, sondern werden wird, wie sie sein soll.
Carl Friedrich von Weizsäcker, Physiker und Friedensforscher

Sag ja zu den Überraschungen,
die deine Pläne durchkreuzen,
deine Träume zunichtemachen,
deinem Tag eine ganz andere Richtung geben –
ja vielleicht deinem Leben.

Sie sind nicht Zufall.
Lass dem himmlischen Vater die Freiheit,
deine Tage zu bestimmen.
Dom Helder Camara (1909-1999)

Gott ist unsere Zuflucht und Stärke, ein bewährter Helfer in Zeiten der Not. Psalm 46,2

Ja mein Erlöser lebt! Denn ich bekenne mich offen und ohne Scham zu dieser Botschaft: Sie ist ja Gottes Kraft und rettet jeden, der ihr glaubt. Das gilt zunächst für Juden, aber auch für alle anderen Menschen. Römer 1,16
Esther Obazee Psalm 27
Psalm 34

Und Jesus sprach zu dem Hauptmann: Geh hin, dir geschehe, wie du geglaubt hast!
Und der Diener wurde gesund in jener Stunde.
Matthäus 8,13 (ELB)

God is able to do just what he say he would do👑
Gott wird genau das tun, was Er gesagt hat
Er wird jedes Versprechen an dich erfüllen
Gib nicht auf, denn Er wird dich niemals aufgeben!
Esther Obazee
Esther Obazee

Wir danken dir, Elohim, wir danken.
Denn deine Hilfe ist nahe, und deine Wunder erzählt man.
Psalm 75:2

Иногда доходчивей слов…. ❤️ Владей безмолвием, как крепкой стеной,
потому что безмолвие делает тебя выше страстей: ты воюешь сверху,
а они снизу. Владей безмолвием страха Божия, и все стрелы врага не повредят тебе. Свт. Иоанн Златоуст Der Herr schweigt wie eine starke Mauer, denn die Stille macht dich über Leidenschaften: Du kämpfst von oben, und sie sind von unten. Der Herr schweigt in der Angst vor Gott, und der Pfeil des Feindes wird dir nicht schaden. St. Johannes Slatoust

Der HERR ist König, darum zittern die Völker; er sitzt auf den Cherubim, darum bebt
die Welt. Man danke deinem großen und wunderbaren Namen, der da heilig ist.
Psalm 99 Verse 1-3

Normally everything is so simple: The more we love, trust and obey God, the stronger His anointing will be in our lives!!!

Gottes Geheimnisse begreift man nicht, man betet sie an. Wilhelm von Humboldt

Diese Welt braucht Erlösung von der gefallenen Natur des Menschen…
Jesus ist der einzige Weg! Du schaffst es nicht alleine! Esther Obazee

Der innere Friede, das ist etwas anderes als Zufriedenheit. Der innere Friede, das ist das Licht, das uns inmitten unseres Elends und unserer Schuldhaftigkeit die Ahnung von einer erdumfassenden Liebe gibt. Luise Rinser (1911-2002), dt. Schriftstellerin
Mehr zum Thema: Hab keine Angst

Gabriele Kuby über christliche Prinzipien des politischen Kampfes
Bei Maria angekommen – Lebenszeugnis von Gabriele Kuby
Ich hatte mit einem theologischen Problem wirklich zu kämpfen, mit dem jeder
zu kämpfen hat, der aus dem Mainstream kommt und aus der Esoterik kommt.
Nämlich der Aussage von Jesus: Keiner kommt zum Vater außer durch mich.
Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, keiner kommt zum Vater außer durch mich.
Und dieser Satz, dieser totale Anspruch, der geht gegen unsere Friedenssehnsucht, wo wir doch so gerne meinen, alle Religionen sind – so dieses Lessingbild – alle Religionen sind ein Weg und oben ist derselbe Gott für uns alle. Und damit hab ich mich sehr schwer getan, das loszulassen, weil diese Friedenssehnsucht investiert ist, in diese Vorstellung.
Und das hat verbal auch noch Spuren in diesem Buch von dieser New Age Vorstellung.
Und dann hab ich mich, als das Buch schon erschienen war, neu mit dieser Frage auseinandergesetzt, und zwar nachdem Dominus Jesus (im Jahr 2000) erschienen ist, und habe die Passionsberichte in den Evangelien betrachtet. Und da war dann klar, warum stirbt Jesus? Er erhebt diesen Anspruch, vor Pilatus, im Blick auf das Kreuz. Er weiß, wenn er jetzt sagt, Ja ich bin Gottes Sohn, geht er ans Kreuz. Das war ja die große Anklage der Juden gegen ihn, der Pharisäer, der Hohepriester. Und wir können uns als Christen nicht davon distanzieren. Und dann habe ich einen Aufsatz geschrieben, der hat den Titel:
Sind Märtyrer intolerant? Uns wird ja vorgeworfen als Katholiken, weil wir das glauben, dass der Weg durch Jesus geht zum Vater, wenn wir es überhaupt noch glauben, wir sind intolerant. Aber Jesus ist dafür gestorben. Und die Märtyrer sterben selber, sie bringen
niemanden um, das ist der Unterschied. Der IS macht fürchterliche Morde, macht er für den Glauben, ja. Aber Christen, wenn sie Christen sind, sterben lieber selber als dass
jemand anders dafür stirbt.

F: Sie betonen immer wieder dass der Glaube eine Willensentscheidung ist,
also kein Gefühl. Warum legen sie darauf so viel Wert?

Wir haben ja keine Macht über unsere Gefühle. Wir haben hoffentlich wachsende Macht über unsern Willen. Und wenn wir tatsächlich mit unserem Bewusstsein unserem Willen sagen, ich will glauben. Wir sehen die Widerstände, wir sehen wo es hapert, wir sehen wie schwach der Glaube noch ist. Je weiter man eigentlich geht den Weg, um so merkt man, wie weit es fehlt, ja. Also wir versetzen in der Regel keine Berge mit unserm Glauben, wir laufen auch nur selten übers Wasser. Wir sehen die Schwäche des Glaubens, aber wir
wollen glauben. Und wenn wir das vor Gott bringen, dann kann er mit diesem, wie schwach dieser Willensakt auch sein mag, mit diesem Willensakt kann er was tun,
und darauf diesen Baum so langsam wachsen lassen ja.

Gabriele Kuby: Selbsterkenntnis – der Weg zum Herzen Jesu
Kuby: Wer die Welt verändern will, der darf nicht warten dass die anderen anfangen,
sondern der muss bei sich selbst anfangen.
F: Ihr Buch trägt den Titel „Selbsterkenntnis: Der Weg zum Herzen Jesu“ – und damit
auch der Weg zu einer Erneuerung der Gesellschaft, der Welt, der Kirche. Was war denn
der Anlass für Sie dieses Buch zu schreiben?
Ich denke an ein Zitat von Mutter Theresa, was nicht im Buch steht, aber was mir gerade untergekommen ist. Sie wird mal von einem Journalisten gefragt: Was muss sich in der
Kirche ändern? Und sie sagt darauf drei Worte: Sie und ich. Wir schauen immer gerne, wenn wir Mißstände sehen nach außen, und es ist einfach in der menschlichen Natur,
dass wir das Böse außen sehen, und in uns Mechanismen haben die verhindern, dass
wir das Böse in uns selbst entdecken …
Und dann bin ich schließlich zu dem Punkt gekommen, daß plötzlich die Erfahrung da war: So bist du, und Jesus liebt dich so wie du bist. Und das war ein solch befreiendes Erlebnis, das ist was, was wir ja sowieso wissen, ja, was wir in jedem Gottesdienst eigentlich hören, Gott liebt uns, immer wieder hören wir das, aber ist es denn eigentlich real, sind wir wirklich sicher dass er uns liebt, mit den Schattenseiten, mit dem Dunklen, mit den Sünden, mit allem, was da noch so ist, ja, sind wir da sicher, haben wir die Erfahrung, dass er uns wirklich so liebt? Und da kam diese Erfahrung, Jesus liebt dich so wie du bist, genauso,
und du kannst einfach weitergehen. Du musst nicht jetzt zerknirscht am Boden liegen
und dich da innerlich martern und dich anklagen und so weiter und sofort, du nimmst
das einfach wahr: Ja so ist es, du bist willig, du willst ja diesen Weg mit Jesus gehen, und Jesus geht genau von diesem Tiefpunkt den Weg mit dir weiter. Und das war ne wirkliche
befreiende Erfahrung.
F: Das entscheidende Stichwort ist aber Selbsterkenntnis. Sie sagen, Jesus liebt mich so wie ich bin. Weiß ich denn genau wie ich bin? Gibt es nicht auch die Erscheinung, dass man das son bisschen auch vor sich selber verbirgt, nicht nur vor anderen Menschen, sondern auch vor sich selbst verbirgt, wie man wirklich ist mit seinen negativen Seiten?
Ich bin sicher dass wir das alle tun. Je tiefer wir in der Sünde stecken umso mehr.
Weil es diese menschliche Tragik gibt, die eben Guardini so formuliert hat:
Die Sünde erzeugt Verblendung, die Verblendung noch mehr Sünde, und die Sünde
noch mehr Verblendung.
F: Verblendung heißt dass man die Sünde nicht mehr erkennt, gar nicht mehr als solche wahrnimmt? Genau, das wir munter in der Sünde leben, und eigentlich die Sünde in uns nicht als die, die sie ist, wahrnehmen. Und es gibt einen Ausspruch, ich weiß nicht genau von wem: Wenn der Hl Geist uns wirklich zeigen würde, wer wir sind, könnten wir das gar nicht ertragen. Das heißt wir haben immer Strategien, uns vor uns selber gut hinzustellen, weil wir vor andern gut dastehen möchten, weil wir vor Gott gut dastehen möchten.
Und Gott ist an diesen Maskeraden absolut nicht interessiert… Und das Schöne ist, wenn wir uns wirklich finden als Christen, da gibt’s dieses Wort Communio dafür, wenn wir uns wirklich finden in der Erkenntnis, wir sind Sünder, dann dürfen wir die Masken fallen
lassen, voreinander. Und das ist eine unglaubliche Befreiung, wir sind alle Sünder.
F: Wie kann man denn dazu hinfinden, die Wahrheit über einen selbst anzuschauen,
das also wirklich realistisch zu sehen, wie man dasteht?
Ja, mit einfach ner entschlossenen und radikalen Bereitschaft zur Wahrhaftigkeit.
Warum habe ich mich denn so verhalten, was ist denn da drunter? Was war denn da für ein Wunsch gut dazustehen, der Erste zu sein, eifersüchtig zu sein, geizig zu sein, was immer es sein mag, ja. Das sind diese kleinen miesen Sachen, die wir, wenn wir aufrichtig hinschauen, vermutlich in uns finden werden. Und wenn wir in Konflikte mit Menschen kommen, und es gibt ziemlich wenig Menschen, die keine Konflikte haben, wir kommen immer wieder in Konflikte, dann sind wir erstmal, sehen wir eben, die Bergpredigt formuliert es
unnachahmlich, dann sehen wir den Balken, dann sehen wir den Splitter im Auge unseres Bruders, oder unseres Feindes, und sehen nicht den Balken im eigenen Auge.
Und da braucht es einfach diese radikale Bereitschaft zur Wahrhaftigkeit mit sich selber, und die wird möglich dadurch, dass wir sagen, Jesus liebt mich so wie ich bin …
Und ich denke es ist einfach der Weg zu Gott, mit Gott, ist ein Weg der beständigen Umkehr und ein Weg des Wachsens, und sozusagen einer Behändigkeit in dieser Umkehr, durch die man allmählich stärker wird …
Es geht gar nicht immer nach oben, sondern geh doch diese Treppe nach unten, geh doch zu d i r  s e l b e r. Und der Psalm drückt es dann so wunderbar aus: Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir (Psalm 130). Ja zusagen, ja das ist bereits beim andern da, es ist bei mir da.
Und einfach: Ja es ist da. Und zu wissen, Gott jubelt, wenn Menschen das tun.
Er freut sich mehr über einen Sünder der umkehrt als über 99 Gerechte.
F: Aber die Umkehr ist ein lebenslanger Prozess. Die Treppe nach unten, ich weiß nicht, kommt man da irgendwann mal an ein Ende, oder geht die auch endlos weiter?
Irgendwann, hab ich so das Gefühl, das oben und unten hört auf. Sondern ich bin einfach bereit zu sagen. Ich bin bereit diesen wahrhaftigen Weg mit mir selber zu gehen.
Der erfordert immer wieder diesen Akt der DEMUT. Und wer uns dabei ganz bestimmt
helfen kann ist die Mutter Gottes, die der Inbegriff von Demut ist: Ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe nach deinem Wort. Diesen Weg der Demut wirklich zu gehen, und
das ist immer wieder neu ne Herausforderung. Und dann hört es irgendwie auf: Komm ich
höher, komm ich weiter, bin ich höher. Diese ganze Frage stellt sich dann nicht mehr so.
F: Aber es kommt an einem bestimmten Punkt auf dieser Treppe nach unten zu einer
Begegnung, sie schreiben von der Begegnung mit dem Herrn, und zwar mit dem Herrn am Kreuz, mit Christus am Kreuz. Wie schaut diese Begegnung aus, und was für ne Bedeutung hat sie?
Wenn ich mich als erlöserungsbedürftig erfahre, mit meinen Sünden, mit meiner Vergangenheit, mit dem was immer noch nicht gelöst ist, und dann Jesus am Kreuz begegne, er hat uns mit seinem Blut erlöst. Ja und das ist eigentlich der Punkt wo ich überhaupt erst erfahre, Paulus sagt irgendwo: Du bist für einen teuren Preis erkauft, wo ich dann merke: Ja es ist das Blut Jesu, mit dem er meine Sünden bezahlt hat. Und das verstärkt dann wieder diese Demut: Ja ich brauche diese Erlösung. Das ist nicht abstrakt. Sondern so bin ich, und ich brauche die Erlösung, und der Herr ist deswegen gestorben für mich, und er geht mit mir diesen Weg. Und wenn ich an diesen Punkt komme, wenn ich da so langsam behänder werde in dieser Einstellung zu mir selber, dann kommen an dieser Stelle eben auch die andern in die Sicht, die ich vorher so wild angeklagt habe. Die Menschen mit denen ich den Konflikt hatte, oder die Feinde in Anführungszeichen ja, die stehen ja an dem gleichen Punkt. Für die ist Jesus ja ganz genauso gestorben. Und wenn ich mich in dieser Tiefe wahrnehme, dann wächst vielleicht auch und hoffentlich Barmherzigkeit in meinem
eigenen Herzen, daß ich meinen Feinden, die mir irgendwas angetan haben,
tatsächlich sagen kann, du bist ja in der gleichen Situation, ja.

Gabriele Kuby: New Age – Religion des Relativismus -Folge 4
F: Was ist eigentlich Relativismus, Frau Kuby?
Ja, das ist so n Begriff der eigentlich so neutral klingt. Das so n philosophischer Begriff,
eigentlich kann sich niemand was drunter vorstellen. Und der Papst (Benedikt XVI)sagt,
es ist d i e große Gefahr unserer Zeit. Es ist ein philosophischer Begriff, der sagt, alles ist
in Beziehung zueinander, und nur aus der Beziehung was eins zum andern hat, können wir ableiten, was es ist. Und der Gegenpol zum Relativismus ist, es gibt was Absolutes, Gott ist
absolut. Und wenn ich sage es gibt nur die Beziehung der Dinge zueinander, dann ist Gott vollkommen ausgeblendet. Dann gibt es Gott nicht mehr, es gibt nicht mehr das Absolute, und es gibt auch nicht mehr den absoluten Maßstab.
Wenn es Gott nicht gibt, sagt Dostojewski, ist alles möglich. Und tatsächlich tun die Leute, oder der ganze Zeitgeist ist ja darin befangen, die diese Ideologie internalisiert haben ohne überhaupt zu wissen, was sie da aufgenommen haben, sagen, es gibt keinen absoluten Maßstab für Gut und Böse. Es wird gar nicht mehr diskutiert ob es Gott gibt.
Im letzten Jahrhundert gab es heiße Diskussionen unter Theologen und Intellektuellen, gibt es Gott oder gibt es nicht. Es wird überhaupt nicht mehr diskutiert, sondern es wird einfach ausgeblendet und es wird gesagt, es gibt keinen absoluten Maßstab mehr und das wird als gut befunden.
F: Eine solche Bewegung, die dieser Überzeugung entspricht, ist ja die New Age Bewegung, auch sie kann man als Zeichen der Zeit verstehen, auch wenn sie schon mittlerweile an die 30 Jahre alt ist. Die New Age Bewegung, sozusagen die Religion des Relativismus,
wie würden Sie diese Bewegung beschreiben?
Ich bin damit in Berührung gekommen als ich 1977 ne Reise durch Amerika gemacht habe. Ich hab einen Auftrag bekommen von der Zeitschrift GEO über spirituelle Kommunen zu schreiben. Die Leute haben sich überall in Kommunen zusammengetan, jeder seine eigene Spiritualität. Und die Idee war: Wenn alle Religionsstifter dieser Erde gleichermaßen geehrt werden, die Vorstellung war nur noch, wir machen einen großen Tempel, und da sind sie alle drin, Buddha und Zoro Astra und Christus usw. und Mohammed, eine Patchwork Religion, dann haben wir Frieden. Und jeder glaubt sich das zusammen, was er grade, irgendeiner der da zum Führer oder zum Guru wird, gerade für richtig hält … Buddhismus war für n bestimmten Raum und ist ne strenge Form diesen Weg zu
gehen. Jetzt plötzlich ist alles offen, wir suchen uns raus, was wir brauchen können…
Es ist ne komplette Individualisierung der Religion, es gibt aber auch Gemeinsamkeiten.
Also das Gottesbild ist völlig anders als es in dem Christentum ist. Und darin war ich auch befangen. Also ich will das nochmal an meiner eigenen Geschichte anbinden.
Ich bin damals begeistert gewesen von New Age, weil die Friedenssehnsucht drin investiert ist, und hab dann 20 Jahre meiner ganzen Suche, bis ich schließlich zum katholischen Glauben gekommen bin, in dieser Geisteshaltung mich bewegt, Bücher gelesen,
Bücher übersetzt, gedolmetscht, war in dieser Geisteshaltung drin.
Hab mich Gott sei Dank, wirklich Gott sei Dank, nicht in einer Methode verfangen, sei
es Reiki, sei es Yoga, sei es Pendeln, sei es Tarot oder was es alles gibt, oder Horoskope.
Ich hab das so berührt, hab gewusst das gibt es und bin wieder davon weggegangen.
Gemeinsam ist dem allen, dass das Gottesbild so ist: Es ist kein personaler Gott, das wird sogar runter- (oder) abgewertet, die Christen die da an den Vater glauben, sondern Gott ist Energie. Und Liebe ist nicht eine Tat, die auch Überwindung kostet und Verzicht vor allem kostet, sondern Liebe ist auch nur ein Vibration Level, eine Schwingungsebene. Und wenn ich genügend meditiere, dann komm ich in diese hohe Ebene, in diese hohe Schwingung, und tauche in die göttliche Liebe ein. Das ist ein gemeinsamer Aspekt von der ganzen
Bewegung.

F: Sie sagen in einem Aufsatz, den sie geschrieben haben, dass New Age eigentlich alles
zulässt außer das Christentum. Warum ausgerechnet wird das Christentum zum Zielobjekt, zum sozusagen Feindbild Nummer 1 dieser Bewegung?
Weil diese ganzen Geisteshaltungen eingedrungen sind in die ganze Gesellschaft, das ist Mainstream. Und es ist auch in die Kirche reingegangen. Wenn es keinen Gott gibt, wenn es nur Energie gibt, was ist dann überhaupt das Ziel der menschlichen Existenz?
Was passiert denn eigentlich nach dem Tod? Und da hat diese New Age Bewegung
eigentlich die östlichen Vorstellungen aufgenommen, dass der Mensch…
erstens mal Reinkarnation, ja, und zwar nicht in der strengen Form, in dem das im Buddhismus gelebt wird, wo das ein Leidenszustand ist, sondern wir werden halt immer wieder geboren. Und dann irgendwann entweder verschmelzen wir mit der göttlichen Energie oder wir tauchen ins Nirwana ein und unser Selbst löst sich auf. Das ist weniger bedrohlich, allerdings auch sehr viel weniger verheißungsvoll als das Christentum, was uns beruft zur Himmlischen Hochzeit, wo wir dann wirklich das Selbst sind nach diesem leidvollen Erdenleben, wie Gott uns gedacht hat, ja. Aber wir bleiben als Selbst existent, wir lösen uns nicht auf, und sind berufen zur Himmlischen Hochzeit, wie wunderbar. Wie viel schöner als die Idee dass wir uns auflösen. Und es ist aber auch viel weniger bedrohlich als ewige Verdammnis. Also diese harte Sache, worauf es in unserem Leben ankommt, dass es eben ewiges Leben oder ewige Verdammnis sein könnte, das ist aufgelöst.
Ach wir tun uns immer wieder inkarnieren.
Ja, dann verliert es so seinen Schrecken, das macht es auch bequem.
F: Viele haben ein sehr pessimistisches Verständnis von unserer Zeit. Viele sehen die Menschheit im Ganzen sag ich jetzt mal, oder auch die Gesellschaft in unseren Breiten-
graden, nicht auf dem richtigen Weg. Warum kommen dann keine Zweifel am Relativismus, oder eine weitere Frage: Warum ist das dann nicht sozusagen der große Zulauf für das Christentum, was ja dann, wie Sie gerade gesagt haben, eine sehr verheißungsvolle
Vision aufzeigt?
Ein Wert, mit dem das alles sozusagen hereingetrieben wird in die Gesellschaft bis
ganz weit in die Kirche rein, diese ganzen Glaubenshaltungen sind ja in der Kirche drin, ist Toleranz. Das heißt, dass das der höchste Wert ist, und dass es immer mit
dieser Idee
(verbunden ist), dann haben wir Frieden, wenn wir alles annehmen.
Und der Toleranz wird behauptet widerspricht dieses Christentum, was sagt, wir haben
die ganze Wahrheit. Wenn man näher hinschaut, und da hört jede Toleranz auf.
Es wird unterstellt und dann auch sofort immer gesagt Hexenverbrennung, Inquisition usw., es wird unterstellt, wenn wir Christen sagen, wir haben die ganze Wahrheit, dann
fangen wir an mit der Keule in der Hand den Leuten auf den Kopf zu schlagen und zu sagen: Entweder du bist Christ oder du stirbst so, übersteigert und karikiert ausgedrückt, ja.
Es wird uns unterstellt, wenn wir an Wahrheit glauben, dass Jesus Christus die
Wahrheit offenbart hat, dass wir dann Friedensstörer sind.
Und das ist gelogen,
es ist nicht wahr. Es gibt Verfehlungen in der Kirche, die immer aus Sündern besteht.
Wir Christen wissen, wir sind Sünder, wir sind gefallene Menschen, wir bleiben Sünder,
wir ringen damit. Und es gab Verfehlungen in der Kirche. Aber warum diejenigen, die auf die Hexenverbrennungen und das Furchtbare, was in der Kirche war, schauen, warum
sehen sie nicht diesen Strom von Heiligen und Märtyrern in der Kirche, ja, der ist
ausgeblendet…
F: Sie haben einen Aufsatz geschrieben, mit dem Titel: Sind Märtyrer intolerant?
Toleranz im Wortsinn heißt eigentlich tolerare = tragen und ertragen. Das heißt das ist ne sekundäre Tugend. Das heißt, wenn Sie jetzt völlig anders drüber denken über Wahrheit und sagen, Christus ist einer unter andern, und ich überzeugt bin Christus ist die Wahrheit, dann ist das für mich ein Schmerz. Ich liebe Christus und ich erkenne, was diese Liebe für uns Menschen sein könnte und jetzt sitzt jemand da und sagt: Na ja, Mohammed ist genauso gut oder mach ma doch mal n bisschen Buddhismus oder so weiter. Dann ist das für mich Schmerz. Und zwar je wichtiger Sie mir sind, umso mehr Schmerz ist es für mich, ja. Also wenn meine Kinder anders denken in diesen Punkten, ist es n ganz großer Schmerz. Jetzt liebe ich sie aber trotzdem, ja. Und das ist das was Toleranz heißt, das dann ertragen zu können, in der Liebe zu bleiben, und trotzdem ertragen zu können, dass der Mensch
anders denkt als ich. Damit sind wir immer konfrontiert. Und Augustinus hat das ein für
allemal auf den Punkt gebracht, indem er sagt: Die Sünde hassen und den Sünder lieben.
Und das ist eigentlich die Qualität von Toleranz. Toleranz sagt nicht, höre auf zu glauben, das es Wahrheit gibt, höre auf an Gott zu glauben, höre auf dich zu bemühen gut und böse zu unterscheiden. Das hat mit Toleranz eigentlich überhaupt nichts zu tun. So wird es aber verwendet. Es wird verwendet zur Legitimierung der Sünde. Jeder darf selbst entscheiden, was gut und böse ist. Ihr werdet sein wie Gott, das ist die Ursünde, ja…
Das Leiden in der New Age Bewegung
Es ist ne völlig andere Auffassung von Leid, warum die Idee des Karmas, die ja mit der
Reinkarnation verbunden ist, so attraktiv ist. Also erstmal machen die Leute ja Reinkar-
na
tionsseminare, wo sie dann ihre vergangenen Leben angeblich wieder erfahren.
Und sie waren eigentlich in der Regel ägyptische Prinzessinnen und Sklavinnen oder so was ja, durch die Bank eigentlich ja. Deswegen wär s ja toll, mal sehen was das nächste
Leben bringt, ja. Dazu kommt die Idee des Karmas und das ist alles unglaublich verwässert. Das wird bei uns alles nur so mundgerecht gemacht, damit wir unsern Egoismus ausleben können. In den eigentlichen, da wo es herkommt, sind das alles sehr strenge Konzepte. Und das Karma ist so attraktiv: Aha, wir leiden weil wir im Leben vorher schlecht gelebt haben. Das würde eigentlich auch heißen, jetzt sollt ich mich ziemlich bemühen, gut zu leben, ja, führt aber irgendwie nicht dazu. Es macht keinen Sinn, wenn ich jemand Leidenden begegne, oder den ganzen Holocaust, soll ich den Juden sagen, sie sind alle vergast worden, weil sie alle so schlecht gelebt haben? Da kommt das Ganze sofort an die Wand, ja. Da merkt man sofort, irgendwas ist da was anderes dahinter.
Natürlich kommt man dann auch, wenn man diese Greul anschaut, sofort an die Frage,
die Theodizee Frage, wie kann der liebende Gott dieses Leiden zulassen? Und es ist natürlich die Frage ja. Wenn es hieße, werde Christ und dann hast du Glück in diesem Leben, und das Himmelreich auf Erden bricht sofort aus, wär überhaupt dieses ganze Dilemma der menschlichen Existenz nicht mehr da. Das kommt, weil wir ins Leiden reingeworfen sind, und das ist durch die Ursünde, ist Leiden und Tod über uns gekommen. Wir sind in dieser gefallenen Welt drin. Und wie gehen wir jetzt mit dem Leiden um? Und wir Christen schauen auf das Kreuz. Jesus Christus ist a m Kreuz gestorben um uns zu erlösen.
Und unser Weg mit dem Leiden umzugehen, wo wir meistens sehen, der große Teil kommt dadurch, dass wir unsere Freiheit falsch gebraucht haben. Der allergrößte Teil des Leidens
in meinem Leben kommt aus der Sünde, ja. Ich hab weder schwere Krankheit, noch Armut noch Naturkatastrophen bisher erlebt. Und es gibt aber viel Leiden, und das kommt aus meinen Sünden und den Sünden anderer, ja, die ja über Generationen wirken, daher kommt das Leiden. Aber umgehen kann ich damit, wenn ich wirklich es mit dem Leiden Christi verbinde, der mich aufruft zu sagen: Folge mir nach und sage: Ja ich trage dieses Kreuz, dann verwandelt es sich. Und ich komm irgendwie wieder zur Integrität, und mein Leiden bekommt Sinn. Und ich glaube dass das nur im Christentum ist, stellt uns aber
immer vor dieses (Mysterium/Problem), wirklich dieses Mysterium klären können wir nicht, wir können nur mit Christus gehen, und um die Gnade bitten dass wir es können und
dass wir auch die Erleuchtung kriegen …
Wahrheitsanspruch der kirchlichen Lehre
Also das Dokument (v. Josef Ratzinger, 2000) heißt Dominus Jesus, also der Herr Jesus: Über die Einzigkeit und Heilsuniversalität Jesu Christi und seiner Kirche. Und da das alles ins Schwimmen kommt und da die Christen eigentlich gar nicht mehr wissen, ist Jesus Christus der Heiland aller Menschen, die allermeisten Christen wissen das nicht mehr,
hat die Kirche gefunden, jetzt müssen‘s wir nochmal sagen, Johannes Paul II. hat sich total
dahinter gestellt, und es ging ein Aufschrei durch die ganze Welt. F: Dabei hat er eigentlich nichts Neues gesagt. Überhaupt nichts Neues. Sie haben nur nochmal gesagt, das glauben wir. Wir haben’s immer schon geglaubt, wir glauben’s immer noch. Vergesst nicht ihr lieben Christen, wir glauben‘s immer noch. Das ist unser Glaube. Für mich war diese Frage, ist
Jesus Christus der Erlöser aller Menschen, was zum Ausdruck kommt: Ich bin der Weg,
die Wahrheit und das Leben, keiner kommt zum Vater außer durch mich, die größte Hürde meiner Konversion. Also ich hab in diesen Jahren der beginnenden Umkehr und in meinem Buch: Mein Weg zu Maria, kommt immer wieder das Thema: Kann ich das glauben?
Ich hatte ja diese New Age Ideen da internalisiert, ja. Und dann kam Dominus Jesus und
ich habe das Dokument gelesen und hab mich nochmal mit der Frage auseinandergesetzt. Hab darüber einen Aufsatz geschrieben, der in diesem Buch veröffentlicht ist: Es ist kein Friede ohne Umkehr, der heißt: Sind Märtyrer intolerant? Da ist es eigentlich zusammen-
gefasst, da ist eigentlich auch schon die Antwort drin. Märtyrer sind so überzeugt und
ergriffen von Christus, dass sie ihr Leben geben, oft unter unfassbar grauenhaften Umständen, sie gehen bis zum aller äußersten, wie Christus selber. So überzeugt
sind sie von der Wahrheit. Aber sie sterben und nicht die andern sterben.
F: Das ist ja verkörperte Toleranz in dem Sinne …
In der Tat bis zum Äußersten, das ist Toleranz, das ist Toleranz, ja.

F: Kann man dann nicht eigentlich auch sagen, dass in der Person Jesu Christi und gerade in seinem Leiden, ich meine er hat sich ja umbringen lassen von seinen Feinden, von denen er wusste, dass die Anklage nicht richtig ist, hat er sich trotzdem umbringen lassen, er hat diese Unwahrheit letztlich auch toleriert, müsste dann nicht eigentlich auch für jemanden, der das jetzt rein objektiv liest, die Bibel, für einen New Age Bewegten, müsste da nicht
eigentlich eine unheimliche Bewunderung mitschwingen, dass man sagt, da hat jemand
so viel Toleranz bewiesen, dass er selbst dafür gestorben ist?
Das Problem ist, dass wenn ich im falschen Denken drin bin, was verbunden ist mit meinem Egoismus, das heisst wenn ich irgendwo in der Sünde drin bin, dann kommt gleichzeitig die Verblendung. Ich will diesen, ich will nicht herausgefordert werden, ich will in meiner ICH AG bleiben, ich will mir meine Religion so zusammenzimmern, dass es mir am besten, am bequemsten ist, und ich mein Leben so weiterleben kann wie ich will, im sexuellen Chaos und so weiter wie auch immer, ja. Und die ganze
Religion ist zu materialisieren, um in diesem Leben glücklich zu werden, ewig zu
leben, gesund zu sein und was es alles ist, ja, was wir uns alles so wünschen.
Deswegen findet die Auseinandersetzung nicht statt, sondern nur die Verteufelung
eigentlich des Christentums ja, es findet gar keine Auseinandersetzung mehr statt.
Es wird gesagt, das ist böse.
Und ich hab mich wie gesagt wieder damit auseinandergesetzt, und hab mir nochmal angeschaut die Passionsberichte in den Evangelien und hab die betrachtet. Und hab mich gefragt, warum ist denn Jesus eigentlich gestorben, wie war denn das, was dieses ganze Thema angeht? Und Jesus wird gefragt, also wer ihn ja da anklagt sind seine eigenen Leute, sind ja die Juden, und die fragen ihn: Bist du der Messias, der Sohn des Hochgelobten. Und Jesus sagt: Ich bin es. Und sagt weiter: Und Ihr werdet den Menschensohn zur Rechten der Macht sitzen und mit den Wolken des Himmels kommen sehen. Also die ganze Eschatologie, die Wiederkunft, also ganz groß reißt er das auf, ja. F: Dominus Jesus, das muss nochmal unterstrichen werden.
Ich bin es, mit allem drum und dran, ja. Da zerriss der Hohepriester sein Gewand und rief, wozu brauchen wir noch Zeugen, ihr habt die Gotteslästerung gehört.
Und jetzt können sie, bedauerlicherweise finden sie, ihn nicht selber umbringen, sondern sie brauchen den Pilatus. Und sie bringen ihn zu Pilatus und sagen, der hat Gott gelästert und wir wollen, dass er gekreuzigt wird. Und Pilatus sieht, dass er unschuldig ist, der sieht, also ein Verbrecher ist das eigentlich nicht. Außerdem ist er tolerant, ja. Der is n Weltbürger, der kommt aus Rom, was diese Juden da glauben ist ihm völlig egal, ja.
Und er möchte den eigentlich nicht umbringen und sucht jetzt immer n Ausweg wie er aus der Klemme rauskommt, ja. Dann fragt er ihn selber nochmal: Also bist du doch ein König? Und Jesus antwortete: Du sagst es, ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, daß ich für die Wahrheit Zeugnis ablege. Jeder der aus der Wahrheit ist, hört auf meine Stimme. Und dann sagt Pilatus: Was ist Wahrheit? Und geht raus. Geht raus zu der Masse, die schreit: Kreuziget ihn, ja. Das heißt er will nicht wissen, was Wahrheit ist und er ist nicht gefestigt. Und was tut er? Er merkt die wollen Blut sehen. Und dann denkt er ja, na ja vielleicht geht’s mit dem Geißeln, vielleicht reicht das Geißeln und lässt ihn erstmal geißeln. Der weiß der ist unschuldig… Aber er hat auch überhaupt keine Moral. Er ist tolerant. Und die Leute sind ihm auch wurscht, ja. Das heißt er lässt ihn geißeln. Das reicht ihnen aber immer noch nicht. Die wollen dass er gekreuzigt wird. Auch der Barnabas, mit dem kommt er auch nicht aus der Schlinge raus. Die Frau kommt noch, und sagt, ich hab n furchtbaren Traum, tu es nicht. Er ist dumm. Sehr oft sind Männer dumm, wenn sie nicht auf ihre Frauen hören in solchen Sachen, ja. Hätte er mal machen sollen, ja. Und die schreien. Und dann kriegen sie ihn, die die den Tod wollen. Die sagen: Wenn du ihn freilässt, bist du kein Freund des Kaisers. Jeder der sich als König ausgibt, lehnt sich gegen den Kaiser auf. Und da haben sie ihn, da sind sie nämlich in sein Machtsystem reingegangen.
Wenn der Kaiser gegen ihn ist, ist seine Position schlecht und dann sagt er:
OK, kreuzigt ihn. Und das ist der tolerante Pilatus.
F: Dann stellt er einfach sozusagen die Wahrheit nur noch in Frage: Was ist Wahrheit?
Und lässt das sozusagen offen die Frage.
Das ist für ihn nicht wirklich interessant. Na, was is n Wahrheit? Was is schon Wahrheit?
Das würde jeder andere auch sagen. Das bedeutet: Wenn wir heute sagen Christus ist
nicht der Sohn Gottes, da stehen wir auf der Seite des Pilatus und kreuzigen ihn wieder.
Und darüber müssen wir uns klar werden. Es ist keine sekundäre Frage, es ist keine kleine Frage. Das Christentum steht und fällt mit der Frage, ob wir hinter dem Anspruch Christi stehen, ich bin der Sohn Gottes, ich bin der Erlöser a l l e r Menschen. Und das müssen
wir uns klar machen, und da ist es wichtig ne Entscheidung zu treffen.
F: Wo sehen Sie da diesen Anspruch heute gefährdet oder wo sehen Sie dass die Kirche oder das Christen diesen Anspruch aufgeben?
Ja das passiert. Fragen Sie mal rum, oder wir sehen ja, wo sind die Christen, die das
noch glauben, noch wissen, von innen her wissen, ja Jesus Christus ist der Erlöser a l l e r
Menschen, und dies erstmal noch sagen, ja. Denn es sagen zu können wird man sofort
mit Fingern auf uns deuten und sagen: Du Fundamentalist, du bist der Friedensstörer.
Ja, man wird mit großer Emotion wird man sich gegen uns stellen, da können wir so
friedlich sein wie wir wollen. Wir dürfens nicht mehr sagen. Das heißt an dieser Stelle ist schon heute, und das verschlimmert sich, ja, also wir werden überall werden wir an den
Rand gedrängt, wir haben das zugelassen und der Prozess geht immer weiter.
Fast in jedem Beruf ist es schwer Christ zu sein. Also kriegen wir Schwierigkeiten und müssen Opfer bringen und kommen vor Entscheidungsfragen. Das ist die entscheidende Frage. Jeder muss sich als Christ darüber klar werden ob er das glaubt oder nicht, es ist keine
nebensächliche Frage.
F: Wo sehen Sie ganz konkret, sozusagen die Zeichen der Zeit oder Fragen der Zeit, wo dieser Anspruch vertreten werden muss. Und wenn man ihn aufgibt gibt man sozusagen auch Jesus Christus auf und stellt sich damit auf die Seite von Pilatus? Wo vielleicht polit. Fragen od. gesell. Fragen, wo es sozusagen ganz konkret wird. Zum Bsp. die Frage Europa?
Ja natürlich, Europa. Wenn man da anschaut diese ganze Diskussion über die Verfassung, dass der Gottesbezug nicht mehr drin sein darf, wird gerechtfertigt mit dem Relativismus. So als wollten die andern Religionen das. Die Islamis die stören sich daran an der absolut korrupten Gottlosigkeit unserer Gesellschaft, das ist das, was wirklich für sie unerträglich ist und wo sie uns eigentlich verachten dafür. Wenn wir gute Christen wären und sagen würden, wir glauben unserem Gott, hätten die gar nichts dagegen. Also das ist vorgeschoben. Und das Phänomen in unserer Zeit ist, dass wir Christen, die wir diese unglaublich wunderbare Kultur haben, ja, einfach wir zerstampfen sozusagen unser Christentum
selber. Und dann gibt’s sowas Absurdes wie in der Verfassung der EU, dass wenns um
die Tradition geht, woraus wir gewachsen sind, unsere Wurzeln, dann wollen sie sagen
die Griechen und die Aufklärung und das Christentum nicht erwähnen. Ich meine das
ist doch so verrückt, dass es offensichtlich ist, dass es Ideologie ist und Kräfte dahinter
sind, die das wollen.

Gabriele Kuby: Mein Weg zum Glauben
Es ist die verkehrte Botschaft, dass wir uns selbst erlösen können.
Und die ist unwahr und falsch, sie ist einfach falsch.

🔴 Und was macht ihr heute? Ihr erlaubt jenen, die falsche Götter anbeten, diesen Göttern Ehrerbietung zu erweisen auf Meinen Altären, die dazu bestimmt sind, Mir die Ehre zu
geben. Würden diese Heiden euch erlauben, in ihren Tempeln desgleichen zu tun?
🔴 Die Geschichte wiederholt sich. Die Heiden haben die Kirche Meines Vaters übernommen — und sie wurden hinausgeworfen. Wenn ihr Meine Kirche und Meinen Leib entweiht, dann taugt ihr nicht mehr dazu, Mir zu dienen, und Ich werde jeden Meiner gottgeweihten Diener, der Mich in dieser Weise verrät, hinauswerfen. Eure Sünden sind schwärzer als die Sünden derer, denen ihr in Meinem Namen dient, denn ihr werdet die Seelen, die ihr Mir wegnehmt, mit euch tragen. Es ist Zeit, dass ihr euch entscheidet. Entweder nehmt ihr Mich, Jesus Christus, so an, wie Ich Bin, und nicht so, wie ihr Mich gern hättet, — oder
ihr verleugnet Mich. Es gibt nichts dazwischen.

Euer Jesus
http://www.dasbuchderwahrheit.de/botschaften/2014/1155.htm

An Italian woman takes her daughter to her first communion, 1940

Biblischer Segen
4. Buch Mose 6, 24–26:
Der Herr segne dich und behüte dich;
der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig;
der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus. Philipper 4,7

Gott ruft uns auf zur Versöhnung und lädt uns alle an seinen Tisch. So gebt einander ein Zeichen des Friedens.
Abendmahl in der Gethsemanekirche 07.04.2019

Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder. Römer 8,14
Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein? Römer 8,31

Psalm 106:1
Danket dem HERRN; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.
Lobet den HERRN; denn er ist gut, und seine Gnade währet ewiglich.

Trage das Kreuz und es wird dich tragen. John Wesley





Thomas Müntzer
Weil sie den bitteren Christus nicht will, frißt sie sich am Honig ihrer süßlichen Frömmigkeit tot. Ihr fehlt der ganze Christus, weil ihr das bittere Kreuz abhanden gekommen ist.
Die Lehre vom bitteren Christus, das Zeugnis von dem alles umwälzenden Ernst des Kreuzes Christi steht im schärfsten Gegensatz zu dem erdichteten Glauben der allgemeinen
Frömmigkeit.

Die Universitäten sind die größte Verwirrung des Bibelwortes und werden es bleiben bis ans Ende der Tage. Sie machen aus den äußeren Dingen allerlei Wesens, aber das Wesen erkennen sie nicht. Sie können zu keinem Glauben kommen, weil sie noch in sich selbst geistreich sind. Sie sind noch nicht in die tiefste Dunkelheit eingehüllt, deshalb singt ihnen die Nachtigall des Heiligen Geistes auch nicht. Es fehlt ihnen das innerliche Wort in dem Abgrund ihrer Seele, weil sie sich einbilden, schon genug große Bücher zu haben.
Sie denken, sie können den Glauben mit menschlicher Theologie lehren, und sie haben noch nicht erkannt, daß der Glaube nur in dem Kreuz der äußersten Armut des Geistes
gegeben werden kann. Ihnen kann die Morgenröte nicht aufgehen, weil sie die Nacht verleugnen. Der Tag kann nicht anbrechen in ihren Herzen, weil sie sich mitten in der Nacht
einbilden, schon am Tage zu sein.

Bach – Cantate BWV 131 – Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir
J. S. Bach – “ Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir“ BWV 131
Johann Sebastian Bach. Aus der Tiefen rufe ich, Herr, zu dir, BWV 131
Bach – „Aus der Tiefen rufe ich, Herr, zu dir“ BWV 131/ Jos van Veldhoven
Nightingale singing. Nachtigall singt. Germany, Eifel
Don McLean – Vincent ( Starry, Starry Night) With Lyrics

In lumine tuo videbimus lumen.
In deinem Licht sehen wir das Licht.
Psalm 36,10

Dorothee Sölle: Wählt das Leben
Ich möchte mit einem amerikanischen Gesangbuchlied schließen, einem Zeugnis der Frömmigkeit aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts, das in sehr einfachen Worten eine christliche Grunderfahrung nennt. Wie individualistisch die auch immer gemeint war,
als Christen haben wir die Freiheit und das Recht, als Co-Autoren der Tradition aufzutreten und den alten Text uns anzueignen:

At the cross, at the cross
where I first saw the light
and the burden of my heart rolled away
it was there by faith
I received my light
and now I am happy all the day.

Es ist am Kreuz, wo wir das Licht zuerst sehen, nicht wenn wir geboren werden oder wenn wir das Meer oder die Sterne zum ersten Mal anschauen. Es ist am Kreuz, in der Mitte des Kampfes, wo wir das Licht erfahren und frei von unseren Ängsten werden.
Die Last der Sünde, unsere Machtlosigkeit in der Entfremdung rollt von unserem Herzen;
dort am Kreuz, wo Liebe gegen Gewalt kämpft, empfangen wir die Perspektive für
unser Leben.
Wir lernen uns als Kämpfende und als Leidende anzunehmen, das Licht ist bei uns.

Osterfreude von Paul Winter
„Bin ich es, der sagt, wo Gott sein soll, so werde ich dort immer einen Gott finden, der
mir irgendwie entspricht, gefällig ist, der meinem Wesen zugehörig ist. Ist es aber Gott,
der sagt, wo er sein will, dann wird das wohl ein Ort sein, der meinem Wesen zunächst gar nicht entsprechend ist, der mir gar nicht gefällig ist. Dieser Ort aber ist das Kreuz Christi. Und wer ihn dort finden will, der muss mit unter dieses Kreuz, wie es die Bergpredigt
fordert. Das entspricht unserer Natur gar nicht, sondern ist ihr völlig zuwider.“
Dietrich Bonhoeffer

The Passion of the Christ

He was wounded for our transgressions, crushed for our iniquities;
by His wounds we are healed. Isaiah 53

See, Mother, I make all things new.
If the world hates you remember that it has hated me first. Father, you can do all things.
If it is possible, let this chalice pass from me …
The Helper will come who reveals the truth about God. Remember also that no servant is greater than his master. If they persecuted me, they will persecute you. You must not be afraid. Father, into your hands I commend my spirit. Amen, I tell you on this day you shall be with me in paradise.
I cannot be with you much longer, my friends. You cannot go where I am going.
My commandment to you after I am gone is this … Love one another.
As I have loved you … so love one another.
You believe in me. You know that I am the Way, the Truth and the Life.
And no one comes to the Father but by me.

Wovon hat uns Jesus erlöst?
Jesus hat uns von Sünde und Strafe erlöst.
Er hat die unendliche Sünden-Schuld bezahlt. Nun kann sie uns nachgelassen werden in den Sakramenten und durch die Reue. „Sehet das Lamm Gottes, das hinweg nimmt die Sünde der Welt“ (Jh 1,19). Christus nahm die Sünde weg, indem Er sie auf sich nahm,
sich selbst zum Sühnopfer machte. Er hat uns auch erlöst aus der Knechtschaft Satans
(Röm 8,1), von der Todesfurcht (Jh 11.25; 1Kor 15,55), vom Druck des Leidens (Röm 8,18), von der Sinnlosigkeit des Daseins (Jh 8,12+14,6).

Gott hilft uns nicht immer am Leiden vorbei,
aber er hilft uns hindurch. Johann Albrecht Bengel
Mehr zum Thema: Auswege aus den Höllen des Lebens

„Wo Gefahr ist, wächst das Rettende auch“ Hölderlin

Hütet euch davor, christliche Marktschreier zu sein in dieser Welt. Solche gibt es genug.
Sie sollten ihren Mund in den Staub stecken und von Jesus lernen, daß man nur mit blutenden Händen Gottes-Dienst tun kann an den Menschen; daß nur mit blutenden Füßen Friede gebracht wird, und nicht Krieg. Wer noch nie bitterlich geweint hat über die Finsternis dieser Zeit, die Gott nicht aufnimmt, der ahnt nichts von dem Licht,
das in die Welt kommen will. Hanna Hümmer

Ragaz Gedanken
GABRIELE KUBY
familia Dei Joyce Meyer
Sören Kierkegaard Furcht und Zittern
Sören Kierkegaard Christ aus Leidenschaft
Ist da jemand – Adel Tawil – Aus Gottes Perspektive
Fragen zur Taufanmeldung
Papst: „Gott hat ein schlechtes Gedächtnis – er vergisst Sünden“
Die kirchliche Leere Gibt es einen Weg aus der Krise ?
Auszug aus Ägypten
JEAN ZIEGLER – DER OPTIMISMUS DES WILLENS Trailer
Jean Ziegler – Der Optimismus des Willens

Die Wolke von Giovanni Papini
She was burnt at the stake for dressing as a man.
Germanen Menschensohn – Ur-Evangelium vom Reich
Wie traurig das ist, das kleine Mädchen aus Syrien ist 8 Jahre alt,
hat ihre Beine verloren, bewegt sich auf Dosen..

Read More about Josefa’s Courageous Story Now!
Wenn Kinder leiden von Johann Christoph Arnold
Sister Rosetta Tharpe Didn’t It Rain Live In England 1964
Das Buch der Wahrheit

Glauben heisst: Ergriffen sein. 1922

Nicht die „Reichen“, die materiell und „geistlich“ Reichen, in ihrem Hochmut, ihrer Sicherheit, ihrer Herzverfettung verstehen Gott, sondern bloss die Armen. 1945

Das Beste, was von Menschen getan worden ist, ist in hoffnungslosen Lagen geschehen, und die Not ist oft genug die Mutter guter Dinge gewesen. 1918

Der Glaube ist ein Werk Gottes und auch eine Tat des Menschen. 1907

Die Glaubensmenschen verstehen Gottes Absichten, darum verkündigen sie die Zukunft, darum wagen sie Wege zu gehen, vor denen andere zurückbeben. 1907

Nur Glaubende können dem Reiche des Lebendigen dienen. 1936

Der Glaube ist eine Flamme, die durch Arbeit wächst und am Widerstand in die Höhe schlägt. 1907

Es gibt eine Wirklichkeit, die erst durch den Glauben wird oder durch den Nichtglauben nicht wird. So wartet eine ganze Welt nur auf den Glauben, um sichtbare Wirklichkeit zu werden. Eine ganze Welt wartet umsonst, weil wir nicht Glauben haben. 1936

Es gibt kein Fatum – auch kein fromm angestrichenes. Wenn irgend etwas, so gehört dies zum Wesenskern des Glaubens an den lebendigen Gott, der den Sinn der Bibel bildet.
Die Geschichte ist nicht der Ablauf eines fertiggestellten Apparates. 1932

Von alters her hat man die Treue mit dem Glauben in Zusammenhang gebracht:
Treu und Glauben! Der Zusammenhang ist tiefer, als viele ahnen. 1926

Römer 8, 28 Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten
dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.

Die Liebe und die Vorsehung Gottes stimmen ganz und gar überein. (HvB)

Wo noch Hoffnung ist, da ist kein Unterliegen.

Römer 8:38 : 38 Denn ich bin gewiß, daß weder Tod noch Leben, weder Engel
noch Fürstentümer noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges,
39 weder Hohes noch Tiefes noch keine andere Kreatur mag uns scheiden von
der Liebe Gottes, die in Christo Jesu ist, unserm HERRN.

Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein? Römer 8,31

Der Wille Gottes bringt uns an keinen Ort, an welchem die Gnade Gottes uns nicht versorgt. Billy Graham

Gott hört nie auf zu geben.
Lasst uns nie aufhören zu empfangen.
Teresa von Avila, (1515 – 1582)

Ist die Tür offen? Über die geistlich Armen von Christoph Friedrich Blumhardt
Der Heiland kennt solche Leute, die geistlich Armen, welche im Geiste sich unglücklich
fühlen, wenn Gott sich nicht bezeugt. Diese nennt er selig, weil diese ihn mit Freuden aufnehmen als den vom Himmel gekommenen und Gotteskräfte offenbarenden Heiland.
Solche Armut im Geiste, mit welcher sich der Glaube an den Heiland verbindet, rechtfertigt uns vor Gott… Die Selbstzufriedenheit und Ordentlichkeit im gewöhnlichen Leben rechtfertigt vor Gott nicht. Der Gerechte der Bibel ist der, der mit Gott leben will, der auch in der natürlichen Welt Gottesoffenbarungen sucht und die Hand des lebendigen Gottes haben will, wie Abraham, der immer wartete, ob und was Gott spreche.

Der Glaube lässt alles in einem neuen Licht erscheinen, das anders ist, als das Licht der Sinne. Wer aus dem Glauben lebt, hat das Herz voll neuer Gedanken, neuer Empfindungen und Neigungen, voll neuer Urteile. Neue Horizonte eröffnen sich ihm. Unter diesen beginnt der Glaubende ein neues Leben, ein der Welt entgegengesetztes und ihr geradezu verrückt erscheinendes Tun. Charles de Foucauld Mehr zum Thema: Glaube
Die Hochzeit zu Kana von Giovanni Papini

Dietrich Bonhoeffer

Heiliger Geist, gib mir den Glauben, der mich vor Verzweiflung und Laster rettet.

Christentum bedeutet Entscheidung.

Alles wandelt sich… Das Wasser, das du in den Wein gossest, kannst du nicht mehr heraus-schütten… Was geschehen, ist geschehen. Aber: Neubeginnen kannst du mit dem letzten Atemzug. Bertolt Brecht

Sorge nicht, wohin dich der einzelne Schritt führt:
Nur wer weit blickt, findet sich zurecht.
Dag Hammarsköld, UN-Generalsekretär 1953-1961

 

Ein zweischneidiges Schwert von Henri J.M. Nouwen
Das Evangelium verlangt eine Entscheidung, eine radikale Entscheidung,
eine Entscheidung, die nicht überall auf Lob, Unterstützung und Anerkennung stößt.

Arnold erinnert mich daran,
dass der Friede des Evangeliums nicht derselbst ist wie der Friede der Welt,
dass der Trost des Evangeliums nicht der Trost ist, den die Welt spendet,
dass die Milde des Evangeliums nichts mit weltlicher Toleranz zu tun hat, die alles gutheißt.
Arnold ist kein frommer oder sentimentaler Führer. Jedes seiner Worte entspringt seiner Erfahrung im Gemeinschaftsleben, wo Nachfolge gelebt wird. Die Gemeinschaft ist der Ort, wo wir geprüft und gereinigt werden. Die Gemeinschaft ist der Ort, wo wir lernen, was Vergebung und Heilung bedeuten. Die Gemeinschaft ist der Ort, wo wir lernen, wer unser Nächster ist. Die Gemeinschaft ist die wahre Schule der Liebe. Arnold hat sein Leben lang
in Gemeinschaft gelebt. Er wusste, was Gemeinschaft von einem fordert und was sie einem gibt. Am besten wusste er, dass Gemeinschaft der Ort ist, wo wir dem Christus des Evangeliums begegnen.

Wer nichts waget, der darf nichts hoffen.
Schiller: Wallensteins Lager 7. (Wachtmeister)

Ein Ruf zur selbstlosen Liebe von Meister Eckhart

Lernen Gottes Willen zu wollen
Nichts macht einen Menschen mehr zu einem wahren Menschen, als wenn er seinen eigenen Willen aufgeben kann. Der einzige vollkommene und wahre Wille entsteht, wenn wir in Gottes Willen eingehen und ohne Selbstwillen sind. Die Vollkommenheit des menschlichen Willens besteht darin, in Harmonie mit dem göttlichen Willen zu sein, indem wir nur
wollen, was Gott will und den Weg, den er dafür wählt, annehmen.

Als der Engel Maria erschien, gab es nichts was sie je hätte tun können um die Mutter Gottes zu werden; aber im gleichen Moment als sie ihren eigenen Willen aufgab, wurde
sie die Mutter des ewigen Wortes und empfing Gott in dieser Stunde.

Gott hat sich noch nie einem fremden Willen gegeben, und er wird das auch nie tun.
Nur wo er seinen eigenen Willen findet, wird er sich selbst mitteilen und bleiben, mit allem was er ist.

Gott wird taub wenn wir Tag und Nacht rufen “Herr, dein Wille geschehe.” Und dann, wenn Gottes Wille geschieht, sind wir entrüstet und mögen es überhaupt nicht. Wenn unser Wille Gottes Wille wird ist das gewiss gut; aber wieviel besser wäre es, wenn Gottes Wille zu
unserem Willen wird …

Jeder der durch die Gnade Gottes seinen Willen völlig und ganz mit Gottes Willen vereint, braucht in seinem inbrünstigen Verlangen nur zu sagen: „Herr, zeige mir was dein innigster Wille ist und gib mir die Kraft ihn zu erfüllen!“ Und Gott wird das tun, so wahr er lebt, und zwar vollkommen und überfließend.

Niemand muss denken, dass dies unmöglich zu erreichen ist, denn es ist Gott, der dies tut. Manche sagen vielleicht, dass sie das nicht haben. Ihnen kann ich nur sagen, dass sie mir leid tun. Wenn du allerdings noch nicht einmal danach verlangst, dann tust du mir noch mehr leid. Wenn du es nicht hast, dann verlange wenigstens danach! Und wenn du selbst das Verlangen nicht hast, dann sehne dich doch wenigstens nach diesem Verlangen!

Abtreibungsüberlebende Gianna Jessen❤

Gianna Jessen – Abtreibungsüberlebende in Australien 1/2
Gianna Jessen – Abtreibungsüberlebende in Australien 2/2


Das Flehen des Aussätzigen von Gerhard Lohfink



Đại Kỷ Nguyên – Quà tặng tâm hồn

Zur Freude geschaffen von Alice von Hildebrand

„Im Zweiten Weltkrieg war ich auf einem der letzten amerikanischen Schiffe, die Frankreich verließen. Unser Schiff wurde von einem deutschen Unterseeboot aufgebracht, und wir bekamen eine Stunde Zeit, um das Schiff zu verlassen. Ich war fest davon überzeugt, dass wir sterben sollten. Absolut! Und ich hatte ein überwältigendes Erlebnis. Im Bruchteil von Sekunden sah ich mein ganzes Leben vor mir in den ausführlichsten Einzelheiten, die man sich denken kann. Es war unglaublich. Was sah ich?

Gott hat jeden Menschen für eine bestimmte Aufgabe geschaffen. Das geschieht aus Liebe zu dir, zu mir, zu jedem. Das Problem ist, dass wir unsere eigene Pläne machen. Wir wollen sie auf bestimmte Art und zu einer bestimmten Zeit verwirklicht sehen. Und dann werden wir ärgerlich, wenn unsere Pläne sich nicht so konkretisieren, wie wir uns das vorgestellt haben. Und doch kommen wir in unserem Leben an einen Punkt wo wir sagen:
„Du, o Gott, musst mich führen.“

Die heilige Theresa von Lisieux sagte einmal etwas, das mir großen Eindruck machte:
„Ich mag das am liebsten, was Gott für mich ausgewählt hat.“ Du lieber Gott, was will man wirklich noch mehr? Wenn Gott es für mich wählt, ledig zu bleiben, soll ich dann
sagen: Das ist mir das liebste?

Ich weiß, was wir uns wünschen ist manchmal sehr töricht, doch was Gott für uns wählt, ist immer das Beste. Ich meine, er hat mir mein Gesicht ausgewählt. Ich habe mein Gesicht nicht selbst gewählt. Ich könnte zu ihm sagen, wir haben nicht den gleichen Geschmack. Denn es gibt Menschen, die sind so schön, dass ich nicht anders kann als mir zu sagen, dass ich wünschte ich wäre wie sie. Aber Gott weiß was ich gemacht hätte, wenn ich ein schönes Gesicht bekommen hätte. Jeder würde es sehen und ich würde in schreckliche Versuchungen gestürzt – ich hätte mich für eine Königin gehalten und geglaubt, dass ich auf alles Anspruch habe.

Mit leiblicher Schönheit passiert es leicht, dass man sich in sich selbst verliebt, wie der griechische Hirte Narcissus, als er sein Gesicht entdeckte. Hier auf Erden haben wir das Gesicht, das Gott für uns ausgewählt hat, aber ich glaube, dass wir in der Ewigkeit das Gesicht haben werden, das wir verdienen. Jede Tat der Liebe, jedes anständige und
geduldige Verhalten und jede Selbstlosigkeit hinterlassen für die Ewigkeit Spuren
in deinem Gesicht.

Glauben zu haben ist ein unendlicher Segen; zu glauben, dass es einen Gott gibt, der dich geschaffen hat und der dich liebt und weiß, dass du eine unsterbliche Seele hast. Achte auf deine Seele. Um das geht es. Was immer dir geschieht, sage dir „Mein Gott, ich hätte es vielleicht anders gewählt, aber es ist deine Wahl. Und deshalb liebe ich es.“
Ich glaube, das ist der Schlüssel zum Sinn des Lebens.

Wir müssen unser Dasein so weit, als es irgend geht, annehmen; alles, auch das Unerhörte, muss darin möglich sein. Das ist im Grunde der einzige Mut, den man von uns verlangt: mutig zu sein zu dem Seltsamsten, Wunderlichsten und Unaufklärbarsten, das uns begegnen kann. Dass die Menschen in diesem Sinne feige waren, hat dem Leben unendlichen Schaden getan. Rainer Maria Rilke (1875-1926)

Wer es von sich weiß, dass er Leiden und Trübsal in seinem Leben nur als etwas feindliches, Böses ansieht, der kann daran erkennen, dass er den Frieden mit Gott noch gar nicht gefunden hat. Dietrich Bonhoeffer

Martin Luther formulierte in der 14. seiner 95 Thesen:
„Ist die Liebe (zu Gott) unvollkommen, so bringt… das notwendig große Furcht”.
Und in seinem Kommentar zu dieser These spitzte er zu, dass letztlich die Furcht auf
einen Mangel an Gottesglauben zurückzuführen sei, auf ein defectum fidei.
Befreit von Furcht – ermutigt zur Gewaltfreiheit

Jesusnachfolge Im Dunkeln sehen (Teil 1)

Glaub mir: Es lebt mehr Glauben in einem ehrlichen Zweifel
als in den meisten Glaubensbekenntnissen.

—Alfred Lord Tennyson

Glaube ist eine treibende Kraft der menschlichen Existenz selbst. Paul Tillich hat darauf hingewiesen, dass wir alle ein äußerstes Anliegen haben – einen Gegenstand höchster Bindung, von dem und für den wir leben. Oder, wie G.K. Chesterton gesagt hat, wenn Leute behaupten, nicht an Gott zu glauben, „fangen sie nicht an, an nichts zu glauben; sie glauben an irgendetwas.“ Wir alle sind Gläubige. Glaube ist nicht eine menschliche Möglichkeit.
Bewusst oder unbewusst lebt jeder von uns durch gewisse Glaubens-Bindungen.

Wir setzen nicht nur bestimmte Dinge über das Leben voraus, sondern haben Überzeugungen, die, wenn wir ehrlich sind, unser Faktenwissen überschreiten. Ohne diese Überzeugungen wären wir nicht im Stande, Dinge zu verknüpfen und unsere Welt zu einem Universum zu machen. Die Frage ist dann also nicht, ob wir glauben, sondern was und wie wir glauben. Auch ein reiner Rationalist glaubt. Sein Glaube an die Vernunft ist mehr,
als die Vernunft an sich erfüllen kann.

Wir sind was wir glauben, aber was sollen wir glauben? Ein Teil der Antwort liegt paradoxerweise in der Rolle des Zweifels. Ein wahrer Glaubender ist ein guter Zweifler. In der Tat, wie gut oder tief eine Person glaubt, hängt davon ab, wie gut er oder sie zweifelt.
Wenn Glaube sieht, sieht er in der Dunkelheit. Auf eigenartige Weise kann der Funke
des Zweifels das Feuer des Glaubens entfachen. Solch ein Funke bedeutet Konflikt und Reibung und manchmal Krise, aber wenn wir das bejahen, kann es uns ermöglichen,
uns inmitten der Unsicherheiten des Lebens zu bewegen.

William James hat einmal gesagt: „Bei einigen Leuten ist der Glaube eine dumpfe Gewohnheit, bei anderen ein akutes Fieber.” Echter Glaube ist nie ereignislos oder automatisch; er ist so fest und tief, wie er erprobt und geprüft worden ist. Obwohl zu glauben eine bewusste Handlung ist, die auf einem verbindlichen Entschluss beruht, ist ein lebendiger Glaube gewöhnlich die Frucht schwerer Kämpfe und tiefen Suchens und dementsprechend voller Narben. Das ist so, weil das Ziel des Glaubens die Wahrheit ist:
die Wirklichkeit, so wie sie ist, selbst wenn sie nur undeutlich zu erkennen ist.

Ob es gerechtfertigt ist oder nicht, wir glauben, dass unsere tiefsten Überzeugungen, jener Glaube, den wir nicht beweisen können, auf den wir uns dennoch völlig verlassen, gut und richtig ist. (Röm 12,9) Instinktiv flieht der Glaube vor der Falschheit, so sicher wie er den Unglauben meidet. Deshalb sind Zweifel und Glaube miteinander verwandt in dem Streben nach Wahrheit. Anders ausgedrückt: echter Zweifel ist die Leidenschaft des Glaubens für die Wahrheit. In des Glaubens Kern gibt es ein Zweifeln, das die Sehnsucht des Herzens, das Bedürfnis des Verstandes und die Forderung des Willens ernst nimmt, dass das, was wir glauben, tatsächlich vertrauenswürdig ist.

Einen Glauben zu schmieden, der den Dingen widersteht, die ihn untergraben wollen, schließt Infragestellung und Kampf ein. Nur dann gewinnt man die Gewissheit des Friedens. Und selbst wenn man diese Gewissheit besitzt, wird der Glaube selbst nach
weiterer Verfeinerung streben; er wird immer wieder geprüft und gereinigt werden.
Und das bedeutet: Zweifel. Mit Worten von George McDonald:

Zweifel sind die Boten des lebendigen Gottes, um das ehrliche Herz wach zu rütteln.
Sie sind das erste Klopfen an unsere Tür von Dingen, die wir noch nicht verstanden haben, aber verstehen sollen. Ihnen widerfährt normalerweise dieselbe ungastliche Aufnahme wie Engeln, die nicht in ihrer eigenen Gestalt kommen. Zweifel müssen jeder tiefer gehenden Gewissheit vorangehen. Denn was wir zuerst sehen, wenn wir in unbekannte, unerforschte,
unerschlossene Gebiete blicken, sind Unsicherheiten.

Der Apostel Johannes schreibt: „Glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, um
zu sehen, ob sie von Gott sind.“ (1. Joh 4,1)
. Ernest Hemingway hat einmal gesagt, dass wir, um ein Leben gut und frei von Täuschung zu leben, einen eingebauten Mist-Detektor brauchen. Nur auf diese Weise können wir eine eingebaute Liebe zu dem besitzen, was kein Mist ist. Echter Glaube, wie die Liebe, verabscheut das Böse und hält fest am Guten (Röm 12,9). Der Glaubende weiß, dass er das Gute und Wahre nur dann erfasst werden kann, wenn das Schlechte und Falsche erkannt wird. Der Unterschied zwischen Glaube und Vernunft ist
daher nicht ein Unterschied zwischen Herz und Kopf, sondern liegt in der Bereitschaft des Glaubens, sich anzuvertrauen über das hinaus, was unsere Sinne berühren, sehen, fühlen, tasten und hören können, oder was unser Verstand begreifen kann.
Glaube ist nie eine Selbstverständlichkeit. Paul Tournier bemerkte einmal: „Wenn es keine Möglichkeit des Zweifelns mehr gibt, gibt es auch keine Möglichkeit mehr zu glauben.
Gesunde Zweifel bringen uns voran, sie werfen uns nicht zurück – wenn, aber auch nur wenn – wir aus Liebe zur Wahrheit zweifeln.

Jesusnachfolge Im Dunkeln sehen (Teil 2)

„In der Lüge begeht der Geist Verrat an sich selbst.“

  • Martin Buber, Gut und Böse

Keiner will je an eine Lüge glauben. Wenn wir an etwas glauben, glauben wir, dass es
wahr ist – etwas, worauf wir uns verlassen können, das uns nicht enttäuscht.
„Das Herz kann nicht etwas anbeten womit der Verstand nicht übereinstimmt“,

schreibt Robert Thomas Fertig. Ebenso wenig kann der Verstand in etwas ruhen,
was das Herz nicht umfassen kann.

Genau so war es mit dem Glauben von Johannes dem Täufer – den Jesus rechtschaffen und heilig nennt, den größten aller Propheten vor ihm (Mk 6,20; Mt 11,11). Als Johannes im Gefängnis war, sandte er seine Jünger zu Jesus, um ihn zu fragen: „Bist du der Eine, der kommen soll, oder sollen wir auf jemand anderen warten?“ (Mt 11, 2-3). Jesus antwortete: „Geht zurück und berichtet Johannes, was ihr hört und seht: Blinde sehen, Lahme gehen,
Aussätzige werden rein, Taube hören, Tote stehen auf und den Armen wird die Frohe Botschaft verkündet.“
(Mt 11,4-5). Jesus verstand Johannes‘ Frage. Seine Anfrage erschien ihm sinnvoll, denn das Gegenteil von Glaube ist nicht Zweifel sondern Unglaube. Johannes‘ Frage entsprang nicht einem Mangel an Glauben, sondern kam aus der Tiefe des Glaubens. Anstatt Johannes also zu tadeln, hat Jesus dessen Schüler angewiesen, ihm die Beweise seiner Messianität zu berichten. Jesus hat vollkommen verstanden, dass hinter dem Fragen von Johannes ein ernstes und leidenschaftliches Verlangen, ja eine Bereitschaft stand, zu glauben.

Johannes’ Glaube schloss das Überprüfen nicht aus. Glauben hat seine eigenen Gründe, wie Pascal es einmal ausdrückte, aber es hat Gründe. Wenn Abraham also bereit war, Isaak als Opfer zu geben, so tat er das, weil er „Grund zur Annahme hatte, dass Gott den Tod überwinden konnte“ (Heb. 11,19). Sein Glaube war kein leichtsinniger, blinder Sprung. Er war auf das Versprechen des Einen gegründet, der, durch Sarah, seine Vertrauenswürdigkeit bewiesen hatte.

Und was ist mit dem „zweifelnden Thomas“? Hat Jesus nicht gesagt, „Hör auf zu zweifeln und glaube“? Hat er nicht erklärt, „selig sind die, die nicht sehen und doch glauben“?
Ja, gesegnet sind die, die glauben, ohne die Hände und die Seite von Jesus berührt zu
haben. Nichts desto weniger erscheint Jesus dem Thomas genauso, wie er dem Rest der Jünger erschienen ist, um ihnen genau seine Hände und seine Seite zu zeigen. Er kam, wie der Apostel Johannes später schrieb, „damit sie glauben mögen, dass er der Christus war“ (Joh. 20,31). Jesus hielt Thomas seine durchbohrten Hände nicht als Zurechtweisung hin, sondern als Gnade. Wie die anderen Jünger, die Jesus verlassen hatten, musste auch Thomas den auferstandenen Herrn selbst erleben. Als das geschehen war, konnte er
seinen gekreuzigten Herrn anzubeten.

Echter Glaube ist so sehr ein Feind von Fanatismus und Intoleranz wie die größte Skepsis. Aus dem Grund eignet sich ein Glaubender nicht nur das an, was überweltlich gegeben ist, sondern alles, was zum menschlichen Wesen gehört, einschließlich der rationalen, intuitiven und moralischen Dimensionen der Existenz. Die Gewissheit des Glaubens steht jedem Stolz fern, sei er intellektuell oder nicht. Elton Trueblood spricht vom Glauben als einer Art „geheiligtem Skeptizismus“. Es ist offen für kritisches Hinterfragen, bedenkt gegenteilige Perspektiven, heißt wahre Einsichten willkommen und – das ist wohl das Wichtigste –
stellt sich aufrichtig seinen eigenen Fragen. Wie G. K. Chesterton es einmal ausdrückte,
“Nur einen offenen Geist zu haben ist nichts; der Zweck ist, seinen Geist zu öffnen, so wie man seinen Mund öffnet, um ihn wieder zu schließen und auf etwas Festes zu beißen.“

Der Glaube sucht das Verstehen: er ist offen, weil er wahrhaftig sein will. Als der Apostel Paulus nach Athen kam, hat er sich alle Götzen sehr genau angeschaut. Als er einen Altar bemerkte, der dem „unbekannten Gott“ geweiht war, nutzte er die Philosophie der Stoa und der Epikureer, um einen Anknüpfungspunkt zu finden und dann seine Zuhörer anzusprechen. Ein Glaube, der retten kann, ist offen für ein weites Spektrum der Wahrheit, obwohl er nie offen für das Unechte und Falsche ist. Er wird die Gegenansprüche von verschiedenen Standpunkten aufgreifen und sogar untersuchen, aber nicht, weil er alles als eins oder gleich ansieht, sondern weil er weiß, dass Gott unter allen Menschen und in
allen Dingen am Werk ist
(Apg, 14,14-18).

Es ist ein Fehler zu denken, dass Glauben sich vor Kritik oder Fragen schützen sollte.
Gegensätzlichkeit, ja selbst Widerspruch kann ein Instrument der Reifung sein, und wenn das so verstanden wird, kann der Glaube die Herausforderung annehmen.
Ein Narr ist nicht wer zweifelt, sondern wer etwas glaubt, was er oder sie nie infrage gestellt hat
. Letzten Endes ist es nicht Glaube, der Intoleranz hervorbringt, sondern Angst. Im Gegensatz zu der Sicherheit des Glaubens, kommt die Gewissheit der Engstirnigen nicht aus dem freien Vertrauen, zu wissen und tun, was recht ist, sondern aus Angst vor
der Demütigung, nicht mehr als unfehlbar dazustehen.

Zu glauben erfordert Mut. Aber das ist nicht auf den Glauben beschränkt. In den Screwtape Letters weist C.S. Lewis darauf hin, dass Mut „die Form einer jeden Tugend an ihrem Erprobungspunkt ist, also an dem Punkt ihrer höchsten Wirklichkeit. Keuschheit, Ehrlichkeit oder Barmherzigkeit, die unter Belastung nachgibt, wird nur bedingt keusch oder ehrlich oder barmherzig sein. Pilatus war so lange barmherzig, bis es riskant wurde.“ Wenn wir es schwierig finden zu glauben, kann es sein, dass wir eigentlich davor zurückschrecken, zu zweifeln – die Dinge einer Überprüfung zu unterziehen, die fälschlicherweise Anspruch auf unser Leben erheben. Diese Angst, unter dem Deckmäntelchen des Glaubens, begegnete mir das erste Mal, als ich über die Kriegsfrage nachzudenken begann. Als studierter Philosoph, ebenso als typischer Amerikaner, habe ich geglaubt, dass Töten, wenn auch bedauerlich, manchmal  notwendig und gerechtfertigt sei. Wenn ich allerdings meinen Glauben ernst nehmen und mich an die Heilige Schrift halten wollte, so empfand ich, müsse ich mindestens meine Überzeugungen im Licht dessen nachprüfen, was Jesus lehrt. Vielleicht müsste ich meine moralische Einstellung in Bezug auf das Töten ändern –
wie viele andere meiner Ideen.

Nach einem Jahr ernsthaften Nachforschens begann ich einige Schlussfolgerungen zu ziehen. Es war genauso, wie ich gedacht hatte, dass es manchmal richtig ist, zur Waffe zu greifen – besonders wenn es um die Verteidigung von Unschuldigen ging. Aber dann begegnete mir John Howard Yoders Buch Die Politik Jesu. Als ich halb durch war, schwirrte mir der Kopf. Ich war so überrumpelt von Yoders Argumenten gegen die Anwendung von Gewalt, dass ich einfach unfähig war zu verarbeiten, was er sagte. Es war, als ob ich niemals zuvor über die Kriegsfrage  nachgedacht hätte. Ich musste entweder ganz von vorne beginnen, sorgfältig jedes von Yoders Argumenten analysieren und dabei meine eigenen überdenken, oder darauf vertrauen, dass ich dieses Thema ausreichend abgehandelt hatte – und Yoder beiseitelegen. Ich entschied mich für Letzteres. Diese Entscheidung basierte nicht auf dem Wunsch, die Wahrheit herauszufinden, sondern auf der Angst, falsch zu liegen und mich ändern zu müssen. Tief in meinem Innern spürte ich, dass meine Argumente wackelig waren.

Wenn Sokrates richtig lag mit dem ungeprüften Leben und dass ein solches Leben nicht lebenswert ist, dann gilt das mit Sicherheit auch für einen Glauben, der nie geprüft wurde. Wer sich allem Zweifel verweigert, wer es also ablehnt, in dieser Spannung der Unsicherheit zu leben, der „glaubt“ nur aus Gewohnheit. So ein Glaube ist nicht nur ungeprüft sondern eine Flucht; er ist leblos und unecht. So etwas ist, wie Sartre es ausdrücken würde, „schlechter Glaube“.

Jesusnachfolge Im Dunkeln sehen (Teil 3)

„Gott ist nicht das Resultat logischer Schlussfolgerungen, ebenso wenig wie sich am Ende einer Diskussion der Seelenfrieden einstellt.“

-Warren Wiersbe

Von meiner Ausbildung her bin ich Philosoph. Das heißt, dass auf der Suche nach Wahrheit eine Überprüfung durch die Vernunft stattfinden muss. Etwas zu wissen bedeutet auf jeden Fall, dass der eigene Glaube nicht einfach wahr ist, sondern dass es eine vernünftige Rechtfertigung dafür gibt, an seine Wahrheit zu glauben. Das Herz mag damit zufrieden sein, etwas zu glauben und anzubeten, was es nicht vollständig begreift, aber nicht der Verstand. Glaube übersteigt zwar Wissen, aber wenn er irgendeinen Wert für uns haben soll, dann darf er nicht dem widersprechen, was wir als wahr begreifen. Eberhard Arnold beobachtete, dass „ein ungeteiltes Herz kein geteiltes Leben dulden kann.“ Kurz gesagt, wir sollen den Herrn, unseren Gott, lieben mit ganzem Herzen, Seele, Verstand und Kraft. Aber was passiert, wenn unser Denken und unser Glauben nicht zusammenpassen? Trotzdem glauben? Zunächst mal nicht mehr glauben? Den Glauben ganz und gar über Bord werfen? Pascal schrieb:  „Wir müssen wissen, wann es Zeit ist zu Zweifeln, wann an Gesichertem festzuhalten und wann zu Gehorchen.“ Die Dynamik des Glaubens existiert in dieser Spannung – der Spannung zwischen dem, was er weiß, und dem, was er nicht versteht – und wie er mit beidem umgeht. In seinen Gedanken beschreibt Pascal, „es gibt immer genug Licht, um die Erwählten zu erleuchten und genug Dunkelheit, um sie zu demütigen.“ Kurz gesagt: Glauben bedeutet nicht Sehen, aber der Glaube ist auch nicht blind.
Er erkennt, dass die Wahrheit, die er besitzt, immer noch besser verstanden und noch
verbindlicher gelebt werden kann. Einem lebendigen Glauben und einer gesunden Überzeugung wohnt eine Demut inne, die von Sicherheit zeugt. Die Ungewissheiten des Glaubens brauchen uns  nicht in Angst und Verzweiflung zu stürzen.
In der Tat können die Gefahren des Zweifelns, wenn sie in Demut angenommen werden, unseren Glauben reinigen. Einer meiner Studenten schrieb einmal:

Diejenigen, die glauben, dass sie an Gott glauben,
aber ohne Leidenschaft im Herzen,
ohne Ringen mit dem Verstand,
ohne Zweifel,
ohne Verzweiflung,
die glauben nur an die Idee von Gott,
nicht an Gott selber.

Das ist mir klar geworden, als meine Frau selber in eine ernsthafte Glaubenskrise geriet.
Sie war mehr als zehn Jahre lang eine ernsthafte, engagierte Christin gewesen – sehr leidenschaftlich in ihrem Glauben. Als aber einige ihrer besten Freunde versuchten, sich umzubringen, einige unserer engsten Freunde, unter ihnen auch Pfarrer, sich scheiden ließen, und dann auch noch ihre eigenen Eltern sich trennten, begann ihr Glaube, Risse zu bekommen. Warum unternahm Gott nicht irgendetwas? Warum greift er nicht ein und ändert die Dinge? Was bedeutet Gott, wenn die Leben der Menschen, die du liebst, einfach im Zerbruch enden? Warum noch glauben, warum sich bemühen zu lieben und Zeugnis zu
geben über die Güte Gottes, wenn sich sowieso nie wirklich etwas ändert? Für mehrere Jahre kam meine Frau ins Trudeln. Aber trotz aller Nöte dieser Zeit benutzte Gott die Energie des Zweifels und der Enttäuschung, um all das wegzubrennen, was sich in den Glauben meiner Frau eingeschlichen hatte. Gott wollte in ihr einen reineren Glauben hervorbringen; ein kindliches, grenzenloses und bedingungsloses Vertrauen.

Aus seiner Güte, aus seiner „strengen Barmherzigkeit“ hatte Gott den Glauben meiner Frau niedergerissen, um Raum für das Eigentliche zu schaffen. In ihrer Sehnsucht, zu sehen, wie sich das Leben von Menschen ändert, hatte sie die Reinheit ihrer ersten Liebe unabsichtlich untergraben. Sie hatte das, was Gott tun konnte, mit dem verwechselt, was er tun würde. Gott wollte, dass sie ihn nach seinem Willen kennen lernt; dass sie ihn erkennt, wie er wirklich ist, und nicht, wie sie ihn sich vorgestellt hatte. Gott wollte ihren Glauben von Fremdkörpern befreien, von Vorstellungen, die ihren Blick auf den trüben mussten, der er wirklich war. Sie musste erkennen, dass ihr Glaube nicht mehr auf Gott und seinen Willen ausgerichtet gewesen war, sondern auf ihren Willen und ihre Ideen. So arbeitete Gott durch diese quälenden Zweifel in ihr, um sie zu einem reineren, weniger irreführenden Glauben zu führen. Als sie am Rande des Unglaubens war, nahm Gott das Stutzmesser des Zweifels und benutzte es, um alles Trennende zwischen ihr und ihm wegzuschneiden. Gott musste meiner Frau zeigen, dass es für sie wichtiger war, sich um ihn zu kümmern als um ihren Glauben.

Kierkegaard behauptet, dass die Reinheit des Herzens darin besteht, eine Sache zu wollen. Hierin liegt die Bedeutung des zweifelnden Glaubens. Weil Glauben selbst schon kontingent ist, muss er ständig seinen eigenen Untergang erleben. Kierkegaard erinnert uns daran, dass unsere höchste Perfektion nicht darin liegt, zu glauben, sondern Gott zu brauchen. Unser Glaube kann sich nicht mit Gottes Liebe vergleichen. Wenn wir das vergessen, ersetzen wir zu leicht die Dinge, die unseren Glauben stützen mit dem Einen, der allein unseres Vertrauens wert ist. Mag es Gründe geben oder Erfahrungen oder Erlebnisse aus der Vergangenheit oder Versprechungen für die Zukunft, wir sind in steter Gefahr,
das Geschaffene für den Schöpfer einzutauschen.

C.S. Lewis bemerkte einmal: „Mein Gottesbild ist kein göttliches Bild. Es muss wieder und wieder zerbrechen. Er ist der große Bilderstürmer.“ Der Schlüssel zum Glauben liegt darin, Gott Gott sein zu lassen. Echter Glaube erkennt seine Schwäche an, das ist etwas, woran uns unser Zweifel erinnert. Wenn die Quellen der Zuversicht lediglich aus uns selbst heraus sprudeln, dann wird Gott uns zeigen, wie leer wir in Wirklichkeit sind, indem er die Götzen zerschmettert, die wir in unseren Glauben hineingeschmuggelt haben.

Glaube ist nie so echt oder so lebendig, wie wenn er durch die Prüfung seiner eigenen Schwäche geht. Das Feuer des Glaubens brennt am stärksten im Ofen der Unsicherheit. Deswegen sucht der Glaube immer wieder Neuland. „In solchem Vertrauen gehorchte Abraham, als Gott ihn rief. Er brach auf in das Land, das er als Erbbesitz bekommen sollte, und verließ seine Heimat, ohne zu wissen, wohin er kommen würde.“ (Hebr. 11,8) Abrahams Mut zu Glauben und zu Vertrauen stand in direktem Zusammenhang mit seiner Bereitschaft, die Vorherrschaft und die Sicherheit seines eigenen Zuhauses aufzugeben.

Der Gläubige ist nicht derjenige, der sich hinter einer Wand versteckt – einem Dogma oder Glauben. Lebendiger Glaube lässt zu, dass Zweifel alles aus dem Weg räumt, was verwässert, vermüllt oder verheddert. Der eigene Glaube gehört einem nicht. Er ist aus dem Geist geboren, ein Geschenk. (Eph 2,8) Ihm ist nichts eigen, außer vielleicht seine eigene Zerbrechlichkeit. Glaube ist uns von dem Gegeben, der uns besitzt. Je mehr wir das erleben, das Ergriffenwerden von dem, was Thomas Francis die „himmlische Meute“ nennt („the hound of heaven“), desto mehr werden wir frei werden von dem Drang, zu begreifen, was wir ohnehin nicht verstehen können. Und ein Gott, der begriffen werden kann, wäre meiner Ansicht nach ohnehin nicht wert, verehrt zu werden.

Eremiten in einer Felshöhle, Unbekannter Künstler, 19. Jh

Die drei Greise von Leo Tolstoi
Mutter Teresa (1910-1997), Ordensgründerin
Der einfache Weg!
Die Frucht der Stille ist das Gebet.
Die Frucht des Gebetes ist der Glaube.
Die Frucht des Glaubens ist die Liebe.
Die Frucht der Liebe ist das Dienen.
Die Frucht des Dienens ist der Friede!

Es ist nicht notwendig, dass wir alles mit unserem Verstand begreifen. Viel wichtiger ist
es, im Herzen und mit unserem ganzen Wesen zu erfahren, dass wir Gott vertrauen und glauben dürfen. Wenn wir uns in innerer Not befinden, heißt es, sich selbst vergessen und im täglichen Dienst für seine Mitmenschen da zu sein. Dann wird Gott uns auch helfen.
Es ist nicht unbedingt gut, immer über uns und unsere Probleme zu sprechen oder unsere Schwierigkeiten anzubringen. Gott weiß, was uns Not tut, noch ehe wir ihn bitten.
J. Heinrich Arnold Quelle: Leben in der Nachfolge

Da sprach Jesus wiederum zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch:
Ich bin die Tür für die Schafe. Johannes 10:7

Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir nach;
Johannes 10:27

Ich bin der Gute Hirte. Der Gute Hirte gibt sein Leben für die Schafe hin.
Der Mietling, der nicht Hirte ist, und dem die Schafe nicht gehören, verläßt die Schafe
und flieht, wenn er den Wolf kommen sieht. Dann raubt der Wolf sich von den Schafen
und zersprengt die Herde. Johannes 10:12

Diesem öffnet der Türhüter, und die Schafe hören auf seine Stimme, und er ruft seine
eigenen Schafe beim Namen und führt sie heraus. Johannes 10:3

Und wenn er seine Schafe herausgelassen hat, geht er vor ihnen her; und die Schafe folgen ihm nach, denn sie kennen seine Stimme. Johannes 10:4

Ich selbst will meine Schafe weiden und sie lagern, spricht Gott, der Herr.
Hesekiel 34:15

Habe acht auf das Aussehen deiner Schafe, und nimm dich der Herden an!
Sprüche 27:23

Wehe den Hirten, welche die Schafe meiner Weide verderben und zerstreuen!,
spricht der Herr. Jeremia 23:1

Fürchte dich nicht, du kleine Herde; denn es hat eurem Vater gefallen,
euch das Reich zu geben. Lukas 12:32

I love you Jesus

Botschaft an das Volk Gottes Malzeichen durch Gott Jesus
Könnt ihr nicht erkennen, dass ein Gott keinen Gott haben kann?
Könnt ihr nicht erkennen, dass ein Gott keinen anderen Gott anbetet?
Könnt ihr nicht erkennen, dass Gott unsichtbar und der Sohn sichtbar ist?
Könnt ihr nicht erkennen, dass Gott unsterblich ist, aber der Sohn starb?
Könnt ihr nicht erkennen, dass es einen Gott und einen Mittler gibt?
Könnt ihr nicht erkennen, dass durch eure Lügen Gott zwischen Gott vermittelt?
Könnt ihr nicht erkennen, dass Gott Geist, ohne Fleisch und Knochen, ist, aber der Sohn Fleisch und Knochen hat?
Könnt ihr nicht erkennen, dass Gott nicht versucht werden kann, aber der Sohn versucht wurde?
Könnt ihr nicht erkennen, dass Gott keinen Gott neben sich im Himmel kennt, und der Sohn im Himmel ist?
Könnt ihr nicht erkennen, dass Gott sandte und sein Gesandter, den, der ihn sandte,
seinen alleinigen und wahren Gott nennt?
Könnt ihr nicht erkennen, dass vor Gott kein Gott gemacht wurde und nach Gott kein
anderer Gott wurde?
Könnt ihr nicht erkennen, dass Gott Geist ist und kein Mensch werden kann?
Könnt ihr nicht erkennen, dass Gott keine Salbung benötigt?
Botschaft an das Volk Gottes – Malzeichen durch Gott Jesus!
1.Johannes 4:6 Wir sind aus Gott. Wer Gott kennt, hört auf uns; wer nicht aus Gott ist,
hört nicht auf uns. Daran erkennen wir den Geist der Wahrheit und den Geist des Irrtums.

»Warum habt ihr solche Angst?«, sagte Jesus zu seinen Jüngern.
»Habt ihr immer noch keinen Glauben?« Markus 4:40

Der Zorn Gottes wird vom Himmel herab offenbart wider alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, die die Wahrheit durch Ungerechtigkeit niederhalten. Röm.1,18… denn Jesus sagt ❤: Wenn die ersten von vielen Züchtigungen über euch
hereinbrechen, werden viele sagen, dass sie Naturkatastrophen seien. Aber wenn sie so schnell auf euch herabregnen und wenn ihr nirgendwohin weglaufen könnt, dann erst
werdet ihr wissen, dass es die Hand Gottes ist, die euch heimsucht. Mein Vater wird die ganze Welt schütteln.

Porträts gegen das Vergessen – Sie überlebten den Holocaust
GEGEN DAS VERGESSEN
„Vom Holocaust haben wir nichts gewusst“. Die Nachkriegs-Ausrede vieler Deutscher
Alice Herz-Sommer: Sei dankbar für alles
Sie kannte Anne Frank und hat Auschwitz überlebt.
Anita Lasker-Wallfisch in der Gedenkstunde
für die Opfer des Nationalsozialismus im Bundestag

Sivarama Swami ~ A holocaust story you need to hear
Sivarama Swami ~ A holocaust story – part 2
Sivarama Swami ~ A holocaust story – part 3
Eine Auschwitz-Überlebende erinnert sich
Incredibly inspiring story of Auschwitz survivor will leave you speechless



DAS GEWAND (The Robe), USA 1953 Trailer
DAS GEWAND (The Robe), USA 1953

Advent – die Ankunft einer neuen Zeit
Die gegenwärtige Not, der Jammer und Verfall müssen vergehen und der neue Tag des Menschensohnes muss anbrechen. Dies ist der Advent des Kommens Gottes. Dies ist die
ursprüngliche, eindeutige Bedeutung von Weihnachten: dass Er kommt, um alle Dinge
neu und rein zu machen: dass Er kommt, um sein Reich auf dieser Erde aufzurichten.
Dwight Blough

Werner Heisenberg (Nobelpreis 1932): „Der erste Trunk aus dem Becher
der Naturwissenschaft macht atheistisch, aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott.“
Paul Dirac (Nobelpreis 1933): „Gott ist ein höchst genialer Mathematiker.
Er hat das Universum nach tiefgründigen und feinsinnigen mathematischen
Gesetzmässigkeiten aufgebaut.“