Arbeit

Es sind Unterschiede in den Begabungen, aber derselbe Geist; es sind auch Unterschiede in den Dienstleistungen und doch der gleiche Herr, und es sind auch Unterschiede in den Kraftwirkungen, aber es ist der gleiche Gott, der alles in allen wirkt.     Es wird aber jedem die Offenbarung des Geistes in der Weise gegeben, dass sie dem Ganzen frommt…Und wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit und wenn ein Glied verherrlicht wird, freuen sich alle Glieder mit. So aber seid ihr der Leib Christi und miteinander seine Glieder. 1. Korinther 12, 4-27.

Dittmar Rostig: Bergpredigt und Politik
Arbeit in nichtentfremdeter Gestalt kann sich nach Ragaz nur da verwirklichen, wo es
einen „S i n n der Arbeit gibt“, wo sie in einem „l e t z t e n“ und „u n b e d i n g t e n Wert” ruht. Als konstitutives Element, das der Arbeit Sinn verleiht, führt Ragaz die Gemeinschaft an, da die Arbeit an ihr als Dienst, Beruf, Werk: als Gottesdienst vollzogen wird.
Gewinnt die Arbeit ihren Sinn aus der Gemeinschaft, so muß diese selbst sinntragend sein und ihren Wert von einer letzten Wirklichkeit her beziehen. Eine gesunde Arbeitskultur erachtet
Ragaz daher nur auf dem Hintergrund eines geistlich-sittlichen Glaubens für möglich.
Der Erneuerung der Kultur muß eine Erneuerung der Religion vorangehen.
Renft Sonne wie ein Clown 1974
Pannach und Kunert 1977 live Akademie der Künste-„Sonne wie ein Clown“


To work without love is slavery. Mother Teresa

Serving God and humanity is an honor, not a chore. Any type of service to God is a blessing. There is no high or low. Mother Theresa

Bei Allem, was der Mensch tut, soll er immer nur Freude empfinden! HvB

„Eine zukünftige Gesellschaft muss die Idee des Entlohnens der Arbeit aufgeben.“
(Peter Kropotkin 09.12.1842 – 08.02.1921)

Karl Marx heute – „Steht am Ende der Megamaschine eine gescheiterte Zivilisation?“
Eine extreme Form der Entfremdung ist die Zwangsarbeit, wie es sie heute noch in Textilfabriken in Entwicklungsländern gibt. Demgegenüber ist jene Arbeit nicht entfremdet, die Menschen für sich selbst oder ihr Umfeld verrichten, oder die Arbeit eines Künstlers …
Die abhängige Lohnarbeit verhindert die Selbstverwirklichung in der Arbeit. Der Mensch entfremdet sich von sich selbst und der Natur. Eine Arbeit, die nur der Existenzerhaltung dient, führt zur Verarmung an Körper, Geist und Seele.

Анна Жукова‎ an Собаки Сахалина и их друзья
Gintaras Petkus, FB

 

Das Glück des Menschen besteht in seiner Fähigkeit zu leben und zu denken,
zu lieben, zu arbeiten, zu schöpfen, Gutes zu tun und für all das zu kämpfen.

Die Arbeit war es, durch die der Mensch zum Menschen wurde. Im Kapitalismus ist sie Bürde; im Sozialismus wird sie zum Lebensbedürfnis und zur Sache des Ruhms und der Ehre. Stets suchte der Mensch sein Glück außerhalb der Arbeit; im Sozialismus ist die Arbeit vom Glück nicht zu trennen. Die Sehnsucht nach sozialer Freiheit wird im Sozialismus erfüllt;
im Kapitalismus bleibt sie ungestillt: Lebensangst, Angst vor dem Morgen, vor Krise,
Arbeitslosigkeit und Krieg greifen auch heute wieder um sich.


Fundacion San Lucas Bolivia

Einen legen sich ins Zeug, die Anderen fahren gemütlich mit. Das ist nicht erst seit heute so.

«Wären die Menschen glücklich, würden sie auf die Arbeitsmoral pfeifen»
«Wären die Menschen glücklich, würden sie die ‹Bullshit-Jobs› an den Nagel hängen,
auf die theologische Arbeitsmoral pfeifen und sich den wichtigen Dingen zuwenden.»
David Graeber

Jeremy Irons Has An Important Message About Corporate Greed You Need To Hear!
Das vierte Gebot: Heilige den Sabbat!
LITERATUR – Rotes Antiquariat
Der Preis der Turnschuhe Billiglohn für schicke Treter
100 % Baumwolle Null Prozent Lohn – Afrikas Kindersklaven
100 Prozent Baumwolle – Made in India (Globalisierung+Pestizide)
Schmutzige Schokolade (Doku) Kindersklaven schuften für unseren Genuss
Schuften für Schokolade
Der neoliberale Charakter
Mit Direkter Aktion zum Erfolg
Martin Luther, der Vater des Arbeitsfetischs
Sinnlose Jobs – wie Arbeit die Gesellschaft krank macht
Christoph Sieber – Das gönn ich euch (2012)
Mann, Sieber! – Neulich im Jobcenter
Comedy | Die Anstalt – Hartz IV – undemokratisch?
Hallo, frustrierte Mittelschicht
Max Uthoff über Hartz IV Empfänger (Update Sept. 2015)
Arschpekte mit Serdar Somuncu
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Der-Wendeberater (.de)
Ab-Wahlplakate-Sprüche
BGE als Basis Einkommen wo alle anderen Einkommen oben auf kommen
Der Rote Tisch – 30 Minuten mit Ralph Boes
Kenia: Grundeinkommen, bedingungslos – ARTE Reportage
Zuckerberg fordert bedingungsloses Grundeinkommen
Bedingungsloses Grundeinkommen – ein Verrat an der Arbeiterklasse?
Erstes Haus mit Robotern erbaut
Über Arbeit – Erwerbsarbeit, Arbeitsfetisch, Arbeitsideologie und Kapitalismus …
„1000 Euro für jeden – Wie sinnvoll ist das Grundeinkommen?“ – phoenix Runde
Bedingungsl. Grundeinkommen“Es geht nicht um Geld, sondern um Macht“
Freiheit oder Faulheit?
Ich habe die Zukunft besucht, in der wir ohne Geld, Steuern und Besitz leben
Butterwegge: Grundeinkommen wäre Ende des Sozialstaats
Das besinnungslose Grundeinkommen. Wird der Kapitalismus menschlich?
Das Kapital wirbt für das ‚bedingungslose Grundeinkommen‘
Infomappe zum Grundeinkommen für alle
Keine Gemeinschaft ohne Arbeit
Gemeinschaft und ihre Symbole
Sardinien ist das Paradies der über 100-Jährigen
Wie wird man steinalt?
Rezepte für ein langes Leben
9 gesunde Gewohnhheiten von Hundertjährigen
Peter Kropotkin: Sozialisierung von Produktion und Konsum
GUSTAV LANDAUER

weitling

Leonhard Ragaz: Das Reich und die Nachfolge, S.381/2
Wenn Gott lebt und wir für ihn arbeiten, mit ihm „Taten tun“, dann können wir auch in
dieser Zeit mit Freude arbeiten.
Denn Gott ist in allen Zeiten Freude, und zwar die einzige Freude. Er hat zu allen Zeiten Arbeit für uns, die seine Freude einschliesst. Wer ihm dient, arbeitet nie ohne Hoffnung, nie ohne «Erfolg». Das alles gilt auch, wenn wir so sagen dürfen, für den ä u s s e r s t e n Fall. Auch wenn das Ende der Zeiten nahe wäre, müssten wir arbeiten, und täten es nicht umsonst. Arbeitend muss der Herr uns finden, wenn er kommt. Denn nur der Arbeitende bleibt wach. Wer nicht arbeitet, schläft ein, wie die törichten Jungfrauen einschliefen, und gerät ins Träumen. Arbeiten aber können wir nur für menschliche, konkrete, vorläufige Aufgaben. In diesen begegnet uns Gott. Er hält sich nicht für zu gering, dies zu tun – das meinen nur Theologen und Fromme, die Bibel aber lehrt überall das Gegenteil – es ist sozusagen seine allgemeine Menschenwerdung, dass er uns s o begegnet. Wenn wir also die Arbeit tun, die wir als notwendig empfinden, wenn wir für menschlich edle und hohe Ziele kämpfen, mögen sie auch nur vorläufig sein, so bereiten wir damit am besten die Wiederkunft Christi vor, so bereiten wir uns s e l b s t am besten darauf vor.
Ja, wir dürfen und müssen sagen: nicht im luftleeren Raum der blossen Theologie oder Frömmigkeit, sondern im Ringen mit den gottgegebenen Aufgaben dieser Zeit spüren wir den Hauch, der vor dem Kommen Gottes hergeht und unser Herz wird von der höchsten Freude erfüllt, die eben Gott selbst ist. Und wir dürfen dabei auch wissen:
Gott b r a u c h t uns! Denn er kann nicht zu Untätigen kommen, er kann nicht zu Schlafenden kommen, er kann nur zu Bereiten kommen, zu Gespannten, zu Wartenden, und
das sind Arbeitende. Darum ist gerade in solchen Zeiten unser Tun notwendiger und darum,
ich wiederhole es auch freudiger als je, wenn wir nur alles r e c h t verstehen.

Ulrich von den Steinen: Agitation für das Reich Gottes
Zur religiös-sozialen Predigtpraxis und homiletischen Theorie
bei Leonhard Ragaz
Wer ist Jesus gewesen? Was hat er gewollt? Die Evangelien müssen uns dies sagen …
Nun gibt es darin Partien, auf denen so hoher Schutt unsicherer Überlieferung liegt, daß wir die ursprüngliche Wahrheit nicht mehr zu erkennen vermögen, andere wieder, die uns nicht so viel zu sagen vermögen. Dazwischen aber stoßen wir plötzlich auf Urgestein, wo der geschichtliche Sachverhalt klar zu Tage tritt und wir festen Boden unter den Füßen haben. Und da treffen wir unverfälschtes und unverkennbares originales Leben. Eine solche Stelle ist die, wo es von Jesus heißt: „Er ging umher in all ihre Städte und Dörfer, in ihren Synagogen lehrend, die frohe Botschaft vom Reiche Gottes verkündigend und allerlei Krankheit und Gebrechen heilend. Wie er nun den Zustand der Massen sah, jammerte ihn derselben, denn sie waren verschmachtet und zerstreut wie Schafe, die keinen Hirten haben. Da spricht er zu seinen Jüngern: ‚Die Ernte ist groß, der Arbeiter aber wenige,
darum bittet den Herrn der Ernte, daß er Arbeiter sende in seine Ernte’ (Mt 9,35-38).
Das ist für jeden Menschen, der sozial fühlt, eine der heiligsten Stellen, nicht nur in den Evangelien, sondern in aller Literatur überhaupt. Hier schauen wir sicher in Jesu Herz hinein und erfahren, was ihn ans Werk trieb. Es war die Not seines Volkes, die ihn erschütterte ..

Wenden wir diese einfache Wahrheit auf die sozialen Dinge, zunächst auf den modernen Arbeiter an .. Wie ist denn da zu helfen? Hilf vor allem mit, daß der Arbeiter ein anderes Verhältnis zu seiner Arbeit bekomme. So lange ihm diese fremd ist, so lange er nur um des Lohnes willen arbeitet, ist er eben Lohnsklave, und wie willst du von einem Sklaven Liebe zur Sklaverei verlangen, Freudigkeit zur Arbeit, rechtes Pflichtgefühl? Hilf du, daß er auch etwas zu seiner Arbeit zu sagen hat, daß er Rechte und dann natürlich auch Pflichten bekomme in der Arbeitsgemeinschaft, der er angehört, und dann wirst du sehen, wie er ein anderer Mensch wird, wie Arbeitsliebe, Pflichtrecht, Solidaritätsgefühl in ihm wachsen .. Darum gilt es, die Arbeitsorganisationen zu pflegen und zu schützen, weil sie das Ziel verfolgen, der Arbeit wieder Freude und Adel zu verleihen. Das Reich der echten geistigen Kultur muß dem Volke auf viel solidere Weise und zugleich viel energischer geöffnet werden.. Es wird dem Arbeiter so oft vorgeworfen, daß er nicht gern und nicht treu arbeite. Das mag manchmal wahr sein, aber es scheint mir in vielen Fällen auch sehr natürlich. Wie kann ein Mensch gerne seelenlose Arbeit tun? Es spricht für ihn, daß er darunter leidet. Er ist zu gut dazu. Mit Schelten ist dem Übel nicht abgeholfen. Wir müssen an seine Wurzel gehen. Es muß ein anderes Verhältnis des Menschen zu seiner Arbeit gesucht werden. Die mechanische Arbeit werden wir nach menschlichem Ermessen nie ganz vermeiden können, da sie mit der modernen Technik eng verbunden ist, aber wir können auch diese Arbeit adeln, dadurch, daß wir ihr so viel als möglich den Charakter der Lohnarbeit nehmen, den Arbeiter zu einem mit Rechten und Verantwortlichkeiten ausgestatteten Glied einer demokratischen Arbeitsgemeinschaft machen. Dann wird wieder mehr Freude an der Arbeit in den Herzen wachsen.

Eberhard Arnold Revolution Gottes
Gemeinschaft ist Arbeit
Das natürlichste Glück des Menschen besteht in der Lust gesunder Schaffenskraft, in der Freude am Gelingen der Arbeit. Freilich muss in dem Reich beglückender Arbeit jeder Mensch seiner Anlage und seiner inneren Interessen nach diejenige Tätigkeit entfalten, die ihm am nächsten liegt und ihm die größte Freude macht. Der übliche Einwand gegen eine solche „Utopie“, dass keiner ohne Zwang die niedrigsten Arbeiten in Angriff nehmen würde, beruht auf den falschen Voraussetzungen der verdorbenen Menschheit. Heute fehlt gewiss den meisten Menschen jener Geist der Liebe, der uns die geringste und äußerlichste Arbeit zur beglückenden Freude macht. Wenn wir aber einen geliebten Menschen zu pflegen oder zu versorgen haben, verschwindet uns sicherlich der Unterschied zwischen ehrender und erniedrigender Arbeit. Die Liebe hat ihn aufgehoben und macht uns alles zur Ehre, was wir für den Geliebten tun. Es ist Tatsache, dass die ungesunde Entwicklung unserer Kultur vielen die körperliche Arbeit als minderwertige Betätigung erscheinen lässt, an der man keine Freude haben könne. Aber in Wahrheit ist der Mensch gar nicht darauf gerichtet, sich unausgesetzt mit den idealsten Gegenständen des Geistes zu befassen. Wenn der Mensch gesund ist, sehnt er sich nach körperlicher Bewegung – nach der schlichten Arbeit des Landes, nach der Freude an Sonne und Licht, an Berg und Wald, an Pflanze und Tier, an Acker und Garten. Zu gesunder Freude am Dasein, an Gott und seiner Schöpfung kann er nur gelangen, wenn er auch die Naturlust an körperlicher Betätigung kennt. (1919)

Das Gebet darf niemals die Arbeit im Reiche Gottes und in seiner Gemeinde verdrängen. Wenn wir Gott ernsthaft bitten, dass sein Wille auf der Erde Tat wird, dass sein Charakter in Werken offenbar wird, dass seine Herrschaft die Menschen zu Einheit, Gerechtigkeit und Liebe führen soll, so wird unser Leben Arbeit sein. Eberhard Arnold

Jesus der Arbeiter in „Misa Campesina“
Bei Anbeginn der Zeit richtete Gott es so ein, dass der Mensch arbeiten muss (Genesis 3,19). Jeder der sich schon einmal mit voller Energie an einer schwierigen Aufgabe gearbeitet hat, weiß: Das, was als Strafe für Sünde eingerichtet wurde, kann durch Gnade zu einem Mittel der Erlösung werden – und zu einer Gelegenheit, der Liebe Ausdruck zu verleihen.

Vos sos el Dios de los pobres,
el Dios humano y sencillo,
el Dios que suda en la calle,
el Dios de rostro curtido,
por eso es que te hablo yo así como habla mi pueblo,
porque sos el Dios obrero, el Cristo trabajador.
Vos vas de la mano con mi gente,
luchas en el campo y la ciudad
haces fila allá en el campamento para que te paguen tu jornal.
Vos comés raspado allá en el parque
con Eusebio, Pancho y Juan José,
y hasta protestás por el sirope
cuando no te le echan mucha miel.
Vos sos el Dios de los pobres…
Yo te he visto en una pulpería
instalado en un caramanchel,
te he visto vendiendo lotería sin que te avergüence ese papel.
Yo te he visto en las gasolineras chequeando
las llantas de un camión,
y hasta petroleando carreteras con guantes de cuero y overol
Vos sos el Dios de los pobres…

Du bist der Gott der Armen,
der Gott, der menschlich und demütig ist,
der Gott, der auf der Straße schwitzt,
der Gott mit dem zerschundenen Gesicht.
Darum spreche ich zu dir, und auch mein Volk –
Du bist der Gott, der arbeitet, Christus der Arbeiter.
Du gehst Hand in Hand mit meinem Volk,
du kämpfst auf den Feldern und in der Stadt,
du stehst in den Lagern der Arbeiter in der Schlange,
um deinen Lohn zu bekommen.
Du isst Eiscreme im Park
mit Eusebio, Pancho und Juan José,
und du fragst sogar nach mehr Sirup,
wenn sie dir beim ersten Mal nicht genug draufgetan haben.
Du bist der Gott der Armen …
Ich hab dich in einem Eckladen gesehen,
beim Verkaufen an einem Straßenstand,
und ich habe dich beim Verkaufen von Lotterie-Losen gesehen,
und du hast dich nicht dafür geschämt.
Ich habe dich an der Tankstelle gesehen,
wie du die Reifen eines Lastwagens geprüft hast.
Und ich habe dich sogar beim Asphaltieren von Autobahnen gesehen,
mit Lederhandschuhen und Overalls.
Du bist der Gott der Armen …



Lernen Gottes Willen zu wollen
Đại Kỷ Nguyên – Quà tặng tâm hồn

Bei Anbeginn der Zeit richtete Gott es so ein, dass der Mensch arbeiten muss (Genesis 3,19). Jeder der sich schon einmal mit voller Energie an einer schwierigen Aufgabe gearbeitet hat, weiß: Das, was als Strafe für Sünde eingerichtet wurde, kann durch Gnade zu einem Mittel der Erlösung werden – und zu einer Gelegenheit, der Liebe Ausdruck zu verleihen.

Bei Anbeginn der Zeit richtete Gott es so ein, dass der Mensch arbeiten muss (Genesis 3,19). Jeder der sich schon einmal mit voller Energie an einer schwierigen Aufgabe gearbeitet hat, weiß: Das, was als Strafe für Sünde eingerichtet wurde, kann durch Gnade zu einem Mittel der Erlösung werden – und zu einer Gelegenheit, der Liebe Ausdruck zu verleihen.

mansf

Charles Fourier:
„In der sozialistischen Ordnung muß deshalb die Arbeit soviel Reiz bieten wie heute unsere Festlichkeiten und Schauspiele.“
“Die Heilmittel gegen Faulenzerei und andere Laster, die die Assoziation zerrütten könnten, liegen in der Erforschung und Entdeckung eines anziehenden/attraktiven Produktionssystems, das die Arbeit in ein Vergnügen umwandelt und die Ausdauer des Volkes bei der
Arbeit und damit die Ableistung des vorgeschossenen Existenzminimums garantiert.“

(Von Babeuf bis Blanqui, Band II: Texte, S.192, 183, Leipzig 1975).
Übrigens war dieses anziehende Produktionssystem für Fourier eine Frage der sozialen
Organisation und Verteilung der Arbeit, überhaupt nicht ihrer Technisierung !

Etienne Cabet (REISE NACH IKARIEN):
Jeder Einzelne arbeitet die gleiche Stundenzahl am Tage, nach seinen Fähigkeiten; und genießt den gleichen Antheil an den Erzeugnissen, nach seinem Bedarfe. Warum bekommt der Mann von Talent und Wissen nicht eben deßhalb mehr von den Erzeugnissen zu genießen ? – Darum nicht, weil Talent und Wissen sowohl eine Naturgabe als – und noch mehr – Gesellschaftsgabe ist; ohne die gesellschaftliche Erziehung wäre jener Mann weder wissend noch gebildeten Talents geworden.


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Richard David Precht im Gespräch mit Gregor Gysi, Die Linke 06.05.2018 –
Wie aktuell ist Karl Marx?

Über den aktuell gebotenen Bewusstseinswandel
Richard David Precht – Jung & Naiv

#Gysi bei #Precht, Kommentar v. Sabeth Faber (FB)
Danke für dieses großartige Gespräch – in dem es endlich um das ging, das aktuell geboten ist: ein #Bewusstseinswandel. Besonders gefreut habe ich mich über das Thematisieren des (leider nach wie vor auch linken) #Arbeitsbegriffs, der beklagenswerterweise Arbeit grundsätzlich mit Erwerbstätigkeit noch immer gleichsetzt. Nein, im Zeitalter der #Digitalisierung ist es gerade nicht mit bloßer Arbeitszeitverkürzung getan. Erfreulicherweise geht es im Verlauf des Gesprächs um nicht nur die üblichen bekannten Phrasen über entfremdende Arbeit, sondern R.D. Precht fragt Gregor Gysi, was dieser mit schöpferischer Arbeit meine. Und ja: Es geht um mehr Muße, um Zeit, Möglichkeit für „Selbstfindung, Selbstverwirklichung“, Selbsterkenntnis, Reife(n), Reflexionsfähigkeit und Kooperation – um bedürfnisorientiertes (also gerade nicht irgendwie ideologisch oktroyiertes) #Gemeinwohl und nicht zuletzt um auch Zeit und Möglichkeiten für (häusliche) Sorge-Arbeit – wie gehen wir mit Kindern, Alten, Kranken um und wie könnten wir das mit mehr Zeit, entsprechenden Möglichkeiten und Infrastruktur so ändern, dass auch das tatsächlich bedürfnisorientierter, menschenwürdiger Umgang (wieder oder überhaupt endlich) wird. Denn genau das ist – neben Kreativität, neben „Schaffenskraft“, schöpferischem (phyischem und/oder geistigen) Tun, Tätigsein genau das, das wir nicht durch Roboter, Maschinen ersetzen sollten: die soziale Interaktion, die soziale, fürsorgliche Arbeit, den entsprechenden prosozialen, mitfühlenden, respektvollen, würdevollen Umgang miteinander. Kämen wir dorthin, hätten wir dann tatsächlich eine Menge Probleme nicht mehr (siehe eben, wie wichtig gerade bspw. die frühkindliche Prägung, der angmessene, bedürfnisorientierte Umgang mit Kindern und Jugendlichen ist, wie wirksam dies lebenslang ist, bleibt – mit welchen Folgen: je nach dem, das erlebt, auch indoktriniert, auch erlitten wurde). Gregor Gysi hat zweifelsohne Recht damit, wenn er sagt, man müsse in längeren Zeiträumen denken (auch hinsichtlich des augenblicklich wahrnehmbaren Rechtsrucks, rollbacks, backlashs), es geht vieles nicht im Hauruckverfahren, vor allem kein (erforderlicher, gebotener) Bewusstseinswandel – hin zu einem anderen, zeitgemäßen, vor allem zuträglichen, gemeinwohl-, bedürfnisorientierten, aufgeklärten, humanistisch geprägten #Menschenbild – das diametral zum rechtskonservativen steht, in welchem der Mensch als qua Natur „schlecht, böse, egoistisch“, als zu dressieren erforderlich gesehen wird – siehe Schwarze Pädagogik: Druck, Zwang, Kontrolle, Härte, Strenge, emotionale Kälte, #Strafe, Dressur – absichtsvolles Schmerzzufügen also (Sadismus), zu Gehorsam zwingen, unterwerfen, ausbeuten können – auf eben dieser Basis, in welchem außerdem Biologismen, Sozialdarwinismus als vermeintliche „Rechtfertigung“ herangezogen werden, um seine jeweils ureigene Bequemlichkeit, seinen selbstschonenden Selbstbetrug, seine eigenen charakterlichen Defizite, Unzulänglichkeiten, seine eigenen Beschädigungen nicht einsehen und zugeben oder gar bewältigen zu müssen, sondern sie behaglich und selbstschonend auf andere zu projizieren und dann zu meinen, alle Menschen könnten, müssten so sein, nur weil man von sich selbst nichts anderes kennt). Was mich an dieser „Geduld“ nur doch ziemlich stört, ist, dass diese „entspannte“ Sichtweise eine gewisse Ignoranz und einen Mangel an Mitgefühl leider offenbart, denn sie übergeht, dass IN DER ZWISCHENZEIT, d.h. täglich rings um den Globus über Jahre, Jahrzehnte und so nach wie vor also unzählige Menschen l e i d e n und häufig auch qualvoll und „zu früh“ sterben – aufgrund der bestehenden „Missstände“, an ihren Folgen und das zumeist nicht selbst verschuldet habend (diese Missstände, die Ursachen für deren Leid, ihr Elend, ihre Not). Aus dieser Perspektive betrachtet ist jeder einzelne Tag des Status quo ein Tag zu viel. Ja, der Bewusstseinswandel ist vor allem auch dahingehend erforderlich, dass wir nicht nur anders arbeiten (werden, müssen), sondern auch entsprechend anders wohnen, miteinander (!) leben – nämlich so, dass die oben erwähnten sozialen Kontakte, die soziale und schöpferische Arbeit, jedenfalls das Tätigsein, der zwischenmenschliche Umgang überhaupt erst möglich werden – das bedeutet, wir brauchen eine entsprechende Architektur, Städteplanung, Infrastruktur, Politik und Ökonomie. Insbesondere weg von Kleinfamilie, sozialer Isolation (nicht nur, aber auch im Alter), weg von immer früherer immer längerer Fremdbetreuung, die gerade nicht zum Wohle der Kinder und/oder der Mütter/Familien ist, die gerade nicht zu deren (der Frauen, der Familien) erhöhter Selbstbestimmung und Unabhängigkeit, Entscheidungsfreiheit führt, sondern einzig dem Primat der Wirtschaft unterstellt ist, unterworfen wird, dienlich ist, woran auch das Herunterbeten von vorgeblich erforderlicher „Frühförderung“ faktisch nichts ändert, das auch nur zu manipulativen Zwecken eingesetzt wird. Der Bewusstseinswandel ist überdies dahingehend erforderlich, zu erkennen, was alles aus welchen Gründen Arbeit ist, was aus welchen Gründen auf welche Weise tatsächlich dem Gemeinwohl zuträglich ist und was nicht und dass es letztlich in einer eng vernetzten, verflochtenen (globalisierten) Welt nur um das globale Gemeinwohl gehen kann und muss, dass die globalen Probleme nur durch Kooperation zu bewältigen sind, nicht durch Konkurrenz, Kampf, Ausbeutung, Destruktivität. Unabdingbar ist für all das allerdings nicht nur die Vernunft, sondern vor allem auch das jedem Menschen (wie auch anderen Primaten) angeborene #Mitgefühl, das die Urbasis jeglicher (intrinsischer) Moral und (verstandgeformter) Ethik ist. Ohne dieses Mitgefühl wären Moralsysteme hohl, außerdem gefährlich, schädlich, könnten sie missbraucht werden (siehe nicht nur, aber auch religiöse Ideologien). Und um dieses Mitgefühl wiederum stärken zu können, ist es wichtig, bei den Kindern anzusetzen – bei also dem oben erwähnten bedürfnisorientierten (!) Umgang mit ihnen und der Erwachsenen miteinander, die nur dann nicht schädigend Eltern sein können und die das nicht alleine sein sollten, sondern im Verbund – siehe möglich durch entsprechendes Wohnen, Leben in familiären Strukturen, generationen- und geschlechterübergreifenden Wahlverwandtschaften (mit selbstverständlich ausreichender Privatsphäre) – so hätten Kinder die benötigten mehreren Bezugspersonen (verschiedenen Alters und Geschlechts, verlässlich über Jahre, statt wechselnden Betreuungspersonals), sie würden völlig anders aufwachsen und lernen können, entsprechend verändert werden müsste auch (Schul-) Bildung (siehe Reformpädagogik, demokratische Bildung nach bspw. dem Konzept von Summerhill und Sudbury Valley – nein, hat beides nichts mit Waldorfpädagogik und nichts mit Esoterik zu tun). Möglich wäre, i s t all das, Ideen, Konzepte gibt es bereits – siehe eben Gemeinwohlökonomie, demokratische Bildung/Schule, Alternatives Handelsmandat (attac), Mehrgenerationenhäuser (müsste dann ausgeweitet werden auf nicht nur einzelne Häuser) … .
Aber es fängt bekanntermaßen immer in den Köpfen der Menschen an – siehe eben Bewusstseinswandel. Häufig entwickelt sich der Mensch wohl erst durch Leid, durch
je persönliche schlechte, belastende Erfahrungen bzw. daraus resultierende Einsichten weiter (wenn diese denn auch erfolgen), aber eben nicht nur und oft kann das Leid so/zu intensiv sein (siehe „Schmerzgrenze – Vom Ursprung alltäglicher und globaler Gewalt“, hervorragendes Buch von Joachim Bauer), so dass überhaupt keine zuträgliche, wünschenswerte, prosoziale Entwicklung mehr möglich ist, sondern stattdessen das Beschädigtwerden zu Abwehr, Verweigerung, natürlicher Aggression (als Selbstschutz, als „Kommunikationsmittel“, Warnung, Grenzsignal), auch zu Trotz und eben auch zu Gewalt führt, nicht, weil „der“ Mensch „von Natur aus schlecht/böse, verdorben …“ ist, sondern weil er beschädigt ist und eine (je individuelle) Schmerzgrenze hat. Und die Schmerzgrenze vieler Menschen rings um den Globus wird noch immer Tag für Tag intensiv – wissentlich! – überschritten – nicht nur, aber auch durch bspw. entfremdende Erwerbstätigkeit und kompensatorischen Konsum, katastrophale Lebensverhältnisse, materielle Armut, Gewalt, Vernichtung der Existenzgrundlage … . Wie der Weg hin zu diesem Bewusstseinswandel zu gehen sein könnte, ist eine Frage für sich, eine Aufgabe, eine Herausforderung – ich denke wie Gregor Gysi, dass er eher mittels Transformation als Revolution zu gehen sein wird, sein kann. Ein #Generalstreik bspw. könnte aber durchaus hilfreich sein, die Dinge vielleicht doch etwas zu beschleunigen ;). Dafür jedoch ist Vorbedingung, dass eine Mehrheit von Menschen (nicht nur in Deutschland, sondern mindestens europaweit) sich über die zu erwirkenden, gewünschten Verhältnisse n a c h dem Streik(en) einig sein müsste, was wiederum ein gewisses Bewusstsein, Erkenntnis, Reflexion, auch Besonnenheit, Weitsicht, Umsicht und vor allem das #Solidarisieren und Kooperieren (statt Konkurrieren) voraussetzt. Nicht im Klein-Klein verlieren, nicht nur permanent bloße Symptombehandlung an einzelnen Stellen betreiben – ohne Visionen, Ideale, Ideen, Konzepte, gedankliches Überschreiten eigener, auf Prägung, Sozialisation, Indoktrination basierender Grenzen, ohne Zweifeln, Hinterfragen, Selbstkritik, Reflexion, Offensein/Sich-Öffnen, Vernetzung, Neugier und Courage: kann und wird sich nichts wandeln können – hin zu besseren Verhältnissen, zum Gemeinwohl. Eine gute, tatsächliche Fehlerkultur gehört übrigens auch unabdingbar dazu.

 

Arbeit wird künstlich erzeugt, damit Arbeit da ist. Es ist ein unsinniges Treiben in einer Wertegemeinschaft wie die unsere. Verschwendung. Darum geht es immer und ausnahmslos. Wir arbeiten um zu verschwenden. Wir kaufen um dieser Verschwendung ihre Grundlage zu bieten. Wir bilden an unseren Unis Maschinenbauer und Konstrukteure dahingehend aus, Geräte zu bauen, die der Verschwendung dienen, frühzeitig und geplant kaputt gehen, damit wir gemeinsam auch ständig neu kaufen (müssen). Ebenso auch medial daran gewöhnt zu werden, u.a. mit GEIZ IST GEIL Kampagnen die uns zum Verschwenden einladen um darauf aufbauend unsere Nachkommen ebenso von Grundauf dazu abrichten dieses Nachzuahmen. Es stehen Millionen NEUFAHRZEUGE auf tausenden Parkplätzen dieser Welt, die lediglich dazu dienen, KÜNSTLICH Industriezweige am leben zu halten.
NIEMAND braucht heute Neufahrzeuge, wenn diese zu Millionen im Nirvana abgestellt
werden, weil es nicht genug Abnehmer dafür gibt, nur um damit weiter Arbeitsplätze zu
sichern, die wieder auf VERSCHWENDUNG gemünzt sind. Man muss sich das mal auf seiner Zunge zergehen lassen.
Eine Gesellschaft wie unsere, die sich als etabliert und zivililisert bezeichnet – bildet Menschen dazu aus, Geräte zu bauen die kaputt gehen sollen, damit Verschwendung als WELTANSCHAUUNG gelehrt werden kann und soll, um daraus den größten Raubzug der Geschichte in der Bevölkerung als NORMALITÄT zu vermarkten, in
denen massenhaft Seelenkranke Menschen produziert werden, Ausbeutung und Sklavenarbeit als GRUNDLAGE unserer Lebenskultur fungiert, dadurch sinnlose Arbeit und sinnfreie Machterhaltung diverser Großkonzerne erst möglich und nötig gemacht werden kann, welche das Gros der Gesellschaften auch noch zu Verteidigen versuchen, weil Medien uns Alternativlosigkeit als Credo unter die Nase reiben. Wir gehen also arbeiten um Verschwendung zu erhalten, auf Kosten von MILLIARDEN MENSCHEN – die für unsere Art zu leben, als SKLAVEN und NIEDRIGLÖHNER leben müssen. Wir gehen einem 8 Stunden Arbeitstag inkl Überstunden nach, weil Verschwendung unsere Lebensgrundlage darstellt. Wir gehen uns bis 70 kaputt schuften unter immer schlechter werdenden Bedingungen, weil wir nicht verstehen wollen, was WIR, diese WESTLICHE WERTEGEMEINSCHAFT, in Wirklichkeit sind – VERSCHWENDER und IGNORANTEN! Immer mehr und immer höher auf Kosten aller anderen. Wir im Westen wollen „machen und werden was wir wollen“ – alle anderen Wünschen sich nur dass WIR endlich damit aufhören „zu machen was wir wollen“.




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Philip Kovce, Bedingungsloses Grundeinkommen
Wir bleiben heute hinter unseren eigenen Idealen zurück. Eigentlich sind wir seit der Aufklärung bereit, niemanden mehr verhungern zu lassen. Gleichwohl haben wir ein Sozialrecht entwickelt, das sich als Strafrecht aufspielt und verfassungswidrig die Existenz vieler Menschen gefährdet. Wir leben mit den moralischen und ökonomischen Möglichkeiten, die Würde jedes Einzelnen zu achten und seine Existenz zu sichern, und dennoch glauben wir, wir würden dann am besten arbeiten, wenn der Zwang am größten ist. Wenn wir Arbeit nicht mehr als Disziplinierungsmaßnahme, sondern als Freiheitsmöglichkeit begreifen, dann stehen wir unseren eigenen Idealen und der Zukunft nicht länger im Weg.
Wir arbeiten umso besser, je selbstbestimmter wir tätig sind.
Dafür schafft das Grundeinkommen eine Grundlage.

Wovor fürchten sich die Grundeinkommensgegner denn dann? Das Grundeinkommen forciert eine Machtumverteilung. Es verhindert Fremdbestimmung und ermächtigt jeden Einzelnen, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Die Angst davor lässt das Grundeinkommen als unattraktiv, ja sogar gefährlich für jene erscheinen, die von den herrschenden Machtverhältnissen profitieren… Wenn wir heute Innovationen verschlafen, dann werden wir morgen auf Notlösungen angewiesen sein, die immer die schlechteren Lösungen sind.

BGE als Basis Einkommen wo alle anderen Einkommen oben auf kommen
Ralph Boes erklärt das Grundeinkommen ( BGE )
Bedingungsloses Grundeinkommen? Precht, Grillo, Hajali und Holznagel diskutieren
ORF – Grundeinkommen (HD)
Die Zukunft der Arbeit (Grundeinkommen)
Digitalisierung und Grundeinkommen
Das Bedingungslose Grundeinkommen – Richard David Precht
Richard David Precht – Grundeinkommen
Bürgereinkommen in Italien – eine repressive Armenfürsorge

Beispiel Schweiz: Ohne BGE wie es heute in der Regel ist:
Hilfsarbeiter: 1500 Franken
Verkäufer: 3000 Franken
Handwerker: 5000 Franken
Fachkraft: 10.000 Franken
Chef: 50.000 Franken

BGE = Umverteilung von Oben nach Unten! Finanzierung des BGE wie von der BGE-Volksinitiative vorgeschlagen mit Finanzierungsbedarf von 25 Milliarden Franken und Auswirkungen für die Bürger-innen:

Hilfsarbeiter: 2500 BGE + Null = 2500 Franken PLUS 60%
Verkäufer: 2500 BGE + 500 Lohn = 3000 Franken PLUS 0%
Handwerker: 2500 BGE + 2500 = 5000 Franken PLUS 0%
Fachkraft: 2500 BGE + 7500 Lohn = 10.000 Franken Plus 0%
Chef: 2500 BGE + 47.500 Lohn = 50.000 Franken PLUS 0%

„In unserer Gesellschaft ist die Arbeit ein Fluch. Die Gesellschaft bestraft, wie der Gott der Genesis, mit Arbeit – doch wen bestraft sie? Die Armen, denn das einzige gesellschaftliche Vergehen ist das Elend. Elend wird mit Zwangsarbeit geahndet. Die Fabrik ist das Gefängnis. Die Maschinen sind die Folterwerkzeuge der demokratischen Inquisition.“ Rafael Barrett, Paraguay 1908.

Nein, es gibt kein Fehlverhalten. Man darf Bedürftigen nicht das Essen wegnehmen.
Das Existenzminimum hat jederzeit gewahrt zu werden. Das Existenzminimum ist nicht vom Verhalten eines Bedürftigen abhängig zu machen, sondern nach seiner Bedürftigkeit. Wer bedürftigt ist in Deutschland den darf man nicht verhungern lassen. Sozial und Rechtsstaats-Gebot, Art 1 GG, Art 2 GG usw. Wenn Behörden sich nicht daran halten machen sie sich strafbar, denn Arme darf man nicht verhungern lassen . Sogar das Sozialgesetzbuch § 1 SGB 1 http://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbi/1.html sagt aus das der Bedürftige nicht ohne Hilfe bleiben darf .
Beate Maier, FB

Die Sanktionspraxis bei Hartz IV entstammt dem geistigen Prinzip von „Arbeit macht frei“. Das schlimmste daran ist, für mich, dass sie immer wieder Menschen finden, die bereit sind, diese Sanktionspraxis durchzuführen. Wie unethisch muss man sein, um das tun zu können. Nur, wenn man zuvor den Menschen auf der anderen Seite des Schreibtischs, zu Teilen entschmenschlicht, kann man ihn anschliessend entmenschlicht behandeln und bestrafen. Dies wiederrum ist das geistige Prinzip von Faschismus und diese Geisteshaltung ist leider in vielen Deutschen noch salonfähig. In einer gesunden Gesellschaft würde so ein Handeln geächtet sein. Thomas Mack, FB

Arbeit ist nicht das Gleiche wie Erwerbstätigkeit
Längst überfällig: Das gesetzlich verbriefte Recht auf berufliche, je individuell angemessene, d.h. bedürfnisorientierte (!) Qualifizierung im Hartz-Vollzug. Und zugleich
eine tatsächlich menschenwürdige (somit zwangsläufig sanktionsfreie) Existenzsicherung, die tatsächlich (!) auch sozio-kulturelle Teilhabe ermöglicht (Menschenwürde).
Außerdem: Arbeitsbegriff zeitgemäß definieren (Jede Menge Arbeit wird unentgeltlich geleistet, Erwerbstätigkeit ist nicht gleichbedeutend mit Arbeit) und unentbehrliche häusliche Sorge-Arbeit endlich als unverzichtbare Leistung, als Arbeit anerkennen und existenzsichernd monetär honorieren. Das aber würde bedeuten, dass Menschen auf solcher Basis nicht mehr in Niedriglohnjobs, Leiharbeit, prekären Beschäftigungsverhältnissen, sachgrundloser Befristung ausgebeutet werden könnten, dass letztlich die kapitalistische, neoliberale Maschinerie nicht mehr am Laufen gehalten werden könnte. Genau das soll/will (wirtschafts-) politisch jedoch mit allen Mitteln, um jeden Preis verhindert werden. Aus bekannten Gründen. Mit bekannten Folgen.[…] Als problematisch für die Jobsuche erweist sich, dass mehr als die Hälfte der Langzeitarbeitslosen (54 Prozent) keinen Berufsabschluss hat, aber nur 20 Prozent der offenen Stellen auf dem ersten Arbeitsmarkt ohne Ausbildung zugänglich sind.Stärker noch als eine fehlende Ausbildung senken geringe Deutschkenntnisse oder gesundheitliche Beeinträchtigungen die Chancen auf einen Job. Auch ein Lebensalter jenseits von 51 Jahren oder ein kleines Kind erschweren die Arbeitsaufnahme.
DGB: Mehr Geld ins Hartz-IV-System stecken
DGB-Vorstand Buntenbach leitet daraus die Forderung ab, Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung auszubauen, „damit Abschlüsse nachgeholt werden und neue Perspektiven eröffnet werden können“. Von 100 Arbeitslosen im Hartz-IV-System, so Buntenbach, erhalte heute nur einer eine Weiterbildung, die zu einem Abschluss führe. Das sei viel zu wenig und liege auch daran, dass das Hartz-IV-System derzeit „völlig unterfinanziert“ sei. „Hier muss mindestens eine Milliarde Euro zusätzlich eingesetzt werden“, fordert das DGB-Vorstandsmitglied. […]“
Sabeth Faber, FB

Michael Müller: „Schluss mit Hartz IV“
Ich krieg´ Krätze, wenn ich das lese. Es geht dabei um nichts anderes als um „Geringqualifizierte“, die man weiterhin munter ausbeuten, verheizen will, die man wie unmündige Kinder, wie Idioten behandelt und sie für so blöde hält, nicht zu erkennen, dass und wie sie nur manipuliert und instrumentalisiert werden. Wo werden Leute bisher, Zitat „in den ersten Arbeitsmarkt qualifiziert“? ?? Genau das findet gerade n i c h t statt – „Fördern“.
Die Leute werden stattdessen in sinnlose, zermürbende Maßnahmen gezwungen (mittels EGV bzw. Sanktionierung) und haben k e i n e n Rechtsanspruch auf tatsächliche, angemessene, bedürfnisorientierte, passende Qualifizierung. Das i s t und bleibt Zwangsarbeit und Verachtung von Menschen, die der Unterschicht zugehörig sind. – Widerwärtig. Besonders die Ekel erregende Heuchelei – dass man denkt, man könne die Menschen tatsächlich – weiterhin – für dumm verkaufen. JA: wer bereits aus vielerlei Gründen (sozialpolitischen!) beschädigt ist/wurde, der braucht angemessene, bedürfnisorientierte Unterstützung und ein sanktionsfreies, menschenwürdiges Einkommen; er braucht Zugehörigkeit, Anerkennung, Wertschätzung – nicht Bevormundung, Gängelei, Dressur und Verhöhnung. Wer sich in die Gesellschaft nach eigenen vorhandenen Fähigkeiten, Interessen, Stärken, ggf. aber auch Einschränkungen einbringen, einen Beitrag zum #Gemeinwohl leisten (!) will, der soll endlich die entsprechenden Möglichkeiten rechtlich/gesetzlich verbrieft und tatsächlich auch praktisch erhalten (siehe je persönlich passende/angemessene Weiterbildung, Umschulung, Qualifizierung). Und wer so beschädigt ist, dass er auch diesen Beitrag nicht mehr leisten kann, der muss trotzdem ein existenzsicherndes Einkommen haben/erhalten,
das seine #Menschenwürde achtet, statt sie mit Füßen tritt.

„[…] Aber wenn Berlin Schulhausmeister braucht, dann stellen Sie doch einfach welche ein. Wer hindert Sie daran, solche Stellen auch Arbeitslosen zu geben? Wir haben derzeit diese Stellen nicht und finden keine Leute dafür. Das solidarische Grundeinkommen soll auch ein Anreiz sein, rauszukommen aus der Schleife der Langzeitarbeitslosigkeit. Es geht um gezielte Ansprache. Bisher versuchen die Jobcenter, Leute mit einem großen finanziellen und personellen Aufwand für den ersten Arbeitsmarkt in der Wirtschaft weiter zu qualifizieren. Es wäre gut, wenn sie auch sagen würden: Hier haben wir andere Tätigkeiten in der Kommune. Damit kannst du dich besser stellen, bekommst mehr Geld als bei Hartz IV, tust etwas für deine Rente und leistest Sinnvolles. Aber entsteht da nicht ein öffentlicher Dienst für Arme? Es geht um Bereiche, die sinnvolle Unterstützung gebrauchen können.
Der Grundgedanke ist ein gemeinsamer Anspruch, mit Leistungen des Staates für die Bürger voranzukommen. Dafür brauchen wir Unterstützung. […]“
Sabeth Faber, FB

Der Vorschlag von Berlins Bürgermeister Michael Müller (SPD) ist ein Etikettenschwindel
Ein echtes Grundeinkommen muss existenzsichernd, individuell, ohne Bedarfsprüfung und ohne Gegenleistung zur Verfügung gestellt werden. Die Wirkung des Bedingungslosen Grundeinkommens entsteht durch die Bedingungslosigkeit. Das Potential der Idee entfaltet sich erst durch die Entkopplung von Erwerbsarbeit und Einkommen. Nur dadurch entsteht die Brücke zwischen Freiheit und Sicherheit und nur dadurch wird Menschen ein angemessenes Maß an Selbstbestimmung ermöglicht; die Freiheit Nein zu sagen.

Anhänger des Grundeinkommens, Daniel Häni, wirft SPD Etikettenschwindel vor
Trittbrettfahrer in Berlin: Der Berliner Bürgermeister Michael Müller springt auf den Grundeinkommenszug auf. Müllers «solidarisches Grundeinkommen» will eine Zwangssolidariät von Stadt und BürgerInnen: «Es wird in beiden Richtungen Solidarität geübt: Der Staat ist solidarisch, weil er Menschen unterstützt und ihnen Arbeit gibt, die sie brauchen. Und umgekehrt bringen diese ihre Arbeitskraft ein in Bereichen, die unserer Gemeinschaft zugutekommen.» Das ist ein Etikettenschwindel: Beim Kulturimpuls Grundeinkommen geht es um etwas anderes: es geht um die Bedingungslosigkeit. Darum, dass wir weniger manipulierbar sind und mit mehr Eigenverantwortung leben und arbeiten können. Es geht um Handlunsgfreiheit. «Diese Freiheit führt dazu, dass die Menschen eine neue Qualität der Eigenverantwortung und Inspiration entdecken.» Daniel Häni, FB

Durchsichtiger Vereinnahmungsversuch: Unter dem Titel: „Das Grundeinkommen ist möglich“ wirbt Michael Müller für sein „solidarisches Grundeinkommen“.
Wir haben es mit einem Betrugsmanöver zu tun: Man setzt auf den inzwischen positiv empfundenen Begriff des Grundeinkommens – kombiniert ihn mit dem ebenso positiv empfundenen Wort „solidarisch“ – und führt im Lichte dieses doppelten Begriffes den Reichsarbeitsdienst 4.0 ein. Das Sanktionsregime wird nicht abgeschafft, sondern um Arbeitsplätze zum Pflegen von Parks und zur Ableistung anderer öffentlicher Aufgaben erweitert.
Die „Anständigen“ werden dann selbstverständlich „gerne“ die Parks putzen.
Die „Unanständigen“ werden dann weiter sanktioniert.
Rückschrittlich wie immer
erneuert sich die SPD jetzt an Adolfs Idealen. Ralph Boes, FB

Ich hätte Müller zugestimmt, wenn er sich gleichzeitig gegen die Sanktionen ausgesprochen hätte … Das hat er aber nicht. hier bleibt er unbestimmt. Das zeigt die Lüge.
Ralph Boes
Letztlich läuft es auf freiwillige, legitimierte Zwangsarbeit, der reguäre Jobs in den genannten Bereichen zum Opfer fallen werden, hinaus. Thomas Barth

Doppelter Etikettenschwindel – das solidarische Grundeinkommen der SPD ist weder ein Grundeinkommen, noch beendet es Hartz IV
Neues aus den Unterklassen: Das „soziale“ Niedriglohnprogramm der SPD
Solidarisches Grundeinkommen: SPD-Vize Ralf Stegner erklärt die Idee dahinter
SPD-geführtes Arbeitsministerium will Zwangsarbeit für ALG II

Wie soll das aussehen? Erstens ein solidarisches Grundeinkommen, wie es Michael Müller vorschlägt – also ein geförderter sozialer Arbeitsmarkt, aber mit Mindestlohn und Sozialversicherungspflicht. Denn es gibt genug Arbeit, die wird nur nicht ordentlich bezahlt.
Das müssen wir ändern. Zweitens ein sanktionsfreies Existenzminimum, damit niemand in Deutschland hungern oder frieren muss. Das ist ganz klar. Und drittens eine eigenständige Kindergrundsicherung, weil Kinderarmut in Deutschland ein großes Problem ist … Wir wollen, dass Menschen arbeiten können für ein selbstbestimmtes Leben und deshalb möglichst wenige Menschen Sozialtransfers brauchen. Die, die nicht arbeiten können, müssen ordentliche Sozialtransfers bekommen. Alle, die arbeiten wollen – und das sind die meisten – müssen aber eine Arbeit bekommen, von der sie leben können. Und Arbeit ist auch genug da. Und wenn jemand nicht arbeiten will? Dann gibt es das Existenzminimum, aber auch nicht mehr, also auch keine höheren Sozialtransfers. In einem reichen Land darf niemand hungern oder frieren. Da darf es auch keine Abstriche geben, das hat das Verfassungsgericht ja auch schon deutlich gesagt.

Hartz-IV-Debatte: „Diese Sendung lässt mich in Ohnmacht erstarren“
Und was wollen die TV-Zuschauer? Ein Blick ins Forum zur Sendung zeigt, dass dort vor
allem Wellen der Empörung schlagen. „Hartz IV ist ein unsoziales, flächendeckendes Enteignungs- und Sanktionssystem, das alle Arbeiter zwingt jeden Job zum Mindestlohn anzunehmen“, schreibt einer. Ein anderer schreibt: „Herr Heil, leben Sie mal mit 75 Euro die Woche, und das über Jahre.“ Und ein nächster hätte noch Klärungsbedarf: „Was Frau Will hätte ansprechen können, wäre die Vereinbarkeit von Sanktionen des Jobcenters gegen Hartz-IV- Beziehern mit dem Grundgesetz. Ebenso die Wahl der Berufsfreiheit.“ Auch sonst blieben, mal wieder, viele Fragen offen. Nicht nur deshalb lautet ein Kommentar: „Diese Sendung lässt mich in Ohnmacht erstarren.“

Jobcenter stecken Klienten in Kurse – um eigene Ziele zu erreichen
Jobcenter-Mitarbeiter profitieren davon, ihre sogenannten „Kunden“ in Kurse zu zwingen. Wer in diesen Maßnahmen sitzt, ist offiziell nicht arbeitslos und nach Kursende für ein Jahr nicht langzeitarbeitslos. Stimmen die Zahlen der Mitarbeiter am Jahresende, haben sie Chancen auf eine Festanstellung oder Beförderung. Die Vorgesetzten bekommen für gute Zahlen ihres Teams Geldprämien … Für das „Erzeugen von Zuweisungen“ stehen den Mitarbeitern Sanktionen zur Verfügung. Dass diese auch in die Wohnungslosigkeit münden dürfen, zeigt eine Fachanweisung für die Behörde in Hamburg. „Der Sinn einer Sanktion soll eine Verhaltensänderung des Leistungsberechtigten sein“, heißt es. Eine Sanktion solle „durch eine Übernahme von Schulden zur Sicherung der Unterkunft oder Behebung einer vergleichbaren Notlage nicht konterkariert werden.“ Wer sich weigert, Kurse auszuhalten, soll durch zeitlich überlappende Sanktionen von je drei Monaten zahlungsunfähig werden. Ein Darlehen, mit dem etwa in Berlin Mietschulden aufgeschoben werden können, ist während dieser Zeit in Hamburg ausdrücklich ausgeschlossen.

Hartz IV im Jahr 1863 „Wurde der schlechteste Hundelohn angeboten und der Arbeiter wollte ihn nicht nehmen, so strich das Unterstützungskomitee ihn von der Unterstützungsliste. Es war insofern eine goldene Zeit für die Herren Fabrikanten, als die Arbeiter entweder verhungern oder für jeden dem Bourgeois profitabelsten Preis arbeiten mussten, wobei die Unterstützungskomitees als ihre Wachhunde agierten. Zugleich verhinderten die Fabrikanten im geheimen Einverständnis mit der Regierung, die Auswanderung so weit wie möglich, teils um ihr im Fleisch und Blut der Arbeiter existierendes Kapital stets in Bereitschaft zu haben, teils um die von den Arbeitern erpresste Hausmiete zu sichern. Die Unterstützungskomitees handelten diesen Punkt mit großer Strenge. War Arbeit angeboten, so wurden die Arbeiter, denen sie angeboten wurde, von der Liste gestrichen und so gezwungen, sie anzunehmen.“ Quelle: Das Kapital Band 3 von Karl Marx – 6. Kapitel, Wirkung von Preiswechsel

während der humanistische mittelstandsbürger unteilbar zusammen mit der elite marschiert gegen die PÖHSE RÖCHTE GEFAHR, haben letztere, deutsche banken und superreiche, deutschland um mind. 35 milliarden euro betrogen: unter den sogenannten „CUM-EX“ versteht man nämlich keinen leicht schmutzigen film mit deiner ex-frau, sondern extrem schmutzigen steuerbetrug in gigantischem maßstab. den größten, der in diesem land
jemals stattgefunden hat, um genau zu sein. dabei geht es hier nicht nur um steuerhinterziehung. Bei „CUM-EX“ ließen sich deutsche superreiche in großem stil steuern ZURÜCKZAHLEN, die sie NIE bezahlt haben. diebstahl in unfassbarer höhe. „wer sich nicht damit identifizieren kann, dass in deutschland weniger kindergärten gebaut werden, weil wir
solche geschäfte machen, der ist hier falsch“. so lautet ein verbürgtes zitat eines „cum-ex“-meetings von investoren (darunter übliche verdächtige wie veronica ferres, carsten maschmeyer usw.) in frankfurt. involviert: banken, politiker, lobbyisten, minister. die elite dieses landes. um das etwas greifbarer zu machen (ich hab’s durchgerechnet): die summe, um die deutschlands superreiche ihr mitbürger bewusst betrogen haben, wäre genug, um IN JEDE SCHULE in unserem land rund eine million euro zu investieren. insgesamt wurden den hart arbeitenden bürgern europas mindestens 55 MILLIARDEN euro geraubt. jeder euro, den sich kriminelle in nadelstreifen hierbei reingezogen haben, wurde von proletariern erwirtschaftet. mit deren lebenszeit bezahlt. von krankenschwestern, handwerkern, busfahrern, verkäuferinnen. jeder dieser euros fehlt uns für kita-plätze, lehrer, pfleger, in der infrastruktur und bei der rente. da versinken die milliarden: nicht links, nicht rechts, nicht bei flüchtlingen, nicht unten sondern OBEN! alles wie immer also. denn: die bundesregierung schaute dem treiben seit 2002 zu. über 13 jahre lang verkauft diese regierung uns nun für blöde. lässt uns überwachen und ausspionieren von fremden und eigenen geheimdiensten (nsa, cia, gchq, dgse, mi6, bnd…). verschachert uns an konzerne (ceta, ttip, „marktkonforme demokratie“, lobbyisten..), führt deutschland in die größte armut seit der wiedervereinigung (offiziell lebt 2018 fast 1/4 aller kinder in armut), lässt das deutsche volk für banken bluten (300 milliarden € steuergeld für bankenrettung), billigt die stationierung neuer atombomben in deutschland, führt auf us-geheiß offene und verdeckte kriege
(afghanistan, ukraine, syrien, libyen, mali…). lässt von deutschem boden aus tausende menschen mit drohnen ermorden. und stationiert – entgegen allen absprachen und bekenntnissen von 1990 – die enkel derer, die 1945 in russland geblieben sind, erneut an der russischen grenze. einem drittel der deutschen kann dieser staat keine stelle anbieten, bei der mehr als 700€ rumkommen. über die hälfte aller aktuell berufstätigen darf sich auf altersarmut freuen. im diesem ach so gelobten, kapitalistischen deutschen wohlstandsland ist schon heute jeder 4. rentner bettelarm. die deutschen renten sind die niedrigsten europas. niemand von uns kennt das heute alltägliche straßenbild von flaschen sammelnden rentnern aus seiner kindheit. die infrastruktur des landes ist marode – jede 2. brücke in
diesem land baufällig, schulen müssen schließen, weil die toiletten nicht repariert werden. das gesundheitswesen des landes bröselt vor sich hin, in pflegeheimen herrscht notstand,
die elite zieht sich ungestraft 55 milliarden euro rein. …und trotzdem gibt es da draußen nach wie vor klappspaten, die eine cdu mit einer angela merkel und ihren wurmfortsatz
namens spd wählen. DAS, freunde… ist die ehrliche, reale definition von ASOZIAL.











CDU-Gesundheitsminister Spahn: Tafeln sind überflüssig – Hartz IV ist ausreichend
Kolumne German Angst: Die Hartz IV-Debatte nervt? Gut so!
Bayerisches Bündnis kämpft vor UN-Ausschuss für höhere Hartz-IV-Sätze
Vereinte Nationen rügen Deutschland für Hartz IV Regelsätze
Mann, der 15.311 Euro vom Staat bezieht, weiß, dass H4 – Empfänger nicht hungern
Selbsttest im Restaurant Jens Spahn beweist daß man v. 416 Euro Hartz IV locker satt wird
„Promis auf Hartz IV“: RTL II betreibt ekelhaften Armutstourismus
Promis auf Hartz IV“ (RTL II) – Winfried Schmickler
Hartz IV: Warnung vor der AFD! = Versklavung wie 1933
„Nichts deutete auf ein prekäres Leben hin“
Tagesdosis – Herrschen und beherrscht werden: Tafeln als Abbild der Gesellschaft
Wütende Mutter schreibt Jens Spahn
Wie die Bundesregierung Hartz IV erfindungsreich kleinrechnen lässt
Überleben in der Ämterbürokratie
Der Krieg der Reichen gegen die Armen eskaliert. von Susan Bonath
Deutschland: Starke Volkswirtschaft – arme Rentner
Der andere Krieg
Der Heil ist ein Unheil
Moderne Sklaverei

#GROßesKOtzenMargareth Gorges kommentiert treffend: „Es fällt mir schwer, zum dummen & zynischen Gefasel von Jens Spahn noch überhaupt etwas zu sagen. Vor allem da dieser als ‚Gesundheitsexperte‘ verkleidete #Pharma– & #Finanzindustrielobbyist von Dingen redet, von denen er überhaupt keine Ahnung hat. Spahn sitzt seit 2002 im Bundestag, sprich der Mann hat in seinem ganzen Leben, sieht man von seiner Banklehre ab, noch nie wirklich gearbeitet. Um seine Altersversorgung braucht sich Spahn auch keinerlei Sorgen zu machen, er kann als Parlamentarier & Staatssekretär auf eine luxuriöse Altersvorsorge zurückgreifen, für die natürlich der Steuerzahler aufkommt. Mit diesem #LOBBYZÄPFCHEN als Gesundheitsminister wird sich auch in der PFLEGE NICHTS ändern! NEOLIBERAL & MENSCHENVERACHTEND!“

Herr Spahn, ich muss mich entschuldigen! Sie sind nicht nur ein „Arschloch“, sondern ich vergaß leider auch festzustellen: Das sie in vorderster Reihe der „politischen Sozialschmarotzer“ stehen, welche von Steuergeldern leben! Warum? Damit hausieren zu gehen, dass die Ärmsten der Gesellschaft von den Steuergeldern der Arbeitnehmer leben, zeigt „rechtes Gedankengut“. Gleichzeitig ist diese Argumentation eine Ablenkung davon, dass Politiker aus dem vollen Topf der Steuern schöpfen! Sie kassieren jeden Monat über 13.000 Euro vom Steuerzahler und ihr „Ehemann“ verdient als Leiter des Hauptstadt – Büros der „Bunten“, ebenfalls ein üppiges Gehalt. In seiner Position dürfte sich das Einkommen auf etwa 8.000 – 10.000 Euro pro Monat belaufen! Wer also über ein monatliches Gesamteinkommen von mind. 23 – 25.000 Euro verfügt, hat nicht im Ansatz das Recht zu behaupten: „Das 400 Euro Regelsatz ausreichend sind“! Dabei unerwähnt zu lassen, dass von den gut 400 Euro auch noch alle monatlichen Fixkosten (außer Miete wenn Mietspiegelkonform) bezahlt werden müssen, ist an Ignoranz und Arroganz nicht zu überbieten! … Demut vor den Ärmsten und den Steuerzahlern scheint ihnen unbekannt zu sein, und deshalb haben sie sich als „Politiker für das Volk“, selbst zu 100% disqualifiziert!
Perry Feth, alleinerziehender Vater mit 3 kl. Kindern

Susan Bonath: Wusstet ihr, dass Obdachlose (darunter viele Jugendliche und EU-Bürger ohne Anspruch auf Sozialleistungen), die weder Geld vom Jobcenter bekommen noch krankenversichert sind und nur vom Schnorren leben – also ihre materielle Mittellosigkeit (zu amtsdeutsch „Bedürftigkeit“) logischerweise nicht nachweisen können -, bei #Tafeln nicht mal ein Stück Brot erhalten, egal, wie hungrig sie sind, eben weil ihnen der papierne Nachweis fehlt?

DGB-Chef Hoffmann lehnt Grünen-Pläne für Hartz IV ab
Frage: Die Grünen wollen das Hartz-System reformieren, indem sie Arbeitslose nicht mehr zwingen wollen, Arbeit aufzunehmen. Kann das gut gehen?
DGB-Chef Reiner Hoffmann: Das ist keine gute Idee. Erwerbsarbeit ist mehr als nur Broterwerb. Arbeit ist Teilhabe und wichtig für den sozialen Zusammenhalt. Die Grünen wollen Menschen eine staatliche Leistung zahlen – ohne Bedingungen und ohne Per­spektive für den Arbeitsmarkt. Das wollen die meisten gar nicht. Wir sollten Menschen nicht ausmustern. Ich bin gegen jede Form von Stilllegungsprämien – wie immer man sie nennt.

Solche sozialdemokratischen Wasserträger des Kapitals und Sklaventreiber gehören achtkantig rausgejagt aus Gewerkschaften, an deren Schaltstellen sie sich auf Kosten der Lohnabhängigen dick und rund mästen. Die ganze Sozialdemokratie gehört auf den Misthaufen mit ihrer elenden Demagogie, mit der sie den Unterdrückten die Anbetung ihrer Herren
unterjubelt und die tödliche Kapitalakkumulationsmaschine am Rödeln hält.
Sozen-Führer, wo immer sie sitzen, sind Verräter durch und durch. Schon 1918/19 ließen sie Tausende Arbeiter ermorden, die für ihre Rechte gekämpft haben – damit das Kapital „Ruhe und Ordnung“ bekam und den Faschisten den Weg freiräumen konnte. Und bis heute bläuen sie den Arbeitern die freiwillige Unterwerfung unter die Knute der Knechtschaft ein. Wir brauchen Gewerkschaften mit revolutionärer Führung. Wer solches Gesindel ohne Murren duldet, steht auf der Seite des Kapitals und seiner faschistischen Ausgeburten.
Susan Bonath

Die NAZI – Partei – AFD hat sich heute am 28.06.2018 neben CDU / CSU und FDP in der Bundestagsanhörung zu den Hartz IV – Sanktionen, ganz klar für vollständige Sanktionen ausgesprochen! Wer nicht arbeitet oder sich nicht zum Dumpinglohn versklaven lassen will, soll nach Auffassung der AFD dann eben verhungern, obdachlos werden und notfalls sterben! Perry Feth FB

Bundestagsdebatte zu den Sanktionen bei Hartz IV und bei der Sozialhilfe am 02.02.18
Tagesdosis 5.2.2018 – Disziplinieren mit Hungerstrafen
Hartz IV: Statistikbetrug und Sozialrassismus
Arbeitsministerium will Zwangsarbeit für Deutsche, um Migranten zu finanzieren

Unfassbarer Nonsens, den Matthias Zimmer von der CDU/CSU absondert, denn:
Er übergeht in seinen Ausführungen von Reziprozität, Rechten und Pflichten (und das auch noch vor dem Hintergrund der von ihm erwähnten Menschenrechte) vollständig die Tatsache, dass etliche Menschen im Hartz-Vollzug diese Pflichten gerade n i c h t leisten k ö n –
n e n – sei es aus gesundheitlichen bzw. krankheitsbedingten Gründen, sei es, weil sie psychisch und physisch durch die Hartz4-Schikanen, durch die Bürokratiemühle, durch Verachtung und Ausgrenzung, durch materielle Armut und zahlreiche Entbehrungen – häufig über Jahre bereits erlitten! – so zermürbt und geschwächt sind, dass sie gar nicht mehr „kämpfen“ können (um ihre Grundrechte) und auch zwangsläufig nicht mehr leistungsfähig sind. Und nicht wenige Menschen sind das bereits aufgrund von in der Kindheit erlittenen Beschädigungen (physischen und/oder psychischen) – eben d e s h a l b haben solche Menschen dann bspw. keinen Schul- oder Berufsabschluss. Eben weil es ihnen an Unterstützung und gutem Umgang von klein auf fehlt(e) und sie kein Selbstwertgefühl, somit KEIN SELBSTVERTRAUEN haben, sondern ein negatives Selbst-, Menschen- und Weltbild. Und solche Menschen gehen in einer kapitalistischen, neoliberalen Leistungsgesellschaft, die sie noch zusätzlich mit SCHWARZER PÄDAGOGIK (Strafe, Druck, Zwang, Härte, Kälte, Gewalt) drangsaliert – statt sie bedürfnisorientiert zu unterstützen (!) – zwangsläufig total unter. Völlig außer Acht lässt Zimmer außerdem, dass Menschen im Hartz-Vollzug auch deshalb ihre Pflichten nicht – mehr – wahrnehmen können, weil sie gar keine Möglichkeit hierzu erhalten, eben weil sie gerade n i c h t gefördert, unterstützt werden, schon gar nicht angemessen, d.h. je individuell (!) bedürfnisorientiert, was nicht mit Paternalismus, Bevormundung zu verwechseln ist. Ihnen werden allenfalls Niedriglohn- und Ein-Euro-Jobs, Leiharbeit oder sinnlose, schwächende Maßnahmen aufgezwungen, sie haben aber KEIN RECHT auf berufliche QUALIFIZIERUNG, Weiterbildung, Umschulung. Und das haben sie deshalb nicht, weil es ja gar nicht um sie als Menschen geht, sondern nur darum, ob und wie intensiv sie – wie auch alle (anderen) Niedriglohnerhaltenden, prekär Beschäftigten, Leiharbeiter, Praktikanten (working poor, Prekariat) – wirtschaftlich funktionalisierbar, verwertbar gemacht, also als Menschenmaterial (siehe Produktionsfaktor „Arbeit“) AUSGEBEUTET werden können. Und das Infamste an seinen Ausführungen ist, dass er manipulativerweise gerade trotz all dessen die Chuzpe hat, sogar selbst von Menschenrechten, Menschenwürde, zu sprechen – die mittels all dessen vollumfänglich schamlos übergangen, mit Füßen getreten wird. Nein, das überrascht uns nicht und wir haben aus dieser Ecke nichts anderes erwartet – als das bisher längst Bekannte, Gewohnte. Denn natürlich geht es den Neoliberalen darum, das System, von dem sie persönlich profitieren, mit allen Mitteln und um jeden Preis – also auch über Leichen gehend – am Laufen zu halten.

Michael Gerdes, SPD: will die Sanktionen nur mildern, nicht abschaffen. Begründung:
Fehlanzeige. Er versteift sich auf den gleichermaßen manipulativen Slogan, Arbeit sei die Hauptsache – und unterscheidet ebenfalls nicht zwischen Arbeit und Erwerbstätigkeit. Nochmal: Etliche Arbeit wird auch in Deutschland unentgeltlich geleistet – ehrenamtliche, aber auch anderweitig ausgeführte handwerkliche, soziale (!), geistige, kreative Tätigkeiten, die dem Gemeinwohl (!) zugute kommen und ohnehin die für weltweit jede Gesellschaft unentbehrliche, häusliche Sorge-Arbeit (sogen. Reproduktionsarbeit).
Demgegenüber gibt es nicht wenige Erwerbstätigkeit, die sowohl das sie ausführende Individuum (physisch und/oder psychisch) schädigt (oft über Jahre oder Jahrzehnte), sondern gerade auch die Gemeinschaft. Es gibt Erwerbstätigkeit, die weder sinnvoll noch sinnstiftend, schon gar nicht erfüllend ist.
Und hier ist eben nochmals anzumerken und festzustellen: Es gibt Menschen, die ARBEIT leisten, die ihren Beitrag für die Gemeinschaft, die Gesellschaft leisten und trotzdem (!) ausgegrenzt in Armut vegetieren müssen. Und es gibt Menschen, die erwerbstätig sind und mit ihrer Tätigkeit sich selbst und/oder die Gemeinschaft schädigen, die aber trotzdem (!) gesellschaftlich teilhaben dürfen und „anerkannt“ sind, ein Einkommen erhalten.

Ich kann den permanent heruntergebeteten Unsinn von der vorgeblichen Wichtigkeit von Erwerbstätigkeit nicht mehr ertragen. Menschen brauchen keine Erwerbstätigkeit um dieser selbst, d.h. der Wirtschaft, des Kapitalismus´, Neoliberalismus´, willen, sondern sie brauchen ein existenzsicherndes Einkommen, Anerkennung, Wertschätzung, Zugehörigkeit und die Möglichkeit (!), sich nach je individuellen Möglichkeiten, Fähigkeiten, Interessen und auch Einschränkungen (!) in die Gesellschaft einbringen zu können, zu d ü r f e n.
NEIN: dieser Tatsache wird auch öffentlich geförderte Beschäftigung, die Gerdes proklamiert, nicht ansatzweise gerecht. Denn auch bei dieser Art der Zwangsbeschäftigung geht es nicht um den je individuellen Menschen, sondern um seine Verwertbarkeit, Funktionalisierung, Ausbeutung – darum, ihn gehorsam zu machen, zu halten, ihn in die Maschinerie zu pressen – damit nicht andere auch auf die Idee kommen, aus selbiger ausscheren zu wollen … . Es geht schlicht darum, das neoliberale System aufrechtzuerhalten. Ich weiß, ich wiederhole mich. Man sehe es mir bitte nach.
Und wenn nur dafür also „mehr Beratung“ und Personal in Jobcentern zur Verfügung gestellt/finanziert werden soll: dann verzichte ich darauf ausdrücklich.

Grundsätzlich sind Menschen nur dann und nur dort wirklich leistungsfähig, verantwortungsbewusst, engagiert, aktiv, wenn sie etwas mit Freude, nicht aufgrund von permanentem Zwang tun können – sondern wenn sie von der Sache, die sie tun, überzeugt sind, sich damit identifizieren können, einen Sinn darin sehen und das Gefühl haben, dass das, das sie tun, tatsächlich (!) wichtig, gut, nützlich, richtig ist – und nicht nur deshalb etwas mechanisch ausführen, weil man es ihnen aufzwingt oder weil sie viel Geld dafür erhalten. Menschen sind nicht dressierbar. – Genau das nämlich läuft dem Menschenwürdegrundsatz vollständig zuwider.

34.000 Komplettsanktionen 2017 verstoßen gegen die Menschenrechte
Unrecht wird nicht zu Recht, nur weil das Verfassungsgericht schweigt
13 Jahre Hartz IV, fast 2 Jahre anhängig beim BVerfG – die Nazi-Gesetzgebung der Rassengesetze war damals tatsächlich schneller geächtet worden. Von alliierten Richtern allerdings, nicht von deutschen. Und nach dem Krieg wurde tatsächlich festgestellt, dass der Massenmord der Nazis völkerrechtswidrig war. Nicht wenige Politiker denken heute in den gleichen kranken Mustern. „Sanktionen sind noch nicht vom Bundesverfassungsgericht oder dem Europäischen Gerichtshof geächtet worden, . . . also weiter so.“Zum Abstimmungsverhalten bei Sanktionen im SGHB II liegen Namenslisten der Politiker vor.

ALG II – Umwandlung von „1Euro Jobs“ in öffentliche Beschäftigungsverhältnisse
Hier auch nochmal Klartext zu den „öffentlich geförderten Beschäftigungsverhältnissen“: „[…] Hintergrund meines Antrages ist die Wirkungsstudie des Institutes für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung(IAB) der Bundesagentur für Arbeit. In dieser jüngsten Studie wurden den sog. Ein-Euro- Jobmaßnahmen durchgehend geringe bzw. keine Wirkung in Bezug auf die Integration in den Arbeitsmarkt bescheinigt. Gerade junge Erwachsene machen inzwischen gut 25 Prozent dieser Maßnahmeteilnehmer aus, obwohl sie als Gesamtgruppe aller Hartz IV-Bezieher nur 10 Prozent ausmachen. Bei Ihnen konnten überhaupt keine Wirkungserfolge festgestellt werden. Insgesamt kam die Studie zu dem Ergebnis, dass Maßnahmeteilnehmer nach Abschluss derartiger Ein-Euro- Jobs noch schlechtere Chancen zur Integration haben. Diese Studie bestätigt eigentlich Ergebnisse, die auch schon verschiedentlich in den vergangen Jahren publiziert wurden. Arbeitsgelegenheiten (MAE – 1 Euro Jobs) verstärken den Abbau von Beschäftigung am 1. und 2. Arbeitsmarkt. Sie höhlen arbeits- und tarifrechtlich gestaltete Beschäftigung aus. Sie vergrößern die Unterschiede bei der Klassifizierung von Beschäftigung (reguläre Beschäftigung, prekäre Arbeiten, ABM, ?1-?- Jobs?). […] Der Bundesrechnungshof hat festgestellt, dass bei fast einem Viertel der geprüften Maßnahmen mit Arbeitsgelegenheiten die Förderungsvoraussetzungen nicht vorlagen, weil die Tätigkeiten nicht im öffentlichen Interesse, nicht zusätzlich oder nicht wettbewerbsneutral waren. Bei weiteren knapp 50 % der geprüften Fälle hatten die Grundsicherungsstellen keine Kenntnis über Art und Umfang der auszuübenden Tätigkeiten und möglicher Qualifizierungen. Die Förderungsfähigkeit war damit zweifelhaft. Die Grundsicherungsstellen überließen häufig wesentliche Teile des Fallmanagements, wie das Profiling und die Auswahl der konkreten Maßnahme, den beauftragten Maßnahmeträgern.
Sie waren nicht ausreichend über Maßnahmeinhalte und Einsatzorte informiert. […]“

Jörg Schneider, AfD:
Äußert sich zu erwartenderweise ähnlich wie Matthias Zimmer (von der Union): Behauptet ohne Nachweise, es gebe Menschen, die nicht arbeiten wollen. Unterscheidet ebenfalls nicht zwischen Arbeit und Erwerbstätigkeit, nimmt somit ebenfalls nicht Bezug auf schädigende, sinnlose Erwerbstätigkeit. Außerdem hängt auch er dem katastrophalen Menschenbild an, Menschen seien durch Strafe (Sanktionen), Leid, Schmerzen zu prosozialem Verhalten zu bewegen – was nachweislich nicht den Tatsachen entspricht, wie uns die Menschheitsgeschichte seit Jahrtausenden anschaulich aufzeigt – es ist vielmehr das Gegenteil der Fall. Ausührlicher habe ich die Hintergründe, Zusammenhänge bereits im blog (Eintrag „Über Strafe …“) dargelegt. Aber klar: das ist das typisch rechts“konservative“ Menschen-, Welt- und Selbstbild, das nicht nur durch Schwarze Pädagogik entstanden ist (!), sondern diese wiederum mehr oder minder zwangsläufig zur Folge hat. Und genau d a s ist das eigentliche Problem. Dann spricht er noch davon, dass es sich nicht lohne, erwerbstätig zu sein, weil die Steuerlast zu hoch und/oder die Entlohnung (siehe Niedriglöhne) zu gering sei. In diesem Zusammenhang äußert er doch tatsächlich, auch Steuerhinterzieher würden (angemessen) sanktioniert (im Sinne von „Solidarität“) – klar folgen daraufhin Lacher aus dem Plenarsaal (der übrigens, von den Gästen abgesehen, mal wieder relativ leer ist – wen interessieren auch die Sorgen und Nöte der maximal lästigen Unterschicht). Am Ende seines Vortrags behauptet auch er nur nochmals, auch Geringqualifizierte müssten schlicht „arbeiten“ – also erwerbstätig sein. Dass und w a r u m viele es gar nicht (mehr) k ö n n e n und/oder unter den bestehenden Bedingungen/Belastungen (nicht nur den finanziellen btw) es zurecht nicht sein wollen (hat wiederum mit Grundrechten und Menschenwürde zu tun, gegen welche mittels der gängigen Jobcenterpraktiken verstoßen wird, auch übrigens mittels Niedriglöhnen und der bereits genannten, das Gemeinwohl schädigenden Erwerbstätigkeiten), lässt er selbstredend unerwähnt. Wir wissen ja längst, dass auch und gerade die AfD durch und durch neoliberal ist – neben all ihrem augenfälligen Rassismus, Rechtsextremismus, ihrer Menschenfeindlichkeit. Und wir wissen auch, w i e heuchlerisch es ist, einerseits vorgeblich geringere Sozialabgaben zu fordern, zugleich aber Vermögende gerade nicht angemessen besteuern zu wollen – wie das eben die Absicht der AfD ist.

Uaah, gähn – der Fuzzi von der FDP (wie heißt der gleich?) labert nun nur noch denselben Quark runter wie seine Vorgänger bereits – von wegen „das Prinzip vom Fördern und Fordern“ – ok, dann ich auch zum x-ten Mal: Es gibt kein Fördern.
Sabeth Faber, FB

Tagesdosis 19.11.2018 – Politiker fordern Arbeitszwang für Wirtschaftswachstum
Vernichtungsfeldzug gegen „die Überflüssigen“
Kleinbürger im Norden Mexikos und in den USA demonstrieren gegen die Flüchtlings-Karawane. Trump droht diesen Menschen mit Gewalt, bis hin zur Exekution.
In Europa diskutiert man darüber, Geflüchtete mit Kind und Kegel im Mittelmeer absaufen zu lassen. Oder man schickt sie in libysche Lager zurück, denen selbst das Auswärtige Amt in Deutschland KZ-ähnliche Zustände bescheinigt, mit schwerer Folter, Exekutionen, Zwangsarbeit, Vergewaltigung. In Deutschland erfrieren Obdachlose auf der Straße und fast keinen juckt es. Kinderheime werfen Minderjährige raus, weil sie sich nicht an bestimmte Auflagen halten – zehntausende Straßenkinder gibt es in der BRD -, Jobcenter sanktionieren Menschen bis auf null. In der gesamten westlichen Welt wachsen die Slums. Flüchtlinge landen ohne irgendeine Schuld, ohne ein Urteil in Lagern, einfach, weil sie Flüchtlinge sind und niemand sie haben will. Und der lohnabhängige Michel geifert in seinem kleinbürgerlichen Neid noch gegen die Elendsten, die am schlimmsten Betroffenen. Die seien doch selbst schuld, übernimmt er die Propaganda der Herrschenden. Er grenzt sich ab, strampelt im Hamsterrad der Lohnarbeitstretmühle, übernimmt das dümmliche Faulheitsgeschwafel seiner Unterdrücker, vermarktet sich freiwillig in sklavenähnliche Verhältnisse – und hetzt gegen Menschen, die ganz unten sind. Was wir tatsächlich erleben,
ist das Bestreben der Herrschenden, jene Menschen zu vernichten, die das automatische Subjekt namens Kapital dank technologischen Fortschritts nicht mehr verwerten kann.
Ja, es geht um Vernichtung durch Hunger, Elend, Ertrinken lassen und am Ende durch rohe Waffengewalt. Die Überflüssigen wandern von Ort zu Ort, marginalisiert, entrechtet.
Keiner will sie haben. Sie sind freigegeben für die Straße, für Lagerhaft und Folter, mit Kind und Kegel. Das Kapital und seine territorialen Exekutiv-Apparate, die Staaten, propagieren in Wahrheit die Vernichtung unbrauchbar gewordener Menschen. Während zugleich massenhaft Überproduktion zum Zwecke der Verhinderung eines Preisabfalls vernichtet wird.
Das ist der aktuelle Stand der härter werdenden Verteilungskämpfe in Zeiten von Kapital-Überakkumulation und sinkender Profitrate. Und die höchste Stufe dieses Vernichtungsfeldzuges ist noch lange nicht erreicht.

„Die Reichen sind die wahren Sozialschmarotzer“
Gespräch mit Kathrin Hartmann über Hartz IV, Super-Gentrifizierung
und die Politik der Tafeln

Die zunehmende Rücknahme der zivilisatorischen Elemente in der ausgereiften bürgerlichen Gesellschaft schildert Kathrin Hartmann in ihrem Buch Wir müssen leider draussen bleiben. Ein Gespräch mit der Autorin.
Ihr Buch handelt einerseits von der umfassenden Dehumanisierung der Gesellschaft:
Die Menschen müssen sich immer mehr den Erfordernissen der Wirtschaft unterordnen, werden also zunehmend auf den homo oeconomicus reduziert und der Großteil der Leute auf ihre ökonomische Teilfunktion als Arbeitskraft und also Profit-Quelle für das Wirtschaftswachstum degradiert. Fällt man aus diesem Prozess heraus, kommen nach kurzer Zeit massive soziale Ausschließungsmechanismen zum Tragen. Andererseits beschäftigen Sie sich mit der Durchsetzung des bürgerlichen Menschen- und Weltbildes in sämtliche gesellschaftliche Bereiche: Elitenbildung, den Neoliberalismus in der Politik, Gentrifizierung etcetera. Wie hängen diese beiden thematischen Komplexe zusammen?
 Kathrin Hartmann: Sie bedingen einander. Beides ist Ergebnis einer jahrelangen neoliberalen Politik, deren Opfer in irgendeiner Form wir alle sind. Sogar die Oberschicht, auch wenn sie dies nicht glauben mag.
Inwiefern? Der Neoliberalismus ist uns als Chance, als Gelegenheit für mehr Eigenverantwortung verkauft worden, stellt aber in Wahrheit eine Kampfansage dar: Die Menschen wurden zu Konkurrenten gemacht und in den Wettbewerb geschickt. In diesem Wettbewerb gibt es Gewinner und Verlierer. Und da gibt es glasklar ökonomische Verlierer, die neuen Armen und Langzeitarbeitslosen. Die Oberschicht wiederum leidet an Status-Panik. Auch unter den Reichen gibt es nämlich einen Wettbewerb um die Zugehörigkeit zu ihrem exklusiven Club. Also selbst unter denen, die materiell ausgesorgt haben, ist es keineswegs so, dass sie glücklich sind. Dazwischen gibt es die Mittelschicht, die zunehmend vom Abstieg bedroht ist und aus diesem Grund immer ängstlicher wird. Doch anstatt sich mit den Krisenopfern zu solidarisieren, tritt die Mittelschicht nach unten und orientiert sich nach oben. Dies aus der völlig irrigen Annahme, dass sie eher zur Elite gehört, von denen sie sehr viel mehr Geld und Besitz trennt als von der Unterschicht. Je kleiner
die gesellschaftlichen Unterschiede, umso größer das Bedürfnis, sich nach unten abzugrenzen. Das ist natürlich fatal, denn damit unterstützt die Mittelschicht alle politische Entscheidungen, die ihr selbst schaden. Tatsächlich ist durch diesen Wettbewerb eine Entsolidarisierung entstanden, die durch die ganze Gesellschaft geht.
Wo zeigt sich diese Entwicklung besonders augenfällig? Ein Beispiel ist etwa die Gentrifizierung. Das Wort ist zwar schon ziemlich abgenutzt, weil das in den Medien fast nur noch als Lifestyle-Krieg der Latte-Macchiatto-Trinker und Bugaboo-Mütter belächelt wird. Tatsächlich steckt dahinter eine von Wirtschaft und Politik betriebene Aufwertungsstrategie einzelner Stadtviertel: Die Kommunen haben kein Geld mehr für soziale Stadtgestaltung und setzen deswegen einfach darauf, dass sich die ökonomischen Aufwertungsprozesse ausweiten. Die nächste Stufe, die man zur Zeit in Berlin gut beobachten kann, ist nach der Gentrifizierung die Super-Gentrifizierung, in der die Mittelschicht von den richtig Reichen verdrängt wird, die dann in ihren Reichenenklaven mitten in der Innenstadt unter sich bleiben wollen. Die Armen werden aus den Vierteln vertrieben und es entsteht in der Stadt ein konsum- und investorenfreundliches Umfeld, an dem die Wirtschaftselite viel Geld verdient…
Welche Rolle spielt in diesem Prozess die Hartz IV-Gesetzgebung? Hartz IV ist nicht einfach nur eine Sozial- und Arbeitsmarkt-Reform, sondern auch ein breit angelegtes, explizites Diffamierungsprogramm. Es ist damals unter Ausschluss der Öffentlichkeit unter der Mithilfe von McKinsey, Daimler, der Bertelsmann-Stiftung etcetera ohne jede demokratische Legitimation beschlossen worden. Es wurde im Interesse der Wirtschafts-Elite von Anfang an mit einer umfassenden Diskriminierungskampagne gegen Arbeitslose durchgesetzt.
Man denke etwa an Gerhard Schröders „Kein-Recht-Auf-Faulheit“-Rede und an das Wolfgang Clement-Papier, in dem Sozialfälle mit Parasiten verglichen wurden. Wenn man diese Diskriminierungen nicht explizit wiederholt hätte, wenn es nicht von Anfang an einen „Schuldigen“ gegeben hätte – nämlich den faulen Arbeitslosen, den Sozialschmarotzer, der sich auf unsere Kosten angeblich ein schönes Leben macht -, wären diese Reformen vermutlich nicht durchsetzbar gewesen. Gerechtigkeit ist durch den Begriff der „Leistungsgerechtigkeit“ ersetzt worden – heißt, dass nur der Ansprüch hat, der „leistet“.
Während gesellschaftlich der Anteil der Arbeit als Quelle des Volksvermögens sinkt nimmt
der Anteil aus Kapitalvermögen zu. Letzteres wird auch im Vergleich steuerlich begünstigt. Gleichwohl glauben die Reichen ausgerechnet vom Staat und den Armen über den Tisch gezogen zu werden. Haben Sie eine Erklärung dafür?
Tatsächlich sind es zunehmend die Wohlhabenden, die sich um ihren „gerechten“ Anteil betrogen fühlen. Ich frage mich, ob die das tatsächlich glauben oder ob das nicht nur eine Strategie ist, damit auf keinen Fall ihr Reichtum in Frage gestellt wird. Wenn man sich ansieht, was uns die Rettung der Banken kostet, von der die Reichen genauso profitieren, weil damit auch ihre Einlagen abgesichert wurden und dazu zählt, wie viel Geld der Allgemeinheit durch großzügige Steuergeschenke an Reiche und Unternehmen und durch Steueroasen flöten geht, dann kommen schließlich einige hundert Milliarden Euro zusammen. Im Vergleich dazu sind die Kosten für Hartz IV ein Witz. Deshalb ist der Sozialschmarotzervorwurf gegen die Armen lächerlich – die Reichen sind die wahren Sozialschmarotzer. Anstrengungsloser Wohlstand, wie ihn einmal Westerwelle den Armen unterstellte, gibt es nur für die Reichen. Nach der Finanzkrise haben die Reichen dieser Welt ihr Vermögen sogar noch um 20 Prozent steigern können. Dass diese kein Interesse haben am Pranger zu stehen und ihre Privilegien aufzugeben ist doch klar. Andererseits leben die Reichen sehr entrückt von dieser Gesellschaft und bleiben unter sich, so dass es schon sein kann, dass sie ihrer eigenen Propaganda glauben.
Da sie selber in den Kriterien der herrschenden Wirtschaftsideologie denken, sind sie wahrscheinlich auch davon überzeugt, dass sie „Leistungsträger“ wären und dass sie nicht nur ihren Reichtum selbst erwirtschaftet haben, sondern dass es außerdem gut für das Land ist, wenn sie reich sind.
Sie haben für Ihr Buch auch in der Unterschicht recherchiert. Stimmt das öffentliche Bild von den versoffenen und faulen Hartz IV-Beziehern? Mir ist dieses Klischee bei meinen Recherchen in Sozialkaufhäusern und bei den Tafeln nicht begegnet. Ich habe nur Leute kennen gelernt, die arbeiten gehen wollen und von dieser Arbeit leben können möchten. Und die alles dafür tun, einen regulären Job zu bekommen. Erfolglos meistens, denn von diesen Jobs gibt es ja kaum mehr welche. Mag sein, dass es diese Phänomene in sogenannten sozialen Brennpunkten gibt, aber das was ich kennen gelernt habe, hat damit nichts zu tun. Außerdem verstehe ich nicht, warum man sich ausschließlich über diese Leute empört und nicht darüber, dass man sie so sehr ausgrenzt und in eine solche demütigende und verzweifelte Situation bringt. Alkoholismus ist eine Krankheit und kein Verbrechen.
Natürlich gibt es eine Menge Leute die unter Depressionen leiden und bestimmt einige, die alkoholkrank sind. Aber dass man ihnen das als Laster zum Vorwurf macht und dabei bereits biologistisch argumentiert, ihnen also unterstellt, es läge in ihrer verkommenen Natur, das wenige Geld, das sie vom Staat bekommen zu versaufen, ist eine Frechheit und stellt auch eine Entwertung dieser Menschen dar.
Sie plädieren dafür, die Armut der Menschen nicht nur anhand der ökonomischer Daten zu interpretieren, sondern in ein umfassenderes Armutskonzept einzubinden. Können Sie uns mehr darüber erzählen? Ich glaube, dass Armut weltweit ähnliche Ursachen und jeweils ein anderes Gesicht hat. Armut ist global zu denken und kann auch nicht nur in Zahlen und Daten gefasst werden. Indem man Menschen in ökonomische Eckdaten presst, anonymisiert man sie und macht sie passiv. Arm sind die Leute nicht nur, weil sie extrem wenig Geld haben, sondern auch weil sie in unserer Konsumgesellschaft nicht mehr mithalten können. Sie haben nichts mehr zu melden und melden sich tatsächlich nicht mehr, weil sie dann permanent mit Vorwürfen und Verachtung konfrontiert werden. Man redet über sie und nicht mit ihnen.
Sie sind nach Bangladesch gereist und haben dort existentielle Armut gesehen. Wo ist der
Unterschied?
Ich war für das Buch auch einen Monat in Bangladesch, eine der ärmsten Länder der Welt. Ich habe dort festgestellt, dass wir im reichen Westen auch von der Armut in armen Ländern eine völlig falsche Vorstellung haben. Das sind keine Leute, die darauf warten, dass der weiße Mann ihnen einen Brunnen baut. Ich habe dort eine Menge Leute kennen gelernt, die extrem aktiv, politisch engagiert sind und die ganz genau wissen, wie sie ihr Leben bestreiten wollen. Das ist der Unterschied zur Armut in Deutschland:
Die Leute dort werden für ihre Armut nicht verachtet und haben ganz andere Pläne, wie Armut bekämpft werden soll.
Die Idee der Mikrokredite und auch Social Business, die hier so anerkannt sind, stoßen vor Ort bei den Armen auf wenig Begeisterung – im Gegenteil leiden sie unter der Ökonomisierung der Armutsbekämpfung. Armut ist aber nicht nur materiell: Ich fand teilweise das, was mir arme Leute in München erzählt haben, deprimierender als das, was mir von Leuten aus Bangladesch berichtet wurde. Wie meinen Sie das? Die Hartz IV-Bezieher, die ich gesprochen habe, waren von morgens bis abends damit beschäftigt, den Befehlen des Amtes Folge zu leisten und hatten alle Angst: Ich habe jemanden getroffen, der auf dem Amt erzählt hat, dass er anschließend für seine kranke Mutter einkaufen geht. Worauf der Mann im Amt sofort konterte: „Was, sie gehen zu ihrer Mutter essen? Das müssen wir ihnen dann aber abziehen.“ Man ist also auf Schritt und Tritt vom Amt verfolgt, das alles gegen die Bezieher auslegt. Die werden regelrecht kriminalisiert, ein perfides Menschenbild bestimmt Hartz IV. Also stellt Armut in Deutschland nicht nur den Mangel an Geld und an Handlungsmöglichkeiten dar, sondern auch einen Mangel an Anerkennung und an Respekt. Arme werden stigmatisiert.
Wenn man hier den Job verliert, das haben viele erzählt, dauert es vielleicht ein Jahr und dann hat man die Wohnung verloren, hat keine Freunde mehr und ist einfach draußen. Dieses Ausgegrenzt-Sein ist der Unterschied zwischen Armut in reichen und armen Ländern, obwohl die Ursachen strukturell die gleichen sind. Aber in Bangladesch habe ich beobachtet: Sobald die Ökonomisierung zum Beispiel in Gestalt von Mikrokrediten ins Spiel kommt, hört die Solidarisierung bald auf. Die Ökonomisierung spielt die Leute gegeneinander aus, es schickt sie in einen Wettbewerb.

Wenn Respekt und Anerkennung an ökonomische Verwertbarkeit geknüpft wird, hat das für eine Gesellschaft fatale Folgen.
Der neoliberale Theoretiker Friedrich August von Hayek hat über den Kapitalismus, also einem Wirtschaftssystem, das auf Sachzwänge und Eigengesetzlichkeiten beruht, gesagt, von diesem Gerechtigkeit zu fordern, wäre in etwa so sinnvoll wie der Ruf nach einem gerechten Luftdruck. In der öffentlichen Debatte wird jedoch vor allem die Gier der Reichen, Mächtigen und Konzerne beklagt. Ist es möglich, dass hier Herr Hayek mehr recht hat als Sandra Maischberger? Na klar! Die Forderung, die Wirtschaft sollte selber Verantwortung zeigen und die Banker sollen nicht so gierig sein, ist Blödsinn. Natürlich bereichern sich Manager auf unsere Kosten, aber wenn die Politik diese Form des Wirtschaftens in ein gesetzliches Fundament gegossen hat, kann man den einzelnen Banker nicht zum Vorwurf machen, dass er seinen Job innerhalb des Systems macht. Das ist völlig lächerlich. Man muss sich doch viel eher fragen, warum ausgerechnet die Politiker wie Peer Steinbrück und Franz Müntefering, die die Liberalisierung des Finanzmarktes und der Wirtschaft vorangetrieben und durchgesetzt haben, von den Heuschrecken und der Privatgier reden.
Sie üben in Ihrem Buch scharfe Kritik an den Tafeln. Warum?  Weil sie das System stabilisieren. Die Tafeln sammeln übriggebliebenes Essen von Supermärkten, das sonst weggeschmissen werden würde und verteilen es an die Bedürftigen. Das klingt zwar super, weil es so pragmatisch daherkommt: Man nimmt Nahrungsmittel, die ansonsten entsorgt würden und gibt es an Leute, die nichts haben. Tatsächlich zeigt es aber sehr deutlich den Ausschluss der Armen aus unserer Konsumgesellschaft, denn für die Armen bleiben nur noch die sprichwörtlichen Brosamen übrig. Und es suggeriert, dass man gegen Armut in diesem Land nichts mehr zu machen braucht, weil die Armen über die Tafeln aufgefangen würden. Zwar sind die Tafeln für die Leute hilfreich, der Skandal aber liegt darin, dass es überhaupt solche Tafeln in einem reichen Land wie Deutschland geben muss. Sollen Arme im Ernst dankbar dafür sein, dass sie mit Müll abgefüttert werden?
Ich habe auch gehört, dass sich bei den ehrenamtlichen Tafelmitarbeitern so etwas wie ein Uschi-Glas-Effekt einstellen würde… Ich habe bei den Tafeln zum ersten Mal die tiefe Kluft zwischen Reich und Arm an einem Ort gesehen. Einmal habe ich beobachtet, wie eine der Tafelvorderern ganz selbstverständlich mit einem schwarz glänzenden Oberklassewagen an der Schlange Bedürftiger vorbei auf den Parkplatz gefahren ist, um dann Lebensmittel zu verteilen. Dieses Bild hat mich wirklich schockiert. Die gesellschaftlichen Verhältnisse wiederholen sich an der Tafel: Es gibt die Reichen, die geben und es gibt die Armen, die nehmen. Das ist wie im 19. Jahrhundert. Dafür wird das Charity-Business von der Politik sogar gelobt und unterstützt, was einer Bankrotterklärung gleichkommt. Die Tafeln arbeiten außerdem Hand in Hand mit Wirtschaftsunternehmen zusammen, die durch ihre Produktionsweise für Armut ursächlich verantwortlich sind. Man nehme zum Beispiel die Supermarktketten, die ausschließlich davon profitieren, dass in armen Ländern zu entsetzlichen Bedingungen Lebensmittel hergestellt werden: Statistisch gesehen werden in der Lebensmittelbranche die zweithäufigsten Menschenrechtsverletzungen begangen.
Wie hängt das zusammen?  Diese Handelsketten und Lebensmittelkonzerne haben als Unterstützer der Tafel-Bewegung alle ein Interesse, dass dieses System so bleibt wie es ist, denn der Überschuss bekommt dort einen Sinn. Die Tafeln, die anfangs obendrein sogar von McKinsey beraten wurden, verdecken so aber die Ursachen der Armut. Überdies wird an den Tafeln die Armut moralisiert und individualisiert: Denn auch dort werden die Armen in gute und unschuldige Arme und die schlechten, gierigen Armen aufgeteilt. Hoch in der Gunst der Ehrenamtlichen stehen meistens die Alleinerziehenden und die Rentner, also die, welche scheinbar am wenigsten für ihre Armut verantwortlich zu machen sind.
Das heißt, die Tafeln sind gar nicht so gerecht, wie man meint?  Es hat nicht jeder Arme Zugang zu den Tafeln. Die Kapazitäten sind begrenzt. In Deutschland sind rund sieben Millionen Menschen von Armut betroffen. Aber nur eine Million hat Zugang zur Tafel. Das heißt, deutschlandweit decken die Tafeln weniger als zehn Prozent der Bedürftigen ab. Außerdem gibt es nur so viele Lebensmittel wie eben gerade da sind – man kann sich nicht drauf verlassen, dass die Tüte voll wird. Für die Betroffenen ist das schrecklich, denn sie verlassen sich ja auf die Hilfe der Tafel, sie sind abhängig davon. Aber Ansprüche stellen kann dort keiner. Auf Almosen gibt es keinen Rechtsanspruch.
Also nicht jeder, der arm ist, kann einfach zur Tafel?  Nein. Für die Tafeln braucht man einen Berechtigungsausweis, den muss man sich dann um den Hals hängen. Man muss zuerst seine Bedürftigkeit nachweisen, dann entscheiden die Tafeln, wen sie aufnehmen wollen. Außerdem muss man sich abmelden, wenn man einmal nicht kommen kann. Sonst kann man seine Zugangsberechtigung verlieren. Das Ganze ist von vorn bis hinten demütigend. Einer meiner Protagonisten hat mir von einem besonders hässlichen Fall an einer Tafel in einer mittelgroßen Stadt in Bayern erzählt: Dort hat sein Bekannter einmal seine Lebensmittel von der Tafel an Tafel-Nutzer verteilt, die nicht so viel abbekommen haben wie er. Daraufhin hat er seine Zugangsberechtigung verloren, er ist rausgeworfen worden. Bei den Tafeln ist schließlich klar aufgeteilt, wer gibt und wer nimmt.

friedrich merz, gründungsmitglied des propagandavereins „initiative neue soziale marktwirtschaft“, mitglied der „trilateralen kommission“ (1973 von david rockefeller, zbigniew brzeziński und jimmy carter bei einer bilderberg-konferenz gegründete, private, politik-
beratende denkfabrik und meinungsmanipulations-institut), vorsitzender der meinungsmanipulations-denkfabrik „atlantikbrücke“ und nicht zuletzt aufsichtsratschef des größten und kriminellen vermögensverwalters der welt – black rock – hat da vor
2 tagen eine innovative idee vorgebracht, um pfandflaschen-sammelnde rentner bald
zu vermeiden… #truestory

Wilhelm Weitling
Warum lügt der Zeitungsschreiber, warum stiehlt der Dieb, warum betrügt der Kaufmann und warum verteidigt der Advokat eine schlechte Sache? – Alles des Geldes wegen… Warum verfälscht der Wirt das Getränk, der Bauer die Milch und Butter, warum bäckt der Bäcker das Brot zu klein? – Alles des Geldes wegen … Warum gibt es Leute, die gegen ihre Pflicht, ihr Gewissen und ihre Überzeugung lehren, schreiben und handeln? – Des Geldes wegen. Wenigstens die Hälfte unserer heutigen Ehen sind Geldspekulationen, worin Mitgift, Erbschaft, Hoffnung auf Ämter und frühen Todesfall eine Hauptrolle spielen. Die Liebe ist ein Nusskern, die Ehe sind die Schalen. Das Geldsystem ist der Wurm, welcher sich in den Kern frißt und ihn verdirbt. Schafft den Eheleuten in der gesellschaftlichen Ordnung eine freie, unabhängige, sorgenlose Stellung …dann wird der widrige Skandal aufhören, der heute euren Gerichten alle Hände voll zu tun gibt. Jede gesellschaftliche Verbesserung, die man durch Kapitalienverteilung bezweckt und worin das Geld die Hauptrolle spielt, kann keine vollkommene sein. Je ärmer der Arbeiter ist, für desto mehr Händler und Krämer muß er arbeiten, welche sich alle auf seine Unkosten zu bereichern suchen; nicht immer aus eigenem bösen Willen, sondern weil die ganze Gesellschaft nach dem Wuchersystem organisiert ist. Um die Grausamkeiten der Todesstrafen zu mildern, bedienten sich die Alten des Giftes, die Neuen der Guillotine; um uns nicht fühlbar zu machen, dass wir für andere arbeiten müssen, dazu bediente man sich des Geldes. So war denn mit dem Eigentum auch der Diebstahl und der Raubmord erfunden worden. Beide Erfindungen waren voneinander unzertrennlich. Das Eigentum war die Mutter des Diebstahls und des Raubmordes! Die Kühnsten und Stärksten griffen zu den Waffen und machten aus der Kunst, sie zu führen, ein Handwerk. Der Raub wurde jetzt im Großen getrieben, wie der Handel. Von der Zeit an nannte man alles gestohlene Gut Eigentum, und den Austausch
der gestohlenen Güter Handel. Früher machte man den Menschen mit Gewalt zum Sklaven; jetzt verkauft er sich selber, seine Gesundheit, seine Jugend und sein Blut für das,
was man ihm Vaterland zu nennen gelehrt hat …

Bedingungsloses Grundeinkommen: Die Erlösung?
‘Free Lunch Society Talkshow’ von Christian Tod
Tragik der Allmende
In Agrargesellschaften, in denen die allermeisten Menschen Selbstversorger sind, steht ihnen ein Grundeinkommen in Form von Grund und Boden zur Verfügung. Nicht unbedingt in Form von privatem Eigentum an Grund und Boden. Aber in Form von Besitz; das heißt: dem Recht, über Ackerland, Wald oder Weiden zu verfügen. Keine Frage, die Menschen mussten hart arbeiten, um diesem Boden ein Naturaleinkommen abzugewinnen. Aber sie mussten nicht auch noch arbeiten, um überhaupt über Grund und Boden
verfügen zu dürfen.

Jetzt ist Ewigkeit v. Christoph Blumhardt
Jeder Mensch verkommt, auch in irdischen Dingen, wenn er nicht tätig ist als Glied eines Ganzen mit höheren Zielen; und jeder gedeiht schon in irdischen Verhältnissen, der mit Lust und Liebe für etwas arbeitet, das größer ist als er selbst. Und die Menschheit verkommt in ihrem ganzen Lebenswert, leiblich und geistig, wenn wir nicht etwas zu schaffen haben als Menschen für das Leben der Erde, für die Schöpfung, für Gott.
Christoph Blumhardt

Ora et labora
Nur der Mensch, der arbeitet, ist der echten Meditation fähig. Und nur der Mensch, der
betet, kann bleibende Werte schaffen. Erst wo Gebet und Arbeit zusammenkommen,
befindet sich der Mensch im Gleichgewicht. Und das ist die ganze Wahrheit. Pater John

Ora et labora – Benedikt musste auch die Arbeit in eine Balance bringen, um die dämonische Seite ihrer Energie erst gar nicht aufkommen zu lassen. “Dem Gottesdienst ist nichts vorzuziehen”, so bestimmte er ganz eindeutig die Prioritäten. Man lasse alles stehen und liegen, wenn die Glocken den Tag mit ihren Mahnrufen .. unterbrechen. Das Wichtigste nämlich sei, sich zuallererst von der Dynamik, die von Gott ausgeht, ergreifen zu lassen und die eigene Lebensqualität zu verbessern.. Mönche fänden es in der Tat absurd, sich von der Arbeit beherrschen zu lassen. Die Freiheit der Gotteskinder einzutauschen gegen einen neuen Sklavendienst. Ein Tag bekommt eine andere Dimension, wenn man nicht blind in ihn hineinstoplert, ihn zur rechten Zeit unterbricht, rechtzeitig aufhört und gut
abschließt. “Ora et labora” seien wie “zwei Flügel, die uns zur Höhe tragen”, hat jemand
formuliert, zwei Takte für den Rhytmus eines Lebens.

Der Mensch sollte alle seine Werke zunächst einmal in seinem Herzen erwägen, bevor er sie ausführt. HvB

bees

A R B E I T
Müßiggang ist ein Feind der Seele. Deshalb müssen sich die Brüder zu bestimmten Zeiten der Handarbeit und zu bestimmten Zeiten wiederum der heiligen Lesung widmen.
AUS DER BENEDIKTSREGEL
In seinen Klöstern adelte der heilige Benedikt die Arbeit. In der Antike galt Handarbeit als Sklaventätigkeit. Ein freier römischer Bürger, ein Adliger gar, vermied solch niedere Dienste. So kam es, dass Adlige, die in ein Kloster kamen, dort zum ersten Mal mit ihren Händen arbeiteten. Als sinnvolle Beschäftigung galt für Benedikt auch das Studium heiliger Texte. Müßiggang hingegen sah er als Gefahr. In unserer Gesellschaft hat Arbeit einen hohen Stellenwert, vor allem, wenn sie gut bezahlt wird und gesellschaftliches Renommee verspricht. Haushalt, Kindererziehung, Pflege von Angehörigen, bürgerschaftliches Engagement gelten zu Unrecht als zweitrangige Formen der Arbeit. Im Kloster gilt jede Art der Arbeit als wertvoll. Darum erhält auch jeder Mönch dasselbe, unabhängig davon, wie viel er finanziell für das Kloster erwirtschaftet. Während manche Menschen heutzutage keine Erwerbsarbeit mehr finden, ist für andere die Arbeit auslaugend. Für Benedikt hingegen ist Arbeit ein zentraler Bestandteil des Lebens und dient der Verwirklichung des Menschseins.
EXERZITIUM
Mache ich bisweilen die Erfahrung, dass die notwendige Entspannung in eine unbefriedigende Zeitverschwendung umschlägt? In einer solchen Situation beendige ich den Müßiggang und nehme lieber eine einfache Arbeit auf, die mich erfüllt.


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cdu
arbeit macht frei


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Hartz IV wird kleingerechnet



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