Socialismus aeternus

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Der christliche Sozialauftrag im Neuen Testament
Hausgemeinden und die Stellung der Frauen im frühchristlichen Gottesdienst
Gemeinschaft und Kollektiv im Sozialismus
Sozialismus bedeutet genossenschaftliche Ordnung
Bill Gates: Nur der Sozialismus kann den Planeten retten
Der Kapitalismus 1/6 – Adam Smith und der freie Markt
Der Kapitalismus 2/6 – Adam Smith und der Wohlstand der Nationen
Der Kapitalismus 3/6 – David Ricardo und Thomas Malthus
Der Kapitalismus 4/6 – Und wenn Karl Marx doch Recht gehabt hätte
Der Kapitalismus 5/6 – Keynes versus Hayek, ein Scheingefecht
Der Kapitalismus 6/6 – Keynes versus Hayek, ein Scheingefecht?
Richard David Precht zu Kapitalismus im digitalen Zeitalter
GENIAL!!! Volker Pispers USA im Endstadium
Albert Einstein Warum Sozialismus 1949
Zum Tod von Fidel Castro
Rudi Dutschke Sozialismus
Rudi Dutschke zum Revolutionsbegriff
Rudi Dutschke über den Faschismus in der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft
Rudi Dutschke – Deutsche Lebensläufe
Ragaz Gedanken: Sozialismus
Gustav Landauer: Sozialismus
CHE GUEVARA & FIDEL CASTRO
– Lungo la Strada (Milva)


Das erste Bundesland hat sich heute befreit 😉
Seid’s klassenlos – jawoi✊
Seid’s herrschaftslos hob I g’sogt – jawoi✊
Seid’s freindlich zu einand hob I g’sogt – jawoi✊
Mir kannst no a Joint bringa!
Anarchistische Bayern, des samma mir!

„Ohne radikale Selbstkritik gibt es keine radikale Kritik der Verhältnisse“
(Rudi Dutschke)

„Eine zukünftige Gesellschaft muss die Idee des Entlohnens der Arbeit aufgeben.“
(Peter Kropotkin 09.12.1842 – 08.02.1921)

Die höchste Vollkommenheit der Gesellschaft findet sich in der Vereinigung von Ordnung und Anarchie. (Pierre Joseph Proudhon)

Christa Wolf am 4. November 1989 auf dem Alexanderplatz in Berlin „Ja: Die Sprache springt aus dem Ämter- und Zeitungsdeutsch heraus, in das sie eingewickelt war, und erinnert sich ihrer Gefühlswörter. Eines davon ist ·“Traum“. Also träumen wir mit hellwacher Vernunft: Stell dir vor, es ist Sozialismus, und keiner geht weg! Sehen aber die Bilder der immer noch Weggehenden, fragen uns: Was tun? Und hören als Echo die Antwort:
Was tun!“

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Hasta Siempre, Comandante!
Ich weise auch darauf hin, dass wir in der Lage sind, mit den Anstrengungen und der Intelligenz unseres Volkes die Nahrung und den materiellen Reichtum zu produzieren, die wir brauchen. Wir haben keine Geschenke des Imperiums nötig. Unsere Bemühungen werden rechtmäßig und friedlich sein, denn sie entsprechen unsere Verpflichtung gegenüber dem Frieden und der Brüderlichkeit aller Menschen, die auf diesem Planeten
leben. Fidel Castro Ruz, 27. März 2016

Im Kapitalismus bekommt man alles für Geld und im Sozialismus bekommt man alles, was man für Geld nicht bekommt.

Die Erneuerung der Schweiz
«Der Sozialismus wird r e l i g i ö s sein, oder er wird  n i c h t  sein.» (Hendrik de Man.)


„Das Buch der Wahrheit“ – Botschaften
Ich wählte zwölf einfache Männer, ungebildet und unkundig der Heiligen Schrift,
arme Fischer.

Dittmar Rostig: Bergpredigt und Politik
Die sozialistische Wirtschaftsordnung
Der Sozialismus als geistig-wirtschaftliches Prinzip
Ragaz bejaht eine sozialistisch-strukturierte Gesellschaft, als sie „G e m e i n s c h a f t
verwirklicht und sich am Sinn und Wert der Gemeinschaft“ orientiert. Der Sinn des Sozialismus zeigt sich für Ragaz gerade in „einer neuen Gemeinschaftlichkeit des Lebens“. Diese läßt den Schwachen und Benachteiligten Hilfe zuteil werden. Den Wert der Gemeinschaft beurteilt Ragaz danach, inwiefern sich in ihr ein „Geist der F a m i l i e n h a f t i g k e i t“
verwirklicht. “Ein krankes Kind, eine alte Großmutter, sie werden die Heiligtümer der Familie. So muß auch eine Gesellschaft sein, die einmal eine wirkliche Gemeinschaft geworden ist. Die heute in das Dunkel Gestoßenen, die Schwachen, Verkümmerten, Hilflosen werden ihr Heiligtum sein …“ Für Ragaz ist der Sozialismus eine „g e i s t i g e Macht“, „ein s i t t l i –
c h e s  I d e a l“, denn Ragaz’ Sozialismus „fließt aus der G e s i n n u n g“. Dennoch löst er den Sozialismus als sittliches Ideal nicht von seiner wirtschaftlichen Gestalt ab, denn sie ist „elementare Voraussetzung“, aber auch „notwendige Konsequenz“ desselben. Die sozialistische Weltanschauung verneint Ragaz, als in ihr das messianische Element, das in Ragaz’ Denken für die geistig-religiösen Antriebskräfte geschichtlicher Entwicklung steht, durch die wissenschaftliche Theorie ersetzt wird. Als einen weiteren Grundzug der sozialistischen Weltanschauung streicht Ragaz – gleichsam den Nerv dieser Weltanschauung treffend – deren Materialismus heraus, wobei er zwischen historischem und metaphysischem Materialismus unterscheidet. Dem „Geschichtsmaterialismus“ eines im Grunde mechanistisch ausgerichteten Materialismus ordnet Ragaz eine naturalistische Weltanschauung zu, die ihre Eigenart darin entfaltet, die Macht des Geistes zu leugnen. Wo die „Entwicklung“ zur „allmächtigen Gottheit“ aufsteigt, wirtschaftliche Faktoren an die Stelle der geistigen treten, übt Ragaz Kritik in der Weise, daß er in der sozialistischen Weltanschauung Elemente kapitalistischer Weltanschauung wahrnimmt, und schlußfolgert, dass zunächst die Weltanschauung des Kapitalismus zu stürzen sei, ehe der Kapitalismus fällt.

Der Sozialismus des Gottesreiches: „Socialismus aeternus“
Die Botschaft vom Reich Gottes ist mehr als „b l o ß  S o z i a l i s m u s“, da sie nicht „von dieser Welt“ ist und da in ihr der Sieg auch über Schuld und Tod, Sünde und Krankheit verheißen ist. Andererseits nimmt Ragaz im Sozialismus Elemente wahr, die als „H i n w e i s“, „G e r i c h t“ und „Verheißung“ des in die Welt einbrechenden Reiches Gottes zu verstehen sind, wenn auch nicht als „Erfüllung“ desselben.. Für die Fragen der sozialen Gestaltung entdeckt Ragaz in den „großen Prinzipien“ der Bibel eine richtungsweisende „Orientierung“. Unterscheidet Ragaz einerseits streng zwischen Reich Gottes und Sozialismus, besonders in der Weise, als das Reich Gottes erst in seiner eschatologischen Gestalt zur Erfüllung kommt, also alle geschichtlichen Verkörperungen, in denen das Reich Gottes aufbricht, transzendiert, so ordnet er andererseits Reich Gottes und Sozialismus einander zu, da im Reich Gottes des ganze Sozialismus enthalten ist, und zwar in seinen wesentlichen Prinzipien. Ragaz untersucht das ganze Evangelium auf seinen sozialen Sinn. Sozialismus und Evangelium rückt er insofern eng aneinander, als das Evangelium die Botschaft vom Reich Gottes vertritt und der Sozialismus „mehr als ein bloßes Parteiprogramm“ verkörpert. Die Prinzipien der Bibel, die für die soziale Gestaltung der Welt heranzuziehen sind, versteht Ragaz als Verheißungen, nicht als politische Programmatik.

Jesu Reich-Gottes-Verkündigung stiftet Hoffnung, die die Welt verändert. Sie richtet sich auf die Befreiung des Menschen aus „aller Not des Leibes und der Seele“ und auf die „Umgestaltung der Erde“ nach Gottes Willen. Diese Beschreibungen stehen gegen ein rein jenseitig orientiertes Reich-Gottes-Verständnis, das den Weltbezug des Reiches Gottes
negiert, während Ragaz den dynamischen und revolutionären Reich-Gottes-Charakter herausarbeitet. Die Reich-Gottes-Botschaft erweist sich darin revolutionär, als sie auf die Umgestaltung und Erneuerung der Erde aus ist. Sie tritt nicht als „Hüterin der bestehenden Ordnungen“ auf und ist nicht auf die „Erhaltung des Bestehenden“ fixiert. Die Reich-Gottes-Botschaft Jesu, die auf die Befreiung des Menschen von Schuld, Sorge und Mammonsdienerei aus ist, verheißt eine „neue menschliche G e m e i n s c h a f t“, in der sich die Gedanken der „G l e i c h h e i t der Menschen“ sowie die „Achtung vor der eigenen und fremden P e r s ö n l i c h k e i t“ real verkörpern. Zu den unabdingbaren Grundprinzipien, die Ragaz dem Sozialismus der Bibel zuordnet, gehören die Heiligkeit des Menschen, also die Gotteskindschaft; die Bruderschaft, also die gegenseitige Verbundenheit und Verantwortlichkeit der Menschen vor Gott; das gegenseitige Dienen; Gottes und des Menschen Herrschaft über Mammon und andere Gewalten; Glaube, Liebe, Hoffnung; die Erwartung eines neuen Himmels und einer neuen Erde.

Kein Händler wird an jenem Tag mehr im Haus des Herrn der Heere sein (Sach 14,21)
Kein Händler wird an jenem Tag mehr im Haus des Herrn der Heere sein (Sach 14,21)

Die Genossenschaft als die soziologische Grundgestalt des Reiches Gottes
Eine Gemeinschaft, die dem Sinne Christi entspricht und in der Liebe und Brüderlichkeit vorherrschen, weist eben nicht zufällig diejenigen Elemente auf, die auf genossenschaftliche Strukturen drängen. Als geschichtliche Beispiele verweist Ragaz auf die apostolische Gemeinde, besonders auf die Mahl- und Gütergemeinschaft der urchristlichen Gemeinde, auf die Mönchsorden, die Zünfte des Mittelalters wie auf die Genossenschaftsbestrebungen der christlichen Sozialisten Englands.. Gesamtgesellschaftlich ordnet Ragaz die Errichtung von Genossenschaften in die gesellschaftliche Bewegung ein, die vom Kapitalismus zum Sozialismus führt. Von ihrer wirtschaftlichen Zielsetzung her baut die Genossenschaft eine „neue Organisation und Produktion des Konsums“ auf und führt an Stelle des Prinzips der Konkurrenz das der „Solidarität in den Konsumptions- und Produktionsprozess ein“. Eine wirtschaftliche Ordnung, in der sich der „Gedanke der Genossenschaftlichkeit“ verkörpert, verändert auch den Charakter der Arbeit, als in ihr Elemente eines „gegenseitigen Dienen/s/“ anzutreffen sind.. Diesen neuen Charakter der Arbeit führt Ragaz darauf zurück, daß der Arbeitsertrag „ein Gewinn für alle“ sein wird, weil der Profit, also die privatkapitalistische Aneignung der Arbeitsergebnisse hinwegfällt. Die Arbeit wird „Gottesdienst und Menschendienst“, weil sie als eine vom „Joche des Mammonismus und des Räubertums befreite Arbeit“ praktiziert wird. Die Genossenschaft erweist sich als „ideale Form des wirtschaftlichen S o z i a l i s m u s “ ‚ weil an Stelle der „gegenseitigen Ausbeutung“ die „Arbeit für einander“ tritt. Eine wirtschaftliche Ordnung im Sinne der Genossenschaft entspricht insofern dem Evangelium, als sie an Stelle des „Gelderwerb/s/ um seiner selbst willen“ die „gegenseitige Hilfe“ setzt, statt der „egoistische/n/ Selbsterhaltung“ die „Überwindung der materiellen Not“ praktiziert. Diese wirtschaftlichen Zielstellungen entsprechen dem Gedanken der Bruderschaft, so daß das Genossenschaftswesen oft von ethisch- religiösen Zielstellungen getragen wird. Die Genossenschaft, die auf dem Prinzip der Freiheit, Liebe und Gemeinschaft beruht, grenzt Ragaz streng von allen Formen der Herrschaft ab. Da die wirtschaftlichen Strukturen der Genossenschaft auch das geistige Klima und das Zusammenleben der Menschen prägen, mißt Ragaz ihnen einen hohen Stellenwert bei. Gerade die Einsicht, daß eine wirtschaftliche Ordnung in einem genossenschaftlichen Sinn dazu beiträgt, menschlichen Egoismus zurückzudrängen, weil er a u c h strukturell- gesellschaftlich bedingt ist, bewertet Ragaz hoch. Mit der Zielvorstellung „Genossenschaft“ verknüpft er die Erwartung einer „völlige/n/ L e b e n s g e m e i n s c h a f t „‚ da nicht nur im wirtschaftlichen Leben an Stelle der „selbstischen Konkurrenz … /die/ gegenseitige Hilfe“ tritt. Er sieht allerdings dieses Ideal solange als gefährdet an, als die Genossenschaft in einer kapitalistischen Umwelt existiert.. Im Denken von Ragaz transzendiert das genossenschaftliche Prinzip den Bereich der Wirtschaft, da er es für den Staat, aber auch für das Zusammenleben der Völker in Ansatz bringt. Der Staat wird von dem „genossenschaftlichen Prinzip aufgesogen“, als er lediglich noch für eine „gewisse Regulierung des Zusammenlebens einer durch Freiheit und Liebe aufgebauten Gesellschaft“ in Anspruch genommen wird. Die Genossenschaft als regulierendes Prinzip nimmt daher im Denken von Ragaz eine staatskritische, ja staatsauflösende Funktion wahr. Im Leben der Völker hebt das genossenschaftliche Prinzip die Politik auf, da Ragaz den Föderalismus als die „Zukunftsform der Völkerorganisation“ beschreibt. Das theologische Grundsatzproblem, das sich bei der Vermittlung von Glaube und Politik im Ragazschen Denkhorizont stellt, konzentriert sich auf die Fragestellung, ob Ragaz die Verheißungen der Reich-Gottes-Botschaft als Gesetz mißversteht. Diese Gefahr ist nicht von der Hand zu weisen, und wenn Ragaz formuliert, daß die Genossenschaft der „soziologische Urtypus des Reiches Gottes“, die „einzig entsprechende … soziologische Gemeinschaftsform der Sache Christi“ ist, so verwandelt sich in der Tat die Verheißung ins Gesetz, wird die Bibel zum unmittelbaren politischen Programm. Diese Aussagen, die direkt vom Evangelium aus in den sozialen Bereich hineinregieren, relativiert Ragaz allerdings selbst. Er verweist darauf, daß vom Evangelium aus zu den wirtschaftlichen Gestaltungsfragen lediglich „allgemeine Leitlinien“ hinüberführen, keinesfalls aber „Postulate“ zu gewinnen sind, die unmittelbar in ein „praktisches Programm“ einmünden. Lassen sich nach Ragaz vom Evangelium aus Demokratie, Genossenschaft und Sozialismus begründen, so präzisiert er diese Aussagen nicht unwesentlich, indem er diese gesellschaftlichen Größen im Evangelium eben nicht als „politisches Programm“, sondern „bloß als Möglichkeit und als allgemeine Verheißung enthalten“ sieht. Die Genossenschaft, die auf dem Prinzip der „f r e i e n  V e r e i n i g u n g“ beruht und in der sich „Gotteskindschaft und Bruderschaft“ verkörpern, versteht Ragaz als letztes Ideal und regulierende Idee, so daß er für die Bewegung des religiösen Sozialismus die Genossenschaft als die „Grundform des ganzen Sozialismus“ herausstellt. Die Genossenschaft als Grundtypus entfaltet sich in unterschiedlichen Formen, so daß sie Zugang zur Gewerkschaft, Kommune und Bodenreform ermöglicht, sofern sich in ihnen die Grundform „Genossenschaft“ verwirklicht. Weiß Ragaz, daß es sich vom Christentum aus verbietet, ein „ausgearbeitetes Einzelprogramm politischer und sozialer Art“ zu konzipieren, da das Reich Gottes nicht in der Verfügbarkeit des Menschen steht, so hält er zu Recht an den einfachen Prinzipien der Bibel, z.B. an den Begriffen der „Gottessohnschaft“ und „Bruderschaft“ fest.

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